Hulk hat Wochenende, oder nicht?

Das Laub fällt und die Welt wird bunter. Ein herrlicher Arbeitstag neigt sich dem Ende zu und ich könnte Bäume ausreißen.

Draußen kracht es, meine Arschbacken vibrieren. Normalerweise ist es umgekehrt. Boah, da muss etwas passiert sein denke ich und laufe schnell auf meine überaus großzügige Terrasse und schaue nach. Aha! Der Nachbar beim Baumfällen. Einiges Zeug liegt bei mir rum. Er, mit so einem komischen Ding auf dem Kopp sieht aus wie Mickey Maus und schaut erst orientierungslos um sich als ich ihn anbrülle. Nach fortgesetzten Brüllen, er hat da wirklich richtig die Buchen abgeholzt, bemerkt er mich endlich und ich konnte im normalen Ton sagen:
„Einen schönen guten Tag, Herr Nachbar! Was machen Sie denn da?“
Er: „Der Baum ist in die falsche Richtung gefallen. Sorry!“
Ich: „Tja..“
Er: „Sie haben nicht noch zufällig eine Kettensäge da? Meine hat den Geist aufgegeben.“
Ich: „Doch schon, nur schon länger nicht mehr im Gebrauch. Sie müssten erst das festgebackene Blut, die Knochenspänen und die Hirnreste entfernen.“
Er: „Naja, ich schau erstmal selber. Danke und Tschüss auch..“ und verdrückte sich schnell, die feige Sau!

Schön ist es heute gewesen. Hatte nämlich neue Klamotten an. Passend zur Jahreszeit. Die Tage machte mir nämlich mein Lieblingskollege, der Rote, ein Kompliment. „Hey Schirrmi, sag mal, bist Du weiß geworden? Da an den Seiten, Dein Bart?“ Voller Stolz dass mein biblisches Alter endlich mal wahrgenommen wird shoppte ich im Internet und erstand ein feines Oberhemd gewebt aus ägyptischer Baumwolle, erdtönerne Farben und großkariertem Muster. Dazu einen feinen Merinopullover mit Pfauausschnitt in dunkelbraun. Die schöne, bequem geschnittene tannengrüne Cordhose mit französischen Taschen und Bundfalten komplettierte das neue Outfit. Kennen Sie das? Neue Klamotten, man gönnt sich was, man fühlt sich schick – man ist ein ganz anderer Mensch. Ein ganz anderes Lebensgefühl. Toll!

So fanden das auch meine Arbeitskollegen. Sie schauten mich schon morgens an. Den ganzen Tag fühlte ich ihre wohlwollenden und, wie ich meine, neidischen Blicke auf mir ruhen. Das gab mir Auftrieb und stärkte mein Selbstwertgefühl. So sehr dass ich langsam noch über einen Filzhut nachdenke, mit braunem Lederschweißband und selbstgerupfter Eichelhäherfeder. Ein wundervoller Tag! Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber lassen Sie mich doch auch mal!

So stolzierte ich mit ebenfalls neuen, dunkelbraunen Wildlederschuhen die Büroflure auf und ab. Ging immer mal wieder in die Büros der Kollegen um Fachgespräche zu führen aber ehrlich gesagt nur als Vorwand. Denn eigentlich nur um mich bewundern zu lassen. Öfters mal in der Kaffeeküche gewesen damit mich auch die Kollegen aus den anderen Abteilungen sehen. Mein neues Outfit, echt geil. Diese Herbsttöne. Dieses beruhigende. Dieses Fachkompetenz ausstrahlende gesetzte. Ja, so tanzt mir keiner mehr auf der Nase rum. Zusammen mit meinen weißen Haaren, ich war am Wochenende beim Frisör, eine überaus stattliche Erscheinung, möchte ich meinen.

Bis ich dann vor der Tür war um eine zu rauchen. Die zwei Auszubildenden im letzten Lehrjahr starrten mich an und riefen im Chor „Schirrmi, wie siehst Du denn aus?“ Das ginge ja gar nicht. Würde mich so alt machen. Und überhaupt ob ich in letzter Zeit zu oft in der Muckibude sei. Ich hob meine Hand zur Kippe um sie anzuzünden und krrrr, riss der teure Merinopullover unter den Achseln. Das Scheißteil! Ich ärgerte mich und riss kurzerhand den Pullover auseinander und mir vom Leib. Die Mädels schauten so doof dass ich mich noch mehr ärgerte und riss mir auch das neue Hemd herunter. So stand ich furchtbar grimmig guckend in meiner grünen Hose in unserem Büropark, die Kippe noch in der Fresse und drehte und wendete mich fürchterlich auf der Suche nach Dingen die ich zusammenkloppen konnte.

Damit muss man erstmal zurechtkommen. Aber zum Glück ist ja jetzt Wochenende. Da kann ich mich abreagieren. Wie? Was? Noch kein Wochenende? Scheißendreck!

Wieder mal Terroranschlag in Schland verhindert!

Leute seid Ihr noch wach? Einer geht noch der mir auf dem Herzen liegt.

Unser toller Verfassungsschutz hat mit lokalen Spezialeingreifkräften und mit Hilfe von Sonderspezialkilliersondersondereinsatzkräften einen Bomben-, nein einen Bombenselbstdingsterroristen in die Fänge bekommen. Ich verneige mich für diese Glanzleistung vor diesen unseren Spezial-spezial-super-duper-ausgebildeten Kräften! Ehrlich!

  1. Was ist passiert? Ein Mann der nicht in Deutschland geboren wurde hatte in seiner Küche was ehrlich Gefährliches gebraut, gebaut.
  2. Was tat man? Laut Pressemitteilungen haben die super-duper-Spezial-Kräfte davon nichts mitbekommen und wurden von fremdländischen Diensten informiert: „Hey, da braut jemand was..“
  3. Was passiert zwischenzeitlich? Diese, ich erspare mir das jetzt, man beobachtet und lässt den Mann machen. Über Wochen hinweg!
  4. Der Zeitpunkt des Zugriffs: Tage vorher informieren die super-duper-SEK und was weiß ich die Anwohner das was passieren wird. Der Typ merkt das logischerweise.(Anwohner berichten im Nachhinein dass dort unten  Leute, Wagen stehen die beobachten)
  5. Akuter Zugriff: Die Truppen rücken an, jemand läuft weg. Warnschüsse lassen Tauben aufschrecken, Federn fliegen.
  6. Danach: konnten sicher sagen aber nicht stellen; Er ist flüchtig – wir wissen nicht wie das passieren konnte – trotz der Spezial-Super-Sonder-Einsatzkräfte – hattenallesgetanwasmenschlichmöglichwar
  7. Dann in der Presse (Polizei war noch nicht soweit): Leute haben den Kerl zum Kaffee eingeladen und erstmal festgesetzt.
  8. Polizei/Staat: Puuhhhhh, wir sind so was von fertig und konnten aber dann doch „Gott sei Dank!“ den Bombenleger dingfest machen..

Leute ich frage euch, ist das wieder so ein Fake von den Bekloppten? Sauerland-Bande? Bombenalarm am Bonner Bahnhof etc? Und wollte ich von Staatsdienern sprechen? Ja? Nö!

P.S.: Ich bin grade sowas von benebelt dass ich keine Links liefern kann. Scheiß backen. Scheiß Backpulver. Und die armen Pflanzen. Scheiß Dünger.

Sie: Mein Internet ist kaputt!
Ich: Geht Google?

Sie: Nee, das ist es ja!
Ich: Geht xhamsters?

Sie:  Auch nicht!
Ich: Youporn?

Sie: Neeeeeeee, Mannn!
Ich: Dein Internet ist kaputt..

Wir: DAS INTERNET IST KAPUTT!!!

Der kostenlose Profitipp zu Haarbürsten

Ich war am Samstag beim Frisör! Warum das Ausrufezeichen fragen Sie sich vielleicht. Nun, ganz einfach. Ich ließ einige Zeit meine Federn wachsen aufgrund der Festival-Zeit. Mit einer coolen Kutte muss man ja auch ordentlich Headbangen. So auch ich. Aber mir fällt mehr und mehr auf dass die Haare nerven. Die morgendliche Haarpflege ist einfach zu anstrengend und ehrlich gesagt auch zeitraubend. Als ich damals als Fotoreporter, das muss so 1907 gewesen sein, als Kind der Apachen in Nordamerika, einige meiner schönsten Landschafts- und Pony-Fotos anfertigte, war das kein Thema gewesen. Sie wuschen mir einfach manchmal die Haare und brachten Spangen an. Das geht heutzutage im Business ja gar nicht mehr. Und ich habe keine Apachen mehr zu Hand.

Zuerst, und ich habe glücklicherweise zu 40 Prozent meiner Arbeitszeit mit USA-Leuten zu tun, waren diese Haarspangen in den Augenbrauen, am Arsch und in der Nase und rund um den Bauchnabel kein Thema. Nur irgendwie finde ich es als halbwegs gebildeter Mitteleuropäer ein wenig lästig wenn nicht ein wenig obszön.

Dennoch meine Haarbürste ist versifft. Sie muss gereinigt werden. Ich googelte wohlweißlich dass ich so ein Ding schon mal sauber gemacht hatte – die Bürste ist mittlerweile antik – und fand nicht die Anleitung die ich damals anwandte.

comp_img_9162Also rief ich ein Mädel an. Sie riet mir zum Kauf eines recht billigen Shampoos. Dieses über Nacht im Waschbecken zum heißen Wasser getan, die Bürste hinzu und über Nacht einweichen lassen. Der Rest ergebe sich schon. So tat ich grade.

Nun frage ich Sie aber, wie soll ich mir jetzt die Hände waschen? Hier im Westerwald gibt es nur ein Waschbecken. Beispielsweise jetzt. Ich muss urinieren. Soll ich mir hinterher im Waschbecken, ohne die Bürstenreinigungssubstanz ablaufen zu lassen, die Hände waschen? Das würde die Temperatur verändern und hätte auch irgendwann einen Überlauf zur Folge. Nicht? Vielleicht muss ich ja auch noch mal kacken bevor die Haarbürste, wie sagt man, mit Shampoo weich gekocht ist? Auf das abwischen des knackigen Po’s verzichten nur damit das Entspannungsbad der Bürste nicht gestört wird? In Kauf nehmen das Darmbakterien im nächtlichen Gekratze in die Haut eingearbeitet werden?

Nun liegt sie da im Waschbecken. Und ich hoffe – wohl. Denn das Shampoo-Zeug war nicht billig. Naja, mal sehen. Morgenfrüh nehme ich sie aus dem Waschbecken und bürste meine luftigen, blonden Locken und bin gespannt ob die Tolle noch toller und schöner wird. Ahhhhhh, verdammt. Ich habe meine Jeans frisch gewaschen. Die ist dann immer so trocken und bretthart (und für die Bravo-Leserinnen: eng..), damit vernichte ich doch meine seidenen A…haare wenn ich sie nicht schon weggebürstet habe 🙂

Elvis lässt grüßen und keiner hat’s gesehen!

Der Mittwoch der keiner war

Irgendwie ist es kalt heute. Fühle mich so na ja. Trug heute meine alte Fleecejägerjacke mit unechtem Lederbesatz, das Teufelsmobil hat Winterschuhe und die Heckscheibenheizung ging automatisch an. Dazu stiere ich auf die kalten hässlichen Heizungskörper und grübele über etwas nach. Hmh, es fällt mir nicht ein. Nicht mehr. Er war noch da schon war er wieder weg, der Grund meines Grübelns. Ich schüttele die zu keinem Ende führenden Gedanken weg und stolziere nackig, habe mich grade rückgefettet, durch die furchtbar kalte Bude auf der Suche nach warmen Socken. Irgendwann komme ich noch drauf.

Jedenfalls (cooles Wort, gelle?) verschleuderte ich ein Gedanken an Essen während ich mir die noch gestern Nacht vorprogrammierte Sendung Küchenschlacht oder wie das heißt ansehe. Der Titel sagte mir sehr zu und hoffte auf einen edlen, kurzweiligen, blutigen Splatter-Film. Kurz wunderte ich mich dass es im Mittagsprogramm des ZDF ausgestrahlt wird. Aber ist mir doch egal wenn die kleinen Blagen so einen Film zwischen Pokemon und Sesamstraße sehen während sie daheim alleine vor der Glotze sitzen. Sollen sie doch in die eine der zahlreichen Kitas gehen! Und was noch dazu kommt: Die Viecher gucken und haben sicher keine GEZ-Gebühren bezahlt. Sollen sie doch kotzen und Albträume kriegen. Mir doch egal. Aber ich war verwundert und mir kam das Kotzen. Schön vorbereitet, die Erdnüsse und Cola mit was drin parat, mein Seidenhausanzug lag neben mir auf der Couch (Sie wissen schon – Rückfettung) und was muss ich erblicken? Eine Koch Show! Fuck!

Aber das ist nicht das Thema. Ich wollte etwas über essen schreiben. Am Wochenende fraß ich alles weg. Sogar die Haare der Mitbewohnerin. Und das volle Marmeladenglas mit Löffel genossen und das restliche Brot schön dick mit Butter und Pfälzer Leberwurst und den scharfen Curry-Ketchup druff. Boah, ging es mir heute Morgen komisch. Prrr.. dachte ich mir, irgendwas muss ich ja zum Überleben in die Knochenmühle mitnehmen. So schluckte ich ein paar Aufputschpillen und schaute in einen meiner alten Wanderrucksäcke nach und wer sagt es denn? Ich fand in dem 45er Liter Sack noch ein paar Bifis und diese kleinen rot eingepackten, runden Käsestücke. Werden ja nicht schlecht. Sind ja gut eingepackt. Nostalgisch werdend packte ich den Rucksack wieder weg. Immerhin war ich mit dem 2006 in der Eifel unterwegs.

Erfreut war ich über eine E-Mail die heute reinrauschte (Name unkenntlich gemacht):

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Mittagessen gerettet – dachte ich. Mit zusammengelaufenem Wasser im Mund ging ich mittags in die Knochenmühlenküche um zu sehen was der Neue hat anrichten lassen. Ich habe gerochen, gefühlt, überlegt und stand da erstmal für einige Zeit wie angestochen und ich wusste nicht wie mir war. Die Spucke blieb mir weg. Hat der Kerl doch einfach nur zwei Brocken Fleischkäse (roh) und eine große Tube Senf und die gleiche Tube Curry-Ketchup (wie ich am Wochenende genoss), da hingestellt. Das war’s! Nicht gekocht oder gebraten. Nur hingestellt! Ohne Brötchen mit ohne alles! Nur Teller aufgehäuft. Aber dafür ohne Besteck. Ich erspare Ihnen ein Foto. Ich ging wieder zurück in mein kleines Büro, drehte Slayer – der Rote hat Urlaub – auf und verspeiste meine antiken Bifis mit diesen runden Käsestücken. Da war für mich die Woche schon wieder gelaufen!

Puh, noch Meetings mit Scheff, später dann noch mit Scheff und Scheffscheff zusammen in einem Büro gehabt und dann können Sie sich vorstellen dass ich noch nicht mal Bock hatte auf der Heimfahrt einzukaufen sowie das wochenendliche Leergut zu entsorgen. Die unverhoffte Koch Show inspirierte mich dahingehend dass ich auch die anderen alten Rucksäcke nach Essbarem durchforstete. Hmh, lecka! Alte sehr, sehr knusprige Müsliriegel. Ah da, hmh, leckere steinharte Salbaibonbons ohne Zucker. Nee zu wenig für mich. Ich ging in das Speisekämmerchen und fand noch Nudeln und ein Glas Würstchen. Und fing an zu kochen. Zuerst die Nudeln.

Nach diesem vermeintlichen Horrorfilm kam noch Bares für Rares. Nett, muss ich sagen. Da werden Dinge verkloppt das glaubste nicht. Aber angenehm und unaufgeregt. Immer besser als, ich habe Bereitschaft, immer mal wieder die Knochenmühlenmailbox zu checken wo wieder irgendwelche „Katastrophen“ passierten. Die haben da sogar altes, verstaubtes nichtfunktionierendes Drecksspielzeug verkauft. Dazu angeblich alte Ölgemälde die sogar ich besser mit meinem Lungenblut gespuckt hätte, mindestens aber mit Hilfe meines dicken Onkels der Zweiundzwanzig Pinsel gleichzeitig halten und ölig auf der Leinwand hantieren kann.

Wissense? Mein Backofen ist geplatzt. Hefe ist doch was Verwunderliches. Mit Wareneinsatz von unter einem Euro können Sie einen 1.800,- EUR teuren Backofen kaputt machen. Auseinanderbrechen lassen. Fast. Aber sehen Sie selbst was die Mitbewohnerin tat und während er immer größer und immer noch größer wurde:

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Mannomann, war das lecker. Schön dick geschnittene Butter drauf und Marmelade dass es eine Freude war. Für unter einem EURO – das M-U-S-S M-A-N S-I-C-H M-A-L V-O-R-S-T-E-L-L-E-N! Wäre ein Rezept für die immer größer werdende, prekäre Bevölkerung. Es geht auch mit wenig Geld. Ja. Jaja. Haha!

Ui, jetzt habe ich mich verlabert. Jetzt gibt es nur noch Nudeltorte. Aber ich habe noch Reste von Birnenlikör und Harzer Feuerbrand um das Ding da genießbar zu machen:

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Während ich das da oben grade garniere schaue ich auf den Kalender. Mir kommt es vor als wäre es Mittwoch. Ist das nicht schlimm? Grausam? Ich finde, sowas sollte verboten werden!

Guten Appe!

Eine neue Charmeoffensive in der Knochenmühle

Werden Sie gerne angebrüllt: „Sie Looser!“? Oder zur Fibu-Tippse: „Du vertrocknete Fotze!“ oder zum rothaarigen Kollegen (stellen Sie es sich singend vor): „Scheiße durch das Sieb geschossen gibt die schönsten Sommersprossen!“ Oder zu dem stark pigmentierten Aushilfsprogrammierer: „Du Neger! Das heißt Hello World und nicht planet of the apes!“.

Wenn Sie diese einleitenden Sätze noch nie gehört haben, brauchen Sie nicht weiterlesen. Für alle anderen, in der Knochenmühle gibt es eine neue, weltweite Aktion. Sie heißt „Verbesserung der Verhaltenskompetenz“. Die Ziele dieser Kampagne sollen wohl sein Mitmenschen und Kollegen zu achten unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, körperlicher Gebrechen und sonstige Ungenügsamkeiten. Wohl auch Menschen und Kollegen in einer höflichen, freundlichen und nicht herablassender Art und Weise zu begegnen. Wohl auch sich selbst als Individuum zu begreifen der nur in einem angenehmen sozialen gemeinschaftlichen Umfeld gut überleben kann. Sich selbst zu disziplinieren um nicht andere Menschen in ihrer Würde und Person anzugreifen.

Ich glaube ich habe es ohne diese Pappfiguren, an Bindfaden hängende Sprechblasen, globale Rund-Emails und einem zu erstarkenden „Wir-Gefühl“ korrekt zusammengefasst.

Nun gut. Alles prima soweit. Habe ja nichts dagegen. Aber können mir die bekloppten und behinderten Kollegen das nicht selber sagen? Können mir die Nigger und Visual-Basic programmierenden Inder nicht entgegentreten und mir offen und ehrlich ihre Meinung sagen? Gut, o.k. Ich bin körperlich groß und halbwegs mächtig. Manch bekloppte kleine asiatischen Kollegen würden mich furchterregend nennen vor allem wenn ich meine Zähne fletsche und sie ohne Schuhwerk an den Füßen aus dem dritten Stock baumeln lasse. Die sind ja so klein und mager, die Schlitzis.

Gut, ich sehe es ein und ich verschließe mich nicht vor bahnbrechend neuen Managementmethoden  die dann auch noch der Verbesserung der Unternehmenskultur dienen sollen. Doch ich wehre mich dagegen auf meine Naturgegebene Macht zu verzichten den weiblichen Praktikanten in den Schritt oder an die Titten zu fassen. Nee, da hört der Spaß bei mir auf! Auch als einziger Raucher werde ich sicher nicht damit aufhören in MEINEM Großraumbüro Kette zu rauchen.

Nein und das meine ich richtig ehrlich. Ich begrüße diese Aktion ausdrücklich. Denn wir Weiße wissen ja aus leidvoller Erfahrung was Minderheiten für Leid über die Welt gebracht hatten. Ja, es wurde mal Zeit für so was!

Was ich aber noch anmerken möchte. Unser neuer CEO ist von Geburt an von der Sonne gesegnet worden. Und das grade er im Rahmen dieser Kampagne an jeden Angestellten einen braunen Schoki-Lutscher spendiert.. Tja, ich weiß nicht was ich davon halten soll. Und dann noch „nur einen Lutscher pro Person!“ Nur Einer! Ich sage nur: Gang Bang! Schlimm! Nicht meine Welt.

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Liebe Grüße,
euer Weltverbesserer Schirrmi 🙂

Rezept der Woche: Kartoffelauflauf mit Gedöns

Wie ich schon in Stalingrad und, zugebenermaßen nur als Blick von oben aus der Eiger Nordwand nach unten, lernte, mache Dich unabhängig. Beim Fressen. Oder wenn Sie es prägnanter möchten: „Pflanze in guten Zeiten – so hast Du in der Not.“ So machte ich heute in geselliger Runde den Vorschlag einfach mal wieder zu kochen und hatte Lust auf „Kartoffelauflauf mit Gedöns“.

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Dieser ganze prekäre Supermarktlebensmittelscheißendreck geht mir manchmal auf den (rasierten) Sack. Nämlich wenn ich mir und meinen geselligen Freunden am Wochenende eine kulinarische Freude machen möchte. Dann benutze ich selbstverständlich nur selbst hergestellte Lebensmittel. Es ist zwar mit ein wenig Aufwand verbunden aber ich kann Ihnen sagen, das Resultat überzeugt!

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Es fängt an mit einem Studium über Biologie, Pflanzenaufzucht, Meteorologie – schlicht Agrarwirtschaft. Hier Vorteil Nummer Eins: Sie lernen automatisch auch Jungbäuerinnen comp_spinat-kartoffelauflauf_img_9145und –Bauern kennen. Auf einem wilden nicht mir gehörigen aber überaus fruchtbaren Feld säte ich im Schweiße meines Angesichts die Samen aus, hinterlegte Setzkartoffeln im schönen Westerwälder Erdreich und kümmerte mich monatelang. Bio-schisste und –pisste ich druff bis aus der zarten Saat pünktlich zum jetzigen Wochenende leckerer Spinat, erntefrische Kartoffeln und frisch wunderbar duftende rote Zwiebeln wurden. Sie fragen sich vielleicht ob ich das Gemüse für ein schnelleres und besseres Wachstum spritzte. Nein, denn damit würde ich ja meine innere, ökologische Einstellung konterkarieren. Allerdings, das wilde Feld ist so abgelegen und einsam und wenn ich Druck hatte spritzte ich doch ein wenig. Aber Bitteschön! Reine Natur!

 

comp_spinat-kartoffelauflauf_img_9135Wie bringt man dann die Frucht in die Schirrmi Muckelbude? Ganz einfach. Ich habe mir die Verpackungstechniken der einschlägigen Lebensmittelhersteller angesehen, kaufte mir entsprechende Produkte, entfernte den prekären Inhalt in den Müll und verpackte damit meine schön selbstgezogenen Feldfrüchte. Für das bisschen Hack und Speck machte ich der Nachbarsau den Garaus. Die ging mir schon lange auf die Nerven, die blöde Sau! Industriemechaniker! Das ich nicht lache!

Beim Schafskäse musste ich mir was einfallen lassen. Was lag da näher als mir die überaus penible und Müllsortierende Nachbarin vorzunehmen? Die mit ihrer blöden Fresse und mit nach unten gezogenen Mundwinkeln die immer Pampers (Original) kauft anstatt dem ebenso guten Zeug aus des Opas Feinrippunterhemden. Jedenfalls fährt sie immer dummdreist und blöde mit ihrem Zwillingskinderwagen durch die Gegend und schwabbelt frech und unangenehm mit ihren Eutern rum. Ich kam ja erst nicht drauf, aber als die mit ihren Titten wiederholt (!) den Gehweg voll tropfte, war sie reif. Ich entfernte rasch die nuckelnden Säuglinge, packte Sie an den Schultern und rüttelte und schüttelte sie einige Zeit lang. Dann melkte ich fest die prallen Euter und ließ die langsam nach Käse stinkende Brühe in eine mitgebrachte Tupperware fließen. Das da von hinten auf dem Fußgängerweg ein Fahrrad-Raudi kam und den noch sehr, sehr jungen Nachwuchs des blöden Schafs übersah, ist nur eine Randnotiz und soll für das hier vorgestellte Rezept keine Rolle spielen.

Man nehme also entsprechend und mache:

  • Die Schirrmi-Biokartoffeln schälen, säubern und kochen. Aber Achtung: die müssen später noch in Scheiben geschnitten werden. Sie garen im Ofen ja noch nach, also nicht zu weich kochen lassen.
  • Den Schirrmi-Biospinat säubern, zerkleinern und ebenfalls kochen.
  • Die dumme, immer noch schreiende dumme Industriemechaniker-Sau schlachten und die Filetstücke zerkleinern dass sie eine Konsistenz von „Gehacktem“ haben. Tipp: Ein wenig Speck auf Seite legen.
  • Die rote Schirrmi-Bio-Zwiebel so lange gegen die Küchenwand werfen bis sich die Schale löst. Dann wie gewohnt zerkleinern. Heulen Sie gewöhnlich bei dieser Tätigkeit? Dann hier der Profi-Tipp: Lassen Sie das jemanden anders machen. Es gibt immer Gäste die den Trottel spielen müssen.
  • Die Auflaufform wird mit Butter gefettet, die abgekühlten Kartoffeln in feine Scheibe geschnitten hinein gegeben.
  • In einer Pfanne erst den Speck anbraten, die Zwiebeln hinzugeben bis sie glasig werden. Danach das Gehackte rein bis es krümelig wird und nichts Rotes mehr sichtbar ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Der grüne Schirrmi-Bio-Spinat wird leise köchelnd auf Temperatur gebracht und es wird Schmelzkäse, süße und saure Sahne hinzugegeben. Auch hier bitte nach Gusto mit Salz abschmecken. Ich nutzte hier zusätzlich noch eigene, feingehackte Zuchtkräuter „Schirrmi’s Klabusterbeeren“.
  • Jetzt wird es spannend denn das elendige Kochen hat ein Ende. Zunächst das gehackte Sau-Zeug auf die feinen Kartoffelscheiben geben. Darüber schnipseln sie bitte den ranzigen Euterkäse des dummen Nachbarschafs darüber und am Ende wird alles mit der jetzt schon überaus leckeren Spinatsoße übergossen. Noch einen herzhaften, geraspelten Käse drauf und ab geht es..
  • Bei ca. 180 Grad (Umluft) wird der Auflauf für ca. 35 Minuten in den vorgeheizten Backofen gegeben.

Ein wohliger Duft wird alsbald ihre schöne, aufgeräumte, saubere und gemütliche Bude durchziehen. Ihre Gäste skandieren mit Ihrem Besteck auf dem edlen Tropenholztisch „Wiiir haaben Hunger, Hunger, Hunger..täterättetä!“

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Enjoy! 🙂

Kommt der Patient zum Doc..

Ich habe grade mal diesen Blog durchgelesen, hatte 8 Minuten Zeit bevor der Timer für meinen Pfefferminztee schelte und mir fiel auf dass ich noch nie einen Witz erzählte. Das möchte ich hiermit nachholen.

Kommt der Patient zum Doc:

Doc: „Ja, hmm, hmm, grummel, soweit so .. grummel..“

Patient: „Ja lieber Doc, sieht doch prima aus, oder? Nicht?“

Doc: „Die Therapie schlägt bei Ihnen sehr gut an und wir stellen fest: Sporadische Entfernungen aus dem Berufsleben tun Ihnen gut.“

Patient (innerlich) : „Yipieh! :-)“

Doc (alles ist soweit erledigt man müsste nur Tschüss sagen): „Und, mein liebe Herr Patient? Wollen Sie sonst noch was? Brauchen Sie sonst noch Medikamente oder so?“

Patient: „Ähm, wenn Sie mich so fragen, bin unvorbereitet. Was gibt es denn noch so, was wäre Ihre Empfehlung?“

Doc: „Ich frag ja nur..“

Patient: „..“

Fazit: Das nächste Mal werde ich vor diesem Doc ordentlich vorbereitet sitzen.

Nee im Ernst. Ich kann keine Witze erzählen. Aber so war es heute. Tja!

https://palpitationen.com/2016/10/02/vontraeumenundliedern/