Irgendwie wusste ich es ja schon seit ein paar Tagen. Irgendetwas stimmt nicht in meiner Muckelbude. Den Grund fand ich erst heute heraus.
Nach einem harten Arbeitstag in der Knochenmühle freute ich mich schon auf einen ausgiebigen Couchabend mit beliebig vielen Folgen der Urknall-Theorie. Hatte ich doch so einige Sendungen aufgenommen die nur auf Schirrmi’s richtige Stimmung warteten geschaut zu werden.
Aber irgendwie kam nicht so die richtige Laune auf. Mein geliebter Pfeffi (Anmerkung für die Nichtwissenden: ich meine Pfefferminztee) half nur bedingt und trotz Grübeln erschloss sich mir nicht so recht der Grund der Missstimmung.
Erst als ich meinen coolen Totenkopfschal und meinen geliebten Sweeter übergestülpt hatte – meine Mopedsturmhaube fand ich grade nicht – fühlte ich mich ein wenig wohler. Wohlwissend dass ich nun draußen gegen das Vermummungsverbot verstoßen würde, die schwulen Schlägertruppen hätten sicherlich schon längst Strategien der Einkesselung, Einschüchterung und Kloppereien sowie Anus-Beschau angewandt, bewegten sich entscheidende Zellen etwas schneller und nun hatte ich das Rätsel gelöst. Die Muckelbude ist einfach zu unmodern geworden.
Trotz dem kalendarischen Sommer, der ja immerhin jetzt noch ist, war es ziemlich kalt in der Bude. Und der Grund dafür ist wohl das alle Fenster auf Kipp sind. Seit einigen (kalten) Tagen. Dazu noch Durchzug. Man könnte ja wohl meinen das die Dinger heutzutage von alleine wissen wann Sie zuzugehen haben. Aber nein, Konstruktionen aus dem vorigen Jahrhundert! Und nichts dazu gelernt – die Viecher! Frechheit!
So, also als ich auch mit gutem Zureden, rhythmisch in die Hände klatschen und strengem Blick nichts erreichte fiel mir die alte Methode ein. Nämlich manuell, die eigenen Hände zur Hilfe nehmend, die Fenster schließend, dem ungemütlich kalten Elend ein Ende zu bereiten. Ich warte jetzt grade mit einem Glas Rotwein und System of a Down auf den Erfolg. Noch kondensiert mein Atem in der Luft, es wird aber schon besser und ich habe das Gefühl meinen Schal etwas lockern zu können.
So langsam mehren sich die Gründe die Bude zu verlassen. Modernisierung ist ein Fremdwort für den geschätzten Vermieter. Tja! Ja, und in einer Ecke beobachte ich jetzt schon seit Jahren die Spinnenweben die sich vermehren und die Bude macht sie nicht weg. Denkt einfach nicht dran. Die, die… – die Bude!
Schirrmi
P.S.: Schon beim Fenster schließen denke ich schon daran das sie doch auch mal wieder geöffnet werden müssen – per Hand und nicht per App. Frechheit!
Ich hab noch keine app für deine Fenster gefunden …grins