Keine Oma mehr da um mich zu beschützen

Es ist ein altes Lied was viele Menschen wahrscheinlich nicht mehr kennen. Der Barry geriet damals damit auch in die Mühlen des US-Goverments.  Ich denke grade an meine geliebte Oma und ich kann nicht sagen wie ich den Zusammenhang zwischen dem Lied und dem was mich bewegt ausdrücken kann.

Die Tastatur verschwimmt in einem Nebel durch den ich nicht mehr richtig sehen kann. Großartige Menschen leben immer noch in meinem Geiste. Gelebt in Würde und Mitmenschlichkeit, gestorben in einer Welt die sie überholt hatten. Doch immer graderaus und nie ein Sklave der Obrigkeit. So lernte ich es von ihr.

Ich hatte das (Un)Glück schlimm krank zu sein. Das ist nicht witzig und ich bin immer noch schwer krank. Und wenn ich mich so sehe, tue ich mir immer noch leid. Doch dadurch hatte ich die einzigartige Gelegenheit nicht daheim sondern bei Oma zu leben – zu überleben. Für viel zu kurze Zeit. Sie brachte mir Dinge bei. Sie lehrte. Sie formte mich nach alter Schule. Sagte „Kind, die Spielzeit ist rum, setzt Dich an den Sekretär und schreibe ein Dankesschreiben an den Günstiger.“ Heute bin ich immer noch Legastheniker oder wie das heißt. Doch Benehmen und grundsätzliche Formen des Zusammenseins auch wenn es heute überkandidelt wahrgenommen wird, sind felsenfest in mich eingebrannt. Die Tür aufhalten. Den Stuhl zurecht gerückt. Den Mantel gehalten. Dem frechen Kellner die Weinkarte zu erklären. Komische Situationen der lieben Gefährtin ersparen bevor sie es erfährt.

Im Wohnzimmer meiner Omi waren Minister anwesend. Staatssekretäre und sonstige. Damals standen sie sogar stramm und mussten Zubbeleien am Schlipps oder an der Krawatte über sich ergehen lassen. „Junger Mann, wie sehen Sie denn aus?“.  Ich auf dem Sessel, von derer Zwei die Mittags zusammengeschoben wurden damit ich den obligatorischen Mittagsschlaf machte im Hintergrund der Röhrenfernseher mit Bundestagsdebatten und auf dem andern Ohr die klickenden Stricknadeln für die nächsten Socken, den Pullunder.

Eine Markzwanzig erhielt ich für die Straßenbahn. Dann noch 50 Pfennig für die Kantine im Erich-Ollenhauer-Haus. Regelmäßig steckte ich mir das Geld ein und joggte anstatt das Geld für die Stadtwerke Bonn auszugeben. Hungerte wie gewohnt anstatt in die Kantine zu gehen. Nur um Geld zu haben. Ich war arm und lief und.. lieber vom gesparten Geld Schulhefte kaufen zu können.

Als ich mal halbwegs ordentliche Asthma-Medikamente erhielt, lief ich nur noch. Ich lief und rannte und wollte wie die anderen sein. Ging nicht, ich wollte aber. Ich sagte es nie jemanden, doch Oma sagte: „Jung, mach das nicht, Du hast andere Qualitäten.“. Sie beruhigte mich und machte Welten für mich klar von denen ich in meinem Sumpf nie zu denken wagte. „Großer!“ sagte sie zu mir Kleenen. „Du Hübscher!“ sagte sie zu mir Hässlichen. „Du Schlauberger!“ sagte sie zu mir, ich Dummerjan. Ich wusste es damals nicht. Aber Oma zog mich auf und versuchte mich zu einem Menschen zu machen.

Omi, ich liebe Dich und ich könnte noch so viel erzählen. Und, was Du komisch finden würdest, hier – braucht man keine Schönschrift. Aber auch dafür – vielen Dank! Kussi und Umarmung!

P.S.: Omi , Du hast was Schönes aus mir gemacht. Auch wenn Hornhaut wächst und ich nicht immer recht auf meine Fingernägel achte. Drücker und Kussi! Dein kleiner Johannes.

Hunger oder auf der Alm mit der dummen Gans

Es soll ja Leute geben die auf Papageien stehen. Dies, aber auch das Gegenteil erfuhr ich beispielsweise als ich das erste Mal in meinem Leben mit einem bunt gefärbten Iro unter die Augen meines beseligten Papas kam. Ich wollte nicht so recht und ernsthaft provozieren. Eher so nachmachen. So wie die Kea’s sind. Gutmütige Augen beim Papa damals, wutschnaubende Discotestosteronmänner damals in der Schikimiki-Disco in Siegburg als einer wie ich, sich neben sie setzte und das Volk, das Weibervolk abschleppte.

Gutes, exotisches Aussehen, ein angenehmer und wenn es darauf ankommt, ein witziger Charakter reicht zwar für einen schnellen Fick und, wenn man Bock hat für eine Übernachtung. Doch am nächsten Morgen stellst Du fest dass das Mädel nichts im Kühlschrank hat. Bohrender, böser, unersättlicher Hunger. Zuerst geht der Blick auf den Schwanz runter. Blut? Scheiße? Dann macht man die Kühlschranktür auf und es gähnt die Leere und man denkt sich insgeheim dass so ein dürres Modelleben doch voller Entbehrungen sein muss. Die mit Wucht und Knall und sanft, ruhig zugeschlossene Kühlschranktür weckte die Bekanntschaft auf. „Magst Du was essen, mein Stier?“ „Du musst doch Hunger haben.“ Ich grummelte nur.. Sie war nicht mehr so schön: „Wie wäre es mit einem Leberwurstbrot ohne Butter und ohne Leberwurst aber dafür mit Salz und Ketchup?“ Ich nahm.

Wenn man so ein wenig viel von gar nichts hat muss man Strategien entwickeln. So kam ich auf eine Alm, draußen auf dem Tablet standen die nicht leer getrunkenen Half-Pints und ich nahm mir eins davon. Damit ging ich in die Gaststube und tat als Gast und setzte mich mit dem Humpen neben eine Fressgruppe und verwickelte sie zwischen deren Dirndl- und Storchenbeinenpubsen in ein Gespräch. Ich hob das Glas, wir lachten ausgelassen und nahm zwinkernd eine Pommes vom nächstgelegen Teller. Hach, „die eine Pommes – wieder ein Fettpölsterchen weniger für Dich, meine Maid.“ – ich. Sie so, „Hihi, na, starker Jung, greif doch zu!“ Und ich tat.

Irgendeine die so tat als ob sie die Chefin wäre schaute sich das Schauspiel an und fuchtelte wie wild mit irgendwelchen Speisekarten vor mir rum und wollte wohl dass ich mir selbst etwas bestelle. Nun, ich mag ja Aufmerksamkeit. Aber diese mit heruntergezogenen Mundwinkeln daherkommende Spaßbremse mit ohne großen Titten in der Bluse – diese verknöcherte, Arschzukneifende Soziovegangrundschulpädagogin war uns nicht gewachsen. Ich schaute fragend nach nebenan an die lustige Gruppe wer uns denn da dauernd belästigen tut – und griff nach dem nächstgelegen Restschnitzel von irgendeinem Teller. Und weiter „da der Salatteller – isst den denn keiner? Zack, er war meiner. Und immer lief da diese Funz herum und schaute auf mein Haupthaar bis es mir zu blöd wurde und ich unter johlendem Gelächter zu ihr sagte dass wir sie schon rufen würden wenn wir was bräuchten. Die dumme Gans!

Zwischendurch, das kostenlose Mahl muss ja auch runtergespült werden, rief ich Trinkspiele aus. Solche die nur ich kenne und gewinnen kann. Sie machten alle mit. Dann griff ich der Gans noch in den Schritt und merkte was ich wusste. So trocken wie ein prekärer Silvaner. Nun gut. So satt und fast volltrunken ging ich heim – zur nächsten Alm.

Das Füllstandproblem oder 2³+8

Man könnte mich manchmal ein Balg nennen. Frech und ohne Einsicht. Eigentlich sollte ich aus dem Alter heraus sein, jedoch, manchmal kommt es anders als man denkt. Apropos – hat hier jemand was von Denken gesagt? Sechs! Setzen! Und den Arsch voll!

Denn hier wird seit Stunden nicht mehr gedacht. Wir sind schon in den Zustand des Grübelns gekommen. Also, kommen Sie mir bitte nicht mit denken! Und Tränen fließen bald schon. Und unausgesprochene Zurückweisung, unerledigte Gewalt und so. Also, kommen Sie mir bitte nicht damit – es ist Ernst!

Zwei Richtungen können sie haben. Und jedes dieser, sagen wir vier Dinger haben dann noch mal zwei mögliche Zustände. Wenn ich in der Schule aufgepasst habe dann sind das zwei hoch vier mögliche Zustände die ich gerne indiziert haben möchte. Es geht um AAA Batterien die ich in Plastikboxen aufbewahre und auf meine Touren mitnehme. Und Klein-Schirrmi packt ein und nimmt in seinem Rucksack mit: Taschenlampe, GPS-Gerät, Kopflampe, tragbare Mikrowelle (Wissenschon) und eine Akku-betriebene F16. Alle diese Geräte wählte ich aus dass ich sie mit AAA Energiespeicher betreiben kann. Somit erspar ich mir die Kacke verschiedener Speicher. Bspw. diese stinkenden, verschissenen AA – Batterien. Die sind schon so dünn und klein. So wie Analplugs oder so als ob man sie im Oral-B-Super-Duper-Klebe-Bluetooth-Spiegel-verschandelnden Gerät einführen müsste. Oder so als ob man diese kleinen, dünnen, Stäbchen in meinem neuen Nassrasierer tun muss.

Die können mich mal. Habe also immer nur AAA Ersatzbatterien mit. Schön eingepackt in Plastikboxen und voll aufgeladen. Wenn dann mal ein Gerät schwächelt zücke ich unangestrengt eine der besagten Boxen und wechsele die Batterien. Ich nehme beispielsweise zwei vollgeladene raus und tue zwei leere rein. Soweit der Idealzustand. Jetzt stellen Sie sich mal den nächsten Wechselvorgang vor und haben bitte Murphy’s Gesetz im Hinterkopf. Ich wechsele schlechte gegen schlechte, die guten bleiben im Kröpch.. ähm, Böxchen. Grade bei der F16 ärgert man sich schon enorm denn für einen Batteriewechsel muss man an die Eingeweide gehen und hat nicht die Möglichkeit den Ladezustand der Eneloops zu kontrollieren.

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Jedenfalls sinniere ich seit Stunden mit ein paar Flaschen Fruchtsecco über technische Zeichnungen, neue Erfindungen wie man die Batterien in diesen Scheißplastikboxen kennzeichnen kann damit man immer weiß welche leer und welche voll sind.

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Verdammte Scheiße! Oder die vier Fächer innerhalb der Box. Oder, oder, oder. Mist, verdreckter Kack!

Entwarf und verwarf Entwürfe die für sich alleine gesehen schon toll waren. Wie das hier. Oder das hier. Oder in Kombination. Dazu probierte ich verschiedene Medien aus. Normales Papier. Klebefolie. Selbstklebende Etiketten und noch weitere mehr. Bringt man die Markierungen außen an oder innen? Hat alles Vor- und Nachteile. Aber was erzähle ich Ihnen?

Nun kam es also fast schon zum Streit unter uns Dreien und ich verwarf kurzerhand das Projekt auf Sanktnimmerlein. Trotzdem, es geisterte in mir herum. Was wenn ich Licht brauche am Grumbacher Teich (Wanderstempel 113)? Ja schön, im hellen Tageslicht kein Problem. Aber ich war da letztens in der Nacht. Hätten mir da irgendwelche schönen Aufkleber in den Plastikboxen weiter geholfen wenn meiner taktischen Fenix-Stablampe der Saft ausgeht? Nö! Eben nicht! Dunkel die Nacht, die Nacht, dunkel, dunkel. Da hätten mir die schönsten, buntesten Aufkleber nichts gebracht für das Wechseln von Batterien. Man muss den Stand fühlen können so wie ich meinen. Einfach mal auf die kleine Blase gedrückt und ich kenne die Füllung. Wollen Sie auch mal drücken?

So halte ich es jetzt wie es mir grade kam. Einfach kommen lassen und nicht wandern sondern mit einem Geländegängigen Fahrzeug mitten in der Nacht über die Waldwege fetzen und sich nicht um Licht, GPS, Wildschweine oder Rauchschwalben kümmern. Ach da war ein Jagddackel? Pfff! Was war das für ein Geräusch? Knick-knack auf Zack! Der Herr Revierförster. Wieder einer weniger. Tralallala – keiner hat’s gesehen..

Bezugnehmend auf mein Füllstandproblem. Es ist noch genug da.

Denk ich an Deutschland in der Nacht

Der Jahrestag wird gefeiert mit Tschingderassabum
Einigkeit die Parole
Glückselig, warme Tränen
voller Dankbarkeit

Lustigkeit mit ohne Grenzen
Mahnen sie an Einigkeit
Fähnchenschwingend am Straßenrand
Luftballons, Popcorn, Tollerei

Die Grenzen dicht
und Jagd auf Menschen
der neue Sport
das Rahmenprogramm

Manch einer schaut ungläubig
was passiert denn jetzt
Einigkeit? Wo, wo bin ich hier?
Ein Spektakulum, der Zirkus lacht

Das Oktobertittenfest,
Der geschenkte freie Tag
Die Gewerkschaft jammert
Der Politiker lacht

Der klare Heinrich:
Denk ich an Deutschland in der Nacht
Erbrechen, Unverständnis
Dann bin ich um den Schlaf gebracht

Ich sehe und will nicht
Sie sehen und wollen
Das unbedachte Karussell
Dreht – und der letzte Krieg laut jauchzend wird..

..begrüßt.

Handwerksporno oder ficken im Westerwald

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen berichten dass man auch, ja – Sie lesen richtig, auch im Westerwald ficken kann. Dass Sie dann aus einer bier- und schnapsseligen Laune heraus ein neues Lebewesen erschaffen haben.. Aber ich möchte doch bitten. Es war eine Firmenfeier. Und das Resultat ist dann doch überaus wohl, wie ich aus ca. 20 jähriger Leidenszeit berichten kann 🙂

comp-wirges-steimel_cg6a4441Aber was mich immer wieder ein wenig verwundert ist, dass diese Keulenschwingenden Westerwälder ihr Handwerk zwar überaus gut verstehen aber am Ende doch verkacken. Ein Beispiel: Sie haben das obere Holzbrett der Länge nach korrekt gesägt aber die Höhe stimmt nicht. Denn es passten die beiden Pünktchen über dem „O“ von Vogel nicht mehr. Oki, kann man mit leben wenn man den Zusammenhang begreift. Aber die tollen Westerwälder Handwerker machten dann den nicht gutzumachenden Fehler in dem sie unten den Tatsachen verdrehenden Rechtschreibfehler malten. Sie wollten: „Vögelfreunde Wirges“ und taten „Vogelfreunde Wirges“.

Nun, machen Sie sich bitte selbst ein Bild über diesen Umstand. Für mich ist diese Narretei einfach nur: „Ohne Worte!“.

Bitteschön! (und Hose hängt auf Halbacht)

Der wunderliche Harz

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Mammutbäume kuscheln

Ein Tausendsassa war der Goethe. In der ganzen Weltgeschichte unterwegs, zu hohen Ehren gekommen und seines Zeichens Drückeberger. Er drückte sich vor der Arbeit und ging lieber spazieren – wie ich. Grade der Harz hatte es ihm angetan. So kommt man nicht umhin an allen möglichen und unmöglichen Stellen an ihn zu denken. Denken kann ich aus jahrelanger Praxis und Arbeitsverweigerung vermeiden, aber auf Schritt und Tritt sind irgendwelche Goethe-Tafeln angebracht. Hier hat G. geschissen. Hier ging G. mal entlang. Hier hat G. mal gegessen. Da hat er mal gepisst. Dort genoss G. mal eine Aussicht. Da hat er gepimpert oder auch nicht was ihn furchtbar traurig machte. Hier hat G. sich eine Backpfeife abgeholt. Dort seine Schuhe besohlen lassen und hier einen Furz gelassen. Nervend manchmal.

Wenn man so wandert braucht man nicht viel. Gut, ein Batteriebetriebener Reise-Fön für die wunderbare Tolle im Rucksack kann mitten im Wald ganz nützlich sein. Oder haben Sie schon mal Steckdosen im Wald gesehen? Hallo? Ansonsten brauche ich echt nicht viel beim Wandern. Ein kleiner Rucksack mit dem aller-aller-aller-Nötigsten auf dem Rücken sorgt für schnelle Anstiege. Dennoch, auf ein wenig Komfort möchte ich auch in der Wildnis nicht verzichten. Denn falls mal der kleine Hunger kommt, ist man froh ein paar Dr. Oetker Bistro Baguettes und/oder Flammkuchen dabei zu haben. Deswegen habe ich, soviel Komfort muss sein, einen solar betriebenen Minigrill dabei. Mit Umluft – wichtig! Jetzt kann man überlegen ob das nicht meiner Maxime, leicht ist schnell ist mühelos entgegensteht. Sie haben Recht. Deshalb entschied ich mich für den Minigrill ohne Umluft und greife in meiner jahrelangen Survival-Erfahrung für, zugegeben, menschliche Methoden zurück. Also, für ein gleichmäßiges Bräunungsergebnis springe ich während des Grillvorgangs um das Teil herum und pubse es von allen Seiten an. Umluft! Tja! Gewusst, wie!

Wandern ist billig, ist preiswert, kostet fast nichts. Einfach die Wanderschuhe an, ich bevorzuge hier von Kinderhand genähtes Jak-Leder aus dem hohen Himalaja, und los geht’s von drinne noch drusse. Mehr braucht es nicht. So einfach. Nun ist es, und ich könnte Ihnen da ein paar Stories vom Appalachian-Trail erzählen, sogar mein langjähriger Praktikant Rüdiger Neberg verzichtete wenn es ging, nicht auf gewissen Komfort.

So begab es sich also dass ich nicht online auf den Hauptwilderness-Portalen (HRS, Booking-dot-com) für einen Zwischenstopp mit Dusche buchte sondern ich nahm das Satellitentelefon und rief schlicht an. „Moin!“ „Bin da und da prekär unterwegs.., blabla..“ „Nur eine Dusche mal, blabla..“. „Muss nichts kosten, yeah ya…“. So in der Art konnte ich eine supercomp-harz_img_9106-Unterkunft mieten, die kostengünstig aber doch ein Hauch von Ursprünglichkeit besaß. Die prekären Hotelagenten wiesen noch mal darauf hin dass der Preis einen Haken hat. Es würden Holländer in der Nähe übernachten und das mitten auf dem Parkplatz. War aber nicht schlimm. Als ich nachts von der richtig anstrengenden „Liebesbanktour“ kam klopfte ich und rief laut an die Wohnwagen ob noch ein wenig Superskunk für einen müden Wanderer vorhanden sei. Wir neckten uns dann noch ein wenig, ein Wort gab das andere und die Holländer wollten mal sehen wie Fußball gespielt wird. Schön finde ich das. Völkerverständigung. Dass die Käsköppe nicht den Schädel wegnehmen können wenn ich einen Fallrückzieher mache – na ja, gut. Schwamm drüber. Irgendwer wird das Gemansche wohl wegputzen.

George Clooney. Er war da und noch viele andere aus den verschissenen USA. Hollywoodschauspieler waren da mitten auf dem Hügel und drehten. Sie drehten und ich drehe am Rad wenn ich die Werbung für eine zugebenermaßen schöne Hütte erblicken muss. George war also da im Harz, nahe Goslar und drehte und aas und schiss und pisste und drehte. Ich war jetzt auch da. Toll! Ich lasse mir die Haare grau wachsen, lege mir Kuhaugen zu und schlüpfe in Militärklamotten. Und was die Besitzer und Angestellten dieser „George Clooney-Alm“ so stolz waren umso mehr widerte es mich an. Zumal der Stempel HWN111 abgeschnitten wurde und ich den selbigen nicht in mein Wanderstempelheft stempeln konnte.

Die Alm! Die „Steinberg Alm“ (zum Rösner). Norddeucomp-harz_img_8959tschlands schönste Alm! Ich war da und hatte Kontakt mit den Sennerinnen und dem Fraß gutbürgerlichen Mahlzeiten. Nur was ich seltsam fand, Plakate hingen überall und warben für eine Ossi-Party am 3. Oktober. Vielleicht bin ich geometrisch ein wenig unbedarft, aber was hat Goslar mit Ossi zu tun? Und wenn es so wäre? Was hat das mit bayerischer Speisekarte zu schaffen? Und warum hängen tote Tiere über dem Abendmahl? Und warum muss man als „Event“ auf dem Klosett frühstücken?

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Machen Sie das Bild groß wenn Sie wissen wollen was ich meine..

Mächtig fand ich die Hinterlassenschaften der Eingeborenen. Denn, ich weiß zwar nicht warum, sie hängen die Hosen von Hinterbliebenen im Gastraum auf. Und was muss ich sagen? Die waren offensichtlich gut bestückt.

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comp-harz_img_8920Kennen Sie den Pinkel-Prinz Ernst-August? Ein rüder und unzivilisierter Geselle. Aber ich musste schon schmunzeln als ich die Prinzenlaube erwandern wollte (Stempelstelle 105). Denn die Wegmarkierung dieses versoffenen, blaublütigen Raubritters erschloss sich mir erst nicht, beim Nachdenken über ihn aber sehr wohl. Der Heimweg ist immer länger als der Hinweg, gelle?

Prost der Herr!

Nur so (5)

„Die Finsternis verbirgt den Schmutz nicht.“ (Surinam).

Das grade beim Kiezschreiber gefundene Zitat kommt mir grade zum Erbrechen pass. Denn was müssen meine faulen, blauen Augen lesen? Der Depp ist wieder da (Achtung FAZ).

Faule, blaue Augen? Ja, denn ich bin grade ein wenig gemütlich. Es ist Sonntag, die Sonne scheint und ich habe keine Verpflichtungen außer dass ich über ein Gericht sinne welches ich nächste Woche zubereiten möchte. Nämlich das Schwarzwälder Schäufele. Ansonsten geht es hier von „Bares für Rares“ zu „Temple of the Dog“ ins Büro. Vom verdunkelten Schlafzimmer mit dem neuesten Globetrotter-Magazin rüber in die Küche für ein karges Stückchen Brot, schön dick mit Butter, Wurst, Käse, Gürkchen, Ketchup und Majo belegt. Neben all diesen anstrengenden Aktivitäten finde ich immer wieder zur Ruhe.

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klotten_der-klottiUnd so soll es sein. Schön nicht geduscht und den Astralleib eingecremt, schleiche ich nackig von diesem zu jenem und verliere mich in Träumereien. Man muss schon ein wenig verrückt sein von Grizzly-Bären zu träumen die gelbgepunktete rote Windel tragen. Aber egal. Ich bin momentan krankgeschrieben was aber nicht heißt ich wäre so kopfkrank wie unser Generalbundesanwalt welche sich einreiht in die Beuger unserer Gesetze.

Boah, was habe ich letzte Woche in der Knochenmühle gelacht! Kennen Sie die Ostfriesische Nationalflagge? Weißer Adler auf weißem Grund? Jedenfalls antwortet ein Kollege auf eine Email mit Option „An alle antworten“. Stutzig machte mich in seiner Antwort eine Textpassage welche eine längere Lücke enthielt. Ich kopierte seinen Text in den Notepad und siehe da, er hat mit Farben gearbeitet. Wie folgt, und ich markiere das was er weiß auf weißem Hintergrund formatiert hatte, in fett. Er hatte die Hoffnung dass es niemand mitbekommt. Sinngemäß:

„.. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin vollumfänglich mit Ihrem dummen, verschissenen Vorschlag einverstanden. Grüße XYZ“

Der Praktikant! Er beließ Großkopferte und sogar die C-Ebene mit auf dem Verteiler. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen.

Was ich echt nicht mag ist das ewige Geklatsche, im Takt. Es deucht mir es ist eine scheißdeutsche Angewohnheit. Sie sind auf einem Rockkonzert und die Menschen, sie klatschen im Takt als ob man in einem Musikantenstadl wäre. Die Krönung, und das kommt als Nebenprodukt hirnparalysiertem Automatismus hinzu, ist das Schunkeln.

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Stellen Sie sich das vor, nein, sie kennen es. Heavy Metal, sagen wir mal Sie sind z.B. auf einem Live-Konzert von Slayer. Irgendwann fängt jemand an zu klatschen. Die anderen machen mit. Zwangsläufig. Nur in Deutschland. Dann fangen sie an zu winken. Rechts, links, rechts links, weitausholend theatralisch. Dann fängt das schunkeln an. E-K-E-L-H-A-F-T! Hier erklärt mal jemand, so dass es auch der letzte Depp versteht, warum es auch für die Musiker nicht toll ist. Eigentlich wollte ich auf blogrebellen.de verlinken, aber die gehen grade nicht.

Männer mit einem funktionierenden Pissorgan (nennt man das Prostata?) können recht leidensfähig sein. Viele Männer saufen dass es für sie persönlich eine Freude ist, für andere manchmal weniger. Sie können und müssen ganze Rockkonzerte saufen und brüllen und sich im Pit körperlich ertüchtigen. Sie müssen zwar, wollen aber nicht die vorderen Bühnenbereiche verlassen und ihren Platz abtreten nur um irgendein Kilometerweit entferntes, verschissenes Dixi-Klo in Anspruch zu nehmen.

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Nein, stundenlang können Männer sich die gelbe Brühe und den damit einhergehenden Druck aufsparen – anstauen. Nein, Man geht nicht während eines Gigs die Blase entleeren. Ganz anders aber zu Hause. Da ist das liebreizend duftende Klo grade um die Ecke und das nimmt man gerne und oft in Anspruch vor allem weil dort auch Magazine liegen die zu lesen man ansonsten keine Zeit und Lust hat (ADAC Clubzeitung, das Westerwälder Blättchen, Tits in Tops und More Tits in Tops..). So erhöht sich die Frequenz des Klogangs überproportional und Sie können es sich schon denken. Man wartet vor dem einzigen Klo im Hause bis die olle Pissnelke die den gleichen Gedanken hatte aber schneller war, den Lokus freimacht. Mit verschränkten Beinen, rot angelaufenen Gesicht und Freudentröpchen auf der frisch rasierten Eichel dazu wie ein wahnsinniger Irrwisch hin- und her hüpfend, grunzend und stöhnend im Flur hoffend das es keine versteckten Kameras gibt.

Schönen Sonntag noch!

Ene Besuch em Zoo

Der Kölner Zoo ist immer wieder einen Besuch wert. Bei herrlichstem Sonnenschein und anfangs guter Laune fuhren wir nach Kölle. Mit dem PKW nach Köln zu fahren mache ich seit ich denken kann nur ungerne. Lerne aber nicht dazu. Und so kam es dass unsere gute Laune auf der Parkplatzsuche rund um den Zoo so dermaßen in den Keller ging dass ich mir schon wie eine Drecksassel vorkam.

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comp_koelner-zoo_cg6a4386Köln hat einen Hauptzoo und viele, viele Nebenzoos. Besuchen Sie am Wochenende, nachts einfach mal die Aachener Straße. Sie werden Getier entdecken das Sie nicht entdecken wollen. Sie gehen mit nicht mehr erkennbar menschlichem Geschmeiß, ob Sie wollen oder nicht, auf Tuchfühlung. Von Jungmännern mit großen Klappen, von Damen die aussehen wie die abgewrackte Nutte die ich leider mal hinter dem Bahnhof kennenlernte, und grade mal ihren Kinderausweis dabei haben. Kölschflaschen die splitternd den Kampf gegen Dickschädel verlieren. Bullen und Muckibudenstiere liefern sich Straßenkämpfe als ob sie zu Hause wären – „Eyh Aaalder!“. Witzig, gelle? Türkenbullen gegen gleichrassige Kölner Einwohner, beide ohne Benimm machen die Straßen unsicher, ich glaube in Istanbul ist es angenehmer. Trotz Bombenwetter.

Aber zurück zum Thema. Der Kölner Zoo. Hat man hingefunden und glücklich einen Parkplatz erhascht, geht es direkt in den Kampf um Eintrittskarten. Ich will ja bezahlen aber sie lassen mich nicht. Jede Menge Kassen und jede Menge vegane, stinkende und vorlaute Kindergärtnerinnen die Zettelschwingend an den Kassen reklamieren dass ein Kind aus ihrer Gruppe eine Ermäßigungskarte hat und die Differenz von 0,45 EUR jetzt auszubezahlen ist. Brüllend schmiss ich einen Fünfeuroschein nach vorne „Nimm und friss und mach jetzt endlich die Kasse frei, Du Schnepfe!“ Aber wenn diese Kämpfe und ich möchte noch mal erwähnen, ich will bezahlen, ausgestanden sind, geht es in einen herrlichen Tierpark. In überaus angenehmer Gesellschaft und meinem neuen Objektiv ging es auf großartige Safari.

comp_koelner-zoo_cg6a4141Damals am Wallrafplatz lernte ich den Spatz kennen und durfte einige seiner Nachkommen hier im Zoo begrüßen. Es gab pubsende Trampeltiere und blöd dreinschauende Stelzenvögel. Es gab Geparden und Baumpandas (Baumpanden?)die man nicht erblicken konnte. So glaubten wir es einfach mal dass es sie dort gibt aber ich vergaß nicht meine innerliche Notiz: „Beim Rausgehen an der Kasse das anteilige Eintrittsgeld zurückgeben zu lassen wegen Unsichtbarkeit einiger Arten.“

Der Affenfelsen – nicht von schlechten Eltern. Eigentlich nicht jugendfrei wie ich meine. Vergewaltigungen, Gruppenficken, brutalste Schlägereien, Mobbing, öffentliche Zurschaustellung von Genitalien und aufgrund analen Verkehrs rotwunde, angeschwollene Ärsche. Insgesamt ein Potpourri des 95%igen menschlichen Zusammenseins – nur auf einem Felsen umgeben von einem Wassergraben.

Es gab Elefanten die sich mit ihren langen Nasen am „Glory Hole“ beglückten, der „lachende Hans“ aus Australien, nicht zu verwechseln mit dem Blauen von der Reeperbahn. Zu entdecken im wunderschönen Tropenhaus eine überaus fette Taube die sich prachtvoll ihr fernes Daheim mit anderen schillernden, trällernden, kecken und lustigem Getier teilt. Eine wunderbare Pracht in Farbe und Exotik! Und damit meine ich nicht das Ding in meiner Hose. Denn es war Sommer. Und es gab anwesende Damen die mit nicht mehr als einer Serviette bekleidet waren. Schwof ich ab?

comp_koelner-zoo_cg6a4408Lassen Sie sich bitte bei Ihrem Besuch im Kölner Zoo nicht die Vogelflugshow entgehen. Es traten auf: Ein Mann mit Bauch, der Vogeldirigent. Der „lachende Hans“. Der flinke und abenteuerlustige Schwarzmilan. Der lautstark brüllende Ara. Das Wappentier der Bösen und viele mehr. Und wenn Sie größer sind als 170cm, passen Sie bitte auf Ihren Kopf auf. Denn die Viecher kennen kein Pardon. Da heißt es den Kopp runter nehmen wenn Sie in einer der drei Einflugschneisen stehen. Ich meine das ernst. Denn ich versuchte die großartigen Flugkünstler fotografisch ins rechte Licht zu rücken, sie kamen auf mich zu, mein Zeigefinger auf Dauerfeuer und im Sucher kamen sie viel zu schnell immer näher und Zack –anstatt einem sorgfältigen Scheitel hatte ich zwei. Also, Service vom Schirrmi-Blog: Passen Sie bitte auf. Und auf Ihre Kinder. Denn da fliegen auch Geier rum. Die genehmigen sich ab und zu mal eins zum Nachtisch.

Ja, ich könnte mir die Finger blutig tippen in Erinnerung an einen schönen Tag. Mache ich aber nicht. Denn meine Finger sind so ziemlich das Einzige was noch nicht blutet. Und wie der Klavierspieler, will ich mir nicht unnötigerweise die Grundlage meines Einkommens versauen. Daher, wenn Sie möchten, schauen Sie ein paar Bildchen und freuen Sie sich ein wenig mit:

Der wunderliche Morgen auf weißem Haar

Brrr, meine Beine treten aus, die Bettdecken fliegen, ich rede in Zungen, der Wecker schnarrt. Wie entfernt und nicht mehr wahr, haucht jemand heiser „Gib den Kopf- das Kissen frei –Mann, das ist mein!“ Schlimm der Gedanke als wär ich blind stolpere ich im Dunkeln, taste mich in’s Bad. Die Tapeten da an der Wand so rau, im Spiegel schaut mich jemand grimmig an, ich eingeschüchtert lasse es ein – das Bad, auf das der Nebel sanft und sachte über mich auf etwa Fünfuhrzwanzig gemahnt.

Der Sekundant wo ist er nun? Der gegenüber mit dem weißen Bart hat ebenso niemand.. doch im Vorteil er ist (kennense?). Er schaut mich an, ich greife zum Messer, er grient und schaut mir zu – das Messer flitzt, der Minutenzeiger eilt, vom Wozi hört man blind und Propaganda allbekannt „.. im nahen Osten die Lage soweit, wie gehabt, der Russ und etcetera.., das Wetter und überhaupt.“

Vor Schrecken krank blicke ich in mein Zwillingsangesicht, so voller Ironie und ganz tief unten der Sarg, nein, sarkastisch flüstert – wissend ruft, brüllt zärtlich mir entgegen: „Bereit, wenn Du bereit bist!“. Stramm stehe ich da und hobel das weiße Gewächs, um wenigstens äußerlich zu sein. Der Schirrmi-Schein.