My little Mister Seydel

Es gibt Kumpels und es gibt sie nicht. Einige haben mir Stücke meiner Zähne rausgeschlagen (Maultrommel), einige sorgten für blutige Finger (falsche Saiten auf der Gitarre). Ich vorspielte Harmonium in der Sonntagsschule und in der versammelten Kinderschaft wurde auf den Boden gepisst. Nicht vor Freude, glaube ich.

So – ich schätze seit einiger Zeit meinen kleinen Herrn Seydel. Der tut nicht weh. Gut, vielleicht den Anderen – die blöderweise, zufällig anwesend sind. Aber für mich, für meinen part of life , kann ich sagen dass der kleine Herr – ja, ich nehme ihn auch in den Mund, wir sind eine Symbiose eingegangen. Manchmal komme ich mir Homo vor…

Mein kleiner Herr Seydel:

Comp_IMG_6595Wir beide werden für immer zusammen sein.

Und wir beide begleiten beispielsweise überaus gerne auch folgenden, beeindruckenden Song von New Model Army im beschaulichen Taubertal:

Ja!

Rudi

Ich hatte mal im beschaulichen Heppingen gewohnt. Das ist ein kleines, idyllisches  Weindörfchen bei Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort war ich desöfteren in meiner Stammkneipe zu finden die von einem Berliner Koch geleitet wurde. Das tut aber jetzt nichts zur Sache.

Sie kennen das ja. Jeden Abend wird dummes Zeug erzählt, Karten gespielt, der Bedienung in den Ausschnitt geschaut und ja, sogar ab und zu geistige Getränke zu sich genommen. Und so weiter und so fort.

Es begab sich zu einer Zeit als überall Plakate hingen. Und damit meine ich wirklich überall. Konterfeis von Menschen die man eigentlich noch nicht mal Tags begegnen möchte. Hingen an jedem Rebenstock. Es war Bürgermeisterwahl.

Eines Abends ein großes Hallo und ungewöhnliche Atmosphäre in meiner Stammkneipe. Tja, da ist man ja neugierig wenn da fremde Leute reinkommen und sich irgendwann mal Gewusel ergibt. Ein paar Herren kamen zu uns an den Kartentisch. Ich gebe zu, ein wenig angeschickert war ich. Jedenfalls stellte sich ein kleiner Hanswurst per (ausgeschlagenen) Handschlag vor: „Fick!“. Tja, ich stand auf und schaute auf ihn runter und erwiderte ob er ein paar auf die Fresse haben will. Ähm, nein so er: „Ähm, nein, ich meine, mein Name ist Fick. Rudi Fick.“ Und weiter „Ich kandidiere für die Bürgermeisterwahl und möchte mich bei den Bürgerinnen und Bürgern vorstellen.“ Das hatte mich sogleich besänftigt und wir alle lagen vor Lachen auf dem Boden. Ich strich dem Ficker über das schüttere Haar, gut, dabei verschüttete ich aus Versehen auch ein wenig Bier über sein Köpfchen was mein Daddy mit „Gut für den Haarwuchs!“ kommentierte.

Warum ich jetzt auf diese alte Geschichte komme? Ich war heute in Lahnstein und fuhr da über eine Lahn-Brücke. An ebendieser war ein Schild angebracht „In Gedenken an Rudi Geil“

Geil, gelle?
Nicht dafür – Ihr Schirrmi

Langes Sitzen ist ungesünder als viel Trinken

Laut einer Studie ist langes Sitzen ungesünder als viel Trinken.

Ich war grade in der Personalabteilung und habe meinen Vorruhestand mit sofortiger Wirkung eingereicht. Ab heute stehe ich täglich 10 Stunden in der Kneipe. So!

 

Soldaten! Verweigert den Syrien-Befehl!

Wer seinem Land treu dient, sagt NEIN

Normalerweise mache ich da ja nicht mit. Also auf jeden Zug springen der grade als wilde Sau durchs Dorf getrieben wird. So wie letztens z.B. wie jeder ein französischer Satire-Mitarbeiter sein wollte oder wie in ebengleichem Land der Terror herschte und jeder plötzlich seine Solidarität zur Schau stellte.

Aber hier eine Bitte – lesen Sie sich den folgenden Artikel / Aufruf von Uli Gellermann durch und wenn Sie ihn verstanden haben und damit einverstanden sind, verlinken Sie, teilen Sie, leiten Sie den Artikel weiter. Ich finde: Es ist eine Schande dass Deutschland mal wieder in den Krieg zieht.  Mittlerweile sollte jeder wissen dass man Feuer nicht mit Benzin löschen kann.

Also hier der Lesebefehl: http://www.rationalgalerie.de/home/soldaten-verweigert-den-syrien-befehl.html

Danke,
Ihr Schirrmi

DAU Geschichten

Heute melde ich mal wieder mit einer Geschichte aus der belieben Serie „Der DAU“ – dem „Dümmsten Anzunehmenden User“.

Auf dem Telefondisplay sah ich schon die Rufnummer. Hmh, dachte ich, die Nummer kommt doch sicher aus der Finanzbuchhaltung. Es meldete sich ein, und den richtigen Namen nenne ich aus Gründen nicht, sagen wir, ein Herr Alexander Loch.

Herr Loch wäre jetzt für vier Wochen Praktikant in der Finanzbuchhaltung und er hätte die wichtige Aufgabe irgendwelche Belege in SAP zu erfassen. Sein Chef hätte den SAP-Benutzerantrag schon vor einiger Zeit in der IT abgegeben und Bescheid bekommen der entsprechende Account wäre angelegt. Jedoch kann er sich nicht anmelden.

Ich fragte ihn zunächst ob er denn schon beim Helpdesk angerufen hätte, weil die sind da erst mal für zuständig. Ja klar, aber die hätten ihn an mich verwiesen. Es würde sich ja um ein SAP-Problem handeln. Tja, wenn der Helpdesk an einen Experten verweist dann gehe ich davon aus dass die „normalen“ Dinge wie Passwort ist nicht abgelaufen, Account ist nicht gesperrt, User will sich am richtigen System anmelden etc. schon gecheckt wurden. Somit checkte ich meinerseits so Dinge wie ist der User überhaupt angelegt? Im Gültigkeitszeitraum? Rollen und Profile korrekt zugeordnet? Und dann die Basics natürlich auch noch mal – also die Dinge die der Helpdesk, also der Firstlevel checken kann und muss. Ich konnte keine Probleme feststellen.

Also meine Frage an Herrn Loch: „Was für eine Fehlermeldung erhalten Sie denn?“. „Keine Fehlermeldung, das ist es ja grade.“ erwiderte er. Und weiter hätte er ja im Studium IT-Grundkurse gehabt und kennt sich ja wohl aus damit wie man sich an ein System anmeldet. Alles klar, ich bat um Erlaubnis mit remote auf seinen Rechner zu schalten damit ich selbst sehen kann was da passiert.

„So, jetzt zeigen Sie mir mal was Sie da machen wollen.“. Ich beobachtete wie er das korrekte System doppelklickt, die Anmeldemaske erscheint. Alles prima, dachte ich so bei mir. Er gibt seinen Benutzernamen ein – sogar seinen Namen konnte er korrekt schreiben, also A.LOCH. „Super!“ sagte ich ihm „Das klappt auch. Jetzt nur noch in das Passwortfeld wechseln und das Passwort eingeben.“ – „Das ist es ja grade – das GEHT NICHT!“ mault der Herr Student ungehalten. Aber seht selbst:

SAP-Logon-Kennwort-DAU

 

„Da wo ich das Passwort eingeben soll erscheinen immer nur Sternchen!“

Ich legte auf und rief seinen Chef an.

Schirrmi

 

Allein

Du sagst, schau mal raus
und, wie schauen wir denn zusammen aus,
wie ist das denn?

Ich sag, ich sehe es nicht
kein schwarz,  nur weiss,
und Du bist dabei?

Wir, wir – der Himmel – so blau
Ich seh nur grau

Schwierig Deine zeiten,
Deine Jugend, Dein Verstand
Du weisst – ich weiss

Wie immer so blau,
verstört so klein, keine Ahnung mehr,
so groß

Und sie sagt – Du bist nicht allein – allein

So fremd die Welt, so tut sie wehe
die Menschen, Leute – HEY!-  raff ich nicht mehr

Bei mir, neben mir, wünsche ich….
und weiß dass Hoffnung
die Hoffnung gibt’s nimmer mehr

So war er, blau der Himmel
[ab fiel er ob der Hurerei, der Pimmel]

Hat mal jemand gelebt?
Ich ja, ich nicht.

Ein Fetzen Meinung hat mich heute nachdenklich gemacht. Nämlich dass wie bekannt, Frankreich im Ausnahmezustand ist und Birgit Vanderbeke hat einen Brief geschrieben. Der ist hier nachzulesen: Ein Brief aus Frankreich

Daraus möchte ich aus Gründen, nicht außerordentlich aber doch ein klein wenig auf folgendes Zitat lenken:

PS: Was die westlichen Werte betrifft, gibt es in den letzten Wochen eine interessante Entwicklung in Deutschland. Während nämlich jegliche Demonstrationen – auch z.B. anlässlich der Klimakonferenz in Paris – in Frankreich strikt untersagt sind, wird beim Nachbarn geradezu dazu aufgerufen. Allerorten werden die Bürger mit Nachdruck zu Mut und zur Bekundung ihrer Lebensfreude ermuntert, die sie möglichst durch den massenhaften Besuch von Weihnachtsmärkten und den Genuss von Glühwein auf denselben manifestieren sollen. So kann’s kommen. Noch bis vor kurzem galt Glühwein eigentlich eher als anrüchig, ein zusammengepanschtes Alkohol-Mischgetränk mit hohem Zuckeranteil und auch sonst bedenkliches Zeug zum Kopfschmerzenkriegen, aber inzwischen kann man keine politische Redesendung mehr einschalten, ohne dass einem mindestens einer der Teilnehmer eilig erklären, er jedenfalls würde sich den Genuss dieses Getränks keinesfalls versagen, weil die Weihnachtsmarkt- und Glühweinversagung genau das sei, was der islamistische Feind im Schilde führe: unsere christliche Kultur zerstören! Uns das Trinken von Glühwein auf Weihnachtsmärkten austreiben! So weit wollen wir es bei aller Furcht und Besorgnis nicht kommen lassen, da leisten wir Widerstand! Darauf noch einen Glühwein!