Wilde Schulterklopfer und Born to be wild

Es sind grade ein wenig Penunzen übrig. Eigentlich nicht, weil noch ein wenig Geld übrig sein muss um meinen Westerwälder Bunker angesichts der drohenden Vernichtung der Menschheit mit Lebensmittel auszustatten. Fünf Jahre sollten die Vorräte halten. Danach mal schauen. Wer meldet sich freiwillig? Mal schauen?

Genau weiß ich es nicht mehr. Aber es muss wohl der oder einer der ersten Rheinkultur Festivals in Bonn gewesen sein. Da war ich noch relativ jung und es spielte noch bei Tageslicht, glaube ich, Marillion. Der Tag war insgesamt ein wenig verrückt – das vorglühen bei einem Bonner Kumpel ebenso. Einer unserer Freunde war/ist Marokkaner. Nicht radikalisiert. Einfach ein Mensch. Aber das nur nebenbei.

Ich verlor die Kumpels auf dem Gelände und wachte durch starke, aber gefühlvolle Hände auf. Sie rüttelten und schüttelten. Ich lag wohl genau vor der Hauptbühne und schlief gerecht während sie ihrer Arbeit nachgehen – mussten. Da muss ich doch glatt an Pantoufle denken. Im Hintergrund hörte ich zum Ansporn der Rowdies irgendwas von Sweet – Oxigen. Kann aber auch sein dass mich ein gewisses, notwendiges Körperverlangen täuschte während ich instinktiv schon mal ein oder zwei Groschen für den Fährmann rauskramte.

Wie komme ich auf diese Sätze? Sie können es sich vorstellen. Neben mir sitzt ein Mädel, spricht mich an –es geht um Musik, Sweeeeety….. kaaaaanst Du maaaal? Gurrte sie. Und weiter hörte ich nicht mehr zu. Holte in Gedanken schon mal mein Rasiermesser raus und machte mich auf Abba, Modern Talking, Haippa, Haippa oder sonst was gefasst – und setzte schon an.

Huch, sowas von Retro. Da konnte ich auch gleich punkten und fragte ob Sie mein neu zu erstehendes Moped kennen würde. Sooooowas von Endgeil! Scheißegeilllllllll!!! Yeahhhhh! Ich konnte es mir nach Wunsch online konfigurieren. Was ein Service! Schaut selbst und freut euch mit mir (eine XT 500 ist ein Fliegenschiss dagegen):

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Da müssen Sie sich den grandiosen Film „Born to be Wild“ vorstellen während ich da druff hocke und im, ich muss es echt noch mal sagen, im wunderbaren Topcase meine Zahnkronen verstaue während ich mit Hirnschale auf dem Schädel vor der Niederelberter Eisdiele halte.

Ja, Sie fragen sich doch sicher: Was wurde aus dem Musikwunsch der Ko-Alkoholikerin? Wurde gewährt und ich konnte noch einen draufsetzen. (eine kurze Pause für ca. 15 Minuten) Und danach machte ich T.REX rein, wischte meine Stirn und ergoss mich. Wie Sie jetzt lesen können. Wenn Sie noch können. Lesen meine ich.

Ich erhielt damals eine Stulle und ein Aufbaubier von den Kerlen, musste mich dann aber vom sprichwörtlichen Acker machen. Uhr weg, Telefon hatte man noch nicht, blitzeblank das Portemonnaie und fern ab von Gut und Böse. So führte mich mein ausgestreckter Daumen heim. „Klingelingeling, Mama, ich muss mal rein!“ „Nö!“ – und trete ab. Vorhang fällt. Gary Moore läuft – nicht mehr. Jetzt sollte ein Muckevideo von Gary erscheinen, tut es aber nicht. Aus Gründen. Hier was anderes. Matt Damon hat Prince wohl mal gefragt dass und ob er aus werweißwelcher Stadt käme. Prince denkt kurz nach und antwortet sinngemäß: „Ich lebe in meinem Herzen.“

Schönen Abend!

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