Auf dem Weg zum „Harzer Steiger“ #1

„Ab in den Harz!“ heißt es morgen früh. Wieder einmal und zur eigenen und zweisamen Freude. Den Büro-Pubssessel-Gestank gegen Regen, Sturm, Wind, Schnee und eisige Höhen sowie einige Anstrengungen zu tauschen. Die Seele baumeln lassen. Sich mal nicht von durchgeknallten Schlippsträgern totquatschen zu lassen.

Nachdem ich offiziell zum „Harzer Wanderkönig“ gekrönt wurde, ist mein nächstes Ziel: „Harzer Steiger“. Dafür benötige ich noch schlichte ca. 50 zusätzlich zu erwandernde Stempel von denen ich noch 16 spezielle Bergbau-Stempel (Ober- und Untertagebau) benötige. Heißt, ich muss meine jahrelangen Anstrengungen noch mal verdoppeln.

Diese Woche sind 14 zusätzliche Stempel geplant, was für mich persönlich herausfordernd ist weil ich nicht die ganze Woche wandern kann. Bin in netter Begleitung – ohne Harz- und Wandererfahrung – und will diese zunächst touristisch an den Harz, den Brocken, den Hexentanzplatz und der Walpurgisnacht heranführen.

Sei’s drum und da will ich eisern sein – ein Tag werde ich alleine unterwegs sein. Ziel ist, auf dieser Tageswanderung ganze 9 Stempel zu erwandern wobei ich mir zum Schluß noch mal eine 4km Strecke, je nach Verfassung, in der Hinterhand halte um noch einen abzugreifen. Wie folgt:

Harz-Tour-2015-Ottofelsen-Steinerne_Renne -Plessenburg - Ilsestein

Gut, das sieht jetzt nicht so schlimm aus. Aber ich bin immer noch nicht so richtig aus meinem Winterschlaf erwacht. Die Muckis immer noch recht erschlafft, die Beine zittrig schon nach 75 Minuten Matrazensport, die Hände zittrig schon nach 4 Tagen Dauersuff. Uff!

Small_8R0B1780-Urkunde-und-AbzeichenAm Ende des Jahres sollte auf meiner geliebten, alten Socke eine neue Plakette pranken: „Harzer Eisenerz mit Silberplakette (Unikat, handgefertigt, Größe: 3 – 5 cm)“. Platz ist ja noch genug auf dem stinkenden Etwas. Ach nebenbei, mag noch jemand ein Pfund Parmesan (*1) – kostenlos?

Small_IMG_0953Nachdem ich bekanntlich einmal die Wikipedia: Eiger Nordwand bezwungen hatte (*2), freue ich mal wieder auf den Brocken. Fünfmal bis jetzt und das aus allen möglichen und unmöglichen Richtungen habe ich ihn niedergekämpft.  Hoch, runter, drüber, einmal runter und oben was vergessen – wieder hoch und runter. Quasi mein Schicksalsberg. Lieber bei der damaligen Wikipedia: Die 6. Armee (Wehrmacht) das „Heimatland“ verteidigt als noch einmal da hoch! Egal, ich denke an Deutschland und fühle mich ein in das Unvermeidliche. Ich gedenke zwei Hin-Rückfahrttickets der Brockenbahn zu erwerben.

Small_IMG_0973So oder so wird es schön. Obwohl kürzlich der Sommer einkehrte und sich just gestern verabschiedete um das gewöhnlich schlechte Wetter im Harz noch schlechter werden zu lassen. Ich hoffe das ich nicht eingekesselt und niedergeknüppelt, wahlweise mit Hilfe von Gas gefügig gemacht werde (Frankfurter Neue Presse: Polizeigewalt) wenn ich mich aufgrund bitterster Witterungsverhältnisse ein wenig vermumme.

Ich werde nächste Woche berichten was und wie es war.

Euer Schirrmi 🙂

*1: Vorsicht ekelig: Eine halbe Schuhgröße verlor ich heute in Form von Hornhaut. Die nach unten gekräuselten Nägel meiner Füße wurden ebenso entsorgt. Hach! Das hat geduftet!

*2: Ich hatte zwei Jahre lang trainiert, die Eiger-Nordwand studiert – also meine Erstbegehung vorbereitet. Ein ganzes Bücherregal macht die entsprechende Literatur aus. Nachdem ich aber immer öfters Alpträume bekam und meine im Bett befindlichen Wärmflaschen mit schrecklichsten Rufen wie z.B. „ICH FALLE!“ oder „ICH RUTSCHE AB!“ oder „Ich kann nicht mehr, lass mich einfach liegen.“ nervte, lies ich von dem Vorhaben ab. Tja!

 

 

4 Gedanken zu „Auf dem Weg zum „Harzer Steiger“ #1

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