New Model Army – Weihnachtskonzert 2014

05:00 Uhr, Schirrmi kraucht ins Bett. 12:00 Uhr, die Hallo-Wach-Schlampe bittet den Herrn zu Tisch. Nicht halbwegs so fit wie ich sein möchte, nicht mal ein Drittel so geistig beweglich wie üblich sitze ich hier mit meinem Partner der mich auf den Damm bringt. Hoffentlich. Bald.

Also Woco. Nicht diese Pissplörre die ich gestern genießen musste. Gilden Kölsch, bäh! Radeberger, „Ich geh Sachsen, kommste mit?“. Heineken, noch schlechter als ihr Fußballspiel – die Käsköpp! „Eine Cola, bitte.“ „Mit Schuß!“ Vergebliche Liebesmüh, hätte mir die Antwort schon ausrechnen können: „So hartes Zeug wird hier nicht ausgeschenkt.“. Brrr…… Arschlöcher.

Ihr seht, ein astreiner Artikel beginnt mit einer eloquenten Einleitung die Lust auf mehr macht. Gelle? Prost!

Gestern war es wieder soweit. New Model Army hat zu ihrem traditionellen Weihnachtskonzert im Kölner Palladium geladen. Wir, ich, zwei Hobbits und zwei heranwachsende Hosenscheißer, freuten uns auf einen Abend voller Protest, Zorn, Mitgefühl und Menschlichkeit. Herausgebrüllt und angeführt von Justin Sullivan bot New Model Army eine abermals denkwürdige Show.

Hämmernde Bässe, virtuoses Gitarrenspiel, Violine, Harfe, Keyboard und SECHS Arme die drei Drumsets mit Wucht und Leidenschaft bearbeiteten. Der bestens aufgelegte und allseits präsente Justin musste angesichts seiner treuen Fangemeinde das ein und andere Mal seinen Zorn gegen Pippi in den Augen tauschen. Das es eine Freude war. Ein Fest! Für alle!

Neben astreinen Arrangements ihres neuen und sehr empfehlenswerten Albums „Between Wine and Blood“ wurden selbstredend auch die Klassiker wie „Vagabonds“, „Green and Grey“ und wasweißichnichtnochalles in die schwitzende, überkochende Meute geworfen. Meine Jungs kämpften sich nach vorne in die erste Reihe um sich die obgligatorischen Hörner abzustoßen, die Hobbits und ich waren in einer arg ungünstigen aber strategisch wertvollen Position. An der Theke.

Alles stimmte. Wie jedes Jahr. Die gleichen und wie ich, mittlerweile in die Jahre gekommenen, fremdländisch sprechenden NMA-Tourbegleiter am Merchandising fehlten ebensowenig wie die „Dirigenten“ wie ich sie nenne. Halbnackte Männer stehen auf anderer Leuts Schultern und begleiten zuckend, „dirigierend“ sowie höchst emotional und frontal, Angesicht zu Angesicht mit Justin das Geschehen.

Gibt es den klassischen New Model Army-Fan? Nein! Groß und klein. Jung und Alt. Punks. Rocker. Normalos. Alles dabei. Nur nicht spießig. Menschen. Menschsein. Was Justin so eindrucksvoll singt, wird immer wichtiger. Die heutige Zeit. Mir persönlich kommt es zwar langsam wie ein Kampf gegen Windmühlen vor, aber er lässt nicht ab Unrecht anzuprangern und ein Mit- anstatt ein Gegeneinander zu predigen. Ich könnte heulen. Gäbe es doch mehr von ihm.

So. Tja. Was soll ich sagen? Immer noch sprachlos und geflasht von einem wunderbaren Abend der im Hause Schirrmi mittlerweile Tradition hat. Wohlbehalten hat uns L. in der Satankutsche nach Hause gebracht. Vielen Dank!

Die Zunge noch schwer, die vielen Worte stressen. Daher exclusiv für euch ein paar Bilder. Sie sind begeistert entstanden, aufgrund der ungünstigen – aber strategisch wichtigen.. ach lassen wir das, Position, ein wenig unscharf.

Frieden! Mitgefühl! Miteinander. Mehr braucht es doch nicht.

Euer Schirrmi

 

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