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Bad Harzburg, Springreiter

Harz Tipps: Ein schöner Tag in Bad Harzburg

Verschiedentlich wurde ich gefragt was man denn so in einem Kurzurlaub im Harz machen könnte. Ich tue mich da immer etwas schwer Highlights zu nennen, weil es da eben so viele schöne Dinge zu erleben gibt. Jeder hat ja auch andere Schwerpunkte. Manche möchten, wie ich, viel und weit wandern und optimalerweise so viele Stempel wie möglich mitnehmen, andere möchten eher Kultur, Genuss und Spaziergänge. In einer kleinen Übersicht habe ich euch ein paar Informationsquellen genannt wo sich jeder etwas selbst heraussuchen kann.

Aber ich möchte euch gerne beispielhaft einen Ausflugstag nach Bad Harzburg beschreiben wo sicher für jeden etwas dabei sein dürfte. Die liebe L. jedenfalls, war begeistert über die schönen Momente, von denen sie und ich lange zehren konnten.

Die Fakten:

  1. Mit der Seilbahn auf den großen Burgberg
  2. Besichtigung des Burgbergs mit der Canossasäule
  3. Wanderung Burgberg – Kreuz des dt. OstensRabenklippeLuchsgehege – Burgberg (ca. 12km)
  4. Baumwipfelpfad
  5. Ausklang in Bad Harzburg, bspw. mit einem Besuch im Café Winuwuk

Mit der Seilbahn auf den großen Burgberg

Ich mag Bad Harzburg. Dieses schöne Städtchen als Kurort und Eingang zum Nationalpark Harz bietet viele Sehenswürdigkeiten, wunderschöne Wanderwege, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, einige Attraktionen und vieles mehr. Es ist darüber hinaus auch sehr bekannt für die jährlich im Juli stattfindende Galopprennwoche. Wir hatten dort eine Ferienwohnung bezogen und konnten von dort aus zentral viele Touren starten. In und um Bad Harzburg herum gibt es auch einige Stempelstellen, die man erwandern kann. Wobei auch einige „Drive-In’s“ dabei sind.

Um nun zur Seilbahn zu kommen, parkt ihr am besten direkt an der Talstation Nordhäuser Str. 4, 38667 Bad Harzburg. Unweit des BurgBergCenters/Talstation ist auch die Tourist-Information wo ihr euch Prospektmaterial und Anregungen holen könnt. Kauft euch ein Kombiticket Bergfahrt/Baumwipfelpfad (10,- EUR/Erwachsener). Eine Talfahrt ist nicht notwendig, denn man kommt zu Fuß über den Baumwipfelpfad zurück. Achtet immer daran zu schauen ob ihr Ermäßigungen über das Gutscheinheft der Kurtaxe oder der Harzcard erhalten könnt.

Besichtigung des Burgbergs mit der Canossasäule

Die Fahrt mit der Seilbahngondel dauert ca. drei Minuten bis auf den Gipfel. Auf dem Burgberg habt ihr einen fantastischen Blick auf Bad Harzburg, die umgebenden Berge und das weite Harzvorland. Besichtigt die Ruinen und die zu Ehren von Reichskanzler Bismarck 1877 erbaute Canossa-Säule.

Der Burgberg auf 483 m ü.N.N. war um 1065 der Standort der Kaiserburg von Kaiser Heinrich IV. Um 1200 fand ein Wiederaufbau durch Kaiser Otto IV. statt. Im Jahr 2018 fand hier ein Kaiser- und Königstreffen der Harzer Wandernadel statt – natürlich nicht ohne mich 😊. Falls jemand hier oben schon Hunger und Durst haben sollte – das Hotel/Restaurant „Plumbohms Aussichtsreich“ lädt gastlich ein. Ebenfalls auf dem Burgberg-Gelände erwartet euch die schicke Statue des Krodo, dem germanischen Gott der Sachsen. Und? Gefunden?

Vergesst bitte nicht euch den Stempel 121 / Aussichtsreich Bad Harzburg zu holen. Letztes Jahr gab es dort sogar noch einen Sonderstempel. Müsst ihr halt mal schauen ob er jetzt noch da ist.

Wanderung Burgberg – Kreuz des dt. Ostens – Rabenklippe – Luchsgehege – Burgberg (ca. 12km)

Wir beginnen unseren abwechslungsreichen Spaziergang (ca. 12km) auf dem Burgberg und gehen über den idyllisch gelegenen Sachsenbrunnen (Nähe Säperstelle) in Richtung Kreuz des deutschen Ostens. Ich habe euch hier eine gezippte GPX-Datei vorbereitet: Bad-Harzburg-Burgberg-Rabenklippe-Baumwipfelpfad . Mit dessen Hilfe könnt ihr den Track ablaufen.

Den Stempel 122/Kreuz des dt. Ostens findet ihr in der Schutzhütte Kreuz-Uhlenklippe. Von hier aus habt ihr wieder mal einen hervorragenden Blick auf das Harzvorland.

„Kreuz des deutschen Ostens“

Stätte des Gedenkens an Vertreibung und Heimatverlust
Stätte der Ablehnung jeder Gewaltherrschaft
Kreuz der Verständigung, der Versöhnung und des Friedens

Es gibt meiner Meinung nach nicht genug solcher Gedenken und Ermahnungen in einer Zeit wo die BRD („in einem Land in dem wir gut und gerne leben“) mitsamt der westlichen „Wertegemeinschaft“ und der verbrecherischen Nato unsere Erde mal wieder in Richtung Abgrund treibt.

Weiter geht es nun in schönen Schleifen in Richtung Rabenklippe. Hier lädt das gleichnamige Gasthaus zur Rast und zum Stempeln der Nummer 170 ein. Geht ein Stückchen weiter über die Felsen auf die Rabenklippe und ihr könnt einen herrlichen Blick über den Nationalpark Harz und zum Brocken genießen. Ich war früher schon öfters mal da und hatte noch einen Waldblick. Jetzt solltet ihr großflächig das Kiefer-Sterben beobachten können, was eigentlich gut ist. Denn Baumarten, die hier nicht hingehören und Monokulturen sind und waren nie gut. Die langsam absterbenden Fichten werden die Grundlage neuen Lebens in Form der ursprünglichen Mischwälder sein.

Jetzt wird es ein wenig deftig. Geht ein paar Meter weiter und ihr könnt dann behaarte Muschis erblicken. Es ist auch eine Aussichtsplattform vorhanden von der man einen prima Blick in das Luchsgehege hat. Wer sich auf der Aussichtsplattform die Holzbalken anschaut, kann mit ein wenig Glück einen besonderen Stempel entdecken 😊. Zweimal die Woche findet eine Luchsfütterung statt. Das ist ein schönes Erlebnis. Schaut doch vorher mal auf die Termine, eventuell passt es ja mit eurem Terminplan und eurem Spaziergang.

Von der Rabenklippe und dem Luchsgehege geht es nun gemütlich zurück in Richtung Bad Harzburg / Burgberg. Es gibt mal wieder viele unvermeidliche Brockenblicke. Wir gehen aber nicht bis ganz zum Burgberg zurück, sondern dürfen die Abzweigung am Antoniusplatz nach links in Richtung Baumwipfelpfad nicht verpassen. Etwas weiter gibt es zwei Möglichkeiten runter zu kommen. Steil und teilweise gefährlich nach rechts runter oder gemütlich und sicher einfach immer geradeaus. Der steile Abstieg ist wesentlich kürzer und unabhängig von der Fallgeschwindigkeit auch schneller. In der GPS-Datei habe ich die Abzweigung markiert, entscheidet selbst.

Der Baumwipfelpfad

Nach unserer Wanderung erreichen wir den Baumwipfelpfad vom hinteren Ende. Spätestens jetzt benötigt ihr eure Eintrittskarten, die ihr euch hoffentlich auch vorher besorgt habt. Der Baumwipfelpfad ist recht neu und wunderschön gemacht. Groß und Klein werden hier auf stabilen und lehrreichen Pfaden Erkundungen auf Wipfelhöhe erleben können. Der Pfad ist ca. 1000 m lang und bietet auf 18 Plattformen knapp 50 Erlebniselemente, Ruhestationen und Wissenswertes. Und ja, die Höhenangst geplagte L. war ebenfalls mit dabei und fühlte sich sicher. Ungefähr in der Mitte des Pfades gibt es eine Wipfelbar die, wenn sie geöffnet hat, Speis und Trank anbietet. Am Ende bzw. am Anfang des Baumwipfelpfades erwartet euch die Aussichtsplattform die es sich lohnt zu begehen. Da oben sollte auch ein Sonderstempel der Harzer Wandernadel sein den ihr euch in euren Pass stempeln könnt.

Ausklang, bspw. mit einem Besuch im Café Winuwuk

Noch beeindruckt von der schönen Wanderung und vom Baumwipfelpfad geht es jetzt zu Fuß weiter in Richtung Seilbahntalstation. Dort angekommen könnte man sich direkt im Biergarten Erfrischungen genehmigen oder man macht noch einen Spaziergang durch den schönen Kurpark oder schaut sich die Fußgängermeile von Bad Harzburg an. Frei nach dem Motto „Der Wahnsinn geht weiter!“ gibt es für jeden Geldbeutel kulinarische Angebote.

Falls ihr aber noch Zeit habt, empfehle ich euch einen Besuch im wunderschönen Kunst-Cafe „Winuwuk“. Da fahrt ihr am besten mit dem Auto hin. Die Navi-Adresse ist Lärchenweg in 38667 Bad Harzburg. Winuwuk beeindruckt durch seine Geschichte, seine Architektur und Lage sowie leckerem Essen und Trinken. Es gibt auch einen kleinen Laden wo ihr mir Geschenke kaufen könnt.

Glaubt es mir, es ist wunderschön! Wer jetzt noch nicht die Faxen dicke hat, kann noch einen schnellen, sportlichen Spurt zur Stempelstation 120, Elfenstein machen. Das sind vom Café aus hin- und zurück ca. 2,8 km die es je nach gewählten Weg durchaus in sich haben können 😊.

Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen und euch Lust auf einen Besuch in Bad Harzburg gemacht. Ich selbst werde definitiv noch mal dorthin reisen, und wenn es nur gilt Bad Harzburg mit dem Segway zu entdecken.

Macht’s gut!

Euer Schirrmi

Wanderkaiser Schirrmi I.

Harz Tipps

Mittlerweile kann ich es wohl nicht mehr verhehlen, dass ich ein Harz-Fan bin. In, meiner Meinung nach, einem der schönsten Mittelgebirge Deutschlands, treibe ich mich so oft auf Schusters Rappen herum, dass ich mich stolz Ihre Majestät, Harzer Wanderkaiser Schirrmi I. nennen darf.

Teufelsmauer (Harz)

Meine innere Ruhe und Abstand vom Alltag und der Knochenmühle finde ich beim Wandern. Seit meiner Hexenstieg-Wanderung mit der lieben S. im Jahr 2012 hat mich das Stempelfieber gepackt. Im Harz gibt es nämlich eine wohl weltweit einzigartige Organisation, die Harzer Wandernadel. An interessanten Orten sind Stempelstellen (222 reguläre und einige weitere Sonder- und Saisonstempelstellen) aufgestellt. Man besorgt sich also Stempelhefte, und wenn man an einem Stempelkasten ankommt, stempelt man in sein Heft bzw. in die Hefte. Denn neben dem regulären Stempelhelft gibt es noch Hefte für Weitwanderwege (z.B. Hexenstieg) oder Themenhefte (z.B. Goethe). Je nach Anzahl oder Vollständigkeit der Stempel bzw. -hefte, erlangt man seine Leistungsabzeichen. Alles ist prima von offizieller Seite erklärt. Besucht dafür die Website der Harzer Wandernadel.

Brocken (Harz)

Neben dem Wandern in allerschönster Ruhe in einer fantastischen Landschaft, gibt es selbstverständlich auch weitere touristische Entdeckungen zu erleben. Die Harz-Region bietet neben viel Geschichte, Kultur, wunderbare alte Städtchen, Burgen, Schlösser, Klöster, Adrenalin-Kicks auch – den Brocken. Der höchste Berg Norddeutschlands ist sagenhaft wohlbekannt durch seine einzigartige Lage und Landschaft sowie durch Goethe, Heine, dem Brocken-Benno und meine Wenigkeit. Wer in den Harz reist, sollte sich ein paar Stunden Zeit für den Brocken nehmen. Denn dort oben gibt es viel zu entdecken.

Über den Harz gibt es viel Literatur und Quellen im Internet. Vieles ist vielmals erklärt und beschrieben und auch oft besser dargestellt als wie ich es hier könnte.

Grundsätzlich könnten aber die folgenden allgemeinen Tipps oder Informationsquellen hilfreich sein:

  • Überlegt euch vor eurer Reise eine Harzcard zu besorgen. Mit dieser gibt es überaus viele Ermäßigungen oder kostenlose Eintritte. Meine Empfehlung ist die 4-Tages-Harzcard für 57,- EUR. Denn mit dieser gibt es sogar eine Brockenfahrt mit der Harzer Schmalspurbahn inklusive.
  • Vergesst nicht eure Stempelhefte der Harzer Wandernadel. Hier ist empfehlenswert, dass jeder seine eigenen Pässe hat: Allgemeines Stempelheft, Goethe, Harzer Hexenstieg, Grenzsteig, etc.). Ihr könnt diese bestellen oder auch in vielen teilnehmenden Tourismus- und Kureinrichtungen erwerben.
  • Fahrt gemütlich mit der einzigartigen Harzer Schmalspurbahn durch die Gegend oder auch auf oder runter vom Brocken. Auf der Website könnt ihr euch über Fahrpläne und Preise erkundigen.
  • Höchstwahrscheinlich habt ihr im Harz eine Unterkunft und müsst eine Kurabgabe entrichten. Mit der Kurtaxe erhaltet ihr ein Gutscheinheft. Darin sind Gutscheine für Vergünstigungen, ihr könnt damit aber auch kostenlos den ÖVN benutzen (Busverbindungen). Für Details schaut in euer Gutscheinheft.
  • Wenn ihr auf euren Touren vorhabt gastlich einzukehren, sucht und schaut vorher im Internet nach der gewünschten Gastronomie und nach den Öffnungszeiten. Denn damit erspart ihr euch Überraschungen wie „für immer geschlossen“, „Betriebsferien“, „heute zu“, „bin nicht da“ oder „gibt es nicht mehr“.
  • Man kann sich von den Tourenvorschläge der Harzcard inspirieren lassen.
  • Achtet bitte immer daran eure Stempelhefte dabei zu haben. Falls ihr sie mal vergessen haben solltet, empfiehlt es sich Fotos vom Stempelkasten außen (Name des Stempels) sowie von innen (HWN Nummer) zu machen. Man kann dann im Servicebüro der Harzer Wandernadel nachstempeln. Übrigens, diese Fotos zu machen empfiehlt sich auch wenn der Stempel defekt sein sollte oder überhaupt nicht vorhanden ist (Diebstahl, Vandalismus).
  • Wie gesagt, die erste Informationsquelle der Harzer Wandernadel ist die offizielle Website. Darüber hinaus empfehle ich aber auch die wunderbare Seite von Jens Langlott. Von ihm gibt es auch in schöner Regelmäßigkeit die passenden Bücher.
  • Das Wetter im Harz ist manchmal sehr interessant. Vor allem wenn man im Nationalpark unterwegs ist. Hat man unten Sonne und es ist warm, kann man weiter höher schon im Schnee laufen und es ist bitterkalt. Daher habe ich für den Fall der Fälle im Rucksack immer ein paar leichte Handschuhe, Schal und Mütze dabei. Eine Regenjacke sollte ebenfalls nicht fehlen.
  • Der einzige Achttausender im Harz: Brocken-Benno
  • Harzinfo.de: Erste Anlaufstelle für Unterkünfte, Veranstaltungen und Urlaubsangebote im Harz.
  • Der Nationalpark Harz: Alles über die sagenumwobene Bergwildnis mitten in Deutschland.
  • Harzer Bergwald: Blog, Wandern, Trecking im Harz

Schloss Wernigerode (Harz)

Soweit die paar Anregungen. Demnächst möchte ich euch in loser Reihenfolge ein paar persönliche Highlights und Tourentipps vorstellen. Ich denke da beispielsweise an:

  1. Erlebnisse in und um Wernigerode
  2. Ein schöner Tag in Bad Harzburg
  3. Der Brocken lässt niemanden kalt
  4. Die 9 Stempel von Drei Annen Hohne nach Ilsenburg
  5. Was macht denn da der kleine Quedlin?

Freut euch also auf mehr, hier in meinem Blog und auf schöne Zeiten im Harz. Vielleicht trifft man sich ja mal auf Stempeljagd. Das kommt nämlich gar nicht mal so selten vor, dass geneigte Leser mich persönlich treffen und einen exklusiven Schirrmi Kaiserstempeldruck in ihr Stempelheft erhalten.

Machts gut!

P.S.: Ja, ich lebe noch 🙂