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Des armen Sünders Bußwanderung

Ich bin bereit, oh Herr! Gestern beichtete ich Dir meine sündige Seele und ich erfuhr eine gewisse Erleichterung wenngleich auch Du Deine gnädige Hand noch nicht über mein armes Haupt ausgestreckt hast.

Oh großer Gott! Jehova! Karl-Otto, Winnetou, mein Schöpfer der Himmel und der Erden. Wie Du auch heißen magst. Rudi Völler, Klabautermann, Osterhasi, Pimmelfresse, Dummbatz – ja, egal wie Du auch heißt, ich flehe Dich an, erhöre mich, Dein kleines, süßes, bußfertiges Menschenkind.

Versprochen habe ich Dir zu Ehren eine Wanderung. Ja, ich werde in Deinem Namen wandern. Wandern, in Deinem Namen, wie Du auch heißen magst, durch den schwarzen Wald. Knechte mich dabei und blicke in meine blauen, ehrlichen Hühner Büßeraugen. Ich werde furchtbar Buße üben und Dich loben und preisen, oh Herr Wasweißichverdammtnochmal. Sende mir Zeichen und ich werde darnieder knien ob Deiner Allmächtigkeit und Güte.

Ich gelobe treu zu wandern nur mit Badehose und –kappe und Wanderschuhe bekleidet und dass ich bei jedem Zeichen das Du mir senden magst, zu tun einen 3,5 fachen Flick-Flack, einen 5 fachen Salto rückwärts, 4,5 tiefe Atemzüge an einer blühenden Birke, 18 mal die Schnürsenkel zu öffnen und wieder zu binden, zu schauen in den Himmel mit vielsagendem Augenaufschlag und dabei einen fahren zu lassen sowie zu trinken ein jedwedes Mal ein Fläschchen doppelten Rittberger.

Denn wie sagte so treffend der hl. Judas Thaddäus? „Auf gleiche Weise geben auch diese sich dem Taumel hin und beflecken das Fleisch, verwerfen die Hoheit des Herrn und lästern die Herrlichkeit.“ In diesem Sinne also wanderte ich frohgemut und empfang seine Zeichen und tat mannigfaltig Buße. Doch sehet selbst..

Oh, mein Gott! Waren meine Sünden so schwerwiegend? Waren es doch unverzeihliche Untaten? Warum hast Du mir auf einer Strecke von 16km hinter jeder Wegbiegung, auf jeder Lichtung, an jedem verdammten, kleinen Pfad ein Kreuz oder eine Kapelle als Zeichen gesandt? Und warum gelobte ich 3,5 fachen Flick-Flack? Denn jetzt habe ich einen blutigen Schädel und Kopfweh von dem ich nicht weiß ob er von den Flick-Flacks oder den doppelten Rittbergern herrührt.

Im Ernst, Leute. Auf der Hochebene oberhalb von Titisee-Neustadt wollte ich einfach nur ein wenig wandern. In Ruhe. Aber echt, am laufenden Band waren da Kreuze, Kapellen oder sonstige Götzenbauten. Hätte ich nie geglaubt wenn ich es nicht selbst erlebt hätte. Und man wurde weder im Wanderführer noch vor Ort in irgendeiner Art und Weise vorgewarnt. Jetzt weiß ich warum ich noch nie beichtete.

Des armen Sünders Beichte

Heute Morgen durchzuckte mich etwas beim Scheißen. Es war als ob mich der Blitz getroffen hätte. Den Schrecken noch in den Gliedern (in allen) stand ich auf und wurde mit einmal sehr, sehr nachdenklich. Was war das gewesen? Bin ich dem Gevatter so grade noch mal von der Schippe gesprungen? Will mir vielleicht jemand etwas mitteilen? Vielleicht sogar der Herr? Soll ich etwas überdenken? Etwas anders machen als wie bisher? An der nächsten Lebenskreuzung anstatt den bequemen Weg, den steinigen Pfad nehmen? Mich vielleicht bei jemand für etwas was ich ihm angetan habe, entschuldigen?

Oh, ich weiß es nicht. Was soll ich tun? Verzweiflung macht sich breit. Vielleicht ist es gut wenn ich meine Sünden beichte? Und wenn es nur die der letzten 2,5 Wochen sind. Oh ja! Das erscheint mir eine gute Idee! Das kann bestimmt nicht schaden. Mir geht es schon viel besser. Jetzt schon. Bevor es kommt. Vielleicht brauche ich jetzt doch nicht mehr beichten? Jetzt wo es mir besser geht? Ach, was soll’s?

a)     Ich hatte mich mit Vanillepudding bekleckert und behauptet es wäre mein letzter Samenerguss gewesen.

b)     Ich habe drei Tage hintereinander meine kleinen, weißen Sportsöckchen angezogen (die gleichen).

c)     Ich habe mit alten Frauen geschäkert.

d)     Ich habe zu einer Schmeißfliege, Schmeißfliege gesagt. Danach ging er an eine andere Kaffeestation.

e)     Abends legte ich zwei Rittersportschokolade und einen Riegel Mars auf meinen Schreibtisch. Am nächsten Tag lagen nur noch die Verpackungsreste da. Ich habe behauptet die Heinzelmännchen wären es gewesen.

f)       Ich habe in der Sauna gefurzt und ließ zu dass ein anderer die Schuld bekam.

g)     Beim Ergometer Training musste ich niesen. Danach habe ich einen dicken, gelben Onkel an die Griffe des Ergometers geschmiert.

h)     Am Essenstisch habe ich gewartet bis die Dame schräg gegenüber von mir den Mund voll hatte. Dann habe ich laut „KUCKUCK“ gerufen und sie spuckte vor Lachen ihren Mundinhalt in das Gesicht meines Tischnachbars.

i)       Ich wünschte ein paar Leuten aus Zehnhausen die Pest an den Leib und einen bestialischen Tod.

j)       Ich hatte unzüchtige Gedanken als mir die Schwesternhelferin Blut abgenommen hatte und es sehr feucht wurde.

k)     Ebenso hatte ich unzüchtige Gedanken als ich mich mit einer älteren Dame über korrekte Kleidung unterhalten hatte und sie ihre damalige Hotpants-Zeiten erwähnte.

l)       Bei der Asthmagymnastik hatte ich eingeatmet beim Hochziehen der Knie. Ich hätte aber ausatmen sollen.

m)    Beim Mittagessen ist mir ein Stück Truthahn aus dem Mund gefallen. Ich verbarg das Stück in meinem Bart und tat so als ob nichts geschehen wäre.

n)     In der Raucherentwöhnungspsychogruppe war ich unbeherrscht und schnauzte die Teilnehmer an dass ich mich mit Rauchern nicht unterhalten würde.

o)     Ich machte so lange Witze dass ein anderer Insasse sich vor Lachen Pipi in die Hose machte.

p)     Vor einer Tageswanderung fragte mich eine Frau wie das Wetter denn werden würde. Ich log dass es sehr sonnig und warm werden würde. Sie hatte am nächsten Tag eine Erkältung.

q)     Ich aß ein vegetarisches Gericht obwohl es alternativ auch Fleisch gab.

r)      Ich hatte einmal aus Versehen die Tagesschau eingeschaltet.

s)     Immer wenn ich im Wald ein Schild sehe „Kein Wanderweg!“, muss ich diesen Weg gehen.

t)       Wenn jemand sagt die Schwarzwälder Torte wäre beim Zimmermann sehr gut und bekömmlich, dann empfehle ich immer den Konditor Maier – der wäre besser. Und umgekehrt.

u)     Jemand sagte zu mir ich wäre nett und sympathisch. Ich habe ihn nicht berichtigt.

v)     Einmal war ich eine halbe Stunde zu früh bei einer „Anwendung“.

w)    Mir entfuhr ein Rülpser und ich schaute meinen Nachbar vorwurfsvoll an.

x)     Ich schlief beim Vortrag „Leben mit Schlafapnoe“ ein und schnarchte laut.

y)     Leuten die zu spät zu den Mahlzeiten kommen, empfehle ich immer das Gericht was am widerlichsten schmeckt.

z)      Hier in der Anstalt gibt es über 200 Insassen. Wenn es nach mir ginge würden schon mindestens 150 davon die Treppe runtergefallen sein.

Oh, was für ein Unglück! Das Alphabet ist zu Ende und ich bin noch nicht fertig! Was mache ich nur? Was soll ich tun? Ich glaube ich werde eine Büßerwanderung machen. Ja, genau! Das werde ich machen!

Die unerwünschte Schisskonsistenz

Vorgestern hatte ich nach ein paar Vollkornstullen Darmdrang. Als Heimscheißer muss ich mir soweit keine Gedanken darüber machen. Außer dass meine lieben Kollegen jedes Mal wenn Sie in der Knochenmühle das WC aufsuchen, vorher noch ihr kleines Köpfchen in mein Büro hängen lassen um zu erwähnen „jetzt spare ich mal wieder 1,5 Liter Wasser!“ und weiter „hihi – alles auf die Firma.“

Nach einigen Stunden Abstinenz von geistigen Getränken kam mir der eigene Schiss komisch vor. Es drückte mir im Enddarm. War so ungefähr 21 Uhr. CET sollte ich als international Globetrotter noch erwähnen. Kennen Sie das? Bis zum letzten Drücker warten, haben Sie Kinder?, um dann wenn es richtig schlimm drückt – fast das Duell mit dem Hosenstall – dem Reißverschluß zu verlieren. Knöpfe sind schlimmer aber da berichte ich gesondert.

Jedenfalls, musste ich so richtig schön kacken und war rechtzeitig auf dem Thron. Drücke unter unmenschlichem Gestöhne und so ziemlich nicht Schwiegermutterfreundlichen Geräuschen da unten die Muskeln zusammen und auseinander und spüre zwischendurch meine wohlausgeprägten Bauchmuskeln. Und weiter, ich drücke und erwarte eine Riesenwurst. Aber nee! Nee! Was kommt da? Zeitweilige, zähe Teerfladen die sich am Klorand festsetzen. Dann noch ein schöner Pups, und da kommt (leider) noch was Flüssiges welches rückspritzt an meinen Po. Ich überlege – war das jetzt Wasser von unten oder was Anderes? Egal soweit. Ich stehe auf und wie es jeder macht, schaue erstmal runter in Schüssel was da so passiert ist. Als alter Analytiker rekogniere ich Normalität unten im Wasser schwimmend ein paar U-Boote und Zeug. Dazu aber an den Schüsselränder festsitzende Teerkacke – fladen. Das bringt keine Spülung weg. Ich warte bis der Dings wieder voll ist und spüle noch mal. Und noch mal. Die Kacke geht nicht weg. Egal!

Und da schreit es schon von draußen:

„DAS SCHÖNE PORZELLAN!“ Iiiihhhhhhh – „Wie kannst Du nur?“

„Weiha, jooooohh – reg di nit uff!“ „Teerschiss, na und?“

Im weiteren Verlauf des Abends, ich hatte unsere Haarbürste in der Hand um meine 60er Tolle in Ordnung zu bringen, kam ich auf den Gedanken das Malheur in Ordnung zu bringen. So tat ich.

Das „teure“ Porzellan sauber- stellte ich mir den Wecker für morgen. Um mitzukriegen wie und mit welcher Bürste sie und die Schwiegermutter sich die Haare machen.

Hach!