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Fotoshooting – Missverständnis

Wie Sie sicherlich wissen habe ich Hobbys. Unter der Vielzahl derer gehört die Fotografie. Eines meiner liebsten Steckenpferde. Wenn ich Lust habe könnte man meine Ergüsse als Semi-, Hobby-, Freizeit-, Larifari-, Recht-Nett-Fotografien bezeichnen. Aber wenn ich richtig Lust zum Fotografieren habe und den scheelen Blick mal Grade sein lasse, dann, ja dann – erstehen im Ergebnis Werke, ich möchte schon fast sagen, Meisterwerke. Unverkäuflich sozusagen, im besten Sinne.

Wenn ich also richtig, richtig Lust habe bereite ich mich vor. Dazu gehört neben der Cam das schlussendliche Bild im Kopf, die Location, das Model, die Kleidung, Komparsen, die Lichtsklaven, Visagisten und so weiter und so fort. Für ein Jahrhundertfoto, davon fabrizierte ich schon Acht, muss alles stimmen und durchgeplant sein. Durch jahrelange Erfahrung und internationaler Erfolge kann man ruhig auch vorab finanziell investieren denn, das fertige Foto ist schon im Kopf, Applaus, Trophäen und große Presse sind vorprogrammiert.

Ich erstand auf eigene Kosten ein paar Klamotten / Requisiten (man lässt sich ja nicht lumpen und ein Vielfaches wird der Lohn sein) und sprach zum engagierten Model – sie noch im Bademantel: „Schätzelein, schau. Das habe ich für das Shooting besorgt. Das geht doch in Ordnung, oder?“

Sie so: „Na, wenn Dir das nicht zu unbequem ist..“ und taxierte kritisch meinen Körper. „Kannst anziehen was Du willst. Hauptsache die Aufnahmen werden ansprechend.“

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Etwas verwirrt zog ich mich um, es spannte ein wenig und ich schoss 🙁

Adventiges Driving Home

Hören Sie gerne Musik? Falls ja und wenn es Sie interessiert: Ich auch. Hier ein Song welches ich heute im Auto hörte und mich entfernt an eine Zeitschleife erinnerte:

Arschkalt war es diese Woche. Nur heute Morgen nicht. Da war es 10 Grad wärmer als die vergangenen Tage. Die Karre war immer vereist und das seit Montag. Erst heute kam ich auf die glorreiche Idee mir vorher Handschuhe anzuziehen. Unnötigerweise. Denn heute waren es anstatt minus 8, plus 3 Grad. Fühlte mich wie in der Karibik und zog mich aus bevor ich ins Auto stieg. Nur mit Handschuhen bekleidet und auf dem Knochenmühlenparkplatz angekommen war mein Popo verbrannt. Scheißsitzheizung!

Ich schweife ab. Die Adventszeit hat angefangen. Sieht man ja bei den Nachbarn. Da blinkt und glitzert es schon. Die verkniffenen Gesichter der hartherzigen Menschen werden jetzt in der dunklen Jahreszeit angeleuchtet. Wenigstens etwas. Dann erkennt man den Feind schon besser als wenn man erst in die Fresse hauen muss und erst bei kostenlosem Blaulicht sieht welchen Zombie man erwischt hat.

Wie jedes Jahr habe ich keinen Adventskranz und schmücke meine Bruchbude auch nicht mit Zinnober und sonstigem Unrat. Aber als ich genannten Song im Radio hörte fingen meine Befürchtungen an. Was kommt jetzt die ganzen weiteren Tage und Wochen? Weihnachtsmusik. Driving Home for Christmas. Oder da das Ding von Wham oder wie die heißen. Jedes verschissene Jahr! Und wie immer werde ich fluchen und kotzen und bis nächstes Jahr kein Radio mehr hören. Und dann irgendwann fängt alles wieder von vorne an.

Während diesen Gedanken hebe ich ausdauernd mein Glas und betrauere mich. Bin ich eigentlich jetzt der erste Mensch der sich darüber aufregt? Wie jedes Jahr? Wie jeder ordentliche Mensch?

Fundstücke: Titanic über Klopp über Luther

Ganz Schland ist im Luther-Fieber. Nervig genug wenn man mal wieder den gemeinen Hartzer vom Wesentlichen ablenken möchte. Luther, hmh. Tja, also.. Kenne ich. Habe viel über ihn gelesen. Historische Orte besucht. Und ja, auch die Bibel studierte ich. Schaute Filme und machte mir so meine Gedanken, was man so machen sollte. Parlierte über Luther gegenüber meinen Söhnen und nahm sie sogar mit ohne Esel hoch auf die Wartburg.

Andere haben genug weise Worte, andere ihren Senf dazu gegeben. Somit gibt es von mir nur wenig und von der geliebten Titanic ein wenig mehr. Denn sie entgegnete heute so treffend auf den jüngsten Spruch eines ehemaligen Fußballspielers:

Und aber apropos, Jürgen Klopp!

»Ich mag Luther, weil er für die Unterprivilegierten und Ausgeschlossenen gekämpft hat«, vertrauten Sie als »Botschafter fürs Reformationsjubiläum« der Reformationsjubiläums-Spezialausgabe von Chrismon an. Und wie er für die da unten gekämpft hat! »Man darf dem Pöbel nicht zuviel pfeifen, er wird sonst gern toll. Es ist billiger, ihm zehn Ellen abzubrechen, als ihm in einem solchen Falle eine Handbreit, ja, die Breite eines Fingers einzuräumen. Und es ist besser, wenn ihm die Tyrannen hundertmal unrecht tun, als daß sie dem Tyrannen einmal unrecht tun. Denn weil ja das Unrecht gelitten werden muß, so ist vorzuziehen, durch die Obrigkeit zu leiden, als daß die Obrigkeit durch die Untertanen zu leiden hat.« Denn bei Unterprivilegiert- und Ausgeschlossenheit hat sich der Herrgott halt was gedacht: »Geld, Güter, Land und Leute haben ist an sich selbst nicht unrecht, sondern Gottes Gabe und Ordnung.« Und schließlich: »Armut ist in der Stadt groß, aber die Faulheit viel größer.«

Und also gar kein Wunder, daß die herzliche Hartz-Republik Deutschland ihren Luther mit einem Staatsakt feiert und einer, der den »extremen Leistungsdruck« (Chrismon spezial) mit Gott (und Geld) gut aushält, der Pöbelfeinde Botschafter sein kann, ja muß.

Finden Sie nicht auch? Titanic

Ja, finde ich auch. Herrlich! Ein schönes Luderjahr wünsche ich Ihnen allen!

Schirrmi

Weihnachtsgeschenkedruck und Cyber

Seit einigen Tagen bin ich in der Knochenmühle hochkonzentriert. Das geht schon so weit dass mir Scheff und Scheffscheff mit weit aufgerissenen Augen gegenübersitzen und sich wundern ob meiner geistigen Brillanz. Teilweise sagen sie sogar „Guten Tag, Herr Schirrmi“ oder auch „Mahlzeit!“.

Ich wundere mich ein wenig warum. Habe ich mal wieder ein paar grobe Managementfehler ausgebügelt? Einen virtuellen Brand im Rechenzentrum verhindert? Draußen den Penner gehindert auf den CEO-Parkplatz zu reiern? Keine Ahnung. Ist mir auch egal.

Denn ich habe anderes zu tun, aber das mit absoluter Konzentration. Mit einer geistigen Schärfe, mit allen in meinen Fasern befindlichen, analytischen Fähigkeiten auf den Wandkalender zu schauen. Zu wissen, es dauert nicht mehr lange. Wie jedes verschissene Jahr sehend, schon lausig spürend dass es bald weihnachtet. Mit ohne Geschenke. Druck. Stress. Das ging schon soweit dass ich den Roten anbrüllte als ich einen Dezembersamstag für einen Change einplante. Er meinte nämlich, und das ist die Wahrheit: „Aber da kann ich vielleicht nicht wegen Weihnachtsmarkt…“. Es platzte aus mir heraus „BISTE SCHWUL ODER WAS! WEIHNACHTSMARKT?! HALLO????“

Ich sag ja, es geht nicht immer mit Samthandschuhen in der Welt umher. Bin ja auch nicht der Erlöser. Nicht der genagelte – der mit den Bauchmuskeln. Da am..

Jedenfalls und das tut wohl nichts zur Sache, ich habe heute 700,- EUR gespart. Ich habe nichts, notting, gekauft im Internet. Da kann mir Cyber und Black und Friday und der Montag mal ganz gepflegt kreuzweise einen rubbeln. Und könnten, da bin ich ja nicht so, erstmal selbst entscheiden wo. Der Mensch an sich hat ja nicht nur eine heterogene Stelle 🙂

Zum Schluss, weil ja soweit alles erklärt ist, noch ein Zitat von mir: „Konzentriere Dich nicht nur auf Deinen Kot. Sondern bemerke auch die Scheiße drum herum.“

Schöne Adventszeit Leute!

Triple-Söckchen und Irish-Coffee

Unrasiert war er und wie ein Waldschrat sah er aus. Dazu hatte er Hände bei denen ich nicht wissen wollte wo er die im Laufe des Tages schon reingesteckt hatte. Doch ich bin ein höflicher Mensch, reichte ihm zur Begrüßung die Hand, er zögerte erst und griff dann beherzt zu. Nahm meine feingliedrigen, rosigen Patschehändchen und fühlte sich wohl während er in meine freundlichen Augen blickte und meinen schönen Worten lauschte. Und nicht losließ.

Das vorletzte Wochenende war bei mir so ziemlich im Arsch gewesen. Ich schuftete bis zur Mitternacht. Denn da entließ ich telefonisch die Dienstleister mit der Ermahnung ins Bett zu gehen, auf die Betriebsräte zu hören, Ruhe zu bewahren und das Messer ruhig mal in der Sau stecken zu lassen. Es käme ja noch ein weiterer Tag und ausgeschlafen wäre man ja auch konzentrierter. Ich ging also ins Bett, drehte mich rechts, dann links, dann klingelte das Telefon um 7:00 Uhr morgens als ob ich nicht geschlafen hätte. Tja, ich war angepisst! Aber der Kollege hätte wohl die Nacht durchgemacht und konnte nicht abwarten mir die freudige Nachricht zu überbringen dass es seiner Meinung nach jetzt endlich geklappt hätte. Ich musste dann laut Changeplan mit meinen Aktionen weitermachen – verdammt! Warum schreibe ich das? Ich heische um Mitleid. So profan kann es sein.

Das letzte Wochenende hatte ich lieben Besuch. Ich war für ihn da. Ich war schon einkaufen, die Bude sauber und alles schön gerichtet, Kerzen leuchteten. Ich war für ihn da, um Kummer zu teilen und Kullertränen weg zu küssen, den ein und anderen Arm und Schulter hielt ich für ihn bereit. Für den Besuch. Ich habe gekocht (Rosenkohl mit totem Tier), machte die Ambientelampe an und hörte zu. Fühlte mit. Ließ bei besonders ekligen Sachverhalten, quasi als Ausrufezeichen, den brutalen Yamaha/Nubert-Höllenhund aufheulen – bis manchmal die Sicherungen die weiße Fahne schwangen und eine beunruhigende, plötzliche Stille eintrat.

Das alles, ich schenkte sogar alle meine kleinen, süßen Öhrchen weg, half aber nicht so recht. Denn der Besuch beklagte sich trotz all der menschlichen Wärme über immense Kältegefühle in allen Gliedern. So angesprochen hörte ich es trotz verliehenen Ohren auch. Es fehlte das Gluckern. Das Rauschen. Das Geknatter, das Stöhnen, das Pfeifen – schlicht all das was meine Heizungskörper sonst so machen. Stille. Todesstille. Todeskälte! Diesmal war nicht ich am Arsch sondern wohl die Heizung. Sie, meine Liebe, fungierte als Temperaturfühler ansonsten hätte ich es nicht gemerkt. Ich sprang immer noch wie toll in meinem Muscelshirt, mit ohne Socken und immer knapper werdender Unterhose durch die Bude, spulte alle meine Punk-Compilationen ab und fühlte keine Kälte. Aber so war es wohl. Eine defekte Heizung am dreimal versifften Arsch! Und mit Besuch.

Auf dem Dachboden habe ich noch die Expeditionskiste, Sie wissen schon, die von meiner Eiger Nordwand Expedition. Ich holte drei paar der blutigen, von der Uroma selbstgestrickten Bergstrümpfe dazu einen Janker und die langen Unterhosen des damaligen Bergführers raus (ob er da immer noch hängt?). „Hier, zieh an. Das wird Dir gut tun!“. Dazu setzte ich ein paar Latten auf und verfeinerte mit Sahneschnaps, zündete noch ein paar Kerzen mehr an und schon wurde es kuschelig. Darüber hinaus schreckte ich auch nicht vor unkonventioneller Lebensrettung ab. Ich pubste das Wozi warm. Dem Rosenkohl sei Dank hatte ich doch recht viel Energie intus. Manchmal hob sich die aus echtem Jaguarfell hergestellte Kuscheldecke, schwarz.

Einer meiner Lieblingsblogger, man kann ihn neurotisch empfinden, muss man aber nicht, schrieb darüber dass er irgendwo etwas gegessen hätte und bildlich, wie man ohne Drogen ficken könnte. Kann man geteilter Meinung sein. Aber Schnitzel mache ich gerne, esse sie gerne. Von daher Dank an den Kiezi für den Link auf schlaraffenwelt.de mit dem perfekten Schnitzel. Ist ein permalink jetzt für mich. Aber was hat das mit dem Thema zu schaffen? Kann ich Ihnen sagen. Denn..

..nach dem langen, kalten Wochenende rief ich zur einer vernünftigen Zeit, nämlich um 4:30 Uhr, meinen Vermieter an und klipp und klarte. Wenn nicht. Und dann. Sonst! So kam es dass ich kurz nach meiner Mittagspause um 14:00 Uhr Feierabend machte und die Bekanntschaft des Waldschrats machte. Heizung/Sanitär – „Ihr Geschäft ist unser Pläsier!“. Ein angenehm fester Händedruck als er seine Scheu ablegte. Er gab vom Keller im Nachbarhaus, da befindet sich die olle Ölheizung, die beiden Häuser wären wohl mal Eins gewesen, Klopfzeichen und ich bemerkte zufrieden dass sich da was handwerklich tut. Ewig hörte ich zu und meinte irgendwann Muster im Klopfen zu erkennen, in der Art wie: „Mach Dir ein Bier auf!“ oder „Es ist noch Wodka da.“. Ich bin manchmal abergläubisch, so gab ich nach. Dann hörte ich es wieder gluckern, glucksen etc. Zwar jetzt relativ freudig, war ich mir nicht sicher ob es die Heizung oder was anderes war.

Das letzte Mal schrieb ich Letztens. Als ob ich es beschworen hätte. Jetzt ist mir warm. Bin mir nicht sicher woran es liegt, ist mir aber auch egal. Und jetzt bin ich zu faul um mir ein Schnitzel zu bereiten. Die Straße wäre da.

P.S.: Ich bin Lego Legasstäni Legasteniker. Kann mir mal jemand in einfachen Worten erklären wie man Verniedlichungen schreibt? Mit ch oder mit sch? Danke im Voraus!

Der Mann, der aus der Kälte kam

Nach einer luxuriösen Dienstreise kam ich heim und fröstelte. Am Morgen musste ich die Satanskarre von Schnee frei räumen. Jetzt kräftige ich zur Entspannung meinen Astralkörper mit meiner Lieblingssportart: „Extrem-Couching“. Kalt ist es in der Bude. Ich weiß auch warum. Es gibt für mich keinen Grund im November die Heizung anzumachen. Aber komisch diesmal. Meine Exkremente, ich meine, meine Extremitäten sind sowas von kalt. Die Finger, die kleinen, zarten Füßchen, alles kalt und klamm. Das merke ich sonst nicht. Ist mir egal. Habe ich mir auf der Walz abtrainiert. Aber heute, brrrrr, könnte ich mir wie ein Mädchen eine Decke nehmen. Aber ich habe eine bessere Idee. Ich fraß in schneller Folge drei riesen Portionen Eis aus dem Tiefkühlfach in mich hinein und was soll ich sagen? Die Umgebungstemperatur war plötzlich angenehm. Ja, war so!

Currywurst bei Konnopke

Es pfeift bei heftigen Winden

Boah! Was ein Tag heute! Ich bin froh dass der schlimmste Tag der Woche rum ist. Das Wochenende noch in den Gebeinen muss man in der Knochenmühle montags topfit sein. Vor allem diese komische, wöchentliche Teambesprechung bei der man nur einschlafen kann. Die nennen das Tschurficks. Muss man sich mal vorstellen und auf der Zunge zergehen lassen..

Apropos „auf der Zunge zergehen lassen.“ Letzten Freitag ging ich nach der Arbeit hungrig einkaufen. Hatte keinen Zettel geschrieben und auch sonst keine Ahnung was ich kochen sollte. So erstand ich einen Sack Biokartoffeln und ging mit diesem heim. Und weil neben dem Sack Kartoffeln noch ein tiefgefrorener Bienenstich dabei war den ich nicht in das kleine Eisfach bekam musste ich in ebendiesen Platz schaffen und holte den Blumenkohl heraus. Yipieh! Abendessen erledigt. Kartoffeln und Blumenkohl. Was gibt es Besseres. Das kochte ich also. Als mein Abendbrot fertig war weinten meine kulinarischen Geschmacksnerven:

comp_img_9823Sah ja doch ein wenig fad aus, so dachte ich bei mir und erinnerte mich noch an eine Tube Ketchup die ich wohl noch irgendwo im Kühlschrank habe.

Am Wochenende hat sich irgendwas bei mir eingeschlichen. Mit plötzlicher Wucht bekam ich Nießanfälle. So 15-20 Mal hintereinander niesen kann anstrengend sein. Vor allem nachts wenn ein kleines, müdes Häschen neben mir schläft. Sie müssen sich mein Niesen nicht normal vorstellen. Es ist vielmehr eine Naturgewalt wo nicht nur der Rüssel und die Backen sondern auch die Bude wackelt. Und das dann andauernd. Irgendwie juckte mir dann noch der Gaumen, ich kitzelte mir der Zunge daran rum mit dem Effekt dass ich noch mehr niesen musste. Komisch. Die Trommelfelle juckten, nach dem Duschen umso mehr. Ging dann mit so Stäbchen rein und sorgte kräftig dafür dass der Reiz aufhört. Er hörte auf aber danach hörte ich nicht mehr viel. Bis zum nächsten Niesanfall nach dem ich mir kräftig die Nase putzte. Währenddessen entwich mir aus allen Öffnungen, Augen, Ohren, Nase, Mund, Po – nein, hihi, nicht aus dem –  laut pfeifende Geräusche, draußen flogen erschreckt die Amseln auf und plötzlich war wieder alles frei. Herrlich das Pfeifen! Herrlich wieder eine klare, leere Birne zu haben. Nase putzen. Empfehlenswert!

comp_img_9830Sie wissen dass ich gerne wandere? Aber das tut hier eigentlich nichts zur Sache. Denn noch war mein Hunger nicht gestillt. Das was ich da bis jetzt gekocht hatte war ja schon toll. Kartoffeln selbst geschält und sogar noch ein wenig Blumenkohlwasser konnte ich retten bevor alles im Ausguss landete. Zwiebeln, die von der Linksfraktion, hatte ich auch noch und entschied mich noch mal kurz nach nebenan auf die Weide zu gehen. Da hat der Nachbarbauer noch Schweine und Rinder auf ökologischen Weiden – ich pisse und kotze dem ab und zu mal auf dem Nachhauseweg da hin. Besorgte mir ein Kilo Halb-und-Halb und jetzt kann doch was draus werden. Notiz an mich: Nicht hungrig einkaufen gehen. Nicht hungrig und mit dem Freitagsbürohemd auf Nachbars Weide gehen. Wird blutig. Dann erinnerte ich mich noch daran dass ich für einen gewissen Weltrekordversuch die geraspelten Rückstände meiner Füße aufbewahre. Ich muss sagen, riecht recht würzig. Da kommt kein Allgäu oder Frau Antje mit. An der ich tatsächlich schon mal roch. Brrr…

Was ein Tag. Es fing heute Morgen schon an als ich mir den linken Rücken verrenkte. Ich nahm ein frisch gewaschenes Duschhandtuch (ohne Weichspüler) und trocknete mir so ungelenk den Rücken ab das ich es schon merkte bevor es passierte. Knack. Schmerz der immer noch da ist. Ungefähr so wie es gewissen Damen aus dem Schwarzwald passiert die am Bildschirm denken ein Querformatfoto wäre ein Hochkantfoto. Tja! Doofer war es in der Knochenmühle die ausführlichen Kommentare des Scheffes bezüglich meiner Jahresbewertung zu lesen. „Unmotiviert..“, „lässt es an Teamgeist fehlen..“ und das Beste: „.. ist in Sitzungen und Besprechungen unkonzentriert und schläft ein..“. Ich habe dazu ebenfalls schriftlich Stellung genommen und werde zu geeigneter Zeit davon berichten. Jedenfalls bereitete ich mich nach dem ich diese Bewertung las auf die Teambesprechung vor, nahm mir einen Fenchel-/Baldriantee mit und hörte mir den Quatsch der Leute an und.. schlief ein. Ich träumte irgendwas von „selbsterfüllender Prophezeiung“ und wachte laut aufschnarchend, ruckartig auf. Der Asia-Kollege am anderen Ende der Videokonferenz gackerte wie ein aufgescheuchtes Huhn und bekam sich nicht mehr ein. Bis er meinen Blick sah.

comp_img_9845Jedenfalls war mein Blumenkohlauflauf sehr bekömmlich und reichte von Freitagnacht bis Montagmorgen. Dazwischen pfiff und knatterte der Wind durch meine Bude. Es gibt wohl einen Wetterumschlag. Heute Morgen wunderte ich mich. Gehen die Motten doch sogar an die Klamotten die man an hat!? Hallo? Hatte Löcher hinten in meiner Schlafanzughose und es roch komisch.

Man darf sich aber nicht zu lange bei wunderlichen Begebenheiten aufhalten. Dafür ist das Leben zu kurz. So freute ich mich grade darauf eine Flasche zu öffnen. Das heißt, ich versuchte. Normalerweise halte ich mit rechts und drehe mit links auf. Es gab noch nie etwas in meinem jugendlichen Leben was ich nicht aufbekam. Heute blickte ich meinem Meister von oben auf den Drehverschluß. Ich bin ja nicht blöd. Als Rechtshänder dachte ich mir, nimm einfach die rechte Hand. Die ist kräftiger. Aber nöö.. NÖÖ.. ging auch nicht. Dann fiel mir ein dass ich grade eben noch meinen Astralkörper mit fettiger Feuchtigkeitscreme eingeschmiert hatte. Nach dieser Erkenntnis und mit einem Handtuch kam ich an das köstliche Nass und kann Ihnen mit diesem nur ein fröhliches Feierabend-Prosit zurufen!

P.S.: Ich reibe ja gerne etwas Kümmel bei dem Kohl dran. Wenn aber das kleine, harte Ding in die Soße fällt, kann es sein dass man ziemlich viel kostbare Lebenszeit aufbringen muss um die harte Nuß zu finden und herauszufischen. Man möchte das Ding ja nicht unverhofft zwischen den Zähnen haben, nicht? Passiert mir übrigens grundsätzlich oft. Leider. Das reinplumpsen.

Kann ich mal einen Rat haben?

Ob jemand mal einen Rat haben könnte. Von mir. Immer gerne. Mache ich. Ich nehme mir auch immer Zeit und gebe mir Mühe. Denn ich weiß dass die Jugend heutzutage nicht mehr die Ausbildung genoß wie es Dank Schröders widerlichem Programm ist.

So gehen die Jungfrauen und Jungmänner durch den Flur und landen am Ende des Wissens in meinem Büro. Sie fragen, ich antworte nicht sondern erkläre. Ich unterrichte, ich nehme mir Zeit und zeige und versuche alte Lerninhalte hervorzubringen, darauf aufzusetzen und dann Kniffe, schönen Code, elegante Lösungen vorzustellen. Ich nehme mir Zeit obwohl mir der Hals schwillt. Ich bereite manche, je nach Student, Inhalte vor und schaue, bewerte, helfe und gebe Anregungen. Immer mit Mitgefühl und Selbstkasteiung.

Wenn ich aber höre, und manche werden frech: „das weiß ich alles!“, oder wissen nicht die Zeit und Erfahrung zu schätzen die man ihnen schenkt und sie maulen: „war nicht die Frage, weiß ich doch alles, und überhaupt – warum das Ganze?“

Dann, ja dann gebe ich auf. Und werde streng. Kein Bock drauf. Ich denk mir, lass sie doch untergehen. Sie kennen noch nicht mal den Grund von Höflichkeiten. Wissen kein Eins noch mal Eins mal Eins haben aber einen Koffer dabei den sie aufreißen. Mit Schnütchen und vorwurfsvollen Blick, aufreizend ist das gespendete Studentenleben zu Ende. Tränen fließen groß wie Elefanten und stappen mit den Füßen auf den Boden: „ICH NEHM DIE LEHRE NICHT AN!“

Wem nicht geholfen werden will. Da investiere ich nicht und niemals nicht. Renn gegen Wände, ecke an. Lerne den Schmerz. Aber frag mich nicht noch mal nach Rat. Verarsche hatte ich schon – ich war auch mal jung und kenne die Kunst des Kriegs. Dann mach allein, was auch nicht schlimm ist. Denn das tat ich auch.

So long!

P.S.: Und es hat nichts mit dem Alter zu tun..

Pelz und Leder

Komisch wie der Tag heute anfing. Ein sogenannter goldener Herbsttag. Draußen ist es bunt und mittlerweile hat die Sonne einige Kälte der Nacht vertrieben. Die doofi Zeitumstellung tat ihr Übriges.

Schön und laut war der Abend. Mit an- und aufgeregter Unterhaltung, über Themen diskutiert die mir nur dank des liebenswerten Gesprächspartners in den Sinn kamen.

Nach einer verschlungenen Nacht, irgendwann schlummerte auch ich ein, erwachte ich erregt. Gut, das funktioniert also noch, zeigte mir die zu enge Schlafanzughose. Fröstelnd, ich vergaß zu Sandmanns Zeiten die Balkontür zu schließen, griff ich mir irgendein Oberteil und erwischte meine Lederjacke, die schon recht alt ist und dünnere Körper umschloss. „Neckig!“ murmelte ich leise lächelnd zu mir als ich am Spiegel vorbei ging und etwas baumelte. Dann, noch ein wenig dösig, nahm ich zunächst eine Latte. Hatte dann so ein pelziges Gefühl im Mund, putzte mir die Zähne und trank erstmal einen Kaffee.

Die Tasse halb leer lassend erschreckte mich der gänzlich leere Bierkühlschrank. Da ich sowieso noch tanken musste, öffnete ich erst eine Flasche Wein und dann den Deckel – vom Tank. Mit dieseligen Fingern ging ich zur Kasse und flötete und flirtete der überaus attraktiven aber prekär beschäftigten Dame „NUMMER 5, EINE FLASCHE WODKA UND DA HINTEN EINE KISTE VON DEM BIER!“ zu. Und sie tat.

Immer noch erregt, ich fragte sie warum sie so große Augen macht, rückte ich mir meine halb herabfallende Schlafanzughose zurecht, stieg in mein Teufelsmobil und fuhr wieder heim. „Leute gibt’s die gibt’s nicht“ fing ich an zu lachen als ich nach kurzem Pedaldruck die Tachonadel auf 50,5 sah. Uh – noch mal Glück gehabt, ich Schelm! Übersah ich da ein Eichhörnchen? Nee , nee, Eichhörnchen fahren ja kein Fahrrad und tragen keine Mützen, beruhigte ich mich.

Habe grade Pfefferminztee gekocht. Rein biologisch und voll Öko. Warum meine Drehfinger aber jetzt nach Maastricht riechen? Keine Ahnung..

Wenn euer Restsonntag so schön ist wie ich grade entspannt bin, dann stimmt mit ein zu einem himmelhoch jauchzenden „Halleluuuuuja, Halleluuuuja..!“

Unerwartete Po-Sex Gedanken

Wenn das Orschl kracht ist der Mensch gesund. Sagt man nicht so in einigen Gegenden? Diese Gedanken kommen mir grade als ich ein paar Wanderfotos anschaue.

Nun ja, ich kenne das so: Erstmal ein wenig süß, zuvorkommend und nett sein. Gelöste Stimmung, hier und da einen gemeinsamen Todlacher, auf eine Ebene bringen. Wenn es dann ans fummeln geht, zart und vorsichtig ausprobieren wie weit man gehen kann. Wenn man zwischendurch mal köstlich nachkippt, geeignete Mucke anmacht und zärtlich die Fingerchen im Höschen verschwinden lässt und die feuchte Spalte liebkost, immer auf die Atmung, die Reaktionen der Angebeteten achtend, ihr Gesicht lebendig mit rosa Röte erscheint, ihre Haut – die Nippel fest, sich fallen lassend..

Wenn sich dann ein Fingerchen am Po-Loch verirrt und zärtlich die kleinen, starken, runzeligen Muskeln umkreist. Zwischendurch ein gewagter halber Zentimeter mit dem Finger hinein in das dunkle Löchelein, zart am Hals, dann am Oberläppchen knabbernd ihr in die Augen schauend zu erfahren wie weit es geht – es gehen kann. Noch ein wenig tiefer rein, wollüstig stemmt sich das wundervolle Nass und fängt an zu spielen. Mit den Muskeln, eng und stark.

Die Jeans wird noch enger, ein platzendes Gefühl schreit nach Freiheit, Geilheit. Eindringen so lang so hart so tief. Bebend ihr Atem, entgegenstreckend das wundervolle Gesäß. Bis man gemeinsam – die nächste Flasche Bier aus dem Kühlschrank holt.

Soweit so gut. Jedoch – was sogar mich verwundert, ist: Der Satan persönlich wird öffentlich beworben während er sich Kalksandsteinfelsen einführt. Das muss man sich mal vorstellen! So eine Schweinerei! In der Öffentlichkeit!

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