Archiv des Monats: Juli 2016

Boykott now! Boykottiert AMAZON!

Heute ist der sogenannte Prime-Day von Amazon. Das bedeutet das „Prime“-Kunden von Amazon exklusiv an ganz besonderen Angeboten partizipieren können. Andere Kunden nicht. Ich las mit Entsetzen das alleine in Deutschland zig Millionen Menschen schon Amazon-Prime-Kunden sind.

Amazon, der Inbegriff einer Datenkrake, neben Amazon und Facebook. Amazon der Inbegriff von Ausbeutung. Amazon der Innbegriff von schlechter Bezahlung. Amazon der Innbegriff von Menschenfeindlichkeit. Amazon der Innbegriff eines Monopols!

Go Home Amazon! Kack ab, Amazon! Du Amazon-Schwein!

Muss man doch mal sagen dürfen. Nicht?

Heute habe ich k-e-i-n E-i-n-z-i-g-e-s-A-n-g-e-b-o-t finden können welches meine Kaufbedürfnisse befriedigen konnte. Also macht mit: BOYKOTTIERT AMAZON, NOW!!!!!!

Danke für Mobilization!

Zusammen, nur zusammen sind wir stark!

P.S.: Ich erstand heute außerhalb dieses sogenannten Prime-Day ein neues, leises PC-Netzteil mit 650 Watt. Es kommt morgen bei mir an. Versandkostenfrei. Prime as prime can be. Und ja, die Asche hatte ich heute schon auf meinem Haupt.

Die bepisste Landebahn

Damals. Wir gingen auf eine private Abi-Party. Mein Mädel war so toll, ich ebenso hübsch. Die Flüssigkeiten flossen, die Musik wurde lauter, die Hüften ekstatisch im Takt –uns gehört die Welt, wir waren so geil. Oben schauten die Eltern den Tatort und wollten Verantwortung heucheln.

„Nee, nö, uns geht es gut – geht ruhig zu Bett. Wir kommen klar.“ Beruhigten wir sie und sahen den Neid in ihren alten Augen und brachten sie kichernd ins Schlafzimmer – die fremden Gastgeber die ihr Haus und ungewollt ihre Bar für uns geöffnet hatten.

Ich war so blau und schaute herunter und fragte meinen besten Freund was das Ganze soll. Meine liebste Begleitung, die mit den Löwenlockenhaaren verteilte ihren eigenen Champagner unter Kinder die es nicht genießen konnten. Mein Kumpel rempelte, stolzierte dann vor Beschämung – hatte er doch wieder mal jemand Unbeteiligten erwischt, von dannen. Oh Pein!

Diese ganzen Leute, ich stehe abseits und in mir wächst der Gedanke – ich gehöre nicht dazu. Ein Gefühl zwischen Kotzen und Kacken überkommt mich. Da, schon wieder einer: „Du bist so cool, ich liebe Dich!“ Tja – und lasse ihn an mir abplatschen. Ich glaub ich muss pissen.

Im diesem Jugend-/Mädchenkeller gab es ein Bad mit einer Toilette. Die Tür ist nicht abgeschlossen, ich gehe rein. Hey – da sitzt ja jemand und pisst. „Wie schaut das aus?“ so die Nelke zu mir und zieht ihre Scham auseinander – darüber eine haarig ausrasierte  Landebahn. Schaut mich mit hochgezogenen Augenbrauen und skeptisch verzogenem Schnütchen erwartungsvoll an. „Normal.“ sage ich und gehe wieder raus.

Ich mache mir noch ein Bier auf, gehe in einen Discokugel-Schatten und wünsche mich auf einen anderen Planeten. Außer Bier gibt es noch Blue-Curairgendwas und grünen Bananenscheiß. Etwas kerniges, was für Jungs wäre jetzt schön. Na ja. Wusste ich ja vorher schon. Die sind so jung. So fröhlich und unbedarft. Ich war ebenso wie sie. Nur nicht mehr unbedarft. Schon lange nicht mehr.

Kurz später tumultartige Zustände. Jemand brüllt. Leute versuchen zu beschwichtigen. Aha! Kann ja doch noch ein interessanter Abend werden und schaue mir das Spiel erwartungsvoll an. Die Bilder habe ich immer noch im Kopf. Betrunkene Kids versuchen ein betrunkenes Kind zurückzuhalten. „AUF DIE FRESSE!“ „DER KRIEGT EINEN AUF DIE FRESSE, DAS SCHWEIN!“ – hach, jetzt fängt es an lustig zu werden bis ich realisierte dass der Irre auf mich los wollte. Er riss sich irgendwie los, stolperte auf mich wie ein verhuschtes Opposum zu und prallte ab. Dann lag er da und weinte. Stammelte was von „Freundin auf der Toilette vergewaltigen“ und heimzahlen usw. Ich wusste immer noch nicht was los war. Die versammelte Kinderbande sah mich scheel an, aus den Augenwinkeln sah ich die Landebahntrulla mir zuzwinkern und dann kam es mir. Ach nee. Schon wieder so ein Mädchending.

Ich klärte auf was niemand begriff, die Party wurde aufgelöst meine Freundin wünschte mir ein weiteres fieses Leben und alle dampften ab. Abi-Fete vorbei. Aus, ein Abend der einer der schönsten im Leben der Kiddies werden sollte. Was soll ich sagen? Die Gastgeberin, noch nüchtern, erklärte mir dass sie das doofe Miststück kenne und erkannte meine Unschuld. Eine schöne Nacht mit ihr im Bett verbringend, vergaß ich diese kleinen, fiesen Pissnelken.

Morgens am Frühstückstisch, es war ja genug zum Fressen da – mit mehr Gästen als nur mit mir wurde gerechnet, fragte ich Herrn Daddy wie denn der Tatort war. So, naja, sagte er. Ich entgegnete ein paar Worte wie „.. haste in der Nacht im Keller was verpasst..“, roch an meinen Fingern und griff noch mal in die Wurstplatte.

Meine Liebe hatte ich – gehabt. Die anderen wollten mich auch. Perfide dieses Spiel. Nun, weil ich es mehr als einmal lernen konnte, mache ich es anders. Ich lege mir einen Bierbauch zu, lasse mir graue Haare an den Schläfen wachsen und trage Polohemden.

Gute Strategie?

Rage against the machine – Killing in the name

Bullenalarm oder eine eventuell gute Idee

Warnung: Baby´s, Kinder und Jugendliche, Söhne und sonstige Angehörige lesen nicht weiter wegen macht man nicht.

Der Tatort ist ein Bonner Vorort. Dieser ist recht verschlafen, vegan, offiziell geehrt als überaus Fahrradfreundliche NRW-Stadt. Neben Radfahrern hat man es auch mit sehr alten Menschen zu tun. Die nur so alt werden konnten aufgrund von Reichtum und Nichtstun. Arbeiten brauchten sie nie. Erstklassige privatärztliche Behandlungen verlängern ihr arrogantes Leben. Ihre Nazi-Obergeneral- und Feldmarschalsehemänner sind weggestorben, ihre Villen und die verkommenen Nachgeburten treten, BWL- oder Jurastudierend in ihre Fußstapfen. Hier wird gut gelebt, wie immer auf Kosten der „normalen“ Menschen. Wollte ich abschweifenderweise nur mal am Rande erwähnen, es tut nämlich nichts zur Sache.

Wir feierten in diesem kleinen, verschissenen Ort sehr gerne. Falls wir woanders gewohnt hätten, hätten wir selbstverständlich woanders gefeiert. Aber so waren wir halt da die Pest. Laut, ungehobelt und unangenehmen Dingen und Themen nicht aus dem Weg gehend. Wir wetteten bei der ersten Dose Bier ob diesmal auch die korrekte Reihenfolge eingehalten wird: Saufen, banale Unterhaltung, Diskussionen, Ruhestörung, Stress mit den Nachbarn, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beamtenbeleidigung. Party zu Ende. Der Gewinner der Wette erhielt mehr zu trinken als die anderen.

Jedenfalls führte dieses Vorgehen regelmäßig zu akuten Alkoholnotstand. Sie können sich das vielleicht vorstellen. Wenn dann auch noch die alten, vertrockneten Geranien weggeraucht waren musste irgendwer neuen Stoff besorgen. Da unser liebstes Fußballnachbarland (hihi), Holland, doch ein wenig zu weit weg ist, griffen wir auf die örtliche Tankstelle zurück. Dank der ganznächtlichen Öffnungszeiten einer Bummbumm-Disco, hatte auch die Tanke die ganze Nacht auf. Die paar Kilometer gehen war nicht möglich. O.k., doch das war möglich und hatten wir auch schon probiert. Nur – der der ging, kam nie wieder zurück. Auch die Taxen, denen wir noch so und so viel Geld schuldeten hatten keinen Bock mehr für Nachschub zu sorgen. Also hieß es, wer fährt?

Einmal fuhr ich, mit süßer Begleitung, zur Tanke. Nur nicht auffallen. Die Musik etwas leiser drehen und schön vorschriftmäßig blinken, rechts vor links beachten, vor einer roten Ampel halten. Etc. Sie kennen das. Ab und zu mal für Frühstück und Lektüre sorgen. Was? Das kennen Sie nicht? Es gibt so Wixer die sich Ihre Brötchen und die morgendliche Bild-Zeitung per Boten bringen lassen. Diese Boten erwischt man dann, nimmt ihnen alles weg was sie auszuliefern haben und steckt ihnen 30,- EUR in die Tasche. Das ist mehr als ein Monatsverdienst, wie mir ein solch Ausgenutzter mal erklärte.

Ich hielt vorschriftsmäßig an der Zapfsäule und sah direkt vor mir den Eingang. Davor standen zwei Bullen. Die Süße sah das und wurde ganz aufgeregt. Wollte anfangen zu diskutieren, nee geh da nicht rein und so weiter. Ich machte die Fahrertür auf, ein paar leere Dosen klöderten raus und ich ging rein. Kam mit jede Menge Alk unter den Armen wieder raus und rief durch das geöffnete Dachfenster „mach ma die Tür auf!“. Die Jungbullen schauten interessiert wie blöd und ich stieg ein. „Nimm doch wenigstens ein Pfefferminzbonbon!“ so ganz aufgeregt die Süße. Nö. Ich wusste was kommen wird. Sobald ich starte und losfahre werde ich angehalten. Also rieb ich mir die Nase und kam auf Tricksiebzehn. Nämlich noch mal aussteigen, wieder zwischen die Möchtegerntürsteher in die Tanke und kaufte noch ein paar Kippen. Dann erst ging ich lässig, eine schöne gute Nacht murmelnd zu der Karre, startete und drehte Thin Lizzy lauter.

„JA HAST DU SIE NICHT MEHR ALLE?“ versuchte die Süße die Mucke zu übertönen. Nee, dachte ich – die Verkleideten waren noch so jung und ich zählte auf die Dreistigkeit. Nämlich so dreist dass man als Nichtverkehrstüchtiger nochmal das Glück herausfordert, nee, das kann nicht sein. Und so war es auch. Wir gelangten gut nach Hause und die Welt wurde immer noch ein wenig schöner, lauter.

Eine gute Idee wäre wohl gewesen nicht mehr zu fahren. Eine schlechte Idee, so meinte ich, wäre gewesen an der Tanke einfach abzuhauen um ihnen in die Arme zu fallen. So dazwischen hat es geklappt.

Disclaimer: Das war damals, kann mich gar nicht mehr erinnernJ. Sowas mache ich nicht mehr. Und ihr bitte auch nicht.

Prost!

P.S.: Wenigstens habe ich die Mülltonne schon an den Straßenrand gestellt. Morgen ist Papier.

Extrabreit – Polizisten

Wie man World-Wide-Web-Benutzer dezimiert

Es ist sicher kein Geheimnis dass man nicht alleine auf der Welt ist. Das reale Leben verlagert sich seit einiger Zeit in eine virtuelle. Nämlich in die endlosen Weiten des WWW und der sogenannten Social Networks. Dort wird sich ausgetobt. Dort kann jeder Honk seinen Sermon hinterlassen, diffamieren, dumme Scheiße labern, seine ungebildete Meinung kundtun, Katzenvideos verteilen. Gut, ich bin auch dabei. Bis auf social networks.

Während meiner kurzen Tee-Pausen in der Knochenmühle starte ich manchmal, um ein wenig den Kopf freizubekommen, das World Wide Web und stöbere. Und rege mich auf. Und bekomme graue Haare. Manchmal richtiggehend Wut. Oder die alte Sau Sarkasmus macht sich in mir breit. Jedenfalls kam mir grade eine Idee wie man manche Honks im WWW ein für alle Mal eliminieren kann.

Wie folgt: A. schreibt einen Blog und in diesem verlinkt man auf einen Blog des B. Bei B. hinterlässt A. einen Kommentar der dann wieder zurück auf A. verweist. Dort landet man wieder auf B. und so weiter und so fort. Die Honks sind dann in einer Endlosschleife gefangen und beschäftigen sich mit sich selbst, so lange bis sie verhungert sind. Je nach Güte und Inhalt der beiden Blogs könnten sich die Honks auch totlachen oder vor lauter Wichsen an infizierten Wundbrand sterben. Oder Auszehrung.

So! Gelle?

Das Aufmach- und Reinsteckproblem oder die vertane 50-50 Chance

Kennen Sie die theoretische Fifty-Fifty-Chance? Klaro oder? Falls nicht, haben Sie den Knall nicht gehört. Reine Mathematik. Bei zwei zu wählenden Optionen ist es tatsächlich 50 zu 50. Und wie das beim Wählen so ist, hat man eine Vorliebe, ich meine man möchte das Eine eher als das Andere. Oder anders gesagt, man möchte tatsächlich nur das Eine und nicht das Andere.

Offensichtlich bin ich kein Spielertyp. Denn wenn, dann hätte ich schon Haus und Hof verspielt. Denn bei einer statistisch so guten Chance erhalte ich immer die ungewünschten, anderen Fifties. Ich gebe Ihnen zur Verdeutlichung ein Beispiel. USB-Stecker. Jedes Mal, ich buchstabiere J-E-D-E-S-M-A-L stecke ich den USB-Stecker falsch herum. Mittlerweile hat sich das bei mir zu einer Angstphobie entwickelt. Denn ich weiß, ich stecke immer falsch. Immer. Fast ohne Ausnahmen. Fühle mich verarscht, nehme dann Gerät und Stecker bewusst sehend vor meinen weitsichtigen blauen Augen in die Hand und führe filigran dann das männliche in das weibliche, in voller Hoffnung ein. Falls  es doch mal auf Anhieb klappt den USB-Stecker richtig herum einzuführen, erschrecke ich mich so vor Freude dass ich ihn wieder rausziehe. Tja, Sie können sich denken was beim abermaligen Versuch passiert: Falsch herum!

Lesen Sie die Beipackzettel von Medikamenten? Sollten Sie! Denn der Schaden könnte den Nutzen überwiegen. Ich weiß das. Habe schon so und so oft mit Frau Doktoren studiert und geschlafen. Aber machen Sie das auch? Ich nicht mehr. Denn diese Beipackzettel sind komplizierter gefaltet als wie es chinesische Weltmeister in der Origami-Disziplin hinbekommen könnten. Nie kann ich den Zettel wieder in Originalform zurückfalten. Und im Ergebnis passt der Zettel dann auch nicht mehr in die Schachtel. Die Alte!

Da liegt die Schachtel vor mir und ich möchte sie öffnen um mir eine Pille zu genehmigen. Jetzt raten Sie mal welche der beiden Seiten ich öffne? Selbstverständlich immer die Seite wo der Beipackzettelrücken den Inhalt umschließt. Dann wieder zu und die andere Seite öffnen um an die Tabletten zu kommen. JEDESMAL, verdammte Kacke! Tipp: Geraten Sie nicht in Wut und reißen den Zettel einfach raus. Sie werden ihn nie wieder reinbekommen.

Anderes Beispiel. Stellen Sie sich vor es ist dunkel und Sie spielen Billard. Sie haben einen Stoß, eine Kugel und es gibt nur ein richtiges Loch von Zweien um das Spiel zu gewinnen. Wo landet man? Klaro – im falschen Loch!

Tankstelle, Zapfsäule? Hmh? Nee, ich hör jetzt auf. Ist doch blöd jetzt. Falsche Herdplatte angemacht? Die Ziggi am Filter angezündet? Auf dem Tisch stehen Bierdosen, Sie erwischen immer die leere? Spielen Sie Harmonika? Falsch rum. Klappen im Bett Ihr Buch auf? Falsch rum. Greifen zur Fernbedienung? Falsch herum.

Ist es nicht fürchterlich? Entweder ist meine persönliche Welt entgegengesetzt zur herrschenden Realität oder man hat mich im Kindesalter umerzogen. Was im Grunde egal ist weil das Resultat das Gleiche wäre.

Ich Pechvogel – give me five! Oh, falsche Hand 🙁

Der Dodo

Ich wollte einem lieben Kollegen schon lange mal einen netten Gruß nach Thailand senden. Sein Originalname ist für westliche Zungen nicht sehr eingängig. Das wissen die Leute dort und machen uns Banausen einen Gefallen und geben sich einen einprägsameren Namen. Einen Spitznamen. So nennt sich der Kollege schlicht „Dodo“.

Lieber Dodo, viele liebe Grüße nach Thailand und gute Nacht! Macht Spaß mit Dir zu arbeiten. Und als ich letztens mal in Berlin war, fertigte ich extra für Dich ein Foto an. Sieh nur:Comp_8R0B1128

Warum ich grade jetzt an Dich denke? Ich mag dem Kiezi seine köstlichen Ergüsse. Lies, freue und lache mit mir bei „Im Baumarkt der ewigen Ödnis„.

Ach, und wo ich grade dabei bin, liebe Grüße auch an den Kiezneurotiker.

P.S.: „dem Kiezi seine köstlichen Ergüsse“ – köstlich 🙂

P.P.S.: Die Aufnahme enstand da irgendwo wo auch so ein Hügel ist mit einer gotischen Spitze die aussieht als ob man sie vom Kölner Dom geklaut hätte. Prost!

Deutsche Handball Nationalmannschaft gescheitert

Marseille (jos) – Ende, Aus! Nach einem furiosen Auftakt scheitert die deutsche Handball Nationalmannschaft im EM-Fußball Halbfinale gegen die klar stärkere Gastgebermannschaft aus Frankreich.

Mit einiger Belustigung blickte die Fußballwelt auf den „Exoten“ der als klarer Außenseiter bei der Fußball-EM 2016 antrat. Nach Meinung der Experten war das junge deutsche Handball-Team ohne jede Chance. Herr Faula Träter (EM-Experte) meint dazu: „Völlig klar dass ein Handball-Team gar nicht die Möglichkeiten hat auf einem so viel größeren Feld als wie sie es in der Halle gewohnt sind, zu bestehen. Ganz zu schweigen von den unterschiedlichen Regeln.“

Umso größer war das Europaweite Entsetzen als das Team um Jogi Löw sogar den Favoriten Italien in einem spannenden Krimi mit 6:5 i.E aus dem Turnier warf. Dieses Ergebnis stimmte sogar den Halbfinal Gegner Frankreich nachdenklich, die Experten wunderten sich. Jogi Löw dazu: „Großartig diese Jungs! Diese Spritzigkeit und die bärenstarke Manndeckung wird auch im Halbfinale zu einem befriedigenden Ergebnis führen.“, befühlte seinen Hoden und verschwand in der Mannschaftskabine.

In der großartigen Kulisse des Marseiller Fußballstadion und mit hervorragender Stimmung unter den Fans konnten beide Teams ihre sportliche Einzigartigkeit beweisen. Während der offensiv aufspielende Gegner Frankreich das deutsche Handballteam schon in den ersten Minuten unter sehr hohen Druck setzte konnte nur der Handballwelttorhüter Manual Neuer einen frühen Rückstand verhindern. Unglücklicherweise sorgte der deutsche Kapitän Bastian Schweinsteiger mit einer Einzelaktion im eigenen Strafraum für einen erfolgreichen Elfmeter zugunsten der Gastgeber. 1:0! Bastian Schweinsteiger dazu: „Verstehen kann ich diese Schiedsrichterentscheidung nicht da ich ganz klar mit der Hand gespielt hatte.“ In der zweiten Halbzeit kam es durch einen Fehler in der deutschen Abwehr zu dem 2:0. Mit Unverständnis reagierte der DFB noch während des Spiels. Ein Verantwortlicher dazu: „Das Tor wurde ganz klar mit dem Fuß erzielt. Die Schiedsrichter waren meiner Meinung nach blind, bestochen und doof.“

Auch mit einer großartigen, kräftezehrenden Laufleistung konnte das deutsche Handball-Team nicht mehr am Endergebnis rütteln. Es blieb beim 2:0. Alles in allem war es ein großartiger Fußhandball-Abend. Erfrischend eine Stimme von der Berliner Fanmeile dazu: „Papi, wer sind denn die Franzosen? Die Blauen oder die Weißen?“ „Die Schwarzen, Sören“.

Mit schmerzenden Handgelenken verabschiedete sich das deutsche Handball-Team, nicht ohne sich bei den Franzosen für die Gastfreundschaft zu bedanken und viel Glück für das Finale zu wünschen. Dieses findet am kommenden Sonntag den 10 Juli in Paris statt. Dann heißt es wieder einmal: „Allez les Bleus!“

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Ein verflixtes Datum

Wie jeder Job, wie jede Arbeitsstelle, bietet auch die Büroarbeit manchmal Anlass zum Schmunzeln. Je nach Arbeitsstelle kommt das selten oder öfters vor. Eigentlich wollte ich grade lieber „manchmal“ schreiben, aber das kam da oben ja schon vor.

Jedenfalls höre ich grade den Grunge-Channel von Delta Radio und das bringt mich furchtbar runter. Aber ich habe es ja gut. Brauche nicht zum Messer greifen damit das Blut spritzt sondern nehme mir einfach ein paar der halbabgeheilten Neurodermitiswunden vor und kratze solange bis das Blut spritzt / fließt. Das ist Befriedigung. Aber ich schweife ab.

Manchmal (haha) könnte man im Büroalltag schon ins Kichern kommen. Wenn beispielsweise hochbezahlte Ingenieure und ehemalige Lochkartenstanzer einem wat verzälle wolle. Um dann am Ende dumm aus der Wäsche zu schauen. Menschen die sich wie Wickie die Nase reiben, „Heureka“ schreien und anschließend alles schlimmer machen als es vorher war. Ich habe mir abgewöhnt mich einzumischen. Ich musste auch durch Fehler lernen. Durch die harte Schule der Selbsterkenntnis gehen. Ich lasse sie gegen die Wände rennen. Ich lasse ihnen diese Fehler. Ich sehe es. Ich sage nichts mehr. Ich rege mich nicht mehr auf. Ich will auch kein Beschützer mehr sein. Ich halte meine Schnauze und freue mich auf die verbrecherischen Ergebnisse ihrer Aktionen, „guten“ Ideen und diese Scheiß-Workarrounds die zunächst kurz helfen, dann aber so schmutzig und dreckig bleiben bis zum Sankt Nimmer. Spätestens bis zum nächsten Audit.

Audit. Wenn die geschlippsten Burschen – frisch von der Uni – daherkommen und einem mit ernster Miene wat verzälle wollen. Blödsinnige IT-Controls kontrollieren wollen und das nach Schema-F. Sie sind entweder frische Juristen oder in der Mehrzahl BWL’er. Keine Ahnung wo der Hase lang läuft aber die Krawatte nicht alleine binden können. Einem habe ich mal am Binder gezubbelt und erschrak ganz fürchterlich – hatte ich doch plötzlich was in der Hand – die Klemmkrawatte. Kennen Sie Klemmkrawatten? Was habe ich vor versammelter Mannschaft gelacht und fragte ihn gemein kichernd ob Omi keine Zeit gehabt hätte mit auf Dienstreise zu fahren um dem Kleenen den Strick zu knüpfen.

Aber ich schweife ab.

Ist es ein Segen oder ein Fluch? Ich kann über mich selbst lachen. Gestern war ich ein Idiot und keiner hat es mitbekommen. NIEMAND! Deswegen, liebes Tagebuch. Bitte nichts weiter erzählen. Bitte, bitte..

Mittwochs transportiere ich genehmigte und getestete (ich lach mich schlapp!) Programmänderungen in das Produktivsystem. Sehr, sehr früh. Muss geschehen bevor das Business anfängt mit dem System zu arbeiten. Übrigens ist das ein Kunststück. Wir haben weltweit Benutzer, über alle Zeitzonen hinweg. Ein 24×7 System. Von daher ist es für mich ein running gag – die Vorgabe, Änderungen nur vor dem Businessbeginn importieren zu müssen / sollen. Jedenfalls geht alles schön mit Formulare, mit Unterschriften – fill correctly and sign after testing. Gut, is langweilig. Daher in Kürze. Die Keyuser testen und unterschreiben wenn o.k. Der zuständige Entwickler oder Business Analyst unterschreibt auch. Dann prüft noch mein Lieblingskollege und bestätigt das auch noch mal handschriftlich mit Datum und Unterschrift und genehmigt. Ich als Letzter in der Kette haue die Dinger in das PRD und unterzeichne ebenfalls. Boaahhrrr!

Jedenfalls (<= geiles Wort) habe ich einen Stapel von Formulare, haue die Objekte in das Produktivsystem und unterzeichne mit Datumsangabe handschriftlich. Korrekterweise war das gestern –und jetzt stellen Sie sich bitte eine überaus unleserliche Handschrift vor – der 06.07.2016. So fing ich bei den ersten Blättern an. Es kam mir etwas komisch vor denn ich erwischte mich alsbald dass ich 07.06.2016 schrieb. Den fertigen Formularstapel nahm ich mir dann wieder vor, strich das falsche Datum durch und ergänzte unten richtigerweise mit 06.07.2016 und legte wieder ab. Es kam mir wieder etwas komisch vor und nahm mir die Ablage wiederrum vor und sah: Ich schrieb wieder den 6. Juni. Also alles nochmal. Auch diese Datümer wieder durchgestrichen und dann habe ich mich echt, ganz ehrlich gezwungen korrekt zu schreiben. So war es dann auch. Ich bekam mich im Griff und schrieb überall und schlussendlich den 06.07. Stolz packte ich den Stapel Papier und ging rüber zum Einscannen, sah noch mal druff und sah. Sah und sah und entsetzte mich vor mich. Oder vor mir? Blöde Rheinländer. Zum Thema: Ich sah 06.07.2015 auf den Formularen.

Zu wirr? Unverständlich? Hier eine kleine Hilfe:Comp_IMG_7699

Und? Doof, oder?

Blonde Kolleginnen mit langen Beinen feiern

Sie werden es nicht glauben. Ich fasse es selbst noch nicht!

Stupide organisiere, tippe, programmiere, diskutiere, onaniere, resigniere ich so in der Knochenmühle vor mich hin und stelle mir ein engelsgleiches, blondes Wesen vor. Mit langen schlanken Beinen. Mit einem netten Äußeren. Mit Grips wenn es nötig ist, mit ohne Grips – Instinkte pur bei anderen Gelegenheiten. Sportlich schlank, aber nicht allzusehr. Mit gutem Musikgeschmack. Motorradfahrend. In dunklen Zeiten geht die Sonne auf wenn sie erscheint.

„Klöpfchen, klöpfchen“ klopft es an meine Tür. „HERRRREIN!“ schnarre ich überaus ungestüm wie nett genervt und schaue. Zuerst kommen wunderschöne, schwarze Damenschuhe mit interessanten Absätzen gefolgt von Beinen. Dann erst mal nichts. Immer noch Beine – sie kamen immer noch rein. (kam mir langsam schon wie in einem Film vor). Schlanke, lange, sportliche Damenbeine in engen Hosen. Hach, Klappmesser – ik hör dir trappsen.

Sie müssen sich das mal vorstellen! Haben Sie schon mal Klappmesser trappsen hören? Nee? Ich auch nicht. Sorry für diesen Exkurs.

Jedenfalls lurte verschämt erst eine blonde Haarpracht, dann ein liebes Gesicht herein. „Störe ich, Johannes?“. Ähm, uff, mist, jetzt hätte ich gerne eine Ziggi danach, brummelte ich in meinen Bart und hieß sie hereinzukommen. Sonst ist mein vom Büroschaffen verkrüpelter Quasimodo-Rücken nicht schön anzuschaun. Zack! Wie eine Eins standen wir, eh, ich, äh, saße ich im Stuhl, bleckte meine Zähne und warf mir ein Pfefferminzbonbon rein um zuckersüß zu fragen: „Jaaahaaaaaahhhh?“ Und wischte mir einen Speichelfaden vom Mundwinkel.

Da stand sie nun vor mir in voller Pracht und hinter ihr die Tür. Ich in ebensolcher vor ihr. Sie hatte was in den Händen und überreichte es mir. Ich sah es nicht. Hände? Hallo? Sie öffnete keck ihre zarten, kirschförmigen Lippen um „Johannes, ich möchte mich bei Dir bedanken.“ zu hauchen. „Hmhhhhmmmm?“ heiserte ich mit belegter Zunge zurück.

„Dass ich Deinen Schlüssel haben kann. Auch wenn Du nicht da bist. Dafür danke ich Dir.“ Und legte mir eine Schachtel „Feiern“ auf den Tisch und verschwand Feengleich nicht ohne ihren süßen Duft zu hinterlassen, aus meinem Büro. Ich youtubte Celebration, fuhr verwirrt mit dem Stuhl nach hinten und stürzte mit Kool and the Gang aus dem Fenster.

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Ob dem dumpfen Knall rief sie aus dem anderen Stockwerk „Is was?“

Leise Schoki mümmelnd konzentrierte ich mich wieder auf die Arbeit.

Was ein Tag! 🙂

Der Pansen macht mir Freude

Boaaahhh, Leute! Was habe ich mich gefreut!

Letzten Sonntag klingelte es an der Muckelbudentür, ich raste, die Unterhose auf halb Acht, die Treppen runter, öffnete die Tür und wurde von einem wildgewordenen Handballer / Punkrocker umgerissen der mir „HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, LIEBER PAPA ZUM GEBURTSTAG!“ in die Ohren brüllte und meinen wohlgepflegten Bürorücken zerquetschte.

Meine Güte, was habe ich mich gefreut. Der Pansen hat an mich gedacht. Die Augen wurden mir ein wenig feucht in Gedanken an schöne Zeiten. Als er noch klein war. Nein, quatsch! Ich meine das ehrlich. Und gebe meine Sentimalität auch zu. Soviel habe ich gelernt. Auch ein Holzklotz sollte, muss, Gefühle zeigen. So tat ich dann auch.

Umso mehr als er mir seine erste im Tonstudio aufgenommene CD als Schwarzpressung mit den Worten „Aber Papa, das ist nur für dich und erzähle da bitte nichts drüber.“ überreichte. Von daher kann ich euch nur das Front-Cover zeigen:

Comp_Felix-Cover-FrontWir verbrachten dann noch einen supi schönen Abend. Da er grade berufstätig ist, musste ich ihn früh ins Bett schicken und brachte ihn mit den Worten runter zum Parkplatz: „Ich liebe dich, mein Junge. Aber Geburtstag habe ich erst am Mittwoch.“

„…“

Schirrmi