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Nur so (11)

Einen wunderschönen guten Tag, liebe Leute. Heute gibt es mal wieder ein wenig Futter für euch. Nein, keine Reste der von mir höchstpersönlich geschnittenen, ehemals 3,5 Meter hohen Hecke. Auch nicht die Unkrautreste die ich auf diesem fremden Riesengrundstück mit der Hand und krummen Rücken entfernte. Auch nicht die Neun Grasfangsackfüllungen des Wiesenschnitts die ich in großer Not aufgrund der Menge irgendwo entsorgte. An dieser Stelle: „Hallo liebe Nachbarn! Ich hoffe ich bekomme auch in Zukunft selbstgemachte Marmelade von euch.“ :-). Diese für mich ungewohnten Handlungen geschahen nur aufgrund des Besuchs der sehr verehrten, lieben C. Aber das ist ein anderes Thema.

Nein, ich meine Ihr bekommt mal wieder passend zu meiner hart und genüsslich ersoffenen und erfressenen Bikinifigur dürre Wortfetzen und abgemagerte Satzfragmente. Denn bekanntermaßen bin ich ein Freund von Enthaltsamkeit und als euer Lehrmeister unterstütze ich nicht dass Ihr reinsten und sinnvollsten Geboten zuwiderhandelt. So ungefähr möchte ich eventuelle längere Schirrmiabstinenzen erklären. In Sarkasmus Genügsamkeit und Askese ist die ewig währende Freude zu erblicken.

Jetzt bin ich froh, der Blogtitel sagt ja eigentlich schon alles, euch ein paar meiner unsortierten Gedanken teilhaftig werden zu lassen. Und ich bitte um keinen Gram der vielleicht unter euch entstehen sollte angesichts dieser kurzen, klugen und keilen, sorry, steilen Einleitung.

Es passiert ja derzeit so viel auf der Welt, man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Schwarze Blöcke werden initiiert, sie sind nicht Freund sondern Feind. Der Staat hatte es sich das anders ausgemalt. Denn die zu bekämpfenden Bürger mit ihren vermaledeiten Grundrechten waren nicht dabei. Bürger-, Grund- und Menschenrechte wurden schon im Vorfeld als No-go-Area erklärt – man sollte nicht sagen können was einen erwartet wenn man davon zu viel erwartet. Krieg gegen die eigenen Bürger. Die eigentliche Staatsgewalt wurde umgedreht. Denn diese geht eben nicht von den gewählten Kriminellen aus wie manche Dösbattel in schwarz und mit Helmen und Knüppel meinen, sondern immer noch vom Volk. Alles andere ist Gehirnwäsche und die Besten der Besten, die können es halt noch am besten. Fake-News verbreiten. Göbbels grinst und geifert wie schön und noch viel besser es die Heutigen können, die die von Fake-News reden. Um von sich abzulenken. Diejenigen die „Haltet den Dieb!“ rufen und noch nicht mal klammheimlich mehr die Menschen im Meer ersaufen lassen.

Aber meine Weltordnung wurde heute wieder grade gerückt. Während nämlich unsere Bundesregierung am dritten Weltkrieg arbeitet, fiel in China ein Sack Reis um. Von beidem hören wir grade nichts in den Schlagzeilen. Schlimm aber darüber hinaus, dass der Hass, der alleinige Weltübel nun hier im beschaulichen Westerwald angekommen ist. Denn die Einschläge kommen näher. Sehr nahe. Seht diese Entsetzlichkeit selbst:

Ich bin geschockt! Das sowas passieren kann! Ich breche mir mein Zahngold raus und vergrabe es unter meiner neuen Pilzkolonie im Garten damit der Rollstuhlfahrer nichts davon abbekommt. Mutti ebenso wenig. Für meine Lieben: Es ist neben meinem Komposter-Allerlei falls ich hier mal mit ein paar Wattebäuschen Gummigeschossen am Kopf darniederliege.

Ach was! Ich rege mich nicht auf. Ihr habt mich noch nicht aufgeregt erlebt. Erregt ja, hihi.. Aber das soll ja hier kein Pornoblog werden. War auch bald wieder frohgemut als ich den Mimimi der Woche sah. Wir wussten es ja schon lange dass seine Kindheit beschissen war. Aber jetzt offiziell:

Ja, weinen könnte ich auch. Schlagzeilen mache ich nicht. Außer ich wollte schlagen. Und das meine ich nur rein physisch. Also keine Sorgen. Da unter den Helmen, sind indoktrinierte „Kriegshelden“, sind unsere Brüder, Väter, Söhne, Freunde. Sie sind nicht sichtbar und wollen es auch nicht. Schon immer und noch heute wollen die Täter ihre Taten entschuldigen. Maskierte Schlägertrupps ohne Gesicht und Namen. Schaut euch um, auch in eurem Familien- und Freundeskreis gibt es diese Leute vom schwarzen, knüppelschwingenden Block. Oft sind sie vom Staat in prekäre, auch schlimmste finanzielle Situationen gebracht worden – dass sie keinen anderen Ausweg mehr sahen. Doch schaut hinter die Masken und versucht, auch wenn es schwer fällt, den Menschen dahinter zu erkennen. Es ist Dein Bruder, Vater, Sohn und Freund der aufgewiegelt und missbraucht wird.

Und kann mir bitte mal jemand verraten warum da diese Nachbarpflanze ein Haarnetz angezogen bekam?

Ich kann aus eigener Beobachtung versichern dass die Vögel Mittel und Wege finden um darunter zu vögeln sich essen zu holen.

Demnächst mehr in diesem Kino. Allzeit bereit!

 

Nachts wird geduscht

Damals waren wir zu fünft daheim. Fünf Gäule sozusagen. Ich glaube, immer recht bescheiden, wenn Sie mich kennen würden, dass ich der Goilste war.

Wenn das Wort Bescheidenheit nicht schon erfunden wäre, man hätte mich als personifizierten Erfinder dieser überaus hochachtungswerten menschlichen Eigenschaft in den Weltalmanach, nein – umso mehr, gelte ich allgemein anerkannt als der lieblichste Beweis dieser dem der göttlichen Nähe zu sehenden Fähigkeit, mein eigenes Ich niemals herauszustellen wage und kurz gesagt, in bescheidener Manier durch die Welt wandele um damit höchste Bewunderung und Ehren zu erlangen.

Wie leise schon erwähnt, ich bin. Und ich bin nicht besser. Vielmehr weniger. Jedoch kann ich nichts dafür, in den Augen der großehrbarsten Menschen als höchst kluger und immer freigeistiger, intelligenter Gesprächspartner in allen Lagen der denkbarsten Belange zu gelten, ein Anlaufpunkt für jedem der ein wenig mehr Weisheit, Herz und Erkenntnis erlangen mag. Wie gesagt, in aller Bescheidenheit – die höchste Tugend, die ich nicht für mich in Anspruch nehmen kann und will. Sich nicht selbst herausstellen, mit und wenn es auch noch die besten und schönsten Fähigkeiten sind die einen der besten Menschen ausmachen. Nein, ich hebe mich nicht damit hervor.

Heute unterredete ich mich mit einem der Hengste, wir verbrachten einige Jahre zusammen in einer Zelle in einem Zimmer, in einem Doppelstockbett, und er fragte mich „Weißt Du noch? Als Du mich arbeiten geschickt hast?“. „Nö.“ erwiderte ich in aller Bescheidenheit. „Als Du nachts nach Hause kamst, Licht anmachtest?“ „Nö.“ „Als ich dann aufstand weil ich dachte es wäre frühmorgens und Zeit für die Arbeit? „Nö.“ „Als ich dann duschen ging, meine Arbeitsklamotten anzog und in der Küche meine Brote schmierte?“ „Nö.“ „Und als ich dann auf die Küchenuhr sah dass es 1:30 Uhr in der Nacht war?“ „Nö.“ „Und als ich Dir den Hosenboden versohlte?“ „Ja.“

Hat ja gar nicht weh getan, hihi.. Deine Nacht war versaut und ich.. – war gut gelaunt J

In aller Bescheidenheit und ich kann ja nichts dafür, ich bin halt toll und hab Spaß dabei – brrrr, hihi..

Der multiple Haircut

Komisch irgendwie. Wenn man mal anfängt, hört es nicht auf.

Innerhalb von 45 Minuten Mittagspause fuhr ich in das Industriegebiet, parkte recht schnell und joggte in das Establishment, nicht ohne vorher mit breiten Schultern und strengem Blick ein paar anderen Kunden den Vortritt – nicht zu lassen.

So kürzte man mir die Matte in einer atemberaubenden Zeit, es sprang ein Heiermann für die Dame heraus. Die Zeit reichte noch um in den anderen Ort zu fahren, kurz zu Mittag zu fressen, danach noch scheißen, Hände waschen, Zähne putzen und wieder, pünktlich in der Knochenmühle zu sein.

Die überaus nette und vollkommen tätowierte Dame kürzte zunächst mein Haupthaar („bitte oben nicht allzu kurz, da ist es nämlich ein wenig schütter“) und befragte meine Augenbrauen. Ich bejahte. Büro: Während ich mich über ein Problem grübelnd im Gesicht streichelte, fielen mir überaus nützliche aber wenig attraktive Drähte auf. In der Nase. Nahm dann den uralten Rasierer, in stillem Gedenken an die liebe Evi – von ihr erhielt ich ihn Annodazumal, und kürzte kleine Nasenlochborsten.

Jetzt rückblickend bin ich froh und stolz das an der Haarfront Tabularasa gemacht wurde. Trotzdem bin ich noch nicht zufrieden, stelle ich grade fest als ich vom pinkeln kam. Ich schaute nämlich runter..

Mit intimen Grüßen..

Das Rosenkohl Paradoxon

„Herrlich!“, „Köstlich!“, „Was ein feines Mahl!“ – so jubilierten meine Gäste und wurden teilweise schon recht feucht vor lauter Lob und schlangen sich wie irre das Rosenkohlgericht in sich hinein.

Ich bin ja immer ein wenig verlegen wenn ich gelobt werde. Aber Tatsache! Ich habe mich mal wieder selbst übertroffen und das Zeug schmeckte echt supi lekka! Da mir Eigenlob nicht liegt verzichte ich an dieser Stelle auf weitere Ausführungen. Aber das ist im eigentlichen Sinne auch nicht das Thema.

Bei meinen jahrelangen Studien – und sie dauern noch an, kristallisierten sich zwei Schwerpunkte für mich heraus. Die Naturwissenschaften und der gemeine Alltag. In diesen beiden Disziplinen bin ich Meister, mir macht da so schnell keiner mehr was vor. Aktuell grübele ich seit Tagen über einen interessanten Umstand. Die herkömmliche Fachliteratur und als ehemaliger Cambridge-Principal konnte ich auch die leidig umfangreiche Bibliothek dieser Inselaffen-Wissensschmiede zur Rate ziehen, gab nichts zur Lösungsfindung her.

So hier meine eigenen Gedanken dazu. Ich kochte den Rosenkohl wie gewohnt in der Küche. Dem des Kohles eigenen Geruch konnte ich während des meditativen, stundenlangen Kochvorgangs nicht wahrnehmen. Ich schnüffelte, ich hielt mein Stupsnäschen in die Luft, wedelte elegant die Dämpfe aus dem Kochtopf in die Nähe meines Riechorgans und stellte fest: Rosenkohl stinkt nicht.

Soweit normal. Aber jetzt möchte ich Ihnen langsam, auch und vor allem für die Nicht-Akademiker, von Umständen berichten dessen ich hier sitze um dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Wenn ich die Situation analysieren will, möchte ich mit dem Anfang beginnen. Ich kochte ein Rosenkohlgericht, selbstredend in der Küche – ich erwähnte es. Der, ich senke jetzt mal das Nivea, Gestank, war in der Küche nicht zu bemerken. Und jetzt fängt das wundersame an. Aus Gründen verließ ich die Küche um das Bad aufzusuchen. „Um mir nur kurz die Hände zu waschen..“ zwinker.. Und das Bad stank wie Bolle nach Rosenkohl, mir wurde fast schlecht so könnte es nur in den tiefsten Höllenbereichen für Banker, Anwälte, Politiker stinken – so schlimm. Frage Nummer 1: Warum stinkt es nicht in der Küche, in der ich den Rosenkohl zubereite? Frage Nummer 2: Warum stinkt es im Bad?

So köchelte es erstmal vor sich hin und diese zwei Fragen manifestierten sich in meinem überdurchschnittlich entwickelten Geist und ich schmeckte ab. Und es wurde für gut befunden. Und am nächsten Tag wachte ich aus meinem Grübeln durch ein lautes Gepolter, Geknattere, Stöhnen, Seufzen und einem Knallen dass die Erde bebte, Porzellan zu zerschellen drohte, auf. Dann klingelte das Telefon, das US- Erdbebeninstitut meldete sich und wäre besorgt und wollte höflich nachfragen ob alles in Ordnung ist. Und es stellte mir die Frage Nummer 3: Habe ich so angestrengt nachgedacht dass die Welt ins Wanken gerät?

Jetzt, Sie merken schon, die ganze Geschichte verfolgt mich immer noch, sitze ich in meinem Arbeitszimmer und schreibe diese Zeilen. Und was kann ich sagen? Hier riecht es nach.. Na, raten Sie mal!

Ich habe mir jetzt mal Millimeterpapier herausgeholt um mir das Szenario aufzumalen. Mein alter wissenschaftlicher Casio-Taschenrechner (Solar) wurde von mir mit diesen skizzenhaften Notizen mit Daten gefüttert und ich kam einer Gleichung recht nahe um das Rätsel zu lösen. Nämlich: Auch als hochvergeistigter Universalwissenschaftler ist diese Aufgabe nicht zu lösen. Es kann nur sein: Ich wohne in einem Spukhaus.

Hui Buh!

Nur so (10)

Wussten Sie dass die beste Zeit in die Knochenmühle zu fahren so ca. 12:00 Uhr Mittag ist? Nun, ich will versuchen meine These zu begründen. Normalerweise stehe ich um 5:25 Uhr auf. Mit all dem morgendlichen Gedöns bin ich dann ca. 6:30 Uhr in der Knochenmühle. Und im Winter muss ich aus nachvollziehbaren Gründen 10 Minuten mehr einplanen.

Sie fragen sich warum genau 5:25 Uhr? Es ist Nostalgie, denn ich benötige 5 Minuten um den Wasserkocher für den Hopp-hopp-Kaffee anzuschmeißen, die Glotze anzumachen und einen ersten Toilettengang hinter mir zu bringen. Pünktlich um 5:30 Uhr war ich dann bereit für die Tagesschau mit anschließendem Wetterbericht. Das tat ich seit Jahren so und wunderte mich immer warum ich schon morgens so schlecht gelaunt war. Bis ich in mich hineinhorchte und herausfand dass es die verlogene Tagespropagandaschau war die mich mies gelaunt machte. Nun schaue ich seit einigen Monaten gar keine öffentlich rechtlichen Nachrichten mehr und ich fühle mich wie ein neuer, besserer Mensch. Und habe keine schlechte Laune mehr. Toll!

Gestern war ich relativ früh im Bett. Genauer gesagt bin ich im Fieberwahn vor der Glotze und auf der Couch eingeschlafen. Vom Wozi-Fenster aus kann ich meine Teufelskarre sehen. Ich wachte gegen Neun auf und sah das die Karre total vereist war. Mit diesem fiesen, harten Eis. Den, den man ums Verrecken nicht wegkriegt. Und war froh dass ich den gelben Schein habe. Also dreht sich die Erde um die Sonne und nach und nach wird die Karre in Licht getaucht und ebendiese Stellen tauen auf. Vorhin um 12:00 Uhr war es soweit. Ich wäre bereit loszufahren ohne Eis zu kratzen. Wäre!

Weiß jemand was mit dem Kiezi los ist? Er bloggt nicht mehr und die Blogkommentare sind nicht mehr sichtbar und generell, kommentieren ist nicht mehr möglich. Das finde ich ein wenig schade denn der Kiezi hellte mir oft das Leben auf und brachte mich auf nostalgische Gedanken und Erinnerungen. Hat sicher was mit dem Battle zwischen ihm und dem Kiezschreiber zu tun. Also hier ein offizieller Aufruf an den Kiezi: Kiezi, ich hoffe Dir geht es gut. Ich vermisse Dich!

Ich bin ein ausgewiesener Teetrinker. In Ermangelung an Platz in meiner Muckelküche zerschlage ich immer öfters ein paar Wein-, Sekt-, Schnaps- und Cocktailgläser damit ich im Hängeschrank mehr Platz für Tee habe. Wenn ich krank bin trinke ich fast ausschließlich Tee. Letztens hatte ich Appetit auf Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Schon als ich den Teebeutel in die Tasse tat und den edlen Wasserkocher mit entsprechender Endtemperatur anschmiss entfuhr mir ein Pubsi – ist wohl antrainiert. Jedenfalls war er zwar keiner von diesen berüchtigten Lautlosen, dafür veränderte er aber den Raumduft nicht negativ. Ich freute mich und trank den Tee und später entfuhr mir wieder einer. Ich nenne ihn jetzt nicht mehr Pubsi, es war vielmehr ein ausgewachsener Furz, die Risse in den Wänden beklagten sich klaffend als ob ich in San Franzisco wohnen würde. Die Umgebung war unmittelbar olfaktorisch verseucht. Während des Lüftens fragte ich mich ob ich nicht vor dem Besuch einer Demo einen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee trinken sollte und was das für rechtliche Konsequenzen für mich hätte. Ich frage besser mal meinen Anwalt.

Kennen Sie diese Schockfotos auf der Verpackung von Tabakwaren? Manche sind ja recht niedlich, vor allem die wenn z.B. in einem Babyschnuller eine brennende Kippe steckt. Andere sind aber wirklich eklig. Pfui bah!

Seit einiger Zeit habe ich perfekt manikürte Finger- und Fußnägel. Und nicht nur ich, sondern auch meine Besucher und Gäste. Denn es liegt immer ein Maniküre Set in meiner unmittelbarer Nähe griffbereit und es wird benutzt. Wie kommt es, fragen Sie sich vielleicht? Ganz einfach, ich war ein wenig abgenervt von diesen Schockfotos und erstand eine Hülle in der ich meine Tabakbeutel aufbewahren kann. Das war auch erst ganz schön und toll und erfüllte seinen Zweck. Bis ich letztens aus dem Bad mein Maniküre Set holte um mir im Wozi ein wenig die Fingernägel zu kürzen. Ich tat und legte es auf den Wozitisch. Dann wollte ich mir eine Ziggi drehen und öffnete das Maniküre Set. Aber sehen Sie selbst warum:

Nach dem Murphy- oder auch nach dem Butterbrotprinzip erwische ich immer das falsche Etui. Will ich mir eine drehen, greife ich zum Maniküre Set. Will ich mich maniküren habe ich den Tabakbeutel in der Hand. Ganz richtig ist Ihre berechtigte Frage warum ich das Maniküre Set nicht einfach wieder zurück ins Bad lege. Aber, habe ich auf dem Klo eine längere Sitzung komme ich beim Anblick des Etuis auf die Idee die Zeit zu nutzen um mir ein paar Ziggis auf Vorrat zu drehen. Oder wenn ich im Wozi bin und maniküren will, liegt dann der genau gleich aussehende Tabakbeutel und ich grummele wenn ich ihn öffne und versuchen will mir mit dem Tabak die Nägel zu schneiden. Jetzt habe ich immer beides bei mir. So!

„Maniküre Set“ habe ich jetzt so oft geschrieben, da muss ich mir jetzt einen Tee aufbrühen, eine Kippe drehen und danach auf Toilette gehen. Mal sehen wie lange das Haus noch steht.

Schirrmi

Frührente

Seit Montag fröne ich meiner ersehnten Frührente. Ganz toll wechsele ich seit ein paar Tagen öfters mal die Räumlichkeiten. Schmökere hier mal den Poe, glotze dann mal „Bares für Rares“, wechsele dann wieder zurück in meine Schlafgemächer nicht ohne Twain mitzunehmen und dazwischen mache ich einfach mal nichts. Nickerchen sehr oft, leise Musik seltener, bloggen noch weniger.

Aber ich kann es langsam nicht mehr hören. Gute Besserung hier, werd schnell gesund da, komm bald wieder dort. Die meisten dieser Wünsche kommen selbstverständlich von Kollegen und Kolleginnen aus der Knochenmühle. Kann ich mir denken dass ich schnell wieder kommen soll. Will gar nicht wissen was da so drüber und drunter geht. Ja, Sie lesen richtig. Ich bin leider nicht in Frührente sondern krank. Habe mir über Umwege einen Infekt von einer der Ehefrauen meiner Kollegen eingeheimst. So darbe ich jetzt hier in meiner Muckelbude mit vielen Medikamenten, stinkend und unrasiert und wenn es an der Tür klingelt gehe ich nicht runter – will ja niemanden erschrecken oder erstinken. Auch wäre ich zu schwach.

Gestern fand ich noch Reste einer Flasche Nusschnaps und rieb meine Atemwege damit ein. Zuerst machte ich es verkehrt. Ich reibte äußerlich – ohne Wirkung. Innerlich war es dann schon besser. Dafür danke ich recht herzlich der gutherzigen einemaria. Danke! Knicks! Hicks!

Um schnell wieder gesund zu werden kochte ich mir eine Hühnersuppe. In einem meiner größten Töpfe, also jede Menge. Wie geht noch mal der damalige Spruch aus der Kifferszene? Viel hilft viel. Nur hatte ich kein Huhn da. So kochte ich die Hühnersuppe mit Schwein und Rind und ohne Huhn. Meinem Geschmackssinn war es aber egal. Alles schmeckt fad. Und sowieso, schmecken fällt mir grade schwer. Aber dennoch, so eine miese Suppe kochte ich lange nicht mehr. Sowas von bah, bäh! Dann fielen mir die Hühnerschuppen von den Augen und erkannte, ich hatte weder gesalzen, gepfeffert noch sonst wie gewürzt. Und das Rindfleisch kaute sich wie die alten Schuhsohlen meiner Festivalstiefel. Pfui! Aber die haben wenigstens mehr Geschmack. Weiß gar nicht durch wieviel Pisse, Kacke und Kotze ich mit denen durchgewatet bin. Muss jetzt mal sehen wohin ich das Zeug kippe, ich meine die Hühnersuppe.

Es passiert hier also nicht so viel was es sich lohnt zu berichten. Außer dass ich keine Nachrichten schaue und lese. Und wenn ich da irgendwelche Anschläge, nicht verbotene Parteien oder dumme, blasierte Abschiedsreden von Winkepräsidenten verpasse, ist mir das scheißegal. Im Gegenteil, es ist förderlich für meine Gesundheit. Ruhe. Nur Ruhe. Träumen. Träumen ich hätte die Frührente geschafft. Und nicht aufwachen.

Ich spendete letztes Jahr ein wenig Euro für des frischen Studenten neue E-Gitarre. Und während ich hier grade schwach, kraftlos und ohne Esprit (ich trage Schiesser) tippsele, höre ich „The Strokes“ – Under Cover of Darkness. Achten Sie mal auf den Gitarrensoli bei Minute ab ca. 2:51. Schön gelle?

Mir ist warm und mir ist kalt. Das alte Wrack was sich Körper nennt kann sich nicht entscheiden. Aber jetzt will ich noch ein wenig nach Büchern surfen. Inneneinrichtung. Farbenlehre. Wohnraumästhetik.

Schönen Abend noch!

Alkoholikeralbträume

Wie Sie sicherlich wissen, ich bin ein ausgewiesener Nichtalkoholiker. Schon mein ganzes Leben lang. Und ehrlich gesagt, es ist nicht einfach. Oft ecke ich in dieser unserer versoffenen Gesellschaft an.

Gut, Firmenfeiern oder After-Work-Partys, Sommerfeste, Familienfeiern auch Nachbarn laden mal ein. Überhaupt kein Problem für mich als Anti. Werde ich nicht schwach. Mir schmeckt das Zeug halt nicht und ich würde es blöd finden meine Sinne nicht mehr beieinander zu haben. Sehe ich dann ja immer wie die Leute so sind.. Manchmal zum kotzen, hihi 🙂

Und wenn sie mich missionieren wollen. Voll süß! Aber nö, i c h  t r i n k e  k e i n  A l k o h o l! Ich erkläre nicht viel sondern weise höflich und bestimmt ab. Wenn ich die Alkopfer dann zum Klo oder ins Bett begleite lasse ich ein paar Sprüche los wie z.B. „Siehste!“ oder in der Art wie: „Hab ich Dir doch gesagt!“. Oder wenn die Kopfwehleute am nächsten Morgen über Schmerzen klagen, ich lächele in mir hinein während ich Katerfrühstück serviere. Nachts oder Morgens wenn noch oder schon alles schläft, kippe ich die Reste aus den Flaschen und Gläsern in mein berüchtigtes „Bloddy-Schirrmi-Fäßchen“. Das kredenze ich den Opfern dann zum Frühstück und, Sie wissen schon was ich mache: ich lächele dann in mir hinein.

Ab und zu hätte ich schon gerne ein Schlückchen. Denn die Alkfront ist manchmal stärker als meine abgrundtiefe Abneigung gegenüber dieser Geißel der Menschheit. Sie fahren langsam schwere Geschütze auf um mich zu überzeugen. Nämlich saß ich letztens beim Zahnarzt, er stellt sich freundlich vor: „Guten Tag, Herr Anti. Mein Name ist Dr. Frischbier.“ .. Dann vervollständigte ich kürzlich mein Fotostudio und der Hensel-Vertreter stellte sich ebenso höflich wie bestimmt vor: „Hallöle, ich bin der Herr Schluckebier!“

Wissensewas? Wenn man da nicht zum Alkoholiker wird, dann weiß ich es auch nicht..

Prost!

P.S.: Ich komme aus dem Rheinland. Mir und mich, wissenseschon..

 

Ein Timer fehlte

Jetzt kann ich ja drüber lachen. Nach ein bissel Mucke und einem halben geistigen Getränk.

Ich habe das Gemüse anbrennen lassen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die toten, zwiebeligen Schweinefetzen in der Röhre habe ich elektronisch bei Umluft 180 Grad automatisch nach 35 Minuten abschalten lassen. Auch der Reis auf dem Herd wurde wie eingestellt per Timer nach 15 Minuten leise köchelnd ausgeschaltet.

Währendessen saßen wir im Büro und erzählten lustigen Klumperquatsch bis eine Note in meine Nase drang. Lief alsbald in die Küche und erblickte einen Topf voller Gemüse mit intensiven Röstaromen – die Rauchmelder machten nicht ihren Job.

Ja, ich weiß.. Ich lese keine Bedienungsanleitungen. Kann ich beim Neff mehr als eine induktrinierte Zone timen? Vielleicht. Aber so schmiss ich den Reis in den Röstgemüsetopf, rührte um und keiner traut sich da jetzt ran. Ich bin mir aber sicher, später in der Nacht wird jemand Hunger bekommen. Das warte ich erstmal ab bevor ich auch davon koste.

So! Enjoy!

Am Ende bleibt Torte

Genossen und Genossinnen! Am Ende einer Ära möchte ich mich persönlich bei Ihnen, meine Lieben Weggefährten, bedanken!

Bevor ich grade den längsten Weg meines Lebens ging, flüsterte mir die geliebte L. noch ins Ohr „Ach bitte mein Geliebter, denk an deinen Führerschein..“. „JAWOLLJA, meine Treue!“ „Doch diesen Weg gehe ich allein.“ So ging ich also. Und ging. Und ging (gähn..). Der Weg kann schon lange sein. Kann mir mal jemand was zur Erfrischung reichen? „ABER FLOTT!“ So brüllte ich und erschrak mich vor mir selbst. Einige Schnauzhaare kitzelten mir an der sensiblen Oberlippe. STRAMM! So mag ich das. Stramm hingen Sie ohne noch groß rum zu mucken. Ihre Lästermäuler sind endlich und ein für alle Male verstummt! Ja, ja, so hängen sie jetzt da. Das weiche, mit ehedem und vermeintlicher Stärke gewesene Zeuch! Uffjehange! Perfide lache ich immer noch über den „Vorgang“ während ich darüber nachdenke dass hinten rum im Funk die letzte Folge von Ekel Alfred lief. Harhar! So hingen sie und hängen. HÄNGT!

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Und ging wieder zurück zur Couch, immer noch froh dass die Hausarbeit erledigt war. Doch immer noch leise über die Tat nachdenkend, draußen grau und unmenschlich leise seufzend einige Opfer der Gesellschaft die es nicht geschafft hatten, drangen nicht an meine verschlossenen, bösen Ohren und ich schaute in der Küche nach was es denn da noch gab. Mit blutunterlaufenden Augen schaute ich mal dahin und zur L. Und wieder zurück. Und wieder hin und her und wollte es nicht begreifen. Mächtig grollend meine Worte, hastig, aufgeregt und voller Wut presste ich hinaus: „Welch Stück, welch unwertes Etwas vergriff sich an der Torte?“ Mit Inbrunst und voller Liebe schleuderte Sie mir leise, lieblich entgegen: „Noch ein Wort, mein LIEBER! Dann kannste verzichten. VERZICHTEN!“ Ich könnte mir eine andere suchen. Und so weiter..

Also, jetzt wo sie im Bett liegt und ich Slayer höre, kann ich es Ihnen mit cremigen, sahnigen, leckeren Gesichtchen sagen: Schmakofatz! Alles für mich alleine. Hehe..comp_img_9996

Springbock

Springbock (der): Lateinisch „allet wat net off de Böhm kütt“. Vorkommen: Hauptsächlich Westeuropäisch. Ernährung: Testosteron. Merkmale: Dicker Schwanz, starker Körperbau, kleines Hirn. In Kombination oft peinlich, manchmal lustig.

Der herkömmliche Springbock hat außergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt in ein, zwei Sprüngen zum Kühlschrank / Kämmerchen und zurück zu seinem natürlichen Habitat, dem Schreibtisch und oder dem Schlafzimmer zu kommen. In bemerkenswerter Weise ruht er meist in sich selbst und lässt keine Nebenbuhler zu.

In freier Wildbahn lässt sich der Springbock meist an seinen markanten grunzenden und rülpsenden Lauten erkennen. Oft plustert er sich auf und schreitet breit umher. Selten: Er kann auch geschickt und nur mit Restalkohol am helllichten Tageslicht aus seiner Deckung hervorkommen. Dann aber ist er eher auf Tarnung bedacht. Dies meistert er in hervorragender Weise mit Unterhemd und Jogginghose, gerne auch beschissen.

Seine Fortpflanzung ist so gewöhnlich wie unangestrengt: Rein-Raus. Dabei ist ihm Aussehen, Alter, Attraktivität nicht so wichtig. Nur Bildung. Das hasst er. Seine Riechorgane sind gut ausgeprägt. Alles was nach lau, kostenlos, leicht zu haben, willenlos riecht, könnte eine potentielle Partnerin werden.

Der S. springt müffelnd umher und sondiert umsichtig und nicht grade charmant alles was nicht bei.. Anmerkung des Red.: auf den Bäumen ist. Was dem S. zugute kommt, die meisten Weibchen haben das Klettern verlernt so dass die Baumoption oft nicht mehr zur Verfügung steht.

Vornehmlich hat der S. eine Vorliebe für Machwerke von Rammstein, Böse Onkelz und sonstige gutturalen Geräuschemacher.

Ende.

Wie komme ich auf diese Gedanken? L. und ich surfen grade durch Youtube. Ich wollte gerne Vanessa Paradies, ABBA aber nur die Eine davon, Kylie Minogue sehen und hören und kam mir komisch vor dass sie mir dabei immer den Drink auffüllte. Ich kam mir vor wie ein Springbock..