Der kostenlose Profitipp zu Haarbürsten

Ich war am Samstag beim Frisör! Warum das Ausrufezeichen fragen Sie sich vielleicht. Nun, ganz einfach. Ich ließ einige Zeit meine Federn wachsen aufgrund der Festival-Zeit. Mit einer coolen Kutte muss man ja auch ordentlich Headbangen. So auch ich. Aber mir fällt mehr und mehr auf dass die Haare nerven. Die morgendliche Haarpflege ist einfach zu anstrengend und ehrlich gesagt auch zeitraubend. Als ich damals als Fotoreporter, das muss so 1907 gewesen sein, als Kind der Apachen in Nordamerika, einige meiner schönsten Landschafts- und Pony-Fotos anfertigte, war das kein Thema gewesen. Sie wuschen mir einfach manchmal die Haare und brachten Spangen an. Das geht heutzutage im Business ja gar nicht mehr. Und ich habe keine Apachen mehr zu Hand.

Zuerst, und ich habe glücklicherweise zu 40 Prozent meiner Arbeitszeit mit USA-Leuten zu tun, waren diese Haarspangen in den Augenbrauen, am Arsch und in der Nase und rund um den Bauchnabel kein Thema. Nur irgendwie finde ich es als halbwegs gebildeter Mitteleuropäer ein wenig lästig wenn nicht ein wenig obszön.

Dennoch meine Haarbürste ist versifft. Sie muss gereinigt werden. Ich googelte wohlweißlich dass ich so ein Ding schon mal sauber gemacht hatte – die Bürste ist mittlerweile antik – und fand nicht die Anleitung die ich damals anwandte.

comp_img_9162Also rief ich ein Mädel an. Sie riet mir zum Kauf eines recht billigen Shampoos. Dieses über Nacht im Waschbecken zum heißen Wasser getan, die Bürste hinzu und über Nacht einweichen lassen. Der Rest ergebe sich schon. So tat ich grade.

Nun frage ich Sie aber, wie soll ich mir jetzt die Hände waschen? Hier im Westerwald gibt es nur ein Waschbecken. Beispielsweise jetzt. Ich muss urinieren. Soll ich mir hinterher im Waschbecken, ohne die Bürstenreinigungssubstanz ablaufen zu lassen, die Hände waschen? Das würde die Temperatur verändern und hätte auch irgendwann einen Überlauf zur Folge. Nicht? Vielleicht muss ich ja auch noch mal kacken bevor die Haarbürste, wie sagt man, mit Shampoo weich gekocht ist? Auf das abwischen des knackigen Po’s verzichten nur damit das Entspannungsbad der Bürste nicht gestört wird? In Kauf nehmen das Darmbakterien im nächtlichen Gekratze in die Haut eingearbeitet werden?

Nun liegt sie da im Waschbecken. Und ich hoffe – wohl. Denn das Shampoo-Zeug war nicht billig. Naja, mal sehen. Morgenfrüh nehme ich sie aus dem Waschbecken und bürste meine luftigen, blonden Locken und bin gespannt ob die Tolle noch toller und schöner wird. Ahhhhhh, verdammt. Ich habe meine Jeans frisch gewaschen. Die ist dann immer so trocken und bretthart (und für die Bravo-Leserinnen: eng..), damit vernichte ich doch meine seidenen A…haare wenn ich sie nicht schon weggebürstet habe 🙂

Elvis lässt grüßen und keiner hat’s gesehen!