Schlagwort-Archiv: Persönliches

Fragmente

Nirvana SmileyBeunruhigend ist aber das gänzliche Nichtvorhandensein einer erbitterten Auflehnung gegen den Zwang der Umstände. Zutiefst beunruhigend die Einsamkeit und die verlorene Kraft zu kämpfen. Wofür? Warum sollte der letzte Mensch auf dieser Welt eine Änderung herbeiführen? Geht das überhaupt? Es ist nichts da was sich ändern könnte, die abgrundtiefe Stille ist nicht zu durchbrechen, das ewige, lautlose Schreien verstummt einsam und ungehört in einem Ozean voll Tränen. Fragmente weiterlesen

Die gemeine, liebe Synapse – plötzliche Erinnerungen

Ihr braucht euch gar nicht so gemütlich zu rekeln, zu entspannen und zurückzulehnen in der Erwartung dass jetzt ein längerer Beitrag folgt. Es ist vielmehr eine kurze Durchsage. So kurz wie Synapsen brauchen um Signale zu übertragen. So kurz das ich mir noch nicht einmal die Mühe machen kann ein Blogbild aus einer meiner Kramschubladen auszukramen. Die gemeine, liebe Synapse – plötzliche Erinnerungen weiterlesen

Gedanken

Was Freiheit bedeutet, wurde er gefragt. Man versprach sich Antworten von jemandem dem man  zutraute Antworten zu erhalten – zu diesem  Thema, Freiheit. Antworten. Er, derjenige der Fesseln sah obwohl sie noch nicht spürbar  waren. Er, der Ungerechtigkeit fühlte wo sie noch nicht zu sehen war. Immer einen Schritt voraus. Mitleidig, bevor jemand leiden muss. Weinen, bevor jemand Veranlassung dazu hatte. Mitgefühl, wenn alle noch glücklich waren –  und Wesentliches übersahen.

 

 

Er war es gewohnt. Immer einen Schritt voraus. Einen Herzschlag. Ein Hauch an Gefühl. Eine Kleinigkeit – welche für Andere so klein und unbedeutend, so groß, brutal schmerzhaft für ihn selbst war. Mochte nicht mehr fühlen, nicht mehr wissen, der, der die noch so kleinen Schmetterlingsflügel hörte bevor sie zart anfingen zu schlagen um zu verlassen, die Welt. Keck und ohne weitere Gedanken an das Leben – entschweben. So frei. Er wusste.

Als Knabe antwortete er: „Lass doch die Anderen in Ruhe. Jeder so wie er mag!“. Denk an Jesus. Er selbst dachte, wenn jeder jeden lieben würde, wäre doch alles in Ordnung.

Da gibt es diese wunderschöne Geschichte, Der kleine Prinz. Verinnerlicht und romantisierend ging er durchs Leben. Er wusste, im Andenken an dieses Buch, das nichts ohne Wirkung bleibt, was man macht, was man sagt, wie man ist. Weggefährten fingen an ihn zu lieben. Bevor er realisierte, gab es nun Menschen die ihre Freiheit aufgaben, Zuneigung spendeten und ihm ihr Leben darboten, er,  der damit überfordert ist. Kein Heiliger.

Terror, Trauer, Tränen. Warum muss das alles geschehen? Er sah das alles voraus, aber er wollte doch auch nur ein Stück Leben – leben.

Die Güte wandelt sich in Unfrieden. Liebe zu Hass. Zuneigung in Gewalt. Sein Herz sieht den Mensch und kann nichts dagegen tun. Ach, wenn er doch alleine blieb. In Freiheit. Allein. Wären die Anderen dann frei? Und glücklich? Ohne ihn?

Ist man frei wenn man nicht alleine ist?

Nachruf auf „Nadine in Berlin“

Nadine in Berlin
Nadine in Berlin

Wenn jemand geht lässt er jemanden zurück. Meist sind die Zurückgelassenen ratlos oder traurig oder können es nicht richtig fassen. Die Vielschichtigkeit der Gefühle des Zurückgelassenen sind unbeschreiblich und individuell. Als jemand, der eine Person, ein Tier oder eine Sache verloren hat, fängt man  an zu grübeln ob der Gründe die zu dieser Endgültigkeit führten.

(Update: 04.03.2013 – Nadine lebt wieder!) Nachruf auf „Nadine in Berlin“ weiterlesen

Imagine

Comp_SommerEs war ein heißer Sommer. Bin alleine daheim. Oberste Etage. Die Hitze flimmert. Die anderen Hochhäuser kann man nicht ansehen, so grell wird die Sonne abgestrahlt. Auf den Gehwegen in der Siedlung sieht man niemanden mehr. Keine Menschen. Wer weiß wo die alle sind. Ein paar Amseln sitzen auf der Wiese und breiten zur Erleichterung ihre Flügel aus, hechelnd, aufreißend die Schnäbel. Keine Besserung in Sicht. Imagine weiterlesen