Schlagwort-Archive: Staatsgewalt

Dressmen

Irgendwie schwandte mir schon etwas. Seine Zornesfalte erkennbar, die Wutadern höchst ausgeprägt brüllte er uns an: „Rühren!“

Im Menschenmordgeschäft bin ich ja nicht so firm. Aber ich tat sogleich wie befohlen:

4cd964a27113cef010ccba2929c887a2

und dachte so leise in mich hinein: „Du bescheuerte Schießbudenfigur – mit dem Lametta.“

Ich fing an zu rühren und gab den Topf an meine Kameraden weiter. Ich dachte mir ja schon dass wir alle gemeint waren – das versammelte Team. Also rührten wir alle ein wenig rum in der Hoffnung dass es beim Herrn Oberfeld Wohlgefallen findet.

„Richt euch!“ brüllte die dumme Sau sodann. Na klar, auch das machten wir:

Comp_97ced4fdbbc3c31bb23665bc0ae5a849

Adrett, oder?

„HERR BEFREITER SCHIRRMI!!!!!“ spuckte er zärtlich in 3,5 cm Entfernung in mein Gesicht. „Ihnen fehlt ein Knopf“ und zwirbelte an meinem Feldhemd herum bis ein Knopf ab war.

„Wollen Sie einen Killer oder ein Germany next Topmodel?“ dachte ich so bei mir während ich meine Flinte entsicherte.

Zwei Mann nicht in den Betten! Ich trete ab!

Schirrmi

 

Deutsche Krimis oder nuschelnd krachen lassen

Deutsche Krimis, aus Gründen ein riesen Thema für mich. Einige ehemalige Anvertraute konnten auf ihre abendlichen, deutschen Krimis nicht verzichten. Prominent zu nennen ist hier der „Tatort“. Aber auch andere Sendungen wie „Polizeinotruf“ oder ach was weiß ich, wurden mit Vorliebe konsumiert. Ohne mich! Deutsche Krimis oder nuschelnd krachen lassen weiterlesen

80. Todestag von Kurt Tucholsky

Gestern war der 80. Todestag von Kurt Tucholsky. Ich habe nicht sonderlich viel von ihm gelesen. Aber wenn, dann war ich tief beeindruckt. Jetzt könnte ich mir was aus den Fingern saugen aber Herr Trueten kann es besser als ich. Er hat dem Anlass entsprechend einen Artikel über Kurt Tucholsky geschrieben.

Ich nehme mir aufgrund der Wichtigkeit heraus das Gedicht „Drei Minuten Gehör!“ das Kurt Tucholsky unter dem Pseudonym Theobald Tiger veröffentlichte, hier ebenfalls zu posten:

Drei Minuten Gehör!
Drei Minuten Gehör will ich
von euch, die ihr arbeitet –!
Von euch, die ihr den Hammer schwingt,
von euch, die ihr auf Krücken hinkt,
von euch, die ihr die Feder führt,
von euch, die ihr die Kessel schürt,
von euch, die mit den treuen Händen
dem Manne ihre Liebe spenden –
von euch, den Jungen und den Alten –:
Ihr sollt drei Minuten inne halten.
Wir sind ja nicht unter Kriegsgewinnern.
Wir wollen uns einmal erinnern.
Die erste Minute gehöre dem Mann.
Wer trat vor Jahren in Feldgrau an?
Zu Hause die Kinder – zu Hause weint Mutter …
Ihr: feldgraues Kanonenfutter –!
Ihr zogt in den lehmigen Ackergraben.
Da saht ihr keinen Fürstenknaben:
der soff sich einen in der Etappe
und ging mit den Damen in die Klappe.
Ihr wurdet geschliffen. Ihr wurdet gedrillt.
Wart ihr noch Gottes Ebenbild?
In der Kaserne – im Schilderhaus
wart ihr niedriger als die schmutzigste Laus.
Der Offizier war eine Perle,
aber ihr wart nur ›Kerle‹!
Ein elender Schieß- und Grüßautomat.
»Sie Schwein! Hände an die Hosennaht –!«
Verwundete mochten sich krümmen und biegen:
kam ein Prinz, dann hattet ihr stramm zu liegen.
Und noch im Massengrab wart ihr die Schweine:
Die Offiziere lagen alleine!
Ihr wart des Todes billige Ware …
So ging das vier lange blutige Jahre.
Erinnert ihr euch –?
Die zweite Minute gehöre der Frau.
Wem wurden zu Haus die Haare grau?
Wer schreckte, wenn der Tag vorbei,
in den Nächten auf mit einem Schrei?
Wer ist es vier Jahre hindurch gewesen,
der anstand in langen Polonaisen,
indessen Prinzessinnen und ihre Gatten
alles, alles, alles hatten – –?
Wem schrieben sie einen kurzen Brief,
dass wieder einer in Flandern schlief?
Dazu ein Formular mit zwei Zetteln …
wer mußte hier um die Renten betteln?
Tränen und Krämpfe und wildes Schrein.
Er hatte Ruhe. Ihr wart allein.
Oder sie schickten ihn, hinkend am Knüppel,
euch in die Arme zurück als Krüppel.
So sah sie aus, die wunderbare
große Zeit – vier lange Jahre …
Erinnert ihr euch –?
Die dritte Minute gehört den Jungen!
Euch haben sie nicht in die Jacken gezwungen!
Ihr wart noch frei! Ihr seid heute frei!
Sorgt dafür, dass es immer so sei!
An euch hängt die Hoffnung. An euch das Vertraun
von Millionen deutschen Männern und Fraun.
Ihr sollt nicht strammstehn. Ihr sollt nicht dienen!
Ihr sollt frei sein! Zeigt es ihnen!
Und wenn sie euch kommen und drohn mit Pistolen –:
Geht nicht! Sie sollen euch erst mal holen!
Keine Wehrpflicht! Keine Soldaten!
Keine Monokel-Potentaten!
Keine Orden! Keine Spaliere!
Keine Reserveoffiziere!
Ihr seid die Zukunft!
Euer das Land!
Schüttelt es ab, das Knechtschaftsband!
Wenn ihr nur wollt, seid ihr alle frei!
Euer Wille geschehe! Seid nicht mehr dabei!
Wenn ihr nur wollt: bei euch steht der Sieg!
– Nie wieder Krieg –!

Theobald Tiger, Republikanische Presse, 29.07.1922, Nr. 6,

Ein Fetzen Meinung hat mich heute nachdenklich gemacht. Nämlich dass wie bekannt, Frankreich im Ausnahmezustand ist und Birgit Vanderbeke hat einen Brief geschrieben. Der ist hier nachzulesen: Ein Brief aus Frankreich

Daraus möchte ich aus Gründen, nicht außerordentlich aber doch ein klein wenig auf folgendes Zitat lenken:

PS: Was die westlichen Werte betrifft, gibt es in den letzten Wochen eine interessante Entwicklung in Deutschland. Während nämlich jegliche Demonstrationen – auch z.B. anlässlich der Klimakonferenz in Paris – in Frankreich strikt untersagt sind, wird beim Nachbarn geradezu dazu aufgerufen. Allerorten werden die Bürger mit Nachdruck zu Mut und zur Bekundung ihrer Lebensfreude ermuntert, die sie möglichst durch den massenhaften Besuch von Weihnachtsmärkten und den Genuss von Glühwein auf denselben manifestieren sollen. So kann’s kommen. Noch bis vor kurzem galt Glühwein eigentlich eher als anrüchig, ein zusammengepanschtes Alkohol-Mischgetränk mit hohem Zuckeranteil und auch sonst bedenkliches Zeug zum Kopfschmerzenkriegen, aber inzwischen kann man keine politische Redesendung mehr einschalten, ohne dass einem mindestens einer der Teilnehmer eilig erklären, er jedenfalls würde sich den Genuss dieses Getränks keinesfalls versagen, weil die Weihnachtsmarkt- und Glühweinversagung genau das sei, was der islamistische Feind im Schilde führe: unsere christliche Kultur zerstören! Uns das Trinken von Glühwein auf Weihnachtsmärkten austreiben! So weit wollen wir es bei aller Furcht und Besorgnis nicht kommen lassen, da leisten wir Widerstand! Darauf noch einen Glühwein!

Kuchenalarmvöllerei

Guten Abend, versammelte Gemeinde!

Das Wetter wettert, das Leben lebt, die Sonne sonnt sich grade just in diesem Moment in Breitengraden auf der anderen Seite. Man kann sich die Seiten ja nicht aussuchen. Klaro wäre ich jetzt gerne da wo die Sonne scheint – schaut mal auf die Uhr! Schön in der Wüste. Leichtes Leben, leichte Klamotten am zivilisierten und gutgenährtem Leib. Hach, das Leben könnte nicht herrlicher sein. Wenn da nicht grad gebombt oder gedrohnt wird. Aber lassen wir das. Kuchenalarmvöllerei weiterlesen

Ein Prozent, man sieht sie nicht
Hoch oben, weit entfernt nur Ahnungen

Tiefe Furcht, nur nicht in den Blick geraten
in den Blick der Oberen, lieber kuschen, klein machen

99 Prozent schaut alternativlos auf das Leben
sterben müssen ohne private Tafelungen

Ein heller Sonnenstrahl am Horizont
die nächste Wahl steht an

Dann Erwachen
Haste mal wieder nichts zu lachen

Wer sind die denn da oben, arrogant, unmenschlich
lächelnd in die Kamera, verständnisvoll

Hunger, Durst, Verzweiflung und Knechtschaft
Die Sonne verhöhnt die letzte Hoffnung

Für die da oben – Reichtum, aufstoßend vor Gier
gibt es nur ein Ziel, mitleidig schauend – ansonsten alles toll!

Es geht bergab, wir sind das Tal, das Fundament
für die da oben – Diebe, Gauner und Verbrecher
an den Galgen ohne Rechtsbeistand!

So die Losung, kein Aufruf für den Tod, jedoch
Sehnsucht nach Gerechtigkeit, wann sind wir nicht mehr ahnunglos?

Schirrmi

Merkel bettet Nazis sanft – auf Steuerzahlerkosten

Dass das Merkel und der Kriegspräsident Gauck nach Mord und Todschlag auf der Welt schreien ist ja allgemein bekannt. Was aber anscheinend noch nicht in der Allgemeinheit angekommen ist, ist dass auf Kosten der deutschen Steuerzahler offizielle Kriegsverbrecher und Nazis eine wunderbare und für uns kostspielige Heilbehandlung  erhalten.

Merkel bettet Nazis sanft – auf Steuerzahlerkosten weiterlesen

Claus Kleber versucht’s und scheitert

Man kann sich ja nicht genug über die Kriegshetzer aufregen. Natürlich geht es um den Ukraine-Konflikt den viele so sehr zum Russland-Konflikt hochbauschen wollen. Die Säbel rasseln, die Helme sind aufgesetzt, die Truppen quasi schon marschbereit. Für das was hier grade in unserer hochzivilisierten, westlichen Gesellschaft abgeht empfinde ich nur noch Verachtung und grenzenlose Scham. Was da mit Geifer vor dem Mund gehetzt, sanktioniert, gelogen, verbogen, gemordet, betrogen und bestochen wird, das ist übelste Kriegstreiberei einhergehend mit einer Propaganda bei der sich Göbbels noch eine Scheibe hätte abschneiden können. Claus Kleber versucht’s und scheitert weiterlesen