Handwerksporno oder ficken im Westerwald

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen berichten dass man auch, ja – Sie lesen richtig, auch im Westerwald ficken kann. Dass Sie dann aus einer bier- und schnapsseligen Laune heraus ein neues Lebewesen erschaffen haben.. Aber ich möchte doch bitten. Es war eine Firmenfeier. Und das Resultat ist dann doch überaus wohl, wie ich aus ca. 20 jähriger Leidenszeit berichten kann 🙂

comp-wirges-steimel_cg6a4441Aber was mich immer wieder ein wenig verwundert ist, dass diese Keulenschwingenden Westerwälder ihr Handwerk zwar überaus gut verstehen aber am Ende doch verkacken. Ein Beispiel: Sie haben das obere Holzbrett der Länge nach korrekt gesägt aber die Höhe stimmt nicht. Denn es passten die beiden Pünktchen über dem „O“ von Vogel nicht mehr. Oki, kann man mit leben wenn man den Zusammenhang begreift. Aber die tollen Westerwälder Handwerker machten dann den nicht gutzumachenden Fehler in dem sie unten den Tatsachen verdrehenden Rechtschreibfehler malten. Sie wollten: „Vögelfreunde Wirges“ und taten „Vogelfreunde Wirges“.

Nun, machen Sie sich bitte selbst ein Bild über diesen Umstand. Für mich ist diese Narretei einfach nur: „Ohne Worte!“.

Bitteschön! (und Hose hängt auf Halbacht)

Der wunderliche Harz

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Mammutbäume kuscheln

Ein Tausendsassa war der Goethe. In der ganzen Weltgeschichte unterwegs, zu hohen Ehren gekommen und seines Zeichens Drückeberger. Er drückte sich vor der Arbeit und ging lieber spazieren – wie ich. Grade der Harz hatte es ihm angetan. So kommt man nicht umhin an allen möglichen und unmöglichen Stellen an ihn zu denken. Denken kann ich aus jahrelanger Praxis und Arbeitsverweigerung vermeiden, aber auf Schritt und Tritt sind irgendwelche Goethe-Tafeln angebracht. Hier hat G. geschissen. Hier ging G. mal entlang. Hier hat G. mal gegessen. Da hat er mal gepisst. Dort genoss G. mal eine Aussicht. Da hat er gepimpert oder auch nicht was ihn furchtbar traurig machte. Hier hat G. sich eine Backpfeife abgeholt. Dort seine Schuhe besohlen lassen und hier einen Furz gelassen. Nervend manchmal.

Wenn man so wandert braucht man nicht viel. Gut, ein Batteriebetriebener Reise-Fön für die wunderbare Tolle im Rucksack kann mitten im Wald ganz nützlich sein. Oder haben Sie schon mal Steckdosen im Wald gesehen? Hallo? Ansonsten brauche ich echt nicht viel beim Wandern. Ein kleiner Rucksack mit dem aller-aller-aller-Nötigsten auf dem Rücken sorgt für schnelle Anstiege. Dennoch, auf ein wenig Komfort möchte ich auch in der Wildnis nicht verzichten. Denn falls mal der kleine Hunger kommt, ist man froh ein paar Dr. Oetker Bistro Baguettes und/oder Flammkuchen dabei zu haben. Deswegen habe ich, soviel Komfort muss sein, einen solar betriebenen Minigrill dabei. Mit Umluft – wichtig! Jetzt kann man überlegen ob das nicht meiner Maxime, leicht ist schnell ist mühelos entgegensteht. Sie haben Recht. Deshalb entschied ich mich für den Minigrill ohne Umluft und greife in meiner jahrelangen Survival-Erfahrung für, zugegeben, menschliche Methoden zurück. Also, für ein gleichmäßiges Bräunungsergebnis springe ich während des Grillvorgangs um das Teil herum und pubse es von allen Seiten an. Umluft! Tja! Gewusst, wie!

Wandern ist billig, ist preiswert, kostet fast nichts. Einfach die Wanderschuhe an, ich bevorzuge hier von Kinderhand genähtes Jak-Leder aus dem hohen Himalaja, und los geht’s von drinne noch drusse. Mehr braucht es nicht. So einfach. Nun ist es, und ich könnte Ihnen da ein paar Stories vom Appalachian-Trail erzählen, sogar mein langjähriger Praktikant Rüdiger Neberg verzichtete wenn es ging, nicht auf gewissen Komfort.

So begab es sich also dass ich nicht online auf den Hauptwilderness-Portalen (HRS, Booking-dot-com) für einen Zwischenstopp mit Dusche buchte sondern ich nahm das Satellitentelefon und rief schlicht an. „Moin!“ „Bin da und da prekär unterwegs.., blabla..“ „Nur eine Dusche mal, blabla..“. „Muss nichts kosten, yeah ya…“. So in der Art konnte ich eine supercomp-harz_img_9106-Unterkunft mieten, die kostengünstig aber doch ein Hauch von Ursprünglichkeit besaß. Die prekären Hotelagenten wiesen noch mal darauf hin dass der Preis einen Haken hat. Es würden Holländer in der Nähe übernachten und das mitten auf dem Parkplatz. War aber nicht schlimm. Als ich nachts von der richtig anstrengenden „Liebesbanktour“ kam klopfte ich und rief laut an die Wohnwagen ob noch ein wenig Superskunk für einen müden Wanderer vorhanden sei. Wir neckten uns dann noch ein wenig, ein Wort gab das andere und die Holländer wollten mal sehen wie Fußball gespielt wird. Schön finde ich das. Völkerverständigung. Dass die Käsköppe nicht den Schädel wegnehmen können wenn ich einen Fallrückzieher mache – na ja, gut. Schwamm drüber. Irgendwer wird das Gemansche wohl wegputzen.

George Clooney. Er war da und noch viele andere aus den verschissenen USA. Hollywoodschauspieler waren da mitten auf dem Hügel und drehten. Sie drehten und ich drehe am Rad wenn ich die Werbung für eine zugebenermaßen schöne Hütte erblicken muss. George war also da im Harz, nahe Goslar und drehte und aas und schiss und pisste und drehte. Ich war jetzt auch da. Toll! Ich lasse mir die Haare grau wachsen, lege mir Kuhaugen zu und schlüpfe in Militärklamotten. Und was die Besitzer und Angestellten dieser „George Clooney-Alm“ so stolz waren umso mehr widerte es mich an. Zumal der Stempel HWN111 abgeschnitten wurde und ich den selbigen nicht in mein Wanderstempelheft stempeln konnte.

Die Alm! Die „Steinberg Alm“ (zum Rösner). Norddeucomp-harz_img_8959tschlands schönste Alm! Ich war da und hatte Kontakt mit den Sennerinnen und dem Fraß gutbürgerlichen Mahlzeiten. Nur was ich seltsam fand, Plakate hingen überall und warben für eine Ossi-Party am 3. Oktober. Vielleicht bin ich geometrisch ein wenig unbedarft, aber was hat Goslar mit Ossi zu tun? Und wenn es so wäre? Was hat das mit bayerischer Speisekarte zu schaffen? Und warum hängen tote Tiere über dem Abendmahl? Und warum muss man als „Event“ auf dem Klosett frühstücken?

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Machen Sie das Bild groß wenn Sie wissen wollen was ich meine..

Mächtig fand ich die Hinterlassenschaften der Eingeborenen. Denn, ich weiß zwar nicht warum, sie hängen die Hosen von Hinterbliebenen im Gastraum auf. Und was muss ich sagen? Die waren offensichtlich gut bestückt.

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comp-harz_img_8920Kennen Sie den Pinkel-Prinz Ernst-August? Ein rüder und unzivilisierter Geselle. Aber ich musste schon schmunzeln als ich die Prinzenlaube erwandern wollte (Stempelstelle 105). Denn die Wegmarkierung dieses versoffenen, blaublütigen Raubritters erschloss sich mir erst nicht, beim Nachdenken über ihn aber sehr wohl. Der Heimweg ist immer länger als der Hinweg, gelle?

Prost der Herr!

Nur so (5)

„Die Finsternis verbirgt den Schmutz nicht.“ (Surinam).

Das grade beim Kiezschreiber gefundene Zitat kommt mir grade zum Erbrechen pass. Denn was müssen meine faulen, blauen Augen lesen? Der Depp ist wieder da (Achtung FAZ).

Faule, blaue Augen? Ja, denn ich bin grade ein wenig gemütlich. Es ist Sonntag, die Sonne scheint und ich habe keine Verpflichtungen außer dass ich über ein Gericht sinne welches ich nächste Woche zubereiten möchte. Nämlich das Schwarzwälder Schäufele. Ansonsten geht es hier von „Bares für Rares“ zu „Temple of the Dog“ ins Büro. Vom verdunkelten Schlafzimmer mit dem neuesten Globetrotter-Magazin rüber in die Küche für ein karges Stückchen Brot, schön dick mit Butter, Wurst, Käse, Gürkchen, Ketchup und Majo belegt. Neben all diesen anstrengenden Aktivitäten finde ich immer wieder zur Ruhe.

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klotten_der-klottiUnd so soll es sein. Schön nicht geduscht und den Astralleib eingecremt, schleiche ich nackig von diesem zu jenem und verliere mich in Träumereien. Man muss schon ein wenig verrückt sein von Grizzly-Bären zu träumen die gelbgepunktete rote Windel tragen. Aber egal. Ich bin momentan krankgeschrieben was aber nicht heißt ich wäre so kopfkrank wie unser Generalbundesanwalt welche sich einreiht in die Beuger unserer Gesetze.

Boah, was habe ich letzte Woche in der Knochenmühle gelacht! Kennen Sie die Ostfriesische Nationalflagge? Weißer Adler auf weißem Grund? Jedenfalls antwortet ein Kollege auf eine Email mit Option „An alle antworten“. Stutzig machte mich in seiner Antwort eine Textpassage welche eine längere Lücke enthielt. Ich kopierte seinen Text in den Notepad und siehe da, er hat mit Farben gearbeitet. Wie folgt, und ich markiere das was er weiß auf weißem Hintergrund formatiert hatte, in fett. Er hatte die Hoffnung dass es niemand mitbekommt. Sinngemäß:

„.. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin vollumfänglich mit Ihrem dummen, verschissenen Vorschlag einverstanden. Grüße XYZ“

Der Praktikant! Er beließ Großkopferte und sogar die C-Ebene mit auf dem Verteiler. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen.

Was ich echt nicht mag ist das ewige Geklatsche, im Takt. Es deucht mir es ist eine scheißdeutsche Angewohnheit. Sie sind auf einem Rockkonzert und die Menschen, sie klatschen im Takt als ob man in einem Musikantenstadl wäre. Die Krönung, und das kommt als Nebenprodukt hirnparalysiertem Automatismus hinzu, ist das Schunkeln.

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Stellen Sie sich das vor, nein, sie kennen es. Heavy Metal, sagen wir mal Sie sind z.B. auf einem Live-Konzert von Slayer. Irgendwann fängt jemand an zu klatschen. Die anderen machen mit. Zwangsläufig. Nur in Deutschland. Dann fangen sie an zu winken. Rechts, links, rechts links, weitausholend theatralisch. Dann fängt das schunkeln an. E-K-E-L-H-A-F-T! Hier erklärt mal jemand, so dass es auch der letzte Depp versteht, warum es auch für die Musiker nicht toll ist. Eigentlich wollte ich auf blogrebellen.de verlinken, aber die gehen grade nicht.

Männer mit einem funktionierenden Pissorgan (nennt man das Prostata?) können recht leidensfähig sein. Viele Männer saufen dass es für sie persönlich eine Freude ist, für andere manchmal weniger. Sie können und müssen ganze Rockkonzerte saufen und brüllen und sich im Pit körperlich ertüchtigen. Sie müssen zwar, wollen aber nicht die vorderen Bühnenbereiche verlassen und ihren Platz abtreten nur um irgendein Kilometerweit entferntes, verschissenes Dixi-Klo in Anspruch zu nehmen.

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Nein, stundenlang können Männer sich die gelbe Brühe und den damit einhergehenden Druck aufsparen – anstauen. Nein, Man geht nicht während eines Gigs die Blase entleeren. Ganz anders aber zu Hause. Da ist das liebreizend duftende Klo grade um die Ecke und das nimmt man gerne und oft in Anspruch vor allem weil dort auch Magazine liegen die zu lesen man ansonsten keine Zeit und Lust hat (ADAC Clubzeitung, das Westerwälder Blättchen, Tits in Tops und More Tits in Tops..). So erhöht sich die Frequenz des Klogangs überproportional und Sie können es sich schon denken. Man wartet vor dem einzigen Klo im Hause bis die olle Pissnelke die den gleichen Gedanken hatte aber schneller war, den Lokus freimacht. Mit verschränkten Beinen, rot angelaufenen Gesicht und Freudentröpchen auf der frisch rasierten Eichel dazu wie ein wahnsinniger Irrwisch hin- und her hüpfend, grunzend und stöhnend im Flur hoffend das es keine versteckten Kameras gibt.

Schönen Sonntag noch!

Ene Besuch em Zoo

Der Kölner Zoo ist immer wieder einen Besuch wert. Bei herrlichstem Sonnenschein und anfangs guter Laune fuhren wir nach Kölle. Mit dem PKW nach Köln zu fahren mache ich seit ich denken kann nur ungerne. Lerne aber nicht dazu. Und so kam es dass unsere gute Laune auf der Parkplatzsuche rund um den Zoo so dermaßen in den Keller ging dass ich mir schon wie eine Drecksassel vorkam.

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comp_koelner-zoo_cg6a4386Köln hat einen Hauptzoo und viele, viele Nebenzoos. Besuchen Sie am Wochenende, nachts einfach mal die Aachener Straße. Sie werden Getier entdecken das Sie nicht entdecken wollen. Sie gehen mit nicht mehr erkennbar menschlichem Geschmeiß, ob Sie wollen oder nicht, auf Tuchfühlung. Von Jungmännern mit großen Klappen, von Damen die aussehen wie die abgewrackte Nutte die ich leider mal hinter dem Bahnhof kennenlernte, und grade mal ihren Kinderausweis dabei haben. Kölschflaschen die splitternd den Kampf gegen Dickschädel verlieren. Bullen und Muckibudenstiere liefern sich Straßenkämpfe als ob sie zu Hause wären – „Eyh Aaalder!“. Witzig, gelle? Türkenbullen gegen gleichrassige Kölner Einwohner, beide ohne Benimm machen die Straßen unsicher, ich glaube in Istanbul ist es angenehmer. Trotz Bombenwetter.

Aber zurück zum Thema. Der Kölner Zoo. Hat man hingefunden und glücklich einen Parkplatz erhascht, geht es direkt in den Kampf um Eintrittskarten. Ich will ja bezahlen aber sie lassen mich nicht. Jede Menge Kassen und jede Menge vegane, stinkende und vorlaute Kindergärtnerinnen die Zettelschwingend an den Kassen reklamieren dass ein Kind aus ihrer Gruppe eine Ermäßigungskarte hat und die Differenz von 0,45 EUR jetzt auszubezahlen ist. Brüllend schmiss ich einen Fünfeuroschein nach vorne „Nimm und friss und mach jetzt endlich die Kasse frei, Du Schnepfe!“ Aber wenn diese Kämpfe und ich möchte noch mal erwähnen, ich will bezahlen, ausgestanden sind, geht es in einen herrlichen Tierpark. In überaus angenehmer Gesellschaft und meinem neuen Objektiv ging es auf großartige Safari.

comp_koelner-zoo_cg6a4141Damals am Wallrafplatz lernte ich den Spatz kennen und durfte einige seiner Nachkommen hier im Zoo begrüßen. Es gab pubsende Trampeltiere und blöd dreinschauende Stelzenvögel. Es gab Geparden und Baumpandas (Baumpanden?)die man nicht erblicken konnte. So glaubten wir es einfach mal dass es sie dort gibt aber ich vergaß nicht meine innerliche Notiz: „Beim Rausgehen an der Kasse das anteilige Eintrittsgeld zurückgeben zu lassen wegen Unsichtbarkeit einiger Arten.“

Der Affenfelsen – nicht von schlechten Eltern. Eigentlich nicht jugendfrei wie ich meine. Vergewaltigungen, Gruppenficken, brutalste Schlägereien, Mobbing, öffentliche Zurschaustellung von Genitalien und aufgrund analen Verkehrs rotwunde, angeschwollene Ärsche. Insgesamt ein Potpourri des 95%igen menschlichen Zusammenseins – nur auf einem Felsen umgeben von einem Wassergraben.

Es gab Elefanten die sich mit ihren langen Nasen am „Glory Hole“ beglückten, der „lachende Hans“ aus Australien, nicht zu verwechseln mit dem Blauen von der Reeperbahn. Zu entdecken im wunderschönen Tropenhaus eine überaus fette Taube die sich prachtvoll ihr fernes Daheim mit anderen schillernden, trällernden, kecken und lustigem Getier teilt. Eine wunderbare Pracht in Farbe und Exotik! Und damit meine ich nicht das Ding in meiner Hose. Denn es war Sommer. Und es gab anwesende Damen die mit nicht mehr als einer Serviette bekleidet waren. Schwof ich ab?

comp_koelner-zoo_cg6a4408Lassen Sie sich bitte bei Ihrem Besuch im Kölner Zoo nicht die Vogelflugshow entgehen. Es traten auf: Ein Mann mit Bauch, der Vogeldirigent. Der „lachende Hans“. Der flinke und abenteuerlustige Schwarzmilan. Der lautstark brüllende Ara. Das Wappentier der Bösen und viele mehr. Und wenn Sie größer sind als 170cm, passen Sie bitte auf Ihren Kopf auf. Denn die Viecher kennen kein Pardon. Da heißt es den Kopp runter nehmen wenn Sie in einer der drei Einflugschneisen stehen. Ich meine das ernst. Denn ich versuchte die großartigen Flugkünstler fotografisch ins rechte Licht zu rücken, sie kamen auf mich zu, mein Zeigefinger auf Dauerfeuer und im Sucher kamen sie viel zu schnell immer näher und Zack –anstatt einem sorgfältigen Scheitel hatte ich zwei. Also, Service vom Schirrmi-Blog: Passen Sie bitte auf. Und auf Ihre Kinder. Denn da fliegen auch Geier rum. Die genehmigen sich ab und zu mal eins zum Nachtisch.

Ja, ich könnte mir die Finger blutig tippen in Erinnerung an einen schönen Tag. Mache ich aber nicht. Denn meine Finger sind so ziemlich das Einzige was noch nicht blutet. Und wie der Klavierspieler, will ich mir nicht unnötigerweise die Grundlage meines Einkommens versauen. Daher, wenn Sie möchten, schauen Sie ein paar Bildchen und freuen Sie sich ein wenig mit:

Der wunderliche Morgen auf weißem Haar

Brrr, meine Beine treten aus, die Bettdecken fliegen, ich rede in Zungen, der Wecker schnarrt. Wie entfernt und nicht mehr wahr, haucht jemand heiser „Gib den Kopf- das Kissen frei –Mann, das ist mein!“ Schlimm der Gedanke als wär ich blind stolpere ich im Dunkeln, taste mich in’s Bad. Die Tapeten da an der Wand so rau, im Spiegel schaut mich jemand grimmig an, ich eingeschüchtert lasse es ein – das Bad, auf das der Nebel sanft und sachte über mich auf etwa Fünfuhrzwanzig gemahnt.

Der Sekundant wo ist er nun? Der gegenüber mit dem weißen Bart hat ebenso niemand.. doch im Vorteil er ist (kennense?). Er schaut mich an, ich greife zum Messer, er grient und schaut mir zu – das Messer flitzt, der Minutenzeiger eilt, vom Wozi hört man blind und Propaganda allbekannt „.. im nahen Osten die Lage soweit, wie gehabt, der Russ und etcetera.., das Wetter und überhaupt.“

Vor Schrecken krank blicke ich in mein Zwillingsangesicht, so voller Ironie und ganz tief unten der Sarg, nein, sarkastisch flüstert – wissend ruft, brüllt zärtlich mir entgegen: „Bereit, wenn Du bereit bist!“. Stramm stehe ich da und hobel das weiße Gewächs, um wenigstens äußerlich zu sein. Der Schirrmi-Schein.

N50° 48.927′ E7° 14.835′

Ich machte eine Flasche Reissdorf Kölsch auf, griff wie gewohnt zum Telefon, wählte und er ging nicht ran. Oweh, erinnerte ich mich, er ist ja umgezogen.

Produktbewertung (4)

Beim starten des Teufelmobils ertönt Musik. Im Büro wird noch vor dem vermaledeiten Issue-Log das Webradio angeworfen und daheim wackeln sowieso die Wände. Ja, ich höre gerne Musik. Daher möchte ich Ihnen nicht eine meiner Rezensionen vorenthalten über eine Scheibe in die ich besser nie reingehört hätte.

Der Titel „Bei allem sowieso vielleicht“ sorgt vielleicht Anfangs für Belustigung aber nur bis Sie erkennen wer der Interpret ist. Nämlich: Achtung Amazon-Link: Beckmann & Band

Nicht lange auf die Folter gespannt können, wenn Sie wollen, lesen:

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Neulich beim Penny

Ich ging heute Penny. Hinter mir ein dunkelhäutiger, überaus stinkender Stinkstiefel. Wie die Pest hat der gestunken! Kotze? Eingeschissen? Eingepisst? Nee – alles zusammen und noch schlimmer. Sowas habe ich seit meinen jugendlichen Pennertouren als Punk in der Voreifel nicht erlebt. Diese Drecksau, ich brauchte eine Gasmaske. Er ging an mir vorbei – ich blieb längere Zeit am Pfandrückgabeautomat stehen, hielt mich fest und hielt solange die Luft an wie ich konnte. Und Wut machte sich in mir breit.

Weiter einkaufen. Ich war auf der Suche nach Sonderangeboten. Eines der Seitenregale mit den Angeboten war mit zwei Palettenwagen versperrt, der Gang wurde richtig schmal und wer drückte sich Körper an Körper an mir vorbei? Der üble Stinker. Ich kotzte, die Fäuste ballend, in das Regal. Hass! Der ganze Laden roch schon nach ihm. Ich kam aus meinem Palettenversteck hervor und ging vor zum Schnapsregal. Der Rotkapp sollte im Angebot sein – nee, nicht für mich – für sie. Ich stehe da und suche nach dem Halbtrockenen da kommt der Kerl zurück! Ich sah ihn schon an der Kasse abgefertigt und da kam er wieder zurück. Mir war alles egal. Ruhig wieder in den Knast gehen. Da hat man wenigstens einmal die Woche einen Duschgang. Und so weh wie es mir tat – ich berührte ihn, nicht zart. Ich flüsterte ihm einen, sehr hart. Ich brüllte und schlug ihn, ich hörte es fast schon brechen. Und ging zur Kasse.

Ruhig, besänftigte ich mich mit den anwesenden, dankbaren Blicken der anderen Kundschaft. Ding-Dong, ringelingeling macht es. „Die mittlere Kasse macht gleich auf“ rief eine Dame, ich rüber in die Mitte, als Erster und wer steht hinter mir? Der Stinker. Was soll man da machen? Wie weit kann man gehen? Soll man die Bullen rufen damit die mit sowas klar kommen? Aber, und da seien wir mal gnädig. Auch Bullen sind Menschen, mit Gefühlen und Riechorganen..

Er drängelte hinter mir und ich wollte gelernt haben, ich muss versuchen ihn zu ignorieren. So schnell wie möglich weg aus seinem Dunstkreis. Ging aber leider nicht. Ich wurde abkassiert, lief nach Luft lechzend raus, den Wagen in die Station eingeführt – wer ist da hinter mir? Der Stinker! Ich lief zu meinem Teufelsmobil – wer hinter mir her? Der Stinker, der parkte neben mir..

Diese Dreckssau! Jetzt, ja jetzt weiß ich warum die Securitas Handschuhe anziehen bevor sie Dinge klären. So war der Beginn meines Feierabends und Sie lesen es, es nimmt mich noch immer mit. Sie können sich diesen fürchterlichen Gestank, der sich sogar schon als Geschmack auf der Zunge manifestierte – bitte nicht schlucken, vorstellen. Oder auch nicht. Ich sah dass sich sogar das Frischgemüse schlagartig in sekundenbruchteilen und vorsichtshalber in sich zusammenzog und braun und runzelig wurde.

Ich Gedankenmörder. Ich fürchte mich vor mich, mir? Egal, bin Rheinländer – geborener.

P.S.: Bin grade mit einem Schlafi bekleidet. Und ich mache einmal die Woche Wäsche. Das war letzten Samstag. Und ich frage mich ob ich nicht manchmal unbedarft und ungewollt auch mal einen fahren lasse – in den Schlafi 🙂