Unerwartete Po-Sex Gedanken

Wenn das Orschl kracht ist der Mensch gesund. Sagt man nicht so in einigen Gegenden? Diese Gedanken kommen mir grade als ich ein paar Wanderfotos anschaue.

Nun ja, ich kenne das so: Erstmal ein wenig süß, zuvorkommend und nett sein. Gelöste Stimmung, hier und da einen gemeinsamen Todlacher, auf eine Ebene bringen. Wenn es dann ans fummeln geht, zart und vorsichtig ausprobieren wie weit man gehen kann. Wenn man zwischendurch mal köstlich nachkippt, geeignete Mucke anmacht und zärtlich die Fingerchen im Höschen verschwinden lässt und die feuchte Spalte liebkost, immer auf die Atmung, die Reaktionen der Angebeteten achtend, ihr Gesicht lebendig mit rosa Röte erscheint, ihre Haut – die Nippel fest, sich fallen lassend..

Wenn sich dann ein Fingerchen am Po-Loch verirrt und zärtlich die kleinen, starken, runzeligen Muskeln umkreist. Zwischendurch ein gewagter halber Zentimeter mit dem Finger hinein in das dunkle Löchelein, zart am Hals, dann am Oberläppchen knabbernd ihr in die Augen schauend zu erfahren wie weit es geht – es gehen kann. Noch ein wenig tiefer rein, wollüstig stemmt sich das wundervolle Nass und fängt an zu spielen. Mit den Muskeln, eng und stark.

Die Jeans wird noch enger, ein platzendes Gefühl schreit nach Freiheit, Geilheit. Eindringen so lang so hart so tief. Bebend ihr Atem, entgegenstreckend das wundervolle Gesäß. Bis man gemeinsam – die nächste Flasche Bier aus dem Kühlschrank holt.

Soweit so gut. Jedoch – was sogar mich verwundert, ist: Der Satan persönlich wird öffentlich beworben während er sich Kalksandsteinfelsen einführt. Das muss man sich mal vorstellen! So eine Schweinerei! In der Öffentlichkeit!

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Nur so (7)

Alles Käse oder was? So nett lächelnd haben wir unsere Wanderbutterbrote belegt.

Was mich u.a. grade fürchterlich aufregt ist mal wieder unser Propaganda-TV (ARD, ZDF und wie sie alle heißen). Dummerweise war die Tagesschau aktiv als ich den Fernseher einschaltete. Und was musste ich da für ein Geschwätz hören? „Wallonien, ein kleines gallisches Dorf stemmt sich gegen die ganze Welt.“ Oder: „Wallonien, sie wurden gewarnt machen aber weiter. Ist das verbrecherisch zu nennen?“ Und in einem fort. Es geht gegen CETA. Was uns aber die Propagandamaschine versucht zu verschweigen ist, das Wallonien nicht alleine ist, sondern ganz Europa und eine nicht zu ignorierende Masse der Bevölkerung dagegen ist. Gleiches Schema wie bei Griechenland, Russland.. Die Liste ist beliebig erweiterbar. Dreckige Arschlöcher! Und damit meine ich nicht die Belgier.

Hach wie schön! Ich denke immer noch an die letzte Woche als ich wandern war. Ich bringe den Mehrgewinn an Fitness mit in die Knochenmühle. Denn auf meinen Rauchgängen bin ich schneller die Treppen runter und wieder rauf und somit auch schneller wieder am Arbeitsplatz. So lief ich auch heute mal wieder durch die Gänge, eine Kollegin stand in der Tür eines beliebigen Büros, der Po halb auf dem Gang, und diskutierte überaus wichtige Dinge mit Kollegen. Und ich lief und lief und der halbe Po kam immer näher – der Flur ein wenig eng. Als ich auf gleicher Höhe war ging sie zurück mit ohne Augen im Hinterkopf, ich reagierte schlagartig wie damals auf dem Skateboard indem ich einen Ausfallstep an die gegenüberliegende Wand machte und sie mit einem Saltovorwärts übersprang um eine Kollision zu vermeiden. Nun würde jeder sagen der mich kennt, ach, Schirrmi.. ist das wirklich wahr? Die Antwort ist: Ja! Denn wenn ich Ihnen erzähle dass ich bei dieser Aktion nicht den ganzen Kaffee in meiner Tasse retten konnte, dann werde ich doch glatt glaubwürdig. Nicht?

Die verschissene Zeitumstellung steht wieder bevor. Ich muss schon seit zwei Monaten planen, Changepläne entwickeln, koordinieren, Scripte vorsorglich umschreiben und mir jeden Tag vom Scheffe anhören „Wat is denn da jetzt mit der Zeitumstellung?“ Ich jedes Mal: „Wie jedes Jahr!“ Die Krönung erhält man dann noch per Email (weitere folgen sicher noch). Es nervte ein Kollege wie folgt:

Hi Schirrmi,
I am thinking that with the 5 hour difference the US time will be 1 hour later.
Meaning Jobs that run at 7am CET will run at 2am EST instead of 1am EST.
If this is correct, I don’t think we need to change the scripts running time. I think it will be okay.  However, in the spring we will need to adjust for the 1hour difference.
Best regards,
Dummbatz

Meine Antwort fiel ein wenig ausführlicher aus als wie der schrieb. Nämlich:

Thanks!

Komischer Zufall heute. Ich erhalte von Eventim eine Email weil Sie mein Geld wollen. Die sollten aber eigentlich meinen Musikgeschmack kennen, ich war dann doch sehr verwundert über die Empfehlungen. Helene Fischer? Atze Schröder? Die Söhne Mannheims? Bin ich Masochist? Ach und ein paar Minuten später las ich beim geschätzten Kiezi dass es ihm nicht besser erging.

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Wie cool ist das denn? Heute ist Bergfest meiner ersten Arbeitswoche, checke meinen Kalender und sehe dass kommenden Dienstag ein arbeitsfreier Tag ist. Zack! Den Montag schnell als Gleitzeittag eingereicht (genehmigt!) und das lange Wochenende kann kommen! Geil! Darüber hinaus sah ich erfreulich dass Mittwochabend in Kölle das Placebo-Konzert stattfindet für das ich vier Karten erstand. Weniger erfreulich ist, dass ich am Donnerstag mein Jahreszielendgespräch mit dem Scheffe habe. Und wenig Vorbereitungszeit auf diesen Battle habe. Der rote Kollege meinte nur: „Einer von euch beiden wird nach dem Gespräch ins Krankenhaus eingeliefert. Er ist größer als Du aber Du bist gemeiner und brutaler als er.“

Möchten Sie wissen wie die Stimmung auf dem Brocken an einem 20. Oktober ist? Sehr kalt. Und falls Sie mich auf einen der folgenden Fotos entdecken möchte ich vorsichtshalber erwähnen dass ich 4-lagig angezogen war. Schauen Sie oder schauen Sie nicht 🙂

Die wunderliche Einmannkapelle

Herrlich! Wundervoll waren meine Wanderungen im bunten, herbstlichen Harz. Ruhe und Friede fand ich auf Schusters Rappen und konnte meine Akkus aufladen. Keine Verpflichtungen, reine Natur und viel Luft zu atmen. Das Telefon ausgeschaltet und an nichts denken müssen, einig werden mit mir selbst und der schönen Harzlandschaft. Das – mein Paradies.

Was weiß ich? Der Harz hat so um die 8-9 Tausend Mögliche und unmögliche Wanderkilometer und davon habe ich wieder mal ein paar Hundert geschrubbt. Das tat wieder gut! Ab Montag muss ich mich wieder verkleiden. Mit Schlips, Krawatte und Binder. Was? Ja doch, Hosen ziehe ich auch an. Samt Sakko. Meinem geliebten Cordsakko, meinem Alter entsprechend.

comp_img_9451Sind Sie mitten im Wald mal geblitzt worden? Ich schon. Zu schnell gewandert wahrscheinlich. Aufgrund von eigener GPS-Fehlplanung und unordentlicher Handhabung von Kartenmaterial verschlug es mich abseits aller Wege in den Wald und ich wurde geblitzt. Das muss man sich mal vorstellen! Ich erschrak und schaute erstmal fürchterlich, um vermeintlichen Räubern ihren Wagemut zu nehmen. Stille. Ruhe. Horchen. Ich kletterte wieder ein wenig abwärts und sofort: Blitz! Haha, hihi, was bin ich doch für ein Luchs! Bin in eine Luchsfotofalle geraten und sah erst hinterher das Schild. Bitte stellen Sie sich das mal vor. Alleine im Wald, nicht auf Wegen und sie werden fotografiert. Den Spaß machte ich mir dann noch, bitte verzeihen sie. Ich ging mit blanken Hintern wieder und wieder an der Fotofalle vorbei und machte Grimassen. Blitz! Hihi..

comp-harz_img_8920Kurios fand ich ein Schild unterhalb der Prinzenlaube. Ich finde es ja schön Höhenkilometer in aller Kürze zu erwandern. Das geht dann im Zick-Zack-Stieg auf die Berge hoch. Finde ich besser. Denn einmal kurze, steile Höllenqualen zu erleiden um auf dem Gipfel anzukommen ist für mich schöner als langatmige Umwege in Kauf zu nehmen. Ein bissel Spannung habe ich ja gerne. Aber dieses Schild. Hmh..

Ich schweife ab.

So läuft man alleine und in aller Ruhe durch die Wälder, über hohe Berge und tiefe Täler, man hört nur seinen eigenen Puls und die wie verrückt herumtollenden Tiere. Doch plötzlich war da noch was. Etwas was da nicht hingehört. Es hörte sich an wie ein rhythmisches Stampfen. Durchsetzt mit einem gelegentlichen Rascheln. Dazu im Takt ein Knistern und ein Klappern. Ab und zu ein Bling. Es machte, untermalt vom Stampfen, raschel, knister, klapper, bling. Und wieder: (Stampf, stampf) Raschel, Knister, Klapper, Bling in einem fort. Sehr ungewöhnlich. Gut, wenn ich einen fahren lasse flattern manchmal überaus verschreckte Auerhühner auf. Aber das tat ich grade nicht. Diese Geräusche, sehr im gleichmäßigen Takt erinnerten mich an eine Einmannkapelle. So jemand der an den Beinen Rasseln hat, mit der Ferse gegen eine Drum schlägt und dazu fiedelnd ein Blasinstrument bedient während er mit seinen Oberschenkeln Tschingderassabum macht. Dazu mit den Ohren wackelt an denen reife Kastanien aneinander schlagen. Stampf, stampf, raschel, knister, klapper, bling.. Es hörte nicht auf und ging mir langsam auf die Nerven.

Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen blieb ich ab und zu mal stehen und horchte wo sich dieser Typ befindet und welches perfides Spiel er mit mir treibt. Jedoch, blieb ich stehen, hörte er auf mit seinem Krawall. Ging ich weiter, machte er weiter. Die Sau!

Irgendwann kam er dann aber total aus dem Rhythmus und eine reine Kakophonie war das Ergebnis. Jetzt reichte es mir. Ich legte meinen Rucksack ab und schlich umher diesen Übeltäter zu stellen. Aber ohne Erfolg. Er sah wohl mein gewalttätiges Bedürfnis und hielt inne mit seiner Einmannspielkramkapelle. Beruhigt, ich hatte ihn wohl verschreckt, schulterte ich meinen Rucksack und lief weiter und was soll ich sagen? Es fing wieder an!

comp_img_9382Dass unter meinen gewaltigen Schritten Opfer zu verzeichnen sind. Geschenkt! Das Amphibien lieber das Weite suchen wenn ich durch den Wald marschiere. O.k.! Aber das in meiner Butterbrotdose das gekochte Ei herum klappert. Das GPS-Gerät im Takt gegen einen Karabiner klimpert. Das die leere Apfelsaftschorle-PET-Flasche im Rucksack herumknistert, das in meiner Hosentasche befindliche Feuerzeug dauernd gegen meine versilberte Ziggi-Dose kleppert und mein Siegelring im Takt gegen das in der Hosentasche befindliche Telefon schlägt während ich laufe, nein, das ist nicht schön.

Mit klappernden Grüßen..

Ich bin wieder Papa geworden

Nach jahrelanger Penetration ist es endlich soweit. Ich bin frisch gebackener Papa geworden. Majestätin M. hat eine kleine Schwester bekommen. Sie können mit mir Queen L. die Erste beglückwünschen. Herzlichen Glückwunsch liebe L. zu Ihrem neuen Titel „Harzer Wanderkönigin“! Frei nach der Muppetshow: Applaus, Applaus, Applaus!!!!

Es war keine einfache Geburt, aber das wusste ich schon vorher. Denn sie ist ja immerhin ein großes Mädchen. Aufgrund meiner kleinen, engen Möse schmalen Becken Erfahrung können wir glücklich und mit einem liebevollen Blick und zärtlicher Umarmung L. alles Gute für Ihren weiteren Lebenswanderweg wünschen.

Es ging nicht immer ohne Tränen vonstatten. Hin und wieder sind die kleinen Füßchen umgeknickt. Da und dort ging es überaus steil rauf und runter. Neben abenteuerlichen Abgründen und das mit einer fest verwurzelten Höhenangst, durch tiefen Matsch und Schlamm, Sturmböen und Orkane getrotzt, mit Regen, Schnee und Hagelschauer, von wilder, grausamer Natur zerrissenen Klamotten stapfte sie tapfer durch den Harz und erkämpfte sich ihren Titel mit über 50 erwanderten Stempelstellen.

Für die Nachwelt und selbstverständlich auch für die interessierten Leser – die folgenden Orte hat Wanderkönigin L. die Erste erwandert (halten Sie sich fest):

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009-Brockenhaus, 032-Gasthaus Christianental, 035-Gasthaus Armeleuteberg, 037-Büchenberg, 038-Galgenberg, 039-Tagebau Felswerke, 043-Wasserscheide Weser-Elbe Hohe Tür, 059-Klostergrund Michaelstein, 060-Stemberghaus-Köhlerei, 061-Harzer Grauwacke Rieder, 067-Weisser Hirsch (Aussichtspunkt), 068-Pfeil“-Denkmal“, 071-Rosstrappe (Abzweig Schurre), 072-La Viershöhe, 073-Glockenstein, 074-Hamburger Wappen (Teufelsmauer), 076-Grossvaterfelsen, 077-Ruine Luisenburg, 078-Barocke Gärten, 079-Otto-Ebert-Brücke (am Herzogsweg), 080-Burgruine Regenstein, 081-Sandhöhlen im Heers, 082-Regenstein-Mühle, 085-Wasserkunst Thumkuhlental, 086-Bisonhehege, 087-Volkmarskeller, 089-Schornsteinberg, 091-Welkulturerbe Rammelsberg, 099-Hörninger Sattelköpfe, 101-Einhornhöhle, 105-Prinzenlaube, 106-Schöne Aussicht Bielstein, 107-Maaßener Gaipel, 111-Steinbergalm, 112-Liebesbank, 113-Grumbacher Teich, 114-Ramseck, 127-Weppner Hütte, Jägersbleeker Teich, 129-Hütte im WeltWald Harz, 130-Iberger Albertturm, 132-Schwarzenberg, Köte Brockenblick, 151-Ruine Scharzfels, 155-Rehberger Grabenhaus, 156-Wurmberg-Baude, 166-Sachsensteinhütte, 174-Hohnehof, 183-Försterblick Gernrode, 187-Lauenburg, 188-Teufelsmauer Weddersleben, 192-Historischer Gipsbrennofen, 198-Glockensteine, 202-Landschaftspark Degenershausen, 205-Rastplatz unterhalb des Cluesberges, 209-Moltkewarte (Aussichtsturm), 214-Reesbergdoline, 216-Lutherbuche (Anmerkung des Red.: Scheiß-Tipperei!)

Unverzeihlich jedoch ist das Königin L. die Erste den Brocken kaputt gemacht hat. Denn der ist jetzt nicht mehr 1.141,20 Meter hoch sondern nur noch 1.141,17 Meter klein. Diese kriminelle Wandersau hat da oben nämlich ein Bröckchen mitgenommen. Hinweis für mich: Den Wikipedia-Artikel zum Brocken aktualisieren!

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L. fand folgende Worte:

Ich möchte mich bei dem Eseltreiber Schirrmi bedanken der in mir ungeahnte Höchstleistungen weckte. Und darauf jetzt einen Schnaps!

Da kann ich nur sagen: Prost! 🙂

Tragödie in Neuwieder Altenheim

Neuwied  – In einem renommierten Altenheim in einem Stadtteil von Neuwied fand letzte Woche Freitag ein grausames Verbrechen statt. Vornehmlich die Bewohner der Station A konnten nur noch Tod aufgefunden werden. Die Kriminalpolizei steht angesichts dieses plötzlichen Massensterbens vor einem Rätsel.Rettungsdienst Deutschland

Es war Freitag der 13. Oktober als die Mitarbeiter der Nachtschicht des Altenheims „Endlose Ruhe“ eine letzte Runde machten um „nach den Rechten zu sehen.“ so Hildegard Sch. die hier seit 23 Jahren ihren geliebten Beruf als Altenpflegerin ausübt. „Ich muss ehrlich sagen. Ich klappte erstmal zusammen als ich erst Fr. Dr. Kungel, dann Hr. Generaloberforstwirt Schmitz und nebenan noch die Oberstudienrätin Maya Stroganow leblos vorfand.“ „Dank meiner langjährigen Erfahrung in der Altenpflege hieß es für mich erstmal Ruhe bewahren und zunächst die Vitalfunktionen zu überprüfen.“ Nachdem Frau Sch. nur noch den Tod der Bewohner der Station A diagnostizieren konnte rief sie vorschriftsmäßig erst den Notdienst und dann die Heimleitung an.

Die Rettungskräfte bestätigten die vorab vorgenommene Diagnose. Alle Bewohner der Station A waren ohne erkennbare äußerliche Gewalteinwirkung verstorben. Der Gerichtsmediziner Hr. Prof. Dr. Dr. Phil. Med. Nat. Sad. Eugene Großkloppenschlag bestätigte noch nachts: „In der Kürze der Zeit und weitere Obduktionen müssen das erst noch bestätigen, kann ich sagen dass hier 27 mehrheitlich ältere Menschen verstorben sind.“ Kriminalhauptkommissar Herrmann Ikfang-Di steht Angesicht dieser schrecklichen Vorkommnisse in der Verantwortung und beweist mit der sofortigen Bildung der Soko „Demenz“ für Umsicht. „Zum derzeitigen Zeitpunkt kann ich nur sagen dass wir alle mit höchstmöglichen und unter Einsatz aller unsere Kräfte daran arbeiten dieses schreckliche Geschehen aufzuklären.“ Auf Nachfrage der mittlerweile eingetroffenen Presse heißt es nur noch: „Keine weiteren Kommentare!“.

Update der Redaktion: Neueste Erkenntnisse ergaben dass eine weibliche Person persönlichen Kontakt mit den Bewohnern der Station A hatte. Nach unbestätigten Zeugenaussagen hätte diese Person sich die alten Menschen der Reihe nach vorgenommen, ihnen die Hand gegeben und „Tschüss, wir werden uns nie wieder sehen. Der letzte Tag!“ gesagt und dabei wie irre in die Augen der wehrlosen Heimbewohner geschaut. Daraufhin verabschiedete sich der mutmaßliche „Todesengel“, streifte ihre Handschuhe ab und drohte damit sie käme noch mal vorbei falls nicht bald „Ruhe herrsche, verdammt noch mal!“.

P.S.: Anmerkung des Red: Die Station 666 ist noch nicht voll!

Nur so (6)

Yeah! Feierabend! Und was das Beste ist, es ist Wochenende. Und was noch besser ist: ich habe eine Woche Urlaub! Eine Woche ohne Knochenmühle aber dafür mit Blutblasen an den Füßen, abgeschrammelter Haut, verdrehten Knien und gerissenen Bändern und Platzwunden am Kopf. Yes, Ladies and Sirs! Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich darauf freue. Also noch mal: *freu*, *freu*, *freu*.. Die Wetterprognosen sind positiv. Sie sprechen sogar schon vom goldenen Herbst. Wow! Extra für mich. Wissen Sie dass ich schuld daran bin? Denn seit letzter Woche hat meine Karre Winterreifen drauf. DER Garant für besseres Wetter!

Was war heute sonst noch?

Ich fühle mich heute 10 Jahre jünger. Denn freitags kann man etwas legerer in das Büro kommen und zog meine zerrissene Lieblingsjeans an. Diese kommt frisch gewaschen aus dem Schrank und sitzt heute sehr, sehr, sehr knackig. Gut, dass ich den ganzen Tag nicht mehr atmen konnte ist die eine Sache. Das es wohl nicht mehr meine Lieblingsjeans ist, die andere.

Was mit „Nuttenfrühstück“ gemeint ist, weiß man ja. Kaki, also Kaffee und Kippen. Aber wie nennt man Pfefferminztee und Bifi zum Frühstück? Pfbf?

Nachdem mein Doc entschied mich 14 Tage lang daheim zu lassen, habe ich jetzt die erste Arbeitswoche hinter mir. Erst heute war ich soweit dass mein Feedly Reader mir 0, in Worten Null, ungelesene Blogs / Blogbeiträge anzeigt.

Die beste Nachricht kam heute Morgen, ich saß auf dem Thron, reingeflattert. Der erste Newsletter bezüglich Rock am Ring / Rock im Park 2017. Und was soll ich sagen? Es sind System of a Down angekündigt. Wie geil ist das denn? Hammergeil!

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Apropos Thron. In der Knochenmühle saß ich wieder mal auf dem Thron, wissenschon, Pfefferminztee und Bifi. Da kommt jemand in die gleiche Lokalität, stellt sich an das Pissoir und ruft so durch die geschlossene Tür zu mir rein: „Oh, gab es gestern Gemüsesuppe?“ Nee, stimmt nicht, ich labere nur. Aber ich hatte tatsächlich gestern eine überaus leckere Gemüsesuppe gekocht. Wollen Sie Fotos sehen? Aber glauben Sie mir, das möchten Sie nicht wirklich.

Der Bob Dylan hat den Literaturpreis erhalten und es gibt viele Stimmen dazu. Positive, neidische, negative, hach, von allem etwas. Ich kenne den Bob nicht persönlich. Aber mir sind er, seine Musik und seine Texte sehr sympathisch. Der Pansen mag Bob Dylan auch sehr und wurde wie viele andere Musiker auch, von ihm inspiriert. Aber ich wollte nicht viele Worte darüber verlieren außer Glückwunsch, Bob! Andere Menschen haben sich genügend dazu ausgelassen. Bspw. der Tom Appleton mit profundem Hintergrundwissen. Oder der arme Andy Bonetti der schon wieder leer ausging. Oder der Glumm, der alte TV-Star. Schön frech finde ich aber was Mechthild zitiert. Und ich meine schön frech. Denn frech ist toll!

Und noch etwas Aktuelles aus der Welt der Studien und Expertenmeinungen. Kurzsichtigkeit sei eine Folge der Intelligenz. Hmh, komisch. Warum sind dann meine Augen so Top in Ordnung? Ich meine normalerweise. Wenn ich mich nicht mit billigen Fusel blind gesoffen habe. Weitere Meldungen: „Hartz IV macht unglücklich.“ und „Wer teure Autos fährt onaniert häufiger.“

Heute Morgen um 6:25 Uhr war meine erste Amtstat alle meine Passwörter zu wechseln. Sie wissen schon, Mindestlänge 12, Sonderzeichen, Zahlen, Groß, Klein etc. Damit war ich recht erfolgreich. Jedoch kann ich gar nicht mehr mitzählen wie häufig ich heute die Meldung sah: „Kennwort falsch!“. Der Mensch ist ein Tier aus Gewohnheit oder wie ging das noch mal?

Prost!

P.S.: Sekt ist auch kalt gestellt.

Pflichtbewusst hin und her

Es ist früh. Sehr früh für mich. Der Wasserdampf der schnaufenden Lok hüllt das Bahngleis in unwirklichem Nebel und lässt sich als sanftem Nieselregel auf die Köpfe der Wartenden nieder. Alle wissen, der Zug fährt erst in 30 Minuten los und so lange ächzt und stöhnt die Dampfmaschine, hier und da klirrt es wenn der Zugverantwortliche mit seinem Riesen Schraubenschlüssel mal an diese Bremse, mal an dieses Rad klopft. Gelassen und gewissenhaft geht er den Zug erst von vorne links nach hinten dann von hinten rechts nach vorne ab und klopft und prüft. Alles zum Wohle der Fahrgäste. Angenehm entspannt schließe ich das Schiebefenster, mein geflickter Seesack liegt oben im Gitter, überdrüssig dem Treiben auf dem Bahnsteig zuzusehen lasse ich erst die Kippe auf den Bahnsteig dann mich in die Polster fallen. Die Augen fallen zu.

Euskirchen. Die Gegend in der ich lange weit vor meiner Grundausbildung mein Unwesen trieb. Mal schwarz, mal bunt. Aber immer mit Kajal. Freundschaften, wir Jungs und Mädels trieben und probierten alles. Wir konnten das damals, sehr zum Verdruss. Der Erwachsenen. Nicht wissend wo uns Wind und Wetter des Lebens hintreibt. Wir nutzten die einzigartige Gelegenheit Jung zu sein, manchmal bis zum Erbrechen.

Bonn. Auf dem Venusberg in einem Saal voller jungen Studenten aus dem Bauch geschnitten. Aufgewachsen – meine Oma war da. Geliebt und gelebt. Physik, Philosophie und Medizin studiert. Aber im Grunde gelebt und mit allem und uns Unbedarfte gefeiert. Aber auch meine erste Ausbildung, ich sage mal so, das Lederhandwerk habe renommiert erlernt. In dieser Zeit ergab es sich also..

Sekundenschlaf, ich schrecke plötzlich auf. Stehe auf und schaue erleichtert aus dem Fenster. Puh, der Zug ist noch nicht abgefahren, wir stehen immer noch in Euskirchen. Ich bin nämlich am Wochenende in EU versackt und musste Montagfrüh nach BN zum Job. Mit einem Lächeln ließ ich mich wieder in die Sitze fallen um direkt in süße Träume von Nazi-Jagen, Schaufensterscheiben einwerfen und kafkaeske Gespräche an alten, stabilen mit Brandlöchern versehenen Holztischen zu fallen. Meine Monatsauszubildendenfahrkarte auf dem kleinen Tischchen über dem Drecksaschenbecher in dem ich meine letzte Tuborg-Dose gekrumpelt hatte war Ausweis genug für die Kontrollettis und lies mich ruhig schlafen. Irgendwann rüttelt jemand an meinen Schultern ich bekomme es nur halb mit. Höre nur was von „dues“, „dues“ und mir klingt das Lied „düse.. im Sauseschritt..“ im Ohr. Friede, Stille weiterhin.

Ich wache auf wie nach einem langem entspannten Schlaf, stehe erfrischt auf und schaue aus dem Fenster. Der Zug steht mal wieder. Schaue raus nach rechts, nach links und sehe das Bahnhofsschild. EUSKIRCHEN! What the fuck! Und schaue auf meine Armbanduhr die fehlt. Schaue auf die Bahnhofsuhr: 12:30 Uhr! Schaue auf meine Füße, die Schuhe und eine Socke fehlt. Mein Seesack ist weg. Denke an meine Ausbildungsstätte bei der ich um 8:30 Uhr hätte in Bonn erscheinen müssen. Oh, ich junger armer Tropf! In Zeiten wo es keine Mobiltelefone gab, sah ich wenige Möglichkeiten dem Ausbildungsbetrieb einen vorzulügen. Hätte ich auch nicht machen können wie ich später erfuhr.

Ausgeschlafen war ich mit einem gewissen Adrenalinspiegel. Wundersamerweise lagen meine Doc Martins verteilt in zwei entfernten Wagons. Eine Ringelsocke fand ich irgendwo. Meine Monatskarte lag noch da wo sie lag, soviel Anstand hatten die Leute. Mit relativ viel Brand wuchtete ich meinen Sack runter und trank erstmal eine Dose Bier auf ex. Danach konnte ich in Ruhe überlegen was meine Situation ist.

Wie folgt. Ich fuhr wohl stundenlang von Endstation zu Endstation hin und her und muss mich wohl im Rausch meiner Klamotten entledigt haben und, wie ich hinterher mal erfuhr, mich mit allen Fahrgästen verbrüdern wollen. Dazu auch meine Ausbilderin im Betrieb (Sie stieg immer in Bonn-Duesdorf zu), die blöde Petze, die mich das erste Mal bei der pünktlichen Ankunft im Bonner Hauptbahnhof zwar gesehen/erlebt hat, aber mich nicht geweckt und mich nicht in den Laden getragen hat. Die Sau da!

Am nächsten Tag musste ich zum Chef. Dem Junior-Chef. Menno, war mir das peinlich, ich drohte hinter meinem Rücken der besagten Erstverkäuferin mit der Faust, und der kleine, dünne Junior entgegnete meinem „Scheiß druff“ mit „Jetzt aber zum Senior-Chef!“. So saß ich da vor dem verknöcherten Alten der immer mit den Armen auf dem Rücken verschränkt durch den Laden läuft, leises Volksweisen durch seine prekären Zähnen pfiff und der den Laden schon seit 1792 führt. Saß ich da. Vor ihm. Und wünschte mir eine Dose Bier herbei. Und er schwieg zunächst. Lange. Und immer noch und blickt mich mit seinen alten, wässrigen blauen Augen an. Nicht vor Angst, sondern wegen Magen-/Darmproblemen hatte ich aus Gründen schon eingeschissen, setzt er mit verrunzelten Augenbrauen an: „..“. Ich so: „Ja?“ Er fasst sich an die Brust, schaut immer noch so streng und gleichzeitig liebevoll: „Herr Schirrmi, da hatten Sie aber einen Ritt! Das mir das nicht noch mal vorkommt!“ und entlässt mich zurück in den Laden. Feixend steht da die Chefdame, die dumme, blöde Petze und freut sich über meinen vermeintlichen Einlauf, ich gehe auf sie zu und sage: „Das nächste Mal…“

Darf‘s ein bissel mehr sein?

„Vierzehn Tage mal schön weg und nur Zeit für Sie?“ Der kleine, attraktive Herr Doktor schaute mich mit seinen braunen Rehaugen über seinen geschäftigen Schreibtisch fragend an „Oder haben Sie etwas Wichtiges im Geschäft zu tun?“ Ich: „Passt schon!“

Was mich aber wunderte. Er legte mir den gelben Schein sowie noch zwei Rezepte hin, lächelt mich an und fragt: „Und, Herr Schirrmi?“ „Brauchen Sie sonst noch so Medikamente?“ Leute, da wäre ich ja beinahe vom Hocker gefallen. Ihr glaubt nicht was mir da alles so durch den Kopf ging. Ich kramte in den grauen Hirnwindungen, griff mir an die Gesäßtaschen, die Jackeninnentaschen, vorne die Westentaschen jedoch, ich fand grade meinen Medikamenten-/Drogenwunschzettel auf die Schnelle nicht. So konnte ich nur antworten „Ähm, so auf die Schnelle fällt mir nichts ein..“ Der hätte mich ja auch auf die Frage vorbereiten können. Vorwurfsvoll: „Herr Doktor, das hätten Sie mir mal vorher sagen können dass ich ein Wunschkonzert erhalte. Da hätte ich mal vorher gegoogelt.“

Sei es drum. Verpasst. Ich nagelte ihn aber fest und ich käme beim nächsten Besuch überaus gerne auf sein Angebot zurück.

P.S.: Genau nach den Vierzehn Tagen kam ich wieder zur Konsultation. Ich zog mich nackig zur Begutachtung aus und wie diese Mediziner machen: „Hmh, hmh, grummel, jaja, aha, soso..“ Ich, spielte ein wenig mit meinen Gesäßmuskeln: „Kann ich aufhören mich zu drehen wie eine nackige Ballerina?“ Er: „Ja klar, wir wissen jetzt woran es liegt. Immer wenn Sie nicht ins Büro müssen, geht es Ihnen besser und die Therapie schlägt an.“ Ich: „Ach!!!“