Die verschissene Sucht

Endlich Feierabend! Den Arbeitstag vergessen, die Knochenmühlenklamotten gegen etwas gemütlicheres getauscht, die Mucke aufgedreht und den Kindle aufgeklappt – so begann mein wohlverdienter, geruhsamer Abend. Bis ich merkte, dass ich meinen Tabaksbeutel in der Firma vergessen hatte. Die verschissene Sucht weiterlesen

In Kurzform

Manche haben mir gestern etwas von meinem „Ehrentag“ erzählt. Die zahlreichen, wohl ernstgemeinten – aber so genau weiß ich das nicht – Glückwünsche der „Lieben“ nahm ich hin und bedankte mich artig. Auch wenn ich dies in vielen Fällen einen Tag später tat. Aus Gründen. „Kondolenz“ kam mir ab und zu in den Sinn. Eigentlich ein schönes Wort. Aber noch unpassend. In Kurzform weiterlesen

Nur so

Offiziell ist die 1. Welle wohl vorbei. Nach vielen Wochen Homeoffice hat die Knochenmühle angeordnet, dass wir uns alle doch wieder in dem wunderschönen, neuen Verwaltungsgebäude einzufinden haben. Großraumbüros, weite Hallen, viele Kolleginnen und Kollegen, der liebste Chef der ganzen Welt von morgens bis abends direkt mir gegenüber an einer Vierertischgruppe. Wie habe ich das vermisst! Den ganzen Tag seine liebe und angenehm leise Stimme zu hören. Sein zurückhaltendes Kauen, Schmatzen, Röcheln, Stöhnen beim Essen seiner mal 300 Pfund gemessenen Frühstücksmenge. Aber auch seine Gesprächspartner zu hören, wenn der liebste Scheffe der Welt mit der immer unzureichenden Technik kämpft und sein Headset, seine PC-Lautsprecher, seine Monitor-Lautsprecher, sein Telefon – tja, alles gleichzeitig laut zugeschaltet ist, wenn er telefoniert. Der Hit! Jeden Tag, von morgens bis abends. Nur so weiterlesen

Herr Glutengrün: „Magst Du noch einen?“

Herr Butterblum: „Biste zu Geld gekommen?“

Herr Glutengrün: „Kann man so sagen. Gold…“

Herr Butterblum: „Nicht schlecht. Ist nicht so schwankend wie der Euro.“

Herr Glutengrün, schwankend und sich an der Theke festhaltend: „Jaha, hehe – wir trinken auf meine Schwiegermutter.“

Herr Butterblum: „Warum nicht. Prost!“

Herr Glutengrün: „Prosit, Alter! Ich sach nur, Gold!“

Herr Butterblum: „Zeitlos… Wer es sich leisten kann.. Ach, was macht denn Deine Schwiegermutter eigentlich so? Schon länger nicht mehr gesehen.“

Herr Glutengrün: „Gut geht’s ihr! Ich bringe ihr jedes Wochenende ´ne Dose Ravioli und `nen Wasser.“

Herr Blutterblum: „So ´nen Schwiegersohn hätte ich auch gerne.. Prost!“

Herr Glutengrün: „So bin ich halt. Die sitzt da im Regal und hält still. Besser gelaufen als ich gedacht hatte.“

Herr Butterblum: „Im Regal?“

Herr Glutengrün: „Jawohl, mein lieber Herr Gesangsverein! Willste noch einen?“

Herr Butterblum: „Klaro, auf dreiunddreizig Beinen kann man nicht stehen. Hehe.. Danke, Alter! Bist ja heute großzügig. Macht Spaß mit Dir!“

Herr Glutengrün: „Apropos Schwiegermutter – Du kennst doch ihre Goldzähne, nich?“

Herr Butterblum: „Na logo! Die ganze Fresse voll! Haha, ein kleines Eigenheim in ihrem gehässigen Maul..“

Herr Glutengrün: „Hehe, tja – wurde ihr von Dominik, ihrem 8. Ehemann bezahlt. Die alte Schlampe… Prost!“

Herr Butterblum: „Prost! Boahr, wenn man das versilbern könnte..?..?“

Herr Glutengrün: „Hehe, schon geschehen Alter. Magst’n Schnaps?“

Herr Butterblum: „Immer her damit, Du Bandit mit den Spendierhosen! Ich will ja gar nicht fragen warum Du so flüssig bist..“

Herr Glutengrün: „Wenn Du mir schon so um die Ecke kommst, im Vertrauen – der Termin ist in drei Wochen..“

Herr Butterblum: „Drei Wochen? Übrigens – Prost!“

Herr Glutengrün: „Ja, in drei Wochen läuft die Frist ab – zur Auslöse. Prost!“

Herr Butterblum: „Auslöse?“

Herr Glutengrün: „Ich sach nur Pfandhaus. Prost!“

Herr Butterblum: „Hehe, alles richtig gemacht! Prost!“

Tommy

Sein roter, langer Bart zitterte vor Zorn. Seine blauen Augen blitzten furchterregend, seine Gesichtszüge versteinert, die Fäuste geballt. So stand Hans-Werner Samenström (geb. Ouédraogo- Chukwunyelu), der 13. Sohn eines kubanischen Kesselflickers und einer irischen Hütehundmelkerin, vor seiner kleinen Tochter und fasste endlich einen Entschluss. Hans-Werner kam zu seinem Vornamen nach Hr. Prof. Dr. Sinn, als sich seine Eltern nach tagelangem Vollrausch, stockbesoffen auf der Entbindungsstation spontan für einen Namen entscheiden mussten. Tommy weiterlesen

Hören – verstehen

Diese Welt verstand ich nie,
ich sagte dazu nix,

Der Bach, der Grund,
so tief und nebulös,

Wie ist die Welt?

Ich wünscht ich wär so tod,
und wenn nicht das – dann komatös.

Verbunden mit vielen positiven Gedanken und die üblichen Wünsche, verbleibe ich, mit einem Lavendel – und einer Biene.

In Liebe!

Caroline Franz

Soeben hat einer angerufen:

*Klingelingeling*
Ich nehme ab: „Schirrmi, einen schönen guten Tag!“
Er: „Guten Tag, Detlef Pimmelkopp von der Westerwälder Zeitung.“
Ich: „Hallo Herr Pimmelkopp, was kann ich für sie tun?“
Er: „Ich habe hier Caroline Franz als Probeabbonement stehen.“
Ich: „Prima! Was macht die denn da?“
Er: „Ähm, was?“
Ich: „Steht die Caroline Franz grade neben Ihnen?“
Er: „Ähm, die steht hier drinnen. Bin ich da richtig?“
Ich: „Steht die bei Ihnen im Büro? Dann fragen Sie sie doch direkt.“
Er: „Nein, die steht hier im Computer..“
Ich: „Herr Pimmelkopp, so kommen wir nicht zueinander. Bitte drücken Sie sich klarer aus!“
Er: „Dann kann ich Sie also rauslöschen?“
Ich: „Was fällt Ihnen ein?“
Er: „Ist da nicht Caroline Franz?“
Ich: „Nee, ich dachte die steht doch bei Ihnen.“
Er: Aufgelegt