Konzert Johnossi (Live Music Hall Köln, April 2013)

Live Music Hall, Köln
Live Music Hall, Köln

Erwähnte ich schon des Öfteren die schwedische Band Johnossi in meinem Blog, war es am 24.04.2013 soweit. Ich durfte Johnossi in der Live Music Hall in Kölle erleben. Die Vorfreude war zunächst groß angesichts solcher Song-Perlen wie z.B. „Execution Song“, „Dead End“ oder auch „What’s the Point“.

Leider hatte ich kurz vorher noch das grade eben erschienene Album „Transitions“ erworben. Ehrlich gesagt, ich war ziemlich demotiviert nach dem durchhören des Albums. Sagten doch John und Ossi mal das zu guter und ordentlicher Musik eine Gitarre und ein Schlagzeug reichen, ist das Duo nun ein Trio mit einem zusätzlichen Keyboarder geworden. Ich habe ja überhaupt nichts gegen Tasteninstrumente im Allgemeinen oder Keyboards im Besonderen, aber diese Scheibe *hüstel*, riss mich nun wirklich nicht vom Hocker. Im Gegenteil. Hätte gar nicht aufhören können kniend vor der Kloschüssel zu hocken. Naja!

Johnossi - Beispielfoto zweier Alkis an der Theke
Johnossi – Beispielfoto zweier Alkis an der Theke

Insofern waren meine Erwartungen für den Gig nicht allzu hoch gesteckt. Große Befürchtungen machten sich breit dass Johnossi ihr neues Album promoten wollen. Aber man sollte sich ja nicht vor dem Abend fürchten wenn er noch nicht begonnen hat (oder wie ging der Spruch noch mal?). Also, einen Schwarzgekleideten eingesackt, eine Zopfträgerin vom geilen ICE-Bahnhof in Monte abgeholt und schon ging es los Richtung Kölle. Nicht ohne sich noch die Pressluft aus den Boxen der Teufelskarre per System of the Down, B.Y.O.B. durch die Haare fegen zu lassen.

 

Das Wetter herrlich, das Sonnendach auf und mit guter Laune dank Doping (Bonbons die anstatt sie mitzunehmen auf dem Rücksitz liegen gelassen wurden) war man dann schnell angekommen. Gewisse Damen mussten noch ihr Business-Outfit gegen etwas legerererereres wechseln und ab jetzt, endlich!

Amanda Jenssen, Köln
Amanda Jenssen, Köln

Nach guten Erfahrungen in der Vergangenheit, hatten mich doch immer süße, gutaussehende Securitymädels schön und heftig umarmen wollen, ging es nach einem profanen Kartenabriss in die Live Music Hall. Kurz ein Bier in der Sonne dann fing die Vorband an zu klamauken. „Amanda Jenssen“ glaube ich heißt die heiße Braut in einem noch heißeren Outfit die die noch sparsam besuchte Halle beeindruckend bespaßte. Hätte ich das vorher gewusst, ich hätte höchstwahrscheinlich meinen Mann stehen wollen um Ihren Auftritt in Gänze zu erleben :-).

Bald ging es dann auch los und vorab schon erwähnt, Johnossi spielte auch nicht sehr lange. Ich denke so um die 80 Minuten. Meine ersten Befürchtungen wurden zunächst wahr. Es war ein Tasteninstrument auf der Bühne und John und Ossi hatten sich um einen Dritten wundersam vermehrt. Sparsam im Entertainment wurden, der Hölle sei Dank, nicht nur „Transitions“-Songs gespielt. Mit meiner Meinung nach weniger Gefühl, Rock und Innigkeit wurde ein Programm abgespult welches ich anders gemacht hätte. Highlights kamen zu früh, der Spannungsbogen wurde erst gar nicht aufgebaut, Hymnen zeitlich unpassend präsentiert. Aber Leute, ich kann es nicht genug erwähnen, Songs wie „Roscoe“ fehlten ebenso wenig wie auch der „Execution Song“.

Insgesamt verließ ich das Konzert mit ein wenig zwiespältigen Gefühlen. Ich war weder nass geschwitzt noch ausgepowert noch hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht. Die Location gewohnt o.k., Getränkeversorgung prima, die Halle war auch sicher nicht übervoll, sogar ich hatte ausreichend Bewegungsfreiheit. Ich gebe Johnossi definitiv noch Gelegenheit mich von ihren Live-Qualitäten überzeugen zu lassen. Aber als Fazit – es geht besser!

Auf dem Nachhauseweg noch schnell was Gesundes einwerfen!

Burger King

Die Nachsorge in Form von Unterkunft und Fürsorge war wie gewohnt vorbildlich. Danke S.!

Der kleine Rocker wurde von mir am nächsten Morgen direkt in der Schule abgeliefert. Mannomann, ist das da ein Verkehr in Monte. Könnte ich nicht jeden Tag machen. Und müde war ich dann auch noch in der Knochenmühle. Keine Ahnung warum, so richtig ausgepowert war ich entsprechend nicht.

Schirrmi

Pennywise Plakat
Pennywise Plakat

Auf Morgen – gleiche Location, andere Band. Pennywise!

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