Adventiges Driving Home

Hören Sie gerne Musik? Falls ja und wenn es Sie interessiert: Ich auch. Hier ein Song welches ich heute im Auto hörte und mich entfernt an eine Zeitschleife erinnerte:

Arschkalt war es diese Woche. Nur heute Morgen nicht. Da war es 10 Grad wärmer als die vergangenen Tage. Die Karre war immer vereist und das seit Montag. Erst heute kam ich auf die glorreiche Idee mir vorher Handschuhe anzuziehen. Unnötigerweise. Denn heute waren es anstatt minus 8, plus 3 Grad. Fühlte mich wie in der Karibik und zog mich aus bevor ich ins Auto stieg. Nur mit Handschuhen bekleidet und auf dem Knochenmühlenparkplatz angekommen war mein Popo verbrannt. Scheißsitzheizung!

Ich schweife ab. Die Adventszeit hat angefangen. Sieht man ja bei den Nachbarn. Da blinkt und glitzert es schon. Die verkniffenen Gesichter der hartherzigen Menschen werden jetzt in der dunklen Jahreszeit angeleuchtet. Wenigstens etwas. Dann erkennt man den Feind schon besser als wenn man erst in die Fresse hauen muss und erst bei kostenlosem Blaulicht sieht welchen Zombie man erwischt hat.

Wie jedes Jahr habe ich keinen Adventskranz und schmücke meine Bruchbude auch nicht mit Zinnober und sonstigem Unrat. Aber als ich genannten Song im Radio hörte fingen meine Befürchtungen an. Was kommt jetzt die ganzen weiteren Tage und Wochen? Weihnachtsmusik. Driving Home for Christmas. Oder da das Ding von Wham oder wie die heißen. Jedes verschissene Jahr! Und wie immer werde ich fluchen und kotzen und bis nächstes Jahr kein Radio mehr hören. Und dann irgendwann fängt alles wieder von vorne an.

Während diesen Gedanken hebe ich ausdauernd mein Glas und betrauere mich. Bin ich eigentlich jetzt der erste Mensch der sich darüber aufregt? Wie jedes Jahr? Wie jeder ordentliche Mensch?

3 Gedanken zu „Adventiges Driving Home

  1. Nö, Du bist nicht der erste und auch nicht der einzige Mensch, dem dieser ganze Weihnachtsklamauk gehörig auf den Senf geht … ich gehöre ebenfalls dazu. 😉 Und ich bedaure es noch heute, dass vor vielen Jahren irgendeine Ex mal meinen wunderbaren Knochen-Weihnachtsmann, der von festlichen Lämpchen sanft beleuchtet an seinem mit Totenköpfen verzierten schwarzen Galgen hing, ungefragt entsorgt hat – den habe ich zuvor stets ins Fenster gestellt und mir dafür wüste Beschimpfungen meiner ehemaligen Nachbarn zugezogen.

    Ich ertrage diese konsumterroristische Heuchelei einfach nicht. 🙂

    1. Frevel! FREVEL! Kann ich da nur sagen. Das wäre schon der Grund gewesen eine Ex zu werden :-). Damals, ich war noch in der Ausbildung, war Weihnachtsfeier. Und an einem meiner Ohren baumelte „Paule“ der Knochenmann. Die Seniorchefin bekam rote, hektische Flecken aufm Dekollete und verzichtete seitdem mich zu herzen :-). Was ich gut fand.

      Liebe Grüße (Insider),
      Schirrmi 🙂

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