Nur so

Eloquenz, die Mächtigkeit der freien Rede, recht schreiben – das alles verhält sich zu mir wie die Hölle zum Himmel. Darüberhinaus habe ich auch grade keine Lust etwas mitzuteilen. Von daher, hier ein wenig larifari…Den Herrn Kohl (den!) finde ich immer noch unausstehlich. Seine Selbstmordgattin hielt es ebensowenig mit ihm aus wie sie mir persönlich eine „interessante Frisur“ bescheinigte. Frech und nie um Widerworte verlegen gab ich ihr das Kompliment zurück. Mit Paule am Ohr. Scheffe guckte so verlegen wie sparsam, ihre Bodyguards zuckten nicht mal mit den zugegebenermaßen breiten Schultern.

Comp_Nur-so_IMG_5059Apropro larifarie. Es begab sich vor ein paar Tagen dass ich meine Gelüste auf Kohl stillen wollte. Blumigen Kohl, angerichtet auf ein Kartoffelscheibenbett mit heller Soße angetrunken und mit Industriekäse gratiniert. So der grobe Plan. Wenn ich nicht alleine koche, frage ich manchmal dämlich und keck um die Ecke. Man will ja schließlich nichts falsch machen. Jedenfalls hatte ich die vorwiegend festkochenden Erdäpfel sauber und höchst proffessionell sowie ohne Klagen geschält. Sie lagen schon im Topf, dem Wassertopf. Sie so: „Nee, die musste nicht vorher kochen.“ „Das macht der Backofen von ganz alleine!“.

Grad selbstgebacken tut aber nichts zum Thema
Grad selbstgebacken tut aber nichts zum Thema

Oki, ich lass mich da ja von Kochprofis nicht lange belabern und mach so. Nach 45 Minuten sollte so ein Gratin fertig sein, unsere Mägen freuten sich ob des lieblichen Geruchs, meine kleinen Kinderaugen so groß und blauäugig so hungrig mein Bauch. Tja, was soll ich euch sagen? Die von mir excellent geschnippselten Kartoffeln waren roh. ROH! Gut, nicht alle. Aber fast alle. Knirrschend, knackend – keine Ahnung wie ich das beschreiben soll. Aber halt roh, überwiegend.

Comp_Nur-so_IMG_5082Ich stellte alsbald eine Theorie auf die sich am nächsten Tag als zutreffend herausstellte. Nämlich das überwiegend festkochende Kartoffeln mit zunehmendem kochen immer fester werden. Der Beweis am nächsten Tag. Das Ding für zunächst weitere 45 Minuten in den Ofen. Gekostet – bäh! Weitere 60 Minuten den Fraß im eigenen Saft backen lassen. Probiert: Bäh! Nach weiteren zwei Stunden, der Gratin war schön dunkel geworden in der Zwischenzeit, ich so: „Jetzt raus damit!“. „Das wird jetzt geschluckt, Du Luder!“ – Robert De Niro grinste uns wie wissend aus der Glotze entgegen, die Kartoffel nicht mehr so aber immer noch hart.

Comp_Nur-so_FullSizeRenderApropro hart. Wenn man vor lauter Geilheit nach dem ersten Loch noch das zweite sucht. Und es ist dann immer noch nicht genug und man sucht nach weiteren Löchern. Dann, ja dann – ist es soweit. Dann müssen weiterer Löcher her. Wie beispielsweise die Ohren. Gut, ihr stellt euch das vielleicht schmerzhaft vor. Oki, war es auch – ein wenig. Mit einer Hohlnadel und vorheriger Eisspraybehandlung stach sie mir zweimal ins Ohr – als ob es ihr eine Freude wär. In meiner Jugendzeit hatten wir das in der dunklen Kneipe (EU) gelassener und weniger professionell erledigt. Das kleine Ohr auf den Tisch, Hammer und Nagel waren nicht weit. Und dann ebenso – Zack!

Ach, wenn ich grade von zackig rede. Gestern Nacht hatte ich mir Geschichtsunterricht angedeihen lassen. Es fing ja erst mit Vorfreude auf Rock im Park an – Nürnberg. Erinnerten uns aufgrund der „Lügenpresse“ des allseits gefeierten Jubiläums und später begann dann Anschauungsunterricht in Form von vollendeter Rethorik, wenn auch ein wenig hinkebeinmäßig, mit anschließender, fast schon wollüstiger Freude wenn da ein Ösi zackig den Arm aufklappt. Parallelen zur Knochenmühle, sinnlosen Meetings und authoritär gebellten Anweisungen waren nicht von der Hand zu weisen.

Comp_Nur-so_IMG_5078Egal. Ach und – wo wir grade beim Thema sind. Resteverwertung. Es gab noch ein halbes Pfund dieser sonderbaren Kartoffeln. Die sollten doch nicht umkommen – um beim Thema zu bleiben. Diesmal kochte ich sie, den Kohl eben.., ähm, den Rosenkohl ebenso. Somit gibt es heute das gleiche in Grün. Nur ohne Blumen. Harhar!

„Früh raus aus den Kartoffeln!“. So mein Motto heute Morgen. Der letzte Tag vor meinem Kurzurlaub. Tja, was soll ich euch sagen? Das Motto verschlief ebenso wie meine Wenigkeit. Was sich heute Mittag aber als Glücksfall erwies. Denn wie heißt es so schön? „Wer spät kommt, kann auch früher gehen.“. :-). Hinterlasse neben meinen Hinterlassenschaften in der Knochenmühle, obwohl ich ja eigentlich ein „Heimscheißer“ bin, frustierte und neidische Angestellten aber auch eine überaus attraktive Teamassistentin die anlässlich ihres heutigen Geburtstags mal so richtig von mir gemutschelt wurde. Erdbeer-Schoko-Kuchen von meiner Kollegin, der Freundin meines Kollegen, inklusive. Spricht man da schon von Inzest?

Und sonst so? Wo ich grade am labern bin? Hatte meiner lieben, älteren Freundin mitgeteilt dass ich Urlaub habe. Sie kommt gelegentlich zu Besuch um in meiner Muckelbude nach dem Rechten zu sehen. Ich hoffe daß ich nicht noch volltrunken und mit einer Mola im Bett mäandere während Sie so herumwuselt. Habe mir doch vorgenommen einige Dinge zu erledigen die sonst zu kurz kommen. Beispielsweise mal so richtig zu tanken, danach die Getränkevorräte aufzufüllen und anschließend zum Frisör zu gehen.

Nirvana-Smiley-blackApropro Frisör: Am Freitag habe ich einen Termin bei der herzallerliebsten Mireille. Ihres Zeichens eine hochbegabte Tattoo-Künsterin. Die mir zu Diensten sein wird. Beginnend mit einen akurat ausrasiertem Hals, endend mit meinen überaus männlichen Unterarmen die dann vorher wohl auch entsprechend präpariert werden müssen wie die sanft-glatte Oberfläche einer hübsch anzusehenden Marmorstatue. Nebenbei: eigentlich wollte ich diesbezüglich eine andere Allegorie beschwören. Und damit meine ich keine Katzenvideos.

Im Übrigen waren das meine heutigen einzigen Ergüsse. Wer weiß was der Kurzurlaub noch so mit sich bringt. Was ich aber jetzt schon sagen kann ist, zum Wochenende gibt es einen frisch frisierten, glatt rasierten, mit Kohl aufgeblähten, hoffentlich halbwegs alkoholisierten sowie mit permanenten Zeichnungen gesegneten, Schirrmi mehr auf der Welt.

Für immer Euch!

 

 

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