Archiv des Monats: Juni 2016

Montagsstress und einen Job den ich gut finde

Normalerweise bin ich ja ein wenig in Lästerlaune wenn es um die Knochenmühle geht in der ich abhängig beschäftigt bin und den Reichtum einiger weniger mehre. Der doofe Montag ist rum. Der ganze Vormittag ging druff mit Besprechungen und daheim in der Mittagspause sah ich dass wunderbarerweise alles aufgeräumt war. Nämlich wurde am Wochenende gehaust, gelebt, geliebt. Der Nachmittag war flott rum mit irgendwelchen Telkos. Franzosen auf Englisch. Ich kann beides. Letzteres sogar sprechen.

Ich hatte eine Dokumentation aufgenommen die ich mir grade reinzog. Und ich muss sagen, nein – den Job möchte ich nicht machen. Stress pur! Und fast nichts ohne Computer. Nee, nee!

Die Doku, „El Bulli – Cooking in Progress“ erzählt von einem Koch und seinem Team. Die verkaufen ein halbes Jahr im Restaurant, ansonsten wird einige Monate in einem Labor experimentiert – das Restaurant hat dann zu. Hammer, wie ich finde. Wollt ihr sehen? Noch gibt es die Doku in der Mediathek des BR3.

Nach einem Tittenerfüllten Wochenende blieben noch ein paar Biokartoffeln und –karotten übrig. Was liegt da näher eine Suppe zu kochen damit das Zeug nicht verdirbt? Ich tat es und schaute mir die Reportage an. Gut gemacht, beides, und wie ich finde, sehr spannend und der Filmemacher hat den Druck gut aufgefangen der in diesem Metier herrscht.

Nö, ich bleibe bei meinen Leisten.

Schönen Abend und eine gute Woche.

Schirrmi

 

 

1.050,-EUR und Nippelgespräche

Wie ist denn so das Wetter? Fragte ein Geschäftsfreund, mit dem ich telefonisch ein Hauen und Stechen hatte. Na ja, mal Sonne wie Sommer, dann Wolkenbruch wie Grundwehrdienst. Der Carcomputer zeigte „nur noch 50km“ an. Der Regenschirm lag auf dem Beifahrersitz, das Auto piepste. Immer wenn da was liegt und es nicht angeschnallt ist..

Mir wurde heute gekündigt. Meine kleine Muckelbude in der ich seit 15 Jahren hause, soll grundsaniert werden. Will ich nicht. Es hätte einen temporären Komplettauszug mit angestelltem Kompletteinzug bedeutet. Will ich nicht. Hasse ich. Keine Veränderungen – keine Umzüge mehr seitdem die Mutter meines lieben Kindes (Rockmusiker, Gelegenheitsjobs) mit mir solche Wohnungswechsel als Hobby betrieb. Nö! Einen alten Baum und so.

Ich habe eine liebe Freundin die mir in meiner permanenten Junggesellennot ein wenig in der Bude aushilft. Hemden bügeln kann ich, hasse es aber. Und so weiter. Babsi, ich liebe Dich! Ich lobhudele also grade über Babsi da packt L. eine ihrer Titten aus. Und meint dazu „Du weißt dass mein zweiter Vorname Barbara ist?“. Yeah! Was will man mehr? Babsis – im Doppelpack.

Also hatte ich dem Vermieter gesagt wie teuer es für ihn werden würde mich für ein paar Monate ausquartieren zu müssen und weiter, wenn ich umziehen muss – dann bitte nur einmal und sprach zu ihm „da musste mir kündijen!“ So kam es. Ich verliere meine Muckelbude (die einige wichtige Vorteile hat – ich berichte mal mehr davon wenn ich Bock habe) und muss zum 30.04.2017 hier raus sein. Tja.

So schauen wir jetzt schon mal ganz aufgeregt, ein neuer Lebens-/Wohnabschnitt wird für mich beginnen, im Internet nach neuen Buden. Hier in der strukturschwachen Gegend gibt es Muckelbuden, die habt ihr noch nicht gesehen. 150qm? Zu wenig? 200qm? Reicht das für einen Junggesellen? Alleinstehendes Haus? Rockmusik? Ich brüllte die L. an (alias Babsi) – die Musik schön laut – und wer rasiert den 600qm Garten und wer schippt den Schnee im Winter? ICH NICHT!

Es soll alles so 1.050 EUR kosten. Im MONAT! Tja. Geht es noch eine Nummer kleiner? Ja bitte. Auf diese Hausmeisterscheiße habe ich keinen Bock mehr. Ich habe damals aus finanziellen Gründen mal einen Hausmeisterjob für billig Wohnung übernommen. Nie wieder! Obwohl, bei der gierigen Nachbarin, geil darf man ja wohl öffentlich nicht sagen, eine Glühbirne auswechseln zu „müssen“, da hatte ich kein Problem mit.

Alles so um die 1.050,- EUR. Das ist das Doppelte was ich hier grade für die Muckelbude zahle. Das muss gut überlegt sein. Bislang bleibt ja viel Geld übrig für meine Hobbits, ähm.. Hobbys. Der Jung fängt jetzt bald sein Studium an. Wird auch was kosten. Was mir wichtig ist: Abends / Nachts / Wochenende keine Nachbarn. Ich benötige draußen Platz, mit bunten Blumen und Grünzeug und meine Grillorgien sollten niemanden stören. Ich höre gerne laut – Musik. Schaue mit richtig Bumms gerne Filme, lache, brülle, weine, ficke – und alles laut. Wenn mir der Weg zum Klo zu weit wird, pisse ich in die Rabatten. Bei der Gelegenheit: „Schöne Grüße Nachbarn!“. Ach, auf der Terrasse Sex? Klar, immer gerne.

Wir schauen grade einen Porno und hören Red Hot Chilli Peppers. Mannomannomann! Hat die Nippel (die im Porno)! Als ich damals noch selbst am Auto fetten musste, erinnerte ich mich. Da packt die doch tatsächlich die zweite raus und es gab Brust-Nippelvergleich. Ich entschied mich für das reale Leben und tat mein Bestes. Nö. Der Abend ist noch nicht rum.

Jetzt backe ich mal kleine Brötchen, ich weiß ja was ich dafür zurück erhalte. 🙂

Nice Weekend!

Früher als ich noch Briefmarken sammelte,
da war ich feinsinnig.

Heute sammle ich nicht mehr,
und sinne fein.

Leben?

Nach einem widerlichen Arbeitstag hocke ich hier rum und balle die Fäuste. Die abgekauten Fingernägel beißen sich in das Fleisch wie die zwei Dobermänner da draußen hinter dem Zaun kläffen und Blut riechen. Die Sonne scheint. Nicht. Hörte grade dass die Tante mit 79 Jahren immer noch lebt, wir fuhren damals mal hin um das Haus anzuzünden. Taten es nicht.

Warum eigentlich nicht? Warum sitze ich, warum bin ich? Noch. Ich bin schon lange nicht mehr. Der Zuschauer wundert – der Kenner bewundert mich. Es heißt, kein Roter mehr da. Ich weiß. Es schreit, kein Mensch mehr da. Ich weiß. Es ist heiß. Und kalt. So muss es sein. Das Paradies. Ich weiß es nicht.

Noch.

Nicht.

Dennoch ist Weißer da. Geistig, der es schafft meine halbgeschlossene Seele zu beruhigen. Warnungen mal Ernst, mal nicht zu nehmen. Krachend, schmetternd als ich kam – niemand konnte es voraus ersehen. Eine kleine Zeit, Spanne, gibt es in freiem Raum – luftleer ohne Gedanken. An Konsequenzen. Es passiert.

Bring Dich runter. Ich bring Dich. Ich will nicht. Viel zu alt um zuzuhören. Lernte, mein Leben. Das Leben, was nicht zu mir gehört. Draußen, all die Dinge, die passieren. Neben mir. Unter und über mir. Nie – mit mir.

Begreifen.

Es sagt, lass Dich nieder. Nimm ihn hin. Den kleinen Tod. Nein, ich wollte nie. Widerspenstig halte ich trotz alledem. Fest. Tränen dann und wann, ich bin gewiss – es dauert nicht mehr lang.

Ruhe.

Frieden.

Tschüß.

Voller Strom mit Drinks

Energy Drinks – nicht mein Ding. Noch nicht mal auf Festivals. Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel vor allem wenn man mir unbedingt etwas mit Wodka ausgeben will. Tagsüber Kaffee und Pfefferminztee / Fenchel-Kümmel-Gedöns.

Aber wenn ein Stromanbieter /-konzern die Sauferei sponsort – dann, ja dann ist es ein Fall für den lieben Kiezi:

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Gesehen in Nürnberg auf dem Weg zu Rock im Park.

Rock im Park – die Cam ist wieder da!

Leute, ich freue mich wie Bolle. Hatte ich doch meine Canon G15 im sturzbesoffenen Kopp bei Volbeat auf der Zeppelinstage verloren, so kann ich heute verkünden – sie ist wieder da!

Comp_RiP2016_IMG_7546-NewIch erhielt die Tage eine E-Mail vom Hotel ob ich nicht eine Kamera vermissen würde. Klaro, antwortete ich mit Details welches Modell, mit welcher Tasche etc. ich vermisse. Kurz und knapp die Antwort: „schicke ich Ihnen zu es war mir eine Freude Ihnen eine Freude zu machen.“ Liebes, liebes Hotel samt Team – vielen herzlichen Dank!

Ist das nicht herrlich? 600,- EUR Neubeschaffung gespart. Ich überwies Versandkosten plus Kaffeekassenzuschuss und nun halte ich sie wieder in den Händen und bin froh euch jetzt mit ein paar Impressionen beglücken zu dürfen. Aber nur ein paar Pics. Die meisten sind verwackelt – aus Gründen und ab Samstag konnte ich keine Fotos mehr schießen, ebenfalls aus Gründen. Aber schaut mal:

Schirrmi

P.S.: Ob ich den Fotoapparat tatsächlich auf der Stage verloren habe, kann ich nicht mehr sagen. Jedenfalls schwankte die Welt sehr und der Heimweg war beschwerlich – auch ohne Cam.

Die Amsel

Da sitzt er da, der Piepmatz
und singt so glockenhell sein Lied

Er stört sich nicht an Waterboys
noch an einem Glied

Die Amsel, Gefieder schwarz
der Schnabel gelb

Die Balkontür auf, lauscht und schaut heraus
der Superheld

🙂

Autologout

Sie haben es sicher schon geschnallt. Meine Zeit in der Knochenmühle verbringe ich als elektronischer Datenverarbeitungsmuckel. Ja, ich habe ab und zu mal einen Bad-Hair-Day.

Auf Weisung von WiPrüfis erhielt ich Scheffes Weisung die IT-Systeme sicherer zu machen. Ich sollte mit SAP beginnen. Ein Aspekt ist der sogenannte Autologout-Mechanismus. Es bedeutet dass man aus dem SAP-System rausfliegt wenn man so und so lange nicht damit gearbeitet hat. Ich tat also so und stellte 4 Stunden Inaktivität ein.

Trotz ordentlicher Benutzerkommunikation mit Erklärung, Hintergrund, FAQ etc. ging ein globaler, gellender Aufschrei durch die Mühle. „Ich erhalte seit letzter Zeit so komische Fehlermeldungen.“ Oder „Das mit den Passwörtern ist ja schon schlimm genug. Jetzt muss man sich aber sogar mehrmals am Tag anmelden.“. Der damalige Fibu-Chef beschwerte sich ganz besonders bei meinem Chef. Seit der Umstellung kommen immer Fehlermeldungen und nein, die haben nichts mit der neuen Security-Einstellung zu tun. Mein Chef dann wiederum beschwerte sich bei mir. Als ob er seine eigene Weisung nicht mehr verstünde tat er so als ob ich aus eigenem Antrieb die Leute ärgern wollte. Ich sollte mich drum kümmern.

Also rief ich den damaligen Fibu-Chef an und hörte mir ruhig und verständnisvoll seine Klagen an. Ich kam mir wie die Klagemauer an sich vor. In der Regel gibt sie ja auch keine Antworten. Jedenfalls machte ich folgenden Vorschlag: „Herr Fibu-Chef, ich komme mal morgens zu Ihnen und Sie zeigen mir was Sie dann da machen. Dann komme ich noch mal zu Ihnen wenn Sie die Fehlermeldung erhalten. Oki?“ Oki!

Am nächsten Morgen saß ich mich zu ihm und bedeutete ihm alles so zu machen wie er es sonst auch immer macht. Also fährt er den Computer hoch und meldet sich im Netzwerk an. Startet das SAPLogon und doppelklickt auf den Eintrag für das Testsystem. Die Anmeldemaske erscheint. Er grummelt vor sich hin und fährt den Computer wieder runter. Ich so: „Warum fahren Sie den Computer denn jetzt wieder runter?“ Tja, sagt er „Ich habe grade aus Versehen das falsche System angeklickt.“ [Palmface] Das gleiche Spiel also noch mal, er fährt hoch, meldet sich an, trifft diesmal doppelt richtigerweise das Produktivsystem und grummelt wieder vor sich hin, wie z.B.: „Scheiße …!“, dreht seine Tastatur um, schaut auf einen Zettel und loggt sich endlich ein. Rechts hat er ein paar Transaktionen als Favoriten abgelegt. Diese startet er einzeln hintereinander, kramt in seiner Aktentasche holt die Bild-Zeitung raus, lehnt sich zurück und schaut mich erwartungsvoll an. „Ähm, Herr Fibu-Chef. Warum haben Sie denn jetzt die Bild rausgeholt?“ „Sie wollten doch dass ich alles so machen soll wie jeden Morgen.“ antwortete er. [OMG] Mir wurde irgendwie schlecht was nicht am letztabendlichen Woco lag, verließ sein Büro mit den Worten er solle sich bei mir melden wenn dann die Fehlermeldung erscheint. „Bis dann!“ ruft er jovial hinter mir her.

Nach fast exakt vier Stunden rief der Typ mich an und verlangte nach mir. Ich eilte und schaute mir die Fehlermeldungen an: „You are auto logged out due to …“. Ich schaute ihn an, er schaute mich an. Ich fragte ihn was er denn in der Zwischenzeit gemacht hätte. Er so: „Nichts.“. Ich so: „Wie?“. Naja, er würde diese 5 Transaktionen starten dann sind sie schon mal auf dem Schirm. Am Ende des Arbeitstages macht er alles wieder zu. [FUCK]

Er ist jetzt schon seit einiger Zeit in Rente. Was ich schön für ihn und für mich finde. Letzten Freitag erhielt ich um 11:00 Uhr die gleiche Meldung vom Produktivsystem. Autologout nach vier Stunden Inaktivität. Bei mir ist das klar, ich mache im PRD sehr wenig. Ich bin eher auf der Console unterwegs oder mache Projektarbeit. Jedenfalls drehte ich mich zum roten Kollegen um und fragte ihn „Wenn einem der böse Autologout heimsucht, dann hat man doch entweder nichts geschafft oder es ist Zeit Feierabend zu machen?“ Er trocken: „Oder Beides.“

So tat ich.