Archiv des Monats: November 2017

Control me – Not!

Die bösen Burschen mit ohne „P“ wissen es noch nicht!

Da die 2,48 geschätzten Leser und Verfolger dieses unscheinbaren aber liebevollen Blogs überaus vertrauenswürdig und immer voller guten Absichten sind verrate ich Ihnen etwas. Aber Pssst..! Nicht weitersagen, ja? Ja, bitte!

Es geht sich um folgend.. Die von mir bewohnte Holzhütte am Arsch der Welt und im Grünen ist neuerdings smarter als es die ursprünglichen Bewohner vorgesehen hatten. Es blinkt wenn man darin rum geht. Ebenso wenn man ein Fenster oder eine Türe öffnet. Manchmal, wenn ich in Gedanken bin, sirent es auch zum vollkommenen Glück meiner Nachbarn. Ich muss hinzufügen, nicht so sehr zum Glück der manchmal anwesenden, schlafenden Leute die sich hier irgendwie einfinden.

Ja, fast so smart wie ich es jemals war, wird das Home. Es blinkt, es signalisiert, es schreibt mir lustige Nachrichten wie z.B. „TK-Terrasse geöffnet 28.11.2017 21:30 Uhr“ oder auch „Mausi-Nachttischlampe ist offline seit 8 Minuten“. Auch könnte ich anhand von Nachrichten darauf schließen wenn mir die geschätzte und überaus fitte (muss man ja sein heutzutage – aber dafür stimmt wenigstens die Bezahlung nicht) Postbotin in meiner Abwesenheit ein Paket bringt.

Ich kann Ihnen sagen dass mir diese Nachrichten auf den Sack gingen. Nichtssagend und langweilig. Nichts worüber ich erfreut, überrascht oder erschreckt wäre. Dann kam mir DIE Idee! Wie oft kommt es bei Leuten vor dass ihre Waschmaschine (im Keller) fertig ist und niemand bekommt es mit dass die frisch gewaschene Wäsche sich freut aufgehangen zu werden? So tat ich also und habe eine smarte Steckdose zwischen Stromdings und Waschmaschine gesteckt und programmiert und befohlen dass die Sirene ein Gong ertönen soll, eine Pushnachricht auf mein Handy (sinnlos) und auf das Handy der Angetrauten gesandt werden soll. „Wäsche fertig. Aufhängen!“

Vielleicht wissen Sie noch das ich aus Gründen keine Unterwäsche mit Aufdruck Montag, Dienstag, Mittwoch usw. trage. Ich bin sehr umweltbewusst und wasche entsprechend wenig und komme manchmal über Wochen mit den gleichen Klamotten klar ohne dass die Umwelt geschädigt wird. Einige Vertraute meinen aber dass ich zwar die Umwelt nicht schädige, aber doch sehr wohl mein Umwelt wesentlich beeinträchtigen würde. Ich weiß aber immer noch nicht was sie damit meinen.

Als Programmierer ist man immer sehr gespannt ob die Dinge so funktionieren wie man programmiert hat. Und das mit der Waschmaschine, tja, das kann man nicht so einfach debuggen wie einen herkömmlichen Code. Also wasche ich jetzt mehr als ich müsste und warte darauf ob die Benachrichtigungen funktionieren und der Gong ertönt. Ich mache alle 5 Minuten die Tür zum Waschmaschinenraum auf (nicht im Keller, gleich nebenan) und schaue auf deren Display mit den Restminuten. Und das dauernd. Ob die nicht gleich fertig ist und eine Nachricht kommt und ein Gong ertönt. Das mache ich oft, und gewissenhaft. Und wieder und wieder. Sie glauben nicht wie oft. Denn das 60 Grad Programm läuft 2:45 Stunden.

Und weil mir das dann zu blöd wird, schaue ich irgendwann nicht mehr nach und vertraue auf die Benachrichtigungen. Und weil ich mich über mich selbst ärgere, mache ich herrlich sanfte, laute Punkmusik rein um mich abzulenken. Dabei eine Tasse Tee, hehe.. Und dann gehe ich ins Bett. Und am nächsten Tag lese ich die Push-Nachrichten auf dem Handy, überhörte den Gong und die Wäsche schimmelt so die ganze Nacht in der Trommel vor sich hin.

Schöne smarte Welt sag ich da nur. Pah! Echt ätzend! Lernt von meine Fehlern und hört lieber sowas hier

Werbung auf Maß

Echt seltsam! Geografisch habe ich meinen Lebensmittelpunkt verlagert. Und wunderte mich. Nur.

Heute unterhielt ich mich mit meinem Lieblingskollegen über Werbung. Ob er auch einen GMX-Email-Account hätte? Ob er auch Werbung erhielt? Na klaro, die erhält er als Gratisangebotsnutznießer ebenso wie ich.

Jedenfalls bekomme ich nach besagten Umzug verstärkt Treppenliftangebote. Erstmalig. Früher als ich noch jung war erhielt ich Viagra-Werbung. Jetzt nicht mehr. Ich lasse offen ob ich momentan solche Mittelchen bräuchte. Es finden sich aber bestimmt noch liebe Menschen die definitiv bestätigen können dass ich V. nicht brauchte. Ebenso wenig wie Treppenlifte jetzt. Auch wenn es manchmal nützlich erscheint (mein Herrenzimmer befindet sich in der oberen Etage).

Seit ein paar Wochen bekomme ich Werbung über Lese- und Seehilfen. Okay, nach einem beliebigen Wochenende, mit ein paar wenigen Gläsern erstklassigen Wodka, ich wiederhole – ein paar WENIGEN Gläsern, kommt es vor das ich manchmal schräg schaue und die Welt anders aussieht als ohne. Aber dass ich jetzt das ganze Internet leerkaufen müsste und mir Brillen kaufe? Vielleicht noch Diverse. Eine Brille für Post-Wodka, eine noch für Post-Nussschnaps, dann noch eine für Post-Hachenburger? Wo sind wir denn hier? Auch wenn die Angebote so, so, so unglaublich günstig sind. Bis jetzt sind meine wunderhübschen, blauen Augen noch nicht so bedröppelt dass ich aus Versehen daneben klickte.

Erwähnte ich schon dass ich auch mal jung war? Dass ich manchmal nach drei, vier, fünf Gängen ein wenig schlapp wurde und eine besagte Pille eventuell für weiteren Ausdauer hätte sorgen können? Dass die Geilheit zwar grenzenlos, die Pillen aber teuer und nur auf Rezept zu bekommen waren?

Nun gut. Ich las grade eine Adhoc-Nachricht:

Und was sagt mir bzw. euch das jetzt? Ich mutmaße mal, DIE wissen alles und gar nichts. Und die Infos und Ad’s kommen weder zeitgerecht noch erwünscht noch sensibel.

Menno!

Wer freut sich? Auf New Model Army? Der Neff!

Zuallererst ist mir ein unaussprechliches Fest meinem geliebten Neffen J. eine Freude zu machen. Als Geschenk zum Geburtstag als auch zur festlichen und gemeinsamen Endjahresstimmung freuen wir uns gemeinsam auf das traditionelle New Model Army Weihnachtskonzert in Kölle am 16.12. im Palladium und nicht im Dings (andere Straßenseite), was ich gut finde.

Gelegentlich, nein – mit Stolz und Freude und mit Wasser in den Augen, war es Thema, blablabla sieh hier hier hier..

Junge, ich freue mich so sehr mit Dir NMA zu erleben. Es soll laut Website auch was richtig, ich wiederhole: RICHTIG Besonderes werden.

Die Karten sind da, wir sind bereit. Justin und Konsorten: Ihr auch?

Wir hauen rein und haben nachdenklichen Spaß! Denn die Welt gehört nicht Einigen Wenigen sondern ALLEN!

Neben dem Geburtstagskind werden zum gemeinsamen Glücklichsein –  dabei sein: F., L. und Ich

Vorfreude allenthalben! J. Ich. Wir!

Prost!

Something In The Water

Kennen Sie den Song „Something In The Water“ von Brooke Fraser? Den hörte ich vorhin im Radio auf der Rückfahrt von der Knochenmühle. Ich war auf dem Weg zum Aldi weil meine Dose Eier Ravioli langsam zur Neige geht. Es ist zwar immer noch ein wenig weißes Pulver, mein „Nahrungsergänzungsmittel“ da, aber man möchte doch ab und zu was richtiges (hihi) essen.

Jedenfalls erinnerte mich der Song an meine frühkindliche Jugend. Wir waren daheim mindestens ca. 18 Kinder und am Badetag badeten wir, um Wasser und Strom zu sparen, oft zu Zweit in der Badewanne. Ja genau. Daran erinnerte mich der Song. Wenn da manchmal so Dinge im Wasser rumschwammen die da eigentlich nichts zu suchen hatten. Nein, kein Spielzeug. Ich nenne es mal „U-Boote“.

Die Knochenmühle mit Charmeoffensive

Manch Einer unter dem Joch eines unselbständigen Arbeitsverhältnisses wünscht sich ja mindestens die Frührente herbei. Ich gebe zu dass ich ab und zu auch zu diesem Personenkreis gehöre. Mindestens. Doch manchmal gibt es Tage in der Knochenmühle, da geht mir das Herz auf. So auch heute.

Das HR-Department (Personalabteilung) lud ihre Mitarbeiter zu einer Workshopreihe „Umgang mit dem Kopfkino“ ein. Teilnahme wäre freiwillig und gratis sowie jeder der Workshops würde wohl ca. 4 Stunden dauern. Flugs meldete ich mich an. Denn wenn es da was von der Knochenmühle gibt, bin ich dabei! Denn viele Vergünstigungen mit denen man mich von einem hochprofitablen Unternehmen weggelockt hatte, sind mittlerweile gestrichen. Wenn ich sage viele, dann meine ich das so. Der Dienstwagen (gut, per Gehaltsumwandlung), das DB-Jahresticket 1. Klasse, Dienstreisenflüge nur Business-Class, ständig weiter verwässerte persönliche Zielbonis auf die man keinen persönlichen Einfluss mehr nehmen kann. Diese Liste ist unvollständig und soll nur als Beispiel dafür dienen wie froh man ist wenn was geboten wird. Dass man alles mitnimmt was die Personalabteilung „gratis“ anbietet.

Die kleine Gruppe fand sich also heute zum „Umgang mit dem Kopfkino“ ein, erstaunlicherweise war mit Kaffee, Gebäck und Kaltgetränken eingedeckt. Gratis! Bei Kaffee und Smalltalk erfuhr ich dass die vorgesehen vier Stunden vom persönlichen Gleitzeitkonto abgezogen werden. Ob ich denn nicht das Kleingedruckte gelesen hätte? Tja, auch kein Problem. Ist ja genug drauf. Da könnte ich einer Vielzahl solcher „Kopfkino“-Workshops beiwohnen. Auf die Eingangsfrage an die Teilnehmer mit welchen Erwartungen man erschien, antwortete ich nur ausweichend dafür aber lang und breit. Denn, weder hatte ich noch nicht die versteckten Kameras und Mikrofone entdeckt noch kenne ich das Verhältnis der Dozentin zu unserer Personalabteilung, aber sicher ist sicher. Lieber mit meiner ehrlichen Meinung hinter dem Berg halten bevor ich auf die „Gefährderliste“ lande.

Ich schweife ab.

Es ging los und ich schaute vor mir auf die Seminarunterlagen und auf diesen befand sich ein kleines Give-Away der Personalabteilung:

Sie können sich vorstellen wie sehr ich überrascht war ob dieser Charmeoffensive der Knochenmühlen-HR-Mannschaft. Geil, dachte ich mir und konnte mich vier Stunden lang nicht mehr konzentrieren. Denn in meinem Kopfkino drehte es sich nur noch um mögliche Termine für diese explizite Aufforderung.

Morgen nicht. Aber vielleicht Übermorgen 🙂

Ihr Schirrmi

Blutige Feuerzeremonie im Westerwald

Zehnhausen b.W. – Noch immer erschüttert blicken große Teile der Bevölkerung auf die vergangene Nacht zurück. In Zehnhausen bei Wallmerod, normalerweise ein dörfliches Idyll im Westerwald, ereigneten sich am 12.11. unfassbare Szenen.

Schon kurz nach Sonnenuntergang versammelten sich, angeführt von einem unbekannten Reiter, ca. 150 Vermummte in der Dorfmitte um dann ihren finsteren Fackelmarsch vorbei an den beschaulichen Häusern der Dorfgemeinschaft anzutreten. „Seit dem 9.11.1938 habe ich solche zu allem entschlossenen Mördertruppen nicht mehr erlebt.“ So Gisela H.(*), die Ehefrau des Ortsdiakons, mit immer noch zittriger Stimme.

Gegen 17.30 Uhr begann der Marsch der mutmaßlichen Mitglieder einer Sekte durch Zehnhausen. Wie später Hauptkommissar Feindt (Nebendienststelle Berod) berichtet, waren sogar Jugendliche und Kinder anwesend die mit ausdrucksloser Miene ihrem berittenen Anführer zum Ortsausgang folgten. Ziel war ein Tage zuvor hergerichteter Scheiterhaufen.

Unverständliche Gesänge begleiteten sodann das schreckliche Schauspiel während größere Gegenstände in die lodernden Flammen geworfen wurden. Ein vielstimmiges Heulen war zu vernehmen, berichtet Johannes Sch. (*) der aus sicherer Entfernung das Treiben fotografisch dokumentieren konnte. „Schrecklich war die anschließende Stille während die blutroten Flammen den Nachthimmel noch Stundenlang erleuchteten.“

Unter Leitung von HK Feindt wurde eine Soko „Blutzauber“ eingerichtet. Landratsamt Vorsteher Joachim Schmidt verspricht rasche Aufklärung: „Alle zur Verfügung stehenden Kräfte werden für diesen Fall freigestellt.“ Es wurde eigens eine Hotline 06435 / 666 666 eingerichtet. Die Bevölkerung ist aufgerufen sachdienliche Hinweise der Soko mitzuteilen.

In allerletzter Minute vor Redaktionsschluss erreicht uns noch ein Augenzeugenbericht der Iselgunde Bloxkröt (*). „Es war zum Haare raufen und Warzen kratzen! Nie, noch nie seit Hunderten von Jahren ist mir so ein Mob unter den Besen geraten! Es ist zum Rattenmelken!“ Schluchzt und dreht ab..

 

Ein Dorfidyll hat seine Unschuld verloren

* Namen aus Rücksicht geändert

DIY: Wir bauen einen Wind- Sichtschutz

Am Arsch der Welt hat man zwar ausreichend Platz, jedoch pfeift hier bekanntermaßen der Wind so kalt und die sehr geehrten Nachbarn können mir beim Sonnenbaden auf den roten Alabasterkörper schauen.

Das folgende Foto verdeutlicht anschaulich dass zum Nachbarsgrundstück nichts ist um Blicke zu verwehren sowie der Wind auch von der Seite kommen kann. Die Aufnahme ist übrigens vom 16.9. – ein relativ schöner Tag bis der Hagelsturm kam und die Terrasse binnen Minuten, ach was sage ich, binnen Sekunden in einen weißen See verwandelte.

Was liegt also näher als gemeinsam mit der handwerklich sehr versierten und verehrten L. einen Wind- Sichtschutz zu bauen? Denn als gelegentlicher Nichtraucher kann ich Ihnen versichern dass es oft sehr unangenehm da draußen werden kann.

Es ist ja nicht so dass es da nichts Fertiges aus den diversenen Baumärkten gäbe. Jedoch wollte mir das alles nicht so recht behagen, denn es sollte exakt bis auf den Zentimeter passen. Und wenn es so sein soll, muss man (und Frau) eben selbst Hand anlegen.

Ich stellte mir eine einfache Lattenkonstruktion vor die bei Wind nicht wegfliegen darf. Als Sicht- und Windschutz erwarb ich ein Maßgeschneidertes Netzgewebe mit 75%iger Durchlässigkeit. Es darf ja keinesfalls Segelkräfte entfalten.

Wir fingen damit an drei Bodenhülsen für die Aufnahme von 7×7 cm Pfosten in den Boden zu rammen. Dabei kam mir mein aus anderen Gründen erworbener Vorschlaghammer (4 kg) grade recht. Die 2,10 m Pfosten wurden erst schön und wetterfest angestrichen und getrocknet. Dann die Pfosten mit der eigens dazu gekauften Reziprosäge abgelängt und in die Bodenhülsen verbracht und verschraubt.

Als das geschafft war, wurden mit Hilfe von Edelstahlwinkeln Querbalken angeschraubt. Hierbei ist es wichtig nicht einfach die Schrauben einzudrehen sondern vorher Löcher in die Pfosten zu bohren damit sich das Holz nicht spaltet. Da das Konstrukt ganzjährig dem Wetter ausgesetzt ist, achten Sie bitte auf nichtrostende Materialien. Also aus gutem Edelstahl sollten die Winkel, Schrauben und sonstige Materialien bestehen. Oben auf den Pfosten kommen dann noch diese zauberhaften Hütchen damit auch die Vögel ihren Spaß beim runterrutschen haben.

Jetzt spannten wir noch die extra angefertigten Netze an die Holzkonstruktion, befestigten den mittleren Pfosten auf der Rasenseite aus Sturm- und Dranggründen noch mit einem Bodenanker und sehen Sie selbst:

So hätte man es stehen lassen können. Aber ich wollte noch einen Dritten Zweck erfüllt haben. Nämlich sollen sich zukünftig Insekten auf der jetzigen Brachfläche wohl fühlen, und wir brachten hinten noch etwas Eigenartiges an.

Sie kommen sicher selbst drauf! In einer nächsten Schirrmi-DIY-Folge erfahren Sie wie man mit Hilfe von Strom unliebsame Nachbarn fern hält.

Hinsichtlich der Kosten war es überschaubar und verzeihen Sie mir den Kalauer, im Rahmen 🙂 und rechtfertigt aus meiner Sicht einen solchen schicken, praktischen und Maßgeschneiderten Wind- und Sichtschutz.

Meine Börse war wie folgt ärmer:

Ich hoffe Sie hatten Spaß an unserem DIJ Projekt. Wir hatten – überwiegend 🙂

Danke liebste L.

Euer Schirrmi

Das Schweigen der Gänse

Hier auf dem Land gibt es nicht nur Hühner, Schafe, Pferde und Kühe. Nein, in den letzten Tagen hörte man in unmittelbarer Nachbarschaft auch Gänse trompeten. Ich weiß nicht warum mir grade gestern folgender fiktiver Dialog zwischen zwei Gänsen durch den Kopf ging:

„Du, Martin?“

„Ja Martin?“

„Weißt Du warum wir alle Martin heißen?“

„Nein, Martin.“