RIP – André

André – vorgestern bin ich in ein Loch gefallen. Und ich weiß nicht wie lange es dauert wieder hoch zu kommen.

Ich hörte von Deinem Abschied. Unerwartet, plötzlich und nicht allzu nett von Dir. Nie mehr da zu sein. Für mich und für die Deinen.

Du weißt wie wir immer bei Horror-Filmen gelacht hatten. So blutig, so lustig. Gelacht und geweint bei Mucke die man wie nebenbei hören konnte, manchmal musste, meistens wollte. Wir wussten dass das Leben uns gehörte, aber leider das Leben nicht uns. Drauf gesoffen! Gemeinsamkeit. Darauf eine geraucht. Zusammen unserer Musik gelauscht. Stundenlang gelabert, philosophiert, telefoniert.

Deine Sister sagte einmal zu mir, da gibt es jemanden, sie meinte Dich – mein Lieber. Sie fragte „Darf er dich mal anrufen?“. Ich sagte ja. Wir lernten uns kennen. Stunden-, Nächtelang zusammen gequatscht. Gemeinsam versucht die Welt zu begreifen. Ebenso oft bei diesem Versuch gescheitert. Und dabei gelacht.

Nun bist Du weg und bist doch immer da. Für mich, für uns.

Machet jut!

P.S.: Erst jetzt schaffe ich es diesen Text vom 20. Februar 2015 zu veröffentlichen. Aus Gründen.

Verstümmelungen

6:25 Uhr – Parkplatz Knochenmühle. Meister Lampe kreuzt wie gelangweilt doch überaus selbstbewusst in meine Richtung blickend, den Weg. Den Weg den Meister halt so gehen müssen. Schon einigermaßen hell das Tageslicht, eine einzige Lerche am Himmel ölt jauchzend ihre Stimme. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite streunt eine kleine Herde Rehe wie schwebend über den Bodennebel in Richtung Wald. Die frühe Welt begrüßt mich in allerbester Manier, in Farben wie man sie nicht malen könnte. Das Himmelreich blickt auf mir hernieder und scheint zu sagen „Irgendwie und irgendwann wird alles gut.“. Ich denke: „Tja!“ Verstümmelungen weiterlesen

Von woher man kommt, wohin man geht.

Ich jedenfalls wurde nicht gefragt. „Einer von euch?“. Nach „Willst Du mit uns leben?“. „Auf die Welt kommen – mit uns zusammen sein?“. „Ein Ergebnis eines lustvollen Fickabend werden?“. Nein. Ich wurde nicht gefragt.

Ich weiß nur, ich leb. Weiß nicht warum und wieso. Das große WARUM kam später. Hinterfragen immer. Fragen des Kindes – lächelnd abgetan. Fragende Jugend – zusammengeknüppelt. Fragen als in der Gesellschaft-Angekommender – Resignation. Und – ich leb, waiß nit wie lang.

Zuerst sind es Sekunden dann Minuten, zähflüssig – dann Jahre. Alle Zeit der Welt. Teilweise Langeweile. Noch so weit hin. Noch so weit fern. Zu lernen wer ich bin. Und was ich will. Ich stirb und waiß nit wann.

Keine Agenda, kein Thema – nur Furcht. Was wird sein? Ich war so jung. Fremdbestimmt – leckt mich am Arsch! Hab nicht nach gefragt. So oder so geht es dahin, wer weiß wohin?

Ein bisschen Alk, ein wenig Shit. Mädels – vielen Dank für die Ablenkung immerfort, ich frag mich dennoch immer selbst:

„Mich wundert das ich frölich bin.“

Schirrmi (das Einzige was zählt ist Freiheit und Selbsbestimmung)

Ich leb und waiß nit wie lang,
ich stirb und waiß nit wann,
ich far und waiß nit wahin,
mich wundert daß ich frölich bin.
(evt. von Martinus von Biberach)

Auf dem Weg zum “Harzer Steiger” #3

Nach der Vorfreude und dem Schirrmi Harzer Steiger #2 wollte ich eigentlich einen Mega-Beitrag verfassen und euch alles berichten was in der gesamten Woche vorgefallen ist. Ich fing mit einen Entwurf an, sah aber bald dass der Text aufgrund von Schwurbeleien immer länger wurde. Nein, das will ich euch wirklich nicht antun. Daher nun häppchenweise und hier zunächst der Bericht über meine 9-Stempel-Tour im Harz. Aber seht selbst…. Auf dem Weg zum “Harzer Steiger” #3 weiterlesen