Biffy Clyro – Nachlese

Biffy Clyro, Wiesbaden
Biffy Clyro, Wiesbaden (Elias Grove, CC 3.0)

Einen schönen Blogtitel zu finden ist nicht trivial. Nach Vorfreude kommt die Hauptfreude, dann logischerweise die Nachfreude. So in etwa hätte getitelt werden können oder auch „Biffy, das geile Luder“ oder z.B. „Wiesbaden – eine Rocknacht mit Gleichgesinnten“. Aber jetzt ist es nun mal so wie es ist. Biffy Clyro ist das Thema. Ein denkwürdiges und großartiges Rockkonzert mit lieben Freunden/Sohnemann in Wiesbaden.

Zur Einstimmung gibt es zunächst was auf die Ohren. Manchmal liest es sich ja besser wenn man in die passende Stimmung gekracht wird.

Facts

Lang herbeigesehnt, mit kleineren Schwierigkeiten in der Organisation, war es endlich soweit. Biffy Clyro spielt im März 2013 in Wiesbaden auf und mit dabei sind der göttliche F., die liebreizende S., die wunderbare C. und der großartige R. Location war der Schlachthof in Wiesbaden. Insgesamt gute Erreichbarkeit, prima Infrastruktur mit vielen Parkplätzen und supi zentral gelegen in der Nähe des Bahnhofs.

Biffy Clyro Collage
Biffy Clyro Collage
Simon Neil, Biffy Clyro
Simon Neil, Biffy Clyro (Kat,Flickr, CC 2.0)

Biffy Clyro, eine Band aus Schottland spielt in der Hauptsache sogenannten Progressive Rock. Insgesamt mit einer sehr hohen musikalischen Qualität, wohlfeil arrangierten Songs, Texte ausgeklügelt, der Rhythmus mitreißend. Der charismatische Sänger, Simon Neil, ist eine Rampensau und lässt es sich zu keiner Zeit nehmen mit jeder schweißtropfenden Pore seines tätowierten Körpers seine Energie an die Fans abzugeben. Wenn man sich die Studioaufnahmen von Biffy Clyro zu Gemüte führt und den Vergleich zum Live-Gig zieht so wäre das wie Tag und Nacht, meiner Meinung nach. Live sind die drei Jungs noch mal um vieles rockiger, dreckiger und ausgelassener als wie man es sich beim Lauschen einer CD vorstellen könnte.

Ankommen

Ich war zwar ein wenig desolat wegen dieser doofen, hartnäckigen Grippe, doch S. erbarmte sich und mimte ganz wunderbar den Taxifahrer. Darüber hinaus brachte sie noch die frisch gepresste Scheibe „Opposites“ mit, welche noch flugs gerippt und als Sicherungskopie auf dem edlen PKW-Audio-Abspielgerät landete. Zusammen mit F. verließen wir also freudig erregt Monte in Richtung Wiesbaden und stimmten uns musikalisch ein.

Ohne weitere Vorkommnisse schleuste uns „Uschi“ an den Zielort und wir parkten auf dem großzügigen P&R, wunderten uns noch kurz über die Menschenschlangen an den Parkautomaten, und waren bereits nach wenigen Metern am Schlachthof. Die Dose Bier noch nicht mal angesetzt, brach plötzlich ein großes „Hallo“ aus. Umarmungen hier, Vorstellungen dort. Küsschen allenthalben, Musterungen durften nicht fehlen. C. und R. überrumpelten uns quasi von hinten. Der Freundeskreis war komplett. Es konnte losgehen!

Bevor es an die Verteilung des Stempels ging, musste die bekannte Security-Schleuse durchlaufen werden. Ohne mit der Wimper zu zucken ging ich auf eine junge, hübsche Wachmännin zu und ließ mich mal so richtig schön umarmen und drücken. Meine abschließende, heiser vorgebrachte Frage wie es jetzt noch mit einem Kuss wäre, wurde negativ beantwortet. Jaja, die jungen Dinger heutzutage – alles darf, nur nicht küssen :-). So, Stempel auf die Haut bekommen, so eine komische Marke erhalten und ab in den Schlachthof. Hmh, jetzt wo ich das so schreibe erinnert mich das Prozedere an Tiere, bspw. an Schweine die grade zur Schlachtbank … Ach, lassen wir das.

Schlachthof Markierung
Schlachthof Markierung

In der Halle gab es das übliche: Ausreichende Gastronomie, Merchandising, Garderobe, 00-Örtchen. Alles o.k. soweit und wir hatten soweit nichts zu beanstanden. Und.. es gab sogar Kristallweizen! Mal mit, mal ohne Zitrone. R. war später geschickter als ich, er war nämlich der mit Zitrone. Aber dafür hatte ich noch Cocktails.

Das Konzert

Das komplett ausverkaufte Konzert sorgte in der Halle für angenehme Wärme und Nähe zwischen den Fans. Der Abend begann mit einer Vorband namens The Xcerts. Diese noch sehr jungen Jungs sorgten engagiert und überaus laut für entsprechende Einstimmung. Ebenso Schotten wie die Biffys und stilistisch zur erwartenden Musik passend sorgten Sie für ca. 30 Minuten für Aufwärmung um dann pünktlich um 21:00 Uhr den Platz für die Herbeigesehnten zu machen.

Es ging direkt los mit einem Song ihres neuen Albums. Simon, gewohnt freizügig seinen nackten Oberkörper darbietend, schwitzte die versammelte Menge gekonnt ein. Vom ersten Takt an stimmte die Chemie zwischen den Protagonisten und der ehrfurchtsvollen Meute. Schlag auf Schlag folgten 1,5 Stunden lang neue und alte Songs, nur selten unterbrochen von einem höflichen „Hey – wie geht’s?“. Jede einzelne Darbietung sorgte für gute Laune und positive Vibrations. Ich bekam das Grinsen nicht mehr aus meinem grippeverzehrten Gesicht. Über „The Captain“ am Ende der regulären Spielzeit bis zum krönenden Abschluss der Zugabe mit dem wunderbaren „Mountains“ wurde unsere Freude und Erregung bis zum unerträglichen gesteigert. Wie ihr an der Kürze des Textes seht – für mich war das Konzert unbeschreiblich geil. Falls ich mehr schreiben müsste, müsste ich mich nackig machen.

Ich hatte leider meinen Fotoapparat vergessen. Von daher bin ich dem lieben R. supi dankbar das er mit seinem Telefon eingesprungen ist. Aber seht selber in der klitze-kleinen Gallerie:

 

 

Fazit

Es ist ganz sicher nicht das letzte Mal das ich ein Biffy Clyro Konzert besuchte. Ich halte meine Augen offen für eine Wiederholung. Es ist zwar schon einige Wochen her, aber Leute, während ich hier so schreibe stellt sich wieder das Gefühl ein wie es war. Es kribbelt, ich grinse, ich will noch mal! Das Konzert- und Festivaljahr begann also mit einem Highlight. Es wird schwer zu toppen sein. Ich freue mich auf mehr. Kann es nicht abwarten.

Die lieben C. und R. verließen uns dann recht bald ohne noch mal in die Garderobe zu müssen. Umstände machten es notwendig auf ein anschließendes Miteinander zu verzichten. War es doch schließlich ein normaler Werktag und der Folgende musste schulisch und beruflich, putz und munter, bestritten werden.

@F.,S.,C. und R.: Vielen Dank für den schönen Abend. Es hat mich großartig gefreut dieses Konzert mich euch zu erleben. Ich hoffe es hat euch genauso viel Spaß wie mir gemacht. Könnten wir zum Wiederholungstäter werden?

Euer Schirrmi (Booooooom, Blast & Ruin)

P.S.: Staunend beobachteten wir am Ende auf dem P&R die Menschenmassen die am Ticketautomaten ihren Parkplatz bezahlten.

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