Schnaps für lau

Jetzt erzähle ich Ihnen sicherlich etwas total Unerwartetes.  Eine Neuigkeit. Ich war nämlich kürzlich im Harz.  Und jetzt alle zusammen: Aha!

Schon an der Rezeption stand ein Korb. Meine Frage nach freier Bedienung der darin befindlichen Leckerlis wurde positiv bestätigt. Ich griff zu. L. auch.

Am nächsten Tag stand dieser Korb wieder da. Und während ich die Dame aufgrund von Unklarheiten meiner All-Inc-Buchung beschäftigte, griff ich erneut zu.

Ein Tag war der sogenannte „Vatertag“. Oder auch „Männertag“ genannt. Letzteres gefällt mir besser aber eigentlich ist mir das sowas von scheißegal. Hauptsache keine Knochenmühle. Und mit meinen Kindern hatte ich jeden Tag Spaß, da benötige ich echt keinen Sondertag. Vor allem nicht um mich zu besaufen. Da brauche ich keinen Grund zu.

Jedenfalls klang lieblich ein Liedlein über meine Lippen während ich in dem von Fremdländern übervölkerten Restaurantbereich abermals den besagten Korb entdeckte. Leiselaut „Dänen lügen nicht..“ trällernd, packte ich mir eine weitere Ladung davon in mein Brötchenkörbchen und stieß an. An die Leute die da prekär vorm Fressen standen und sich nicht entscheiden konnten.

Er schmeckt als Gipfelschnaps ebenso gut wie er als Stimmungsaufheller dient. Einige der Kleinen sind bis jetzt vernichtet oder verschenkt worden. Hier ist der Rest.

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Vielen lieben Dank Herr Wilthener! Es schmeckt. Und für lau noch mal so gut.

Prost!

 

Wortspiele? Hölle?

Was würde der Kiezneurotiker dazu sagen?

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Ich jedenfalls kam grade 300 prekäre HM runter und sah den Namen dieses Gasthauses und musste erstmal an den Kiezie denken. Dann überlegte ich hin- und her und kam nicht drauf was damit gemeint sein könnte. Ich stand auf einen Schlauch.

Harz – Break

Verwirrte Pilzpfanne

Heulen könnte ich! Ambivalente Gefühle sausen und rauschen durch meinen letzten Restverstand. Neid, Genialität, Dummheit, Voraussicht – ich kann es nicht beschreiben. Aber ich versuche es 🙂

Voraussicht: Außer bei Festivals trinke ich selten Bier. Habe aber oft mein Lieblingsbier, Budweiser (nicht aus den USA!) im Haus. Wenn relativ starke Trinker im Hause sind, bunkere ich mir eine Flasche für Notzeiten. Siehe auch Neid.

Neid: Wenn Bier da ist und ich sehe dass so nach und nach alles weggesoffen wird, lege ich wenigstens eine Flasche für mich zurück. Siehe auch Voraussicht.

Genialität: Bei heißen Temperaturen ein kaltes Bier haben wollen? Na klar! Vor dem trinken gut kühlen.

Dummheit: Die eiserne Reserve in das Eisfach legen und nicht mehr dran denken.

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Fazit: Bier kann man auch lutschen, wenn man will. Brrr….

Mann Eyh! Biste bekloppt? Zu lange am Bier gelutscht, oder was? Was soll denn da dieser Blogtitel? DU LUTSCHER!

Nachdem in mir ein Vesuv an Gefühlen brandete, erstand ich neben Flüssigkeiten auch ein wenig rohe, feste Nahrung. Daraus machte ich mir ein Pilzdings. Schnibbelte Pilze, Zwiebel, Knoblauch, Rindschwein, bratete erst krümelig, dann glasig und würzte fein kräuterig, gab ein wenig lauwarmes Wasser und Sahne sowie die Pilze da dran. Maß ein wenig Gefro-Gute-Pilz-Suppe-Pulver hinzu und ließ es köcheln. Köcheln und köcheln. Und so steht da jetzt dieses wundervolle, bekömmliche Gericht in der Pfanne vor sich hin und mein Hunger vergang.

Tja!

Matla würde sagen: Ich aas – Nichts

Gefühlschaos

Heute war mal wieder ein Tag! Ich wurde von den unterschiedlichsten Gefühlen überwältigt.

Wie gewohnt verbrachte ich die meiste Zeit in der Knochenmühle und wusste mal wieder nicht ob ich lachen oder weinen soll. Denken Sie sich alle der möglichen Kombinationen. Mal gelacht, dann wieder geweint und umgekehrt oder beides gleichzeitig. Hinzu kamen dann meine üblichen Neantertaler Westerwälder rheinländischen Wutausbrüche. Ich verschwand dann sehr bald um Opferschäden so gering wie möglich zu halten. Mich eingeschlossen. Gefühlschaos weiterlesen

Impressionen aus dem Harz

Wie Sie bestimmt noch wissen ist mir der Harz das liebste Mittelgebirge Deutschlands. Unschwer hier, hier, hier und hier zu erkennen. Letztens erwanderte ich mir den „Harzer Steiger“. Was kommt danach? Mit 150 erwanderten Stempeln könnte ich mich mit dem Abzeichen „Der Harzer Kaiserschuh“ schmücken. Wenn ich den Harz komplett mit seinen 222 Stempeln erwandern würde, käme nur noch der „Harzer Wanderkaiser“. Die letzten Tage, bei wundervollem Wetter, stempelte ich meinen 149. Impressionen aus dem Harz weiterlesen

Daheim

Ich bin grade wieder zu Hause. Meine Liebste dabei. Am Ende stritten wir ob der Musik. Ich versprach und schwörte – ich kann auch Schlager. Wie folgt:

Daheim

Das Leben bietet so viel
ich sah es nicht
grau, dunkel wie keine
keine Offenbarung – für mich

Ich lebte – ich sah es nicht
der Himmel, für mich schwarz
so blau mit federigen Wolken
schön für alle

Nur nicht für mich

Der Tod, unweigerlich
die Gedanken am Ende
trostlos die Welt
lass ich mich fallen

In das tiefe Grab,
Ruhe, Gemütlichkeit
Nicht denken,
Blind

Endlich

Piep, grunz, rülps, iiiaaahhh, määhhh, muhh, würg

Ich war mal wieder wandern und war nicht allein – meine Begleiter waren U-Punkt-A-Punkt:

Emu, Adler, Kuschelkühe, Falke, Reh, Wildkatze, Harzer Dachstelze, Luftschwalben, Ziege, Blasemaul, verkohlte Meise, Kolk- und Raben, sonnenbadende Maulwürfe, Flugenten, Schwäne, Borkenkäfer, dickfettarschige Hummeln im 15. Stock, Pfauenfedern, Zitronen welche nicht falten, Eselhengste mit Gemächt, Zwerkchefpony, Hoppelhasen, verwirrtes Eichhorn, wütende Stiere (der Stromzaun war 20cm hoch – ich pisste dagegen), hungrige Rotkehlchen, vom Vattatach platte Salamander, aufgeschreckte Auerhähne, Wanderfalken, Rotmilan, Bussarde, Turmfalken. B.ö.s.e. Ziegenböcke, Brustlutschendes Rindvieh. Schwarze und bunte Spechte. Der Sperling samt Familie, keck. Etc.

Ich war grade mal wieder im Harz und ging bergauf, bergab. Es war supi! Und es hört nicht auf.

Was bin ich froh das ich wieder Wodka hab. Das wilde Durcheinander – na ja, wer es mag…

Jetzt bin ich wieder daheim und vermisse die Natur aber nicht die Zivilisation.

Letzteres ist Scheiße!

Deine Hand

Hart das Leben,
der Himmel dunkel
Sehnsucht nach Liebe

Vergangen mein Weg,
keine Hoffnung,
allein.

Deine Hand,
gibt mir halt
ich sehe Licht

Und weiß es nicht

Blind ging ich
durch das Leben
Tränen waren da

Doch Deine Hand
ist da – unser Herz schreit
Ja! Es ist wahr!

Vergessen all das Leid,
und die Knechtschaft
denn Du bist da

Jetzt weiß ich es

Wir sind nicht allein,
Im fremden Leben,
unerkannt

Liebehand!

Schirrmi

Rezept der Woche: Liebevoller Kartoffelblumenkohlhackauflauf…

Gemeinde!

Heute möchte ich Ihnen wieder einmal ein überaus bekömmliches und schmackhaftes Mahl vorstellen. Nämlich: Kartoffelhackblumenaufkohl-Gedöns.

In der Zubereitung nicht schwer, aber ich war froh vier Kochstellen zu haben. Denn jede einzelne Zutat muss mit Liebe und Feingefühl, die anderen dürfen nicht eifersüchtig werden, zubereitet werden. Am Ende hocken die eh gemeinsam auf dem Herd – aber um Stress untereinander zu vermeiden, in separaten Töpfen.

Was habe ich verbrochen:

  1. Bio-Kartoffeln, geschält, halbgar gekocht, danach mit Liebe in ca. 0,5 cm Scheiben geschnitten
  2. Bio-Blumenkohl, wird liebevoll gewaschen, gesäubert und in Salzwasser, ebenfalls halbgar gekocht – danach geseiert und zunächst weggelegt
  3. Bio-Zwiebel werden glasklar auf mittlerer bis weniger trallala gebraten, dann vom Herd weggenommen. Warum? Weil sie ansonsten einen unangenehmen, zum Blumo nicht passenden Geschmack hätten (dann eher Schirrmis Bratkartoffel)
  4. Bio-Gehacktes – ich provoziere faforisiere halb-halb, wird schön und liebevoll mit vorher gestreichelten Schwein-Rindern erst heiß, dann nach Gefühl angebraten. Krümelig muss es werden.
  5. Bio-Sauße – mit schöner, veganer Brühe (Gefro) aufgekochte Sahne, ein wenig VOLLMilch hinzu, abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, mit Fingerkuppen abgeschnittenen Kräutern hinzu, leise köchelnd. Achtung! Sauerei wenn es überkocht!
  6. Und abermals ACHTUNG: Wenn die Suppe liebevoll anköchelt: Mehr Arbeit beim Töpfe schrubben.
  7. Zwischendurch den dekadent aber lieben teuren Backofen vorgeheizt -ich nahm 180 Grad Umluft. Eine entsprechende Form mit Irlandbutter aus- und angestrichen.
  8. Jegliche vorher verbrochenen Zutaten werden dann da darein geschichtet – nach Gusto – ein wenig Aroma drüber gerubbelt und ab…
  9. in den Ofen und raus aus den Ofen

Nach offiziellem Bekunden war es köstlich. Ich schließe mich an und freue mich schon auf das nächste mal. Na – ein wenig Muskat war noch dabei.

Enjoy!

Beweisfotos:

Tschüss, Mutti

Ich habe nun seit zwei Jahren darauf hin gearbeitet und trainiert. Jetzt endlich ist es soweit. Neben körperlicher Vorbereitung musste ich auch einigen Papierkram erledigen. Mit meinen Versicherungen musste ich Ein- und Ausschlussklauseln verhandeln. Mit meinem wunderbaren und großzügigen Arbeitgeber vereinbarte ich eine Auszeit. Für…

Für meinen Urlaub. Morgen früh geht es los – in die Wilderness! Yeaahhhh!

Jahrelang geplant, von den meisten abgeraten. Ich mach es trotzdem! Ich nenne sie: „Die Todestour!“  Und was ich seit Jahren, Monaten, Wochen, Tagen höre ist immer das gleiche Gejammer der kleingeistigen, furchtsamen Ameisen die sich schon einkoten wenn draußen die Frontscheibe gefriert.

Jedenfalls bin ich nicht so der Superman wie ich ich hier vielleicht schreibe und wie ich rüberkomme. Auch ich habe Angst und Befürchtungen. Auch ich bin ein Mensch. Grade jetzt fröstelt es mich ein wenig die Tour durchzuziehen. Ich erinnere mich noch an damals. Die Nordwand. Das war grenzwertig.

Ein kleiner Anhänger von meiner Freundin als Abschied, auf meiner Sprachbox noch die üblichen Vorwürfe und Liebesschwüre meiner Mama gespeichert, packe ich meinen Rucksack und schmeisse aus Effiziensgründen meine gesammelten Kafka-/Bukowskiwerke raus und nehme lediglich, leise Tränen vergießend, einen lieben, vielleicht letzten Kuß meiner Liebsten entgegen. Und los geht es.

Nun befinde ich mich schon 6 Minuten in der Fremde, Wilderness. Da sagt der Tankstellenwart: „Du willst heute mit Sommerreifen in den Harz fahren?“

Leben am Limit!

Unerschütterlich gehe ich meinen Weg. Nichts weniger als Abenteuer erwarte ich. Weinende Weiber, heulende Kids, traurige Kollegen zum Trotz – ich bin dann mal weg – vielleicht für immer. Sei nicht traurig Mutti. Dein Junge hatte seinen Spaß.

Ich verabschiede mich schon mal.

Euer Schirrmi