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Rezept der Woche: Kartoffelauflauf mit Gedöns

Wie ich schon in Stalingrad und, zugebenermaßen nur als Blick von oben aus der Eiger Nordwand nach unten, lernte, mache Dich unabhängig. Beim Fressen. Oder wenn Sie es prägnanter möchten: „Pflanze in guten Zeiten – so hast Du in der Not.“ So machte ich heute in geselliger Runde den Vorschlag einfach mal wieder zu kochen und hatte Lust auf „Kartoffelauflauf mit Gedöns“.

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Dieser ganze prekäre Supermarktlebensmittelscheißendreck geht mir manchmal auf den (rasierten) Sack. Nämlich wenn ich mir und meinen geselligen Freunden am Wochenende eine kulinarische Freude machen möchte. Dann benutze ich selbstverständlich nur selbst hergestellte Lebensmittel. Es ist zwar mit ein wenig Aufwand verbunden aber ich kann Ihnen sagen, das Resultat überzeugt!

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Es fängt an mit einem Studium über Biologie, Pflanzenaufzucht, Meteorologie – schlicht Agrarwirtschaft. Hier Vorteil Nummer Eins: Sie lernen automatisch auch Jungbäuerinnen comp_spinat-kartoffelauflauf_img_9145und –Bauern kennen. Auf einem wilden nicht mir gehörigen aber überaus fruchtbaren Feld säte ich im Schweiße meines Angesichts die Samen aus, hinterlegte Setzkartoffeln im schönen Westerwälder Erdreich und kümmerte mich monatelang. Bio-schisste und –pisste ich druff bis aus der zarten Saat pünktlich zum jetzigen Wochenende leckerer Spinat, erntefrische Kartoffeln und frisch wunderbar duftende rote Zwiebeln wurden. Sie fragen sich vielleicht ob ich das Gemüse für ein schnelleres und besseres Wachstum spritzte. Nein, denn damit würde ich ja meine innere, ökologische Einstellung konterkarieren. Allerdings, das wilde Feld ist so abgelegen und einsam und wenn ich Druck hatte spritzte ich doch ein wenig. Aber Bitteschön! Reine Natur!

 

comp_spinat-kartoffelauflauf_img_9135Wie bringt man dann die Frucht in die Schirrmi Muckelbude? Ganz einfach. Ich habe mir die Verpackungstechniken der einschlägigen Lebensmittelhersteller angesehen, kaufte mir entsprechende Produkte, entfernte den prekären Inhalt in den Müll und verpackte damit meine schön selbstgezogenen Feldfrüchte. Für das bisschen Hack und Speck machte ich der Nachbarsau den Garaus. Die ging mir schon lange auf die Nerven, die blöde Sau! Industriemechaniker! Das ich nicht lache!

Beim Schafskäse musste ich mir was einfallen lassen. Was lag da näher als mir die überaus penible und Müllsortierende Nachbarin vorzunehmen? Die mit ihrer blöden Fresse und mit nach unten gezogenen Mundwinkeln die immer Pampers (Original) kauft anstatt dem ebenso guten Zeug aus des Opas Feinrippunterhemden. Jedenfalls fährt sie immer dummdreist und blöde mit ihrem Zwillingskinderwagen durch die Gegend und schwabbelt frech und unangenehm mit ihren Eutern rum. Ich kam ja erst nicht drauf, aber als die mit ihren Titten wiederholt (!) den Gehweg voll tropfte, war sie reif. Ich entfernte rasch die nuckelnden Säuglinge, packte Sie an den Schultern und rüttelte und schüttelte sie einige Zeit lang. Dann melkte ich fest die prallen Euter und ließ die langsam nach Käse stinkende Brühe in eine mitgebrachte Tupperware fließen. Das da von hinten auf dem Fußgängerweg ein Fahrrad-Raudi kam und den noch sehr, sehr jungen Nachwuchs des blöden Schafs übersah, ist nur eine Randnotiz und soll für das hier vorgestellte Rezept keine Rolle spielen.

Man nehme also entsprechend und mache:

  • Die Schirrmi-Biokartoffeln schälen, säubern und kochen. Aber Achtung: die müssen später noch in Scheiben geschnitten werden. Sie garen im Ofen ja noch nach, also nicht zu weich kochen lassen.
  • Den Schirrmi-Biospinat säubern, zerkleinern und ebenfalls kochen.
  • Die dumme, immer noch schreiende dumme Industriemechaniker-Sau schlachten und die Filetstücke zerkleinern dass sie eine Konsistenz von „Gehacktem“ haben. Tipp: Ein wenig Speck auf Seite legen.
  • Die rote Schirrmi-Bio-Zwiebel so lange gegen die Küchenwand werfen bis sich die Schale löst. Dann wie gewohnt zerkleinern. Heulen Sie gewöhnlich bei dieser Tätigkeit? Dann hier der Profi-Tipp: Lassen Sie das jemanden anders machen. Es gibt immer Gäste die den Trottel spielen müssen.
  • Die Auflaufform wird mit Butter gefettet, die abgekühlten Kartoffeln in feine Scheibe geschnitten hinein gegeben.
  • In einer Pfanne erst den Speck anbraten, die Zwiebeln hinzugeben bis sie glasig werden. Danach das Gehackte rein bis es krümelig wird und nichts Rotes mehr sichtbar ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Der grüne Schirrmi-Bio-Spinat wird leise köchelnd auf Temperatur gebracht und es wird Schmelzkäse, süße und saure Sahne hinzugegeben. Auch hier bitte nach Gusto mit Salz abschmecken. Ich nutzte hier zusätzlich noch eigene, feingehackte Zuchtkräuter „Schirrmi’s Klabusterbeeren“.
  • Jetzt wird es spannend denn das elendige Kochen hat ein Ende. Zunächst das gehackte Sau-Zeug auf die feinen Kartoffelscheiben geben. Darüber schnipseln sie bitte den ranzigen Euterkäse des dummen Nachbarschafs darüber und am Ende wird alles mit der jetzt schon überaus leckeren Spinatsoße übergossen. Noch einen herzhaften, geraspelten Käse drauf und ab geht es..
  • Bei ca. 180 Grad (Umluft) wird der Auflauf für ca. 35 Minuten in den vorgeheizten Backofen gegeben.

Ein wohliger Duft wird alsbald ihre schöne, aufgeräumte, saubere und gemütliche Bude durchziehen. Ihre Gäste skandieren mit Ihrem Besteck auf dem edlen Tropenholztisch „Wiiir haaben Hunger, Hunger, Hunger..täterättetä!“

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Enjoy! 🙂