Der Rabulist / neuer Lesestoff

Small_Schopi-Portrait-8R0B1474_(Schirrmi)Na? Wisst ihr wer der nette, ältere Herr ist den ich hier so sympathisch abgebildet habe? Nein? Nicht schlimm, ich verrate es euch gleich.

Letztens musste ich zwecks geschäftlicher Recherche in das Internet. Dabei stolperte ich über einen Wikipedia-Artikel der anschließend im Büro für herzhafte Lacher sorgte.

Die Rabulistik, lernte ich, ist ein eher abwertender Begriff für rhetorische Spitzfindigkeiten die in kleinlicher und rechthaberischer Weise gebraucht werden. Das folgende Zitat wird es euch deutlicher machen:

„[…] ein geschwätziger und dabey ränkvoller Sachwalter, welcher den Sinn des Gesetzes nach seinem Vortheile zu drehen weiß; ein Zungendrescher. Daher die Rabulisterey, ränkvolle Geschwätzigkeit. Es ist aus dem mittlern Lat. rabulare, viel leeres Geschrey vor Gericht machen, welches wieder von dem Lat. Rabula, ein Zungendrescher, Rabulist, abstammet. […]“

Zitat: J. C. Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart 1798

Nicht nur das mir das Wort an sich sehr gefällt und wie beiläufig und ohne Mühe in meinen begrenzten Sprachschatz wanderte, sondern auch die damit verbundenen Assoziationen waren sofort vor meinen inneren Augen präsent.

Geflissentlich nutzte ich die Gelegenheit ein neues Wort gelernt zu haben für eine kleine Umfrage im Kollegenkreis. Sandte den Link zum entsprechenden Wikipedia-Artikel und fragte „Wer könnte beispielhaft damit gemeint sein?“. Das Ergebnis fiel einstimmig aus. Aus Gründen teile ich euch den Namen der Person nicht mit ;-).

Durch diese kleine, sekundenschnelle Auflockerung der dienstlichen Ernsthaftigkeit wollte ich es mir nicht nehmen lassen ein wenig mehr darüber zu erfahren. Und schwupps, nach Feierabend, stolperte ich über meinen geliebten Schopi. Arthur Schopenhauer der u.a. für Sprüche wie „Ein guter Vorrat an Resignation ist überaus wichtig als Wegzehrung für die Lebensreise.“ bekannt ist, war ein bedeutender Philosoph aus dem 19. Jahrhundert der mich schon seit Klein-Schirrmi-Zeiten begleitet.

Nun also, in diesem Zusammenhang erstand ich das folgende Buch auf das ich mich schon diebisch freue zu lesen:

Die Kunst, Recht zu behalten
Die Kunst, Recht zu behalten

Komischerweise konstatierten einige mir sehr nahe stehenden Personen unabhängig voneinander das ich es nicht nötig hätte dieses Werk zu lesen und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, das es mich wohl schlauer aber eher nicht angenehmer im Umgang machen würde. Weiß der Teufel was die damit meinen!

Jedenfalls freue ich mich schon. Habe aber noch zwei frische Bände der geliebten Scheibenwelt vor mir. Hach! Ist das Leben schön!

Euer Schirrmi 🙂

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