Nur so

Ab und zu flöten ja ein paar Blogkommentare rein. Vielen Dank dafür! Ja, auch für die Penis-Kommentare *knicks*. Allerdings halte ich mittlerweile wenig davon, einen solchen Kommentarbereich zu haben. Der unbekannte Kumpel, da aus dem verschissenen Berlin, hat genug dazu geschrieben, mehr Nach- als Vorteile zum Besten gegeben.

Dieses Ding hier, ist ja keinerlei Politblog, aber auch kein Familientreffen, kein Nachrichtenmagazin, keine Diskussionsplattform. Hier verspritze ich meinen privaten, persönlichen und subjektiven Mist – den eigentlich niemanden was angeht. Außer den Menschen in der realen Welt. Aber mit diesen bespreche ich das sowieso. Also, die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen, kommt weg.

Manche haben morgendliche Rituale. Einstudierte, lang gelebte Tätigkeiten in einer gewissen Reihenfolge und zeitlich getaktet. Dieses robotten kann und soll für Ordnung und Pünktlichkeit sorgen. Auch wenn man nach menschlichen Maßstäben, nicht mehr in der Lage sein sollte, diese gewisse Dinge zu verrichten, die verinnerlichten „Rituale“ sorgen dafür, dass man es trotzdem vollbringt. Ein Nachdenken ist nicht erforderlich, es ist in einem drin. Hat echt Vorteile, manchmal aber auch Nachteile. Denn wenn man sich „ungesunde“ Rituale antrainiert, sind diese nur noch schwer wegzubekommen. Da muss man charakterfest sein, wenn man das wieder weghaben will. Aber bei mir ist es meist so: Aufstehen, „Scheiße“ murmeln, runter in die Küche, Kaffee kochen, Kippe drehen und mit dem mobilen Computerkamerakameraden raus auf die Terrasse. Da sah ich neulich bei Whatsapp was ich als Letztes geschrieben hatte: „Meine Güte, wieder einer der ab 1933 mitgebrüllt hat!“. Dieser Satz ging zu einer späten Stunde an einen Arbeitskollegen, und ich konnte mich am nächsten Tag nicht mehr erinnern, warum ich ihm das schrieb. Ich konnte mir vernebelt etwas vorstellen, aber im Grunde kam ich nicht drauf. Ich grübelte und dachte nach, hatte schon ein wenig Kummer, Sorgen, was der Empfänger davon hielt – und fuhr ein wenig betröppelt in die Knochenmühle. Dort gab ich den Offensiven: „Moin, Du weißt, warum ich Dir das geschrieben habe?!“ Er so: „Nö.“ Ich erwiderte dann: „Dann vergiss es. Muss die letzte Flasche Hachenburger gewesen sein. Schönen Tag.“. Er: „Dito.“

Ich will damit nur ausdrücken, mein Grübeln war sinnlos. Genauso, falls jemand in einer absolut verseuchten, versoffenen, substanzbegründeten Situation einen Blog schreibt. Kommentarfunktion abschalten, keine Emails lesen, bei nächstbester Gelegenheit könnte man Stellung nehmen. Letzteres wäre entweder mutig, oder man ist ein Weichei weil man diese Sache auch noch hochbauscht. Aber wissen Sie was? Ist mir sowieso alles scheißegal!

Apropos Knochenmühle. Die liebe, emsige, süße, hübsche, ältere polnischen Damen, die sich um unsere Kaffeemaschinen kümmert. Diese sprach mich mal direkt an und fragte: „Fährst Du dieses xxx Auto und öfters mal da und da in der Gegend? Wohnst Du da?“ Tatsächlich hat diese ü55-Dame dort ihre Joggingstrecke, wie ich erfuhr. Jetzt weiß ich, warum sie so eine prima Figur hat. Ich mag die Polen. In vielerlei Hinsicht. Vielleicht auch, weil meine Wurzeln daher rühren. Zwei, Drei Worte kann ich noch. Danke Mama und Oma!

Sie haben es bestimmt nicht mitbekommen. Heute gab sich eine Trauerfeier für einen getöteten Tankstellenangestellten zum Besten. Is ja doll! Da waren auch „wichtige“ Verbrecher Leute dabei. So eine Heuchelei ist bekannt, alles nach dem Motto „Haltet den Dieb!“. Aber da solche durchschaubaren Aktionen, jeden Tag Meldungen unserer Qualitätspresse wert sind, geschenkt. Umso schlimmer, dass ich das hier noch erwähnen muss. „.. hat ganz Deutschland entsetzt.“. Wie doof sind die? „Corona hat die Menschen verändert“ – Nein, eben nicht. Die Corona-Maßnahmen, die Gängelei, die Angstmacherei etc., haben die Menschen verändert. Wie? Kein Land, in dem wir alle gut und gerne leben? Alles Einzelfälle. Moment, bin gleich wieder da. Muss Flaschen sammeln. Gut, dass es nicht Ende des Monats ist, denn sonst könnte ich hier nicht gut und gerne sitzen, tippen, sondern müsste mich an der Tafel anstellen.

Mal schnell was anderes für die Genussfreunde, und was ich schon immer mal positiv erwähnen wollte. Denn wenigstens, ich muss wiederholen: wenigstens sorgt man sich um die Tabaksüchtigen und sorgt in deren Kreisen für unendliche Heiterkeit. Wollen Sie wissen was ich meine? (Rhetorische Frage): Auf meinem aktuellen Beutel wird gewarnt: „Rauchen kann Ihr ungeborenes Kind töten“.

Dazu folgende Fragen meinerseits:

  • Ist das Stück wirklich ungeboren? Was macht es denn da draußen?
  • Und wenn es getötet geboren ist, warum hat es da so Beatmungsschläuche im Gesicht, Kanülen in der Vene?
  • Welche Eltern würden ihr Kind für ein solches Foto hergeben? Geld von BILD oder vom RKI?
  • Mein Kind war nicht so hässlich, obwohl ich Raucher war, bin. Waren vielleicht die Eltern Nichtraucher?
  • Warum zeigt mir das Kind den Mittelfinger?

Fragen über Fragen, aber wie Sie wissen: Es ist mir Grunde Scheißegal.

Hot Chocolate: No doubt about it https://youtu.be/xhz-or4Ob9Y

P.S.: Alex W.: Blöd gelaufen. Tut mir leid. Alles Gute!

2 Gedanken zu „Nur so

  1. Ich will den letzten Kommentar hier schreiben. Würde ich mich mit dem Internet treffen (was ich prinzipiell nicht tue), müssten wir beide mal ein Bier trinken, und einen durchbuffen, dabei Justin hören, Scheiße dazu labern, wär‘ nyce, glaube ich.

    Cheers, ich habe eine Flasche Botucal am Start, weil morgen Freitag ist.
    Gruß aus dem Verschiss. Go on, my dear.

    1. Hört sich gut an, mein Lieber!

      Es war nicht der letzte Kommentar, und wird er hoffentlich auch nicht sein. Denn ich bin noch mal in mich gegangen – da ich die Kommentare ja sowieso erst genehmigen muss und da noch ein Spam-Filter dranhängt, lasse ich es zunächst doch mal so.

      Danke für den Tipp mit dem Rum! Ich bin immer dankbar für neue Anregungen hinsichtlich geistiger Getränke. Bei mir wird es heute profanen Wodka sowie Grünkohl mit Pinkel geben.

      Schönes Wochenende, machs gut!

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