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Sonnenbad auf der Straße

Ist das Wetter nicht herrlich? Es ist warm und wir haben Ferien. Die Vögel zwitschern, die Brut wird flügge und letztens sogar, hat mein Alabaster-Po das erste Mal seit Jahren die Sonne gesehen. Mit unangenehmen Folgen, vor allem für einen Büromenschen wie mich.

Als ich am Montag so in unserer herrlichen Gegend zur Arbeit fuhr, entdeckte ich mitten auf der Straße einen Sonnenbadenden Maulwurf. Da es bei uns doch sehr dörflich zugeht, konnte ich aussteigen und ein Foto von dem kleinen Racker machen:

Süß, gelle? Hach, die Tierchen sind mir ja ans Herz gewachsen. Eigentlich dachte ich dass es diese sonnenverwöhnten, niedlichen Dinger nur im Harz gibt. Siehe hier und hier. Aber jetzt auch im Westerwald? Toll! Ich bin gespannt auf mehr.

Schönen Mittag wünsche ich euch!

aAdW ganz klein

Hi Leute,

es ist ja nicht ganz unbekannt dass ich mittlerweile am Arsch der Welt wohne. Es freut mich überaus Ihnen diese kleine Welt noch ein wenig kleiner präsentieren zu dürfen.

Seit einiger Zeit liegt in meiner Fototasche ein noch nahezu unbenutztes Makro Objektiv herum. Dieses erstand ich einst glücklich für sage und schreibe 666 Euros und freute mich dieses auch ausgiebig zu nutzen.

Jetzt nach ca. 1,5 Jahren darf ich Ihnen endlich ein paar Makro-Testfotos aus meiner unmittelbaren Umgebung präsentieren.

Mir und L. hat das Ausprobieren Spaß gemacht obwohl ich wohl öfters mal die Blende zu klein eingestellt hatte. Ich verspreche dass ich demnächst mehr Makroaufnahmen zeigen werde. Außer Sie haben sich beim Betrachten der Bilder übergeben. Dann können Sie es ja in der Kommentarspalte erwähnen. Oder auch nicht..

Einen schönen sonnigen Abend wünscht der immer Ihre,

Schirrmi

Entsetzte Einläufe

Entsetzte Einläufe

Meine abgearbeitete Arbeitshose ist durch und ich schaute bei einem renommierten Hersteller nach einer Neuen und sah plötzlich dies:

Ich meine, wenn man schon die Einlaufschlauchfarbe wählt, sollte man nicht bei einem Indianer rot und bei einem Asiaten einen gelben Schlauch wählen? Und warum und wie der Nordeuropäische Mann quasi wie ein T120-Modell ein Motorgetriebe als Ersatzhand hält und dabei recht debil grinst. Weiterhin hat der mit dem Einlauf einen Heißluftföhn in seiner rechten Hand der direkt auf das linke Knie seines Partners (!) zeigt.

Wenn ich dann herunterschaue auf der Suche nach passenden Arbeitsschuhen, fällt mir auf dass der rote Einlaufschlauch duch des asiatisch angehauchten Herren, linken Fuß durchgeführt wird.

Warum?

Ich bleib bei meiner zerrissenen, alten Cordhose und grüße,
löchrig und nicht den Arbeitsschutzbedingungen entsprechend,
Euer / Ihr – Schirrmi

Mein Freund Fridolin versus Gigantissimus

Mein Kumpel Fridolin und ich bereiteten uns einige Monate auf den Trip vor. Es war soweit und seit Tagen und Nächten waren wir in der Wildnis unterwegs und neben ein paar Begegnungen mit Wölfen, Grizzlys und Geparden hatten wir auf unserer einsamen Harzwanderung, ziemlich alleine in der Wildnis nichts Nennenswertes zu befürchten.

Plötzlich krachte es im Wald. Tausendjährige Bäume brachen wie Strohhalme mittendurch. Eine fürchterliche Gewalt bahnte sich eine Schneise durch den Harzer Nationalpark und kam uns immer näher. Aus unseren Expeditionen im Riesengebirge kannten wir Rübezahl mit dem wir am Ende die ein und andere Tasse Tee genossen. Doch diese Gewalt hier, die immer näher kam ließ uns vor Ehr- und Furcht erzittern. Zwischen den Bäumen, es kam immer näher, blitzte es zwischen den Bäumen durch. Es war groß! Es war stark und es war weiß! Erstarrend vor Todesangst standen wir vor dem Ungetüm und oh Schreck, er nahm meinen Kumpel – der arme Fridolin, wir stöhnten voller Furcht, auf die Hand und flüsterte dann wie lieblich und ohne stören zu wollen: „Du Hübscher, hab keine Angst und pass auf Dich auf!“

Der Gigant ließ meinen Kumpel am anderen Wegesrand hinab und mich links liegen und stampfte weiter seines Weges.

Voller Furcht war ich auf einem der höchsten Bäume geflüchtet und konnte zittrig und voller Hosenscheiße ein Foto schießen:

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Hach! Puh!

New Model Army – Weihnachtskonzert 2016

comp_nma-2016-koelle-originalticketEs ist noch was offen. Außer meinem Herzen, meinen ungläubigen Augen, die nach oben offenen Ungerechtigkeiten und diverse sonstige Dinge. Und damit meine ich nicht meinen Arsch. Nein. Der NMA Bericht gilt es zu erledigen und in die Welt zu pubsen. Aber, wie ich grade nach links erwähnte, ich habe irgendwie keinen Bock. Aber das ist eine nicht erledigte Aufgabe, somit will ich hier mein Bestes tun.

New Model Army! Wie ein Jahrhundertuhrwerk waren sie pünktlich kurz vor Weihnachten wieder in Kölle. Und ich war wieder dabei, ebenso pünktlich und planbar. Gut dass NMA Weihnachtskonzerte zelebrieren und nicht Neujahresgedöns abfeuern. Denn so haben wir ein wildes, schönes Feuerwerk in Form von Mensch- und Herzlichkeit, immer noch laut und voller Empathie vor dem christlichen Fest und noch weit vor guten Vorsätzen.

Justin Sullivan, mittlerweile 60 Jahre alt, hat was zu sagen. Und das tut er. Mit Vehemenz und Kraft, mit Zorn und mit aus dem Herzen kommendem Mitgefühl für all das Leid was auf der Welt geschieht. Mit seinem prägnanten, strahlenden Lächeln nimmt er mich, uns und die ganze Fangemeinde mit auf eine Reise aus der Vergangenheit in die Zukunft und mit ihrem neuen Album „Winter“ finden wir uns in der Gegenwart wieder. Seine Mitstreiter waren ebenso wild und auf musikalischer Höchstform so dass nicht nur mein linker, dicker Zeh wippte bei Songs wie Vagabonds, 51St State und Green and Grey. Sie fingen mit vielen neuen Songs an die ich das erste Mal hörte und auf die Worte lauschte. Es war alt und neu und eindringlich!

comp_img_9933_nma-2016Geplant war ein grandioser Rockabend mit Stoff für die Ewigkeit (sehr, sehr frei nach Glumm) mit der liebevollen L. welche den Satan vorzüglich bändigen kann, dem wunderbaren F. und dem nicht kleinzukriegenden S. Dem S. ging es nicht gut, Kopf- und sonst noch so Weh, sagte ab. So standen wir in Kölle vor dem Palladium und L. hatte die glorreiche Idee die überschüssige Konzertkarte an Bedürftige zu verschenken. Sie glauben es nicht. Wir gingen die Reihen ab und riefen „Karte zu verschenken!“. Oder sprachen Passanten an, „Hier, möchtest Du New Model Army erleben? Wir schenken Dir eine Karte.“ Und wissen Sie was? Niemand wollte sie. Sowas.. Nun habe ich diese Originalkarte mit ohne Abriss in meiner Andenkenkiste. Die Kartenverticker brachten ihre Karten an die Frau und an den Mann gegen Bares. Aber geschenkt haben wollte sie niemand. Seltsam, nicht?

Es gab zwei Vorgruppen von denen wir 1,5 sahen. Die Erste war aus, keine Ahnung und machte Musik, fragen Sie mich nicht. Die Zweite Band sollte wohl irgendwie Punk sein, die Herrschaften waren schon älter was ja nicht schlimm ist und einer von denen war wohl der Bassist von den Ärzten, Rodriguez oder so, aber sie haben uns nicht mitgenommen. Keinesfalls! Wir freuten uns auf New Model Army umso mehr nach diesen dürftigen Darbietungen. Das Bier schmeckte wie immer nicht.

Wenn Sie glauben nicht recht zu sehen wenn Sie sich nach draußen in den Raucherbereich gekämpft haben dann sehen Sie richtig. Überaus entspannte Menschen und Mengen. Alle höflich, alle nett. Vor allem leise, kein Gegröle und ich sah noch nicht mal fliegende Bierflaschen oder eingerissene Zäune. Vielmehr „Oh, bitte, entschuldigen Sie, nach Ihnen.“ Oder Raucher die ihren Nikotinatem nach oben oder nach links / rechts, je nach Bedarf von Ihnen wegausatmen nur dass Sie nicht belästigt werden. Dazu eine kollektive Freundlichkeit unter älteren, ja, auch jüngeren, Herrschaften. Ich reckte mich ab und zu um zu schauen ob meine selige Oma auch da wäre. Ja, Generationen hatten sich versammelt und fachsimpelten. Ich zimbelte mit. Ab und zu hörte ich zwar ein „Aua!“ wenn mir jemand von hinten vor ehrlicher Anerkennung auf die Schulter klopfte. Tja, ich habe Nieten auf meiner Kutte. Ebendiese sorgt sowieso immer für Gesprächsstoff.

Hatte ich eingangs erwähnt dass ich keinen Bock zum Schreiben habe? Dann gibt’s jetzt ein paar Pics.

Enjoy oder auch nicht.

Schirrmi

P.S.: Bis nächstes Jahr, wenn nichts dazwischen kommt. Achten Sie nur auf die geilste Kutte im Haus.