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Nur so (2)

Erwähnte ich schon dass ich es echt nicht so warm brauche wie es derzeit draußen ist? Und die Knochenmühle hat keine Klimaanlage. Und als wohlsituierter Knochenmühlenmanager ist legere Freizeitkleidung verboten. Außer Freitags. Aber nur wenn man keine Businesstermine hat. Aber dann auch nicht so leger wie ich hier grade daheim am Schreibtisch sitze.

Mein Büro befindet sich am Ende des entferntesten Flurs. Wenn ich in die Küche will laufe ich bei sehr, sehr vielen Kollegen vorbei. Deren Büros haben teilweise Glasfronten. So bekommen es viele mit wenn ich mal in die Küche laufe. Oder runter um eine Ziggi zu schmauchen. Oder rüber um eine Praktikantin zu vö.., ähm, zu instruieren.

Heute Morgen lief ich erst zum Abteilungsdrucker, ein paar Ausdrucke abholen. Gleichzeitig wollte ich mir in der Küche einen Tee zubereiten. Hatte aber den Teebeutel in meinem Büro vergessen. Also den ganzen Weg zurück, den Teebeutel holen. Dann ab in die Küche und kam dann mit einer Tasse Tee wieder zurück. Dieser war mir aber irgendwie zu heiß. Ich lief wieder in die Küche und schenkte mir ein Glas Cola ein. Mit diesem wieder zurück ins Office. Die Cola schmeckte mir irgendwie nicht, war ja auch weiter nichts drinnen. Da fiel mir ein dass ich noch keinen Kaffee hatte. Also wieder zur Küche, einen Kaffee kochen und ab zurück. Einige Witzboldkollegen riefen mich mit „Hallo Herr Oberkellner“ an. Ich brüllte „Halt die Fresse!“ zurück. Nach dem Kaffee ging ich eine qualmen.

Wenn Sie jetzt gleich das Foto sehen. Ich beteuere, ich war es nicht. Wirklich nicht. Ganz, ganz echt nicht. Isch schwör!

2016-07-19 12_05_21-Kiloweise Drogen in Wohnung im Westerwald gefunden - Westerwälder Zeitung - Rhei

Auch beim folgenden Sachverhalt – das war ich auch nicht. In Echt nicht. Wirklich! Glauben Sie mir, ich war das nicht!

2016-07-15 09_03_03-Mann-hetzt-Hunde-auf-Polizei

Hihi.. Sodom und Gomorra hier in der Gegend. Nee, nee.. Würde ich niiiiiiieeeeeeemals machen. Außer das hier mit den Strippern. Hätte von mir sein können. Die dummen Gesichter hätte ich gerne gesehen:

2016-07-19 12_03_48-Heißer Einsatz_ Polizisten in Bendorf mit Strippern verwechselt - Rhein-Zeitung

Ach – Udo Vetter hat es auch gefunden und verbloggt.

Haben Sie auch das Gefühl dass sich die Woche wieder wie Kaugummi zieht? Aber morgen ist ja Bergfest. Und am Freitag BAP Konzert *freu*. Sie kennen doch den Wolfgang Niedecken?

Comp_BAP-2016Haut rein!

Gebratene Unfähigkeit

So heiß, so ein Scheiß. Ich bin kein heißer Typ, war ich noch nie. Ich und mein heruntergekommener Körper lieben tiefere Grade. Gut, ein heißes Bad wenn ich im Spätherbst grade noch mal und halbwegs gesund aus der Eiger Nordwand absteige. Ja, gut. Dann kann ich auch mal höhere Temperaturen vertragen. Aber das kann ja jeder.

Comp_IMG_7750Aus einem relativ unbekannten und einigermaßen bescheidenen Blog erfuhr ich von der Existenz eines gewissen Wolfram Siebeck. Was ich toll finde. Ja, den Blog auch. Besagter Herr Siebeck schreibt über Essen als Genuss und jegliches was zum Thema gehört. Was ich so lese, war er wohl ein Feinschmecker. So war ich dankbar zu lesen dass er noch nicht mal vor Bratkartoffeln halt macht. Eines meiner Lieblingsgerichte – wenn sie gut zubereitet sind. Es gibt wahrscheinlich mehr Varianten der Zubereitung als man Sterne am Himmel zählen könnte. Und jeder selbst- oder fremdernannte Koch wird sein ganz persönliches, sein ganz privates Rezept für dieses Gericht haben. Und wenn Sie einem solchen begegnen werden Sie wahrscheinlich die einzige Wahrheit über die Zubereitung eines so vermeintlich profanen Essen zu hören bekommen.

Ich erinnere mich an Koblenz. Eine Arbeitskollegin entschloss sich aus ihrem Loft (haha) auszuziehen und erinnerte sich an Klein-Schirrmi der in Heppingen mit ohne Führerschein abgemalt war und einige stressige Unternehmungen durchführen musste um rechtzeitig seinen coolen Arbeitsplatz im Westerwald zu erreichen – und wieder zu verlassen. So kam es dass ich für einen Lebensabschnitt zu einem Kowelenzer Schängelche wurde. Oben unter dem Dach. Gefühlte 11 Etagen Altbau ohne Aufzug. Aber mit Theke und Barhocker. Und wenn wir da saßen und Traubensaft genossen, konnten wir auf Augenhöhe die Glocken läuten hören. Die Kirche war gegenüber, der Glockenturm auf gleicher Höhe. Aber das ist ein anderes Thema.

Ein Supportfall der sehr, sehr oft vorkam war der Umstand dass ein Dau nicht in der Lage war seine Arbeit zwischen zu speichern. Immer waren es höchst wichtige Dinge die über Stunden, Tage, Jahre hinweg entwickelt, überlegt, diskutiert um am Ende herniedergeschrieben zu werden. Ohne zu speichern. Ring-ring.. Guten Tag (lieber) Herr Support. Können Sie mir diese Datei von dann und dann zurücksichern? Die Standardantwort von mir war immer: Eine Datei – eine Kiste Bier. Ein Verzeichnis – eine Runde für die ganze IT-Abteilung. Denn, sie wissen das vielleicht nicht, wir arbeiteten damals noch mit Tapes. Also so wie Sie damals Ihre Musik von Kassette hörten. Magnetbänder. Magnetisch. Das war richtig schwierig von einem solchen Band etwas wiederherzustellen. Und Sie glauben auch dieses nicht. Früher haben hohe Herren doch so wichtige Dinge erarbeitet die es Wert waren wiederbelebt zu werden das nicht nur die IT-Abteilung eine Fete hatte sondern die ganze Firma. Mit namentlicher Nennung auf der Weihnachtsansprache. Hach! Ja, dann war ich froh, ich mit ohne Führerschein. Konnte ich doch saufen was das Zeug hält. Nach Hause kommen? Tja, egal. Es findet sich schon.

Oh, ich muss mal kurz speichern..

Sonntagmorgens, für mich eine unchristliche Uhrzeit, macht es ring-ring. Nicht gehört. Dann wieder ring-ring und wieder ring-ring. Dann RINGRING-RINGRING – boahh! bis das in mein Bewusstsein kam. Es klingelt an der Tür – da ganz weit unten. Noch bevor die Katolen ihre Glocken schütteln! Der Kumpel durch die Gegensprechanlage (sinnvolle Erfindung), „Alter, die Dings hat mich rausgeschmissen. Ich bin mit Koffern da.“. Joaaarrr, komm erst mal hoch. Blupp, blöpp – erstmal Bier trinken und labern.

Jetzt sitze ich hier im Westerwald rum und schwitze und schmeiß sogar Wasser in meinen Drink. Gefrorenes. 100 Prozent mehr als ich mir sonst reinschmeißen würde. Denke an Schneewanderungen und daran nackig den Brocken herunterzurutschen. Neben der schneegekühlten Klimaanlage hätte es den Vorteil dass mich die Natur am gesamten Körper kratzen würde. Haben Sie schon mal einem Yeti die Wodkaflasche aus dem Eisfach herübergereicht? Also wenn man da keine Dankbarkeit erwarten könnte..

Comp_IMG_7740Der Wolfram machte wohl die Bratkartoffeln mit Butterschmalz. Auch nahm er anstatt profane Zwiebeln, Schalotten. Anstatt Räucherspeck nahm er zarten Frühstücksspeck. Und klar, das weiß ich auch, alles zunächst getrennt gebraten. Und die Kartoffel müssen am Vortag gekocht und am nächsten Tag erst gepellt werden bevor sie in der Pfanne landen. Mit Niedrigtemperatur. Eine Wissenschaft kann ich Ihnen sagen! Während ich das also machte, reichte ich meiner Kochgenossin ein ganzes Stück Feta rüber. „Hier, mach das mit in die Frikkis rein.“ Hiermit sind Buletten oder wie die da in Berlin heißen, gemeint. Ja, tat sie „.. hmh, wenn mir da nicht alles auseinanderfällt..“ murmelnd. Jaha – es fiel nichts auseinander. [speichern nicht vergessen]

Da gibt es einen sogenannten Feedreader den ich gerne benutze um anderer Leutz Ergüsse zu lesen. Da kann man auch „als gelesen“ markieren und sonstigen Schnick-Schnack. Gestern war Sonntag und ich war ein wenig am Arsch und hatte meine Couch (nicht ausschließlich) lieb. Heute im Büro las ich dann einige Artikel noch mal. Diesmal genauer und nüchtern. Habe einen elektronischen Notizzettel, notepad.exe genannt, auf dem ich mir wichtige Dinge, Zitate, Gedanken etc. notiere damit sie für mich nicht in Vergessenheit geraten.

Grade leerte ich mein Glas schneller als die Eiswürfel schmelzen konnten. Das nennt sich dann Gier oder mimimi – die armen Eiswürfel! Ich schweife ab.

„Alter?!“ fragt mich ein anderer Alter mal. Die Beziehung mit seiner Frau wäre grade ein wenig eisig. Ob ich nicht noch ein Plätzchen frei hätte. Könnte auch auf der Couch sein. Mit Kostenbeteiligung. Und so. Und nicht für lange. Versprochen. Und so. Zack! Da waren wir zu Dritt. Nur kurz, ja ja. Vorübergehend, ja ja. Ich war plötzlich in einer WG und wollte das eigentlich nicht mehr seit Erfahrungen von damals. Denn merke: Mitbewohner sind dreckig und faul. Und gemeinsam einkaufen. Und kochen. Und trinken. Und rauchen. Fahrrad fahren. Sport machen. Alles zu Dritt. Immer. Ich kam mir wie in einer Beziehung vor. Und – wir alle hatten eine andere Meinung darüber wie man perfekte Bratkartoffeln macht. Tja.

Die Gestrigen waren fein und was soll ich sagen? Schmackofatz! Lag wohl an der vielen Butter, bzw. dem –schmalz. Aber nein, ich hatte so viel an meinem – sie lesen richtig, MEINEM, Bratkartoffelrezept verändert dass das Neue viel besser schmeckte. Dazu die wunderbaren Frikadellen wo nur ganze Schnäbel verarbeitet wurden. Ich nahm also schlagartig zu und heute mache ich eine Obst Diät. Darf alles essen außer Obst – harhar.. speichern.., hihiComp_2016-07-18 20_05_17-Unbenannt - Editor

Was hatte ich für überragende Gedankengänge, was für wundervolle und voller Weisheit steckende Links, was für herrliche Gefühle in meinen Notizen gesammelt. Das war so fein, so wunderbar. Ich wollte Ihnen das Meiste nicht vorenthalten. Ihnen? Was sag ich? Nicht der ganzen Welt! Dann kam keck zum Feierabend eine Dialogbox in meinen Fahr-Runter-Modus: „Wollen Sie speichern? Ja – Nein“ Ich klickte auf „Nein“.

Viel Spaß!

Wochenende – Hausarbeit

  • Zähne putzen
  • Rasieren
  • Duschen
  • Blasen lassen
  • Anziehen
  • Wäsche waschen
  • Packstation
  • Kochen
  • Saufen
  • Liebhaben

Und? Was habt Ihr so vor?

Liebe Grüße,
Jo van der Waterpiep

Bullenalarm oder eine eventuell gute Idee

Warnung: Baby´s, Kinder und Jugendliche, Söhne und sonstige Angehörige lesen nicht weiter wegen macht man nicht.

Der Tatort ist ein Bonner Vorort. Dieser ist recht verschlafen, vegan, offiziell geehrt als überaus Fahrradfreundliche NRW-Stadt. Neben Radfahrern hat man es auch mit sehr alten Menschen zu tun. Die nur so alt werden konnten aufgrund von Reichtum und Nichtstun. Arbeiten brauchten sie nie. Erstklassige privatärztliche Behandlungen verlängern ihr arrogantes Leben. Ihre Nazi-Obergeneral- und Feldmarschalsehemänner sind weggestorben, ihre Villen und die verkommenen Nachgeburten treten, BWL- oder Jurastudierend in ihre Fußstapfen. Hier wird gut gelebt, wie immer auf Kosten der „normalen“ Menschen. Wollte ich abschweifenderweise nur mal am Rande erwähnen, es tut nämlich nichts zur Sache.

Wir feierten in diesem kleinen, verschissenen Ort sehr gerne. Falls wir woanders gewohnt hätten, hätten wir selbstverständlich woanders gefeiert. Aber so waren wir halt da die Pest. Laut, ungehobelt und unangenehmen Dingen und Themen nicht aus dem Weg gehend. Wir wetteten bei der ersten Dose Bier ob diesmal auch die korrekte Reihenfolge eingehalten wird: Saufen, banale Unterhaltung, Diskussionen, Ruhestörung, Stress mit den Nachbarn, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beamtenbeleidigung. Party zu Ende. Der Gewinner der Wette erhielt mehr zu trinken als die anderen.

Jedenfalls führte dieses Vorgehen regelmäßig zu akuten Alkoholnotstand. Sie können sich das vielleicht vorstellen. Wenn dann auch noch die alten, vertrockneten Geranien weggeraucht waren musste irgendwer neuen Stoff besorgen. Da unser liebstes Fußballnachbarland (hihi), Holland, doch ein wenig zu weit weg ist, griffen wir auf die örtliche Tankstelle zurück. Dank der ganznächtlichen Öffnungszeiten einer Bummbumm-Disco, hatte auch die Tanke die ganze Nacht auf. Die paar Kilometer gehen war nicht möglich. O.k., doch das war möglich und hatten wir auch schon probiert. Nur – der der ging, kam nie wieder zurück. Auch die Taxen, denen wir noch so und so viel Geld schuldeten hatten keinen Bock mehr für Nachschub zu sorgen. Also hieß es, wer fährt?

Einmal fuhr ich, mit süßer Begleitung, zur Tanke. Nur nicht auffallen. Die Musik etwas leiser drehen und schön vorschriftmäßig blinken, rechts vor links beachten, vor einer roten Ampel halten. Etc. Sie kennen das. Ab und zu mal für Frühstück und Lektüre sorgen. Was? Das kennen Sie nicht? Es gibt so Wixer die sich Ihre Brötchen und die morgendliche Bild-Zeitung per Boten bringen lassen. Diese Boten erwischt man dann, nimmt ihnen alles weg was sie auszuliefern haben und steckt ihnen 30,- EUR in die Tasche. Das ist mehr als ein Monatsverdienst, wie mir ein solch Ausgenutzter mal erklärte.

Ich hielt vorschriftsmäßig an der Zapfsäule und sah direkt vor mir den Eingang. Davor standen zwei Bullen. Die Süße sah das und wurde ganz aufgeregt. Wollte anfangen zu diskutieren, nee geh da nicht rein und so weiter. Ich machte die Fahrertür auf, ein paar leere Dosen klöderten raus und ich ging rein. Kam mit jede Menge Alk unter den Armen wieder raus und rief durch das geöffnete Dachfenster „mach ma die Tür auf!“. Die Jungbullen schauten interessiert wie blöd und ich stieg ein. „Nimm doch wenigstens ein Pfefferminzbonbon!“ so ganz aufgeregt die Süße. Nö. Ich wusste was kommen wird. Sobald ich starte und losfahre werde ich angehalten. Also rieb ich mir die Nase und kam auf Tricksiebzehn. Nämlich noch mal aussteigen, wieder zwischen die Möchtegerntürsteher in die Tanke und kaufte noch ein paar Kippen. Dann erst ging ich lässig, eine schöne gute Nacht murmelnd zu der Karre, startete und drehte Thin Lizzy lauter.

„JA HAST DU SIE NICHT MEHR ALLE?“ versuchte die Süße die Mucke zu übertönen. Nee, dachte ich – die Verkleideten waren noch so jung und ich zählte auf die Dreistigkeit. Nämlich so dreist dass man als Nichtverkehrstüchtiger nochmal das Glück herausfordert, nee, das kann nicht sein. Und so war es auch. Wir gelangten gut nach Hause und die Welt wurde immer noch ein wenig schöner, lauter.

Eine gute Idee wäre wohl gewesen nicht mehr zu fahren. Eine schlechte Idee, so meinte ich, wäre gewesen an der Tanke einfach abzuhauen um ihnen in die Arme zu fallen. So dazwischen hat es geklappt.

Disclaimer: Das war damals, kann mich gar nicht mehr erinnernJ. Sowas mache ich nicht mehr. Und ihr bitte auch nicht.

Prost!

P.S.: Wenigstens habe ich die Mülltonne schon an den Straßenrand gestellt. Morgen ist Papier.

Extrabreit – Polizisten

Wie man World-Wide-Web-Benutzer dezimiert

Es ist sicher kein Geheimnis dass man nicht alleine auf der Welt ist. Das reale Leben verlagert sich seit einiger Zeit in eine virtuelle. Nämlich in die endlosen Weiten des WWW und der sogenannten Social Networks. Dort wird sich ausgetobt. Dort kann jeder Honk seinen Sermon hinterlassen, diffamieren, dumme Scheiße labern, seine ungebildete Meinung kundtun, Katzenvideos verteilen. Gut, ich bin auch dabei. Bis auf social networks.

Während meiner kurzen Tee-Pausen in der Knochenmühle starte ich manchmal, um ein wenig den Kopf freizubekommen, das World Wide Web und stöbere. Und rege mich auf. Und bekomme graue Haare. Manchmal richtiggehend Wut. Oder die alte Sau Sarkasmus macht sich in mir breit. Jedenfalls kam mir grade eine Idee wie man manche Honks im WWW ein für alle Mal eliminieren kann.

Wie folgt: A. schreibt einen Blog und in diesem verlinkt man auf einen Blog des B. Bei B. hinterlässt A. einen Kommentar der dann wieder zurück auf A. verweist. Dort landet man wieder auf B. und so weiter und so fort. Die Honks sind dann in einer Endlosschleife gefangen und beschäftigen sich mit sich selbst, so lange bis sie verhungert sind. Je nach Güte und Inhalt der beiden Blogs könnten sich die Honks auch totlachen oder vor lauter Wichsen an infizierten Wundbrand sterben. Oder Auszehrung.

So! Gelle?

Das Aufmach- und Reinsteckproblem oder die vertane 50-50 Chance

Kennen Sie die theoretische Fifty-Fifty-Chance? Klaro oder? Falls nicht, haben Sie den Knall nicht gehört. Reine Mathematik. Bei zwei zu wählenden Optionen ist es tatsächlich 50 zu 50. Und wie das beim Wählen so ist, hat man eine Vorliebe, ich meine man möchte das Eine eher als das Andere. Oder anders gesagt, man möchte tatsächlich nur das Eine und nicht das Andere.

Offensichtlich bin ich kein Spielertyp. Denn wenn, dann hätte ich schon Haus und Hof verspielt. Denn bei einer statistisch so guten Chance erhalte ich immer die ungewünschten, anderen Fifties. Ich gebe Ihnen zur Verdeutlichung ein Beispiel. USB-Stecker. Jedes Mal, ich buchstabiere J-E-D-E-S-M-A-L stecke ich den USB-Stecker falsch herum. Mittlerweile hat sich das bei mir zu einer Angstphobie entwickelt. Denn ich weiß, ich stecke immer falsch. Immer. Fast ohne Ausnahmen. Fühle mich verarscht, nehme dann Gerät und Stecker bewusst sehend vor meinen weitsichtigen blauen Augen in die Hand und führe filigran dann das männliche in das weibliche, in voller Hoffnung ein. Falls  es doch mal auf Anhieb klappt den USB-Stecker richtig herum einzuführen, erschrecke ich mich so vor Freude dass ich ihn wieder rausziehe. Tja, Sie können sich denken was beim abermaligen Versuch passiert: Falsch herum!

Lesen Sie die Beipackzettel von Medikamenten? Sollten Sie! Denn der Schaden könnte den Nutzen überwiegen. Ich weiß das. Habe schon so und so oft mit Frau Doktoren studiert und geschlafen. Aber machen Sie das auch? Ich nicht mehr. Denn diese Beipackzettel sind komplizierter gefaltet als wie es chinesische Weltmeister in der Origami-Disziplin hinbekommen könnten. Nie kann ich den Zettel wieder in Originalform zurückfalten. Und im Ergebnis passt der Zettel dann auch nicht mehr in die Schachtel. Die Alte!

Da liegt die Schachtel vor mir und ich möchte sie öffnen um mir eine Pille zu genehmigen. Jetzt raten Sie mal welche der beiden Seiten ich öffne? Selbstverständlich immer die Seite wo der Beipackzettelrücken den Inhalt umschließt. Dann wieder zu und die andere Seite öffnen um an die Tabletten zu kommen. JEDESMAL, verdammte Kacke! Tipp: Geraten Sie nicht in Wut und reißen den Zettel einfach raus. Sie werden ihn nie wieder reinbekommen.

Anderes Beispiel. Stellen Sie sich vor es ist dunkel und Sie spielen Billard. Sie haben einen Stoß, eine Kugel und es gibt nur ein richtiges Loch von Zweien um das Spiel zu gewinnen. Wo landet man? Klaro – im falschen Loch!

Tankstelle, Zapfsäule? Hmh? Nee, ich hör jetzt auf. Ist doch blöd jetzt. Falsche Herdplatte angemacht? Die Ziggi am Filter angezündet? Auf dem Tisch stehen Bierdosen, Sie erwischen immer die leere? Spielen Sie Harmonika? Falsch rum. Klappen im Bett Ihr Buch auf? Falsch rum. Greifen zur Fernbedienung? Falsch herum.

Ist es nicht fürchterlich? Entweder ist meine persönliche Welt entgegengesetzt zur herrschenden Realität oder man hat mich im Kindesalter umerzogen. Was im Grunde egal ist weil das Resultat das Gleiche wäre.

Ich Pechvogel – give me five! Oh, falsche Hand 🙁

Der Dodo

Ich wollte einem lieben Kollegen schon lange mal einen netten Gruß nach Thailand senden. Sein Originalname ist für westliche Zungen nicht sehr eingängig. Das wissen die Leute dort und machen uns Banausen einen Gefallen und geben sich einen einprägsameren Namen. Einen Spitznamen. So nennt sich der Kollege schlicht „Dodo“.

Lieber Dodo, viele liebe Grüße nach Thailand und gute Nacht! Macht Spaß mit Dir zu arbeiten. Und als ich letztens mal in Berlin war, fertigte ich extra für Dich ein Foto an. Sieh nur:Comp_8R0B1128

Warum ich grade jetzt an Dich denke? Ich mag dem Kiezi seine köstlichen Ergüsse. Lies, freue und lache mit mir bei „Im Baumarkt der ewigen Ödnis„.

Ach, und wo ich grade dabei bin, liebe Grüße auch an den Kiezneurotiker.

P.S.: „dem Kiezi seine köstlichen Ergüsse“ – köstlich 🙂

P.P.S.: Die Aufnahme enstand da irgendwo wo auch so ein Hügel ist mit einer gotischen Spitze die aussieht als ob man sie vom Kölner Dom geklaut hätte. Prost!

Blonde Kolleginnen mit langen Beinen feiern

Sie werden es nicht glauben. Ich fasse es selbst noch nicht!

Stupide organisiere, tippe, programmiere, diskutiere, onaniere, resigniere ich so in der Knochenmühle vor mich hin und stelle mir ein engelsgleiches, blondes Wesen vor. Mit langen schlanken Beinen. Mit einem netten Äußeren. Mit Grips wenn es nötig ist, mit ohne Grips – Instinkte pur bei anderen Gelegenheiten. Sportlich schlank, aber nicht allzusehr. Mit gutem Musikgeschmack. Motorradfahrend. In dunklen Zeiten geht die Sonne auf wenn sie erscheint.

„Klöpfchen, klöpfchen“ klopft es an meine Tür. „HERRRREIN!“ schnarre ich überaus ungestüm wie nett genervt und schaue. Zuerst kommen wunderschöne, schwarze Damenschuhe mit interessanten Absätzen gefolgt von Beinen. Dann erst mal nichts. Immer noch Beine – sie kamen immer noch rein. (kam mir langsam schon wie in einem Film vor). Schlanke, lange, sportliche Damenbeine in engen Hosen. Hach, Klappmesser – ik hör dir trappsen.

Sie müssen sich das mal vorstellen! Haben Sie schon mal Klappmesser trappsen hören? Nee? Ich auch nicht. Sorry für diesen Exkurs.

Jedenfalls lurte verschämt erst eine blonde Haarpracht, dann ein liebes Gesicht herein. „Störe ich, Johannes?“. Ähm, uff, mist, jetzt hätte ich gerne eine Ziggi danach, brummelte ich in meinen Bart und hieß sie hereinzukommen. Sonst ist mein vom Büroschaffen verkrüpelter Quasimodo-Rücken nicht schön anzuschaun. Zack! Wie eine Eins standen wir, eh, ich, äh, saße ich im Stuhl, bleckte meine Zähne und warf mir ein Pfefferminzbonbon rein um zuckersüß zu fragen: „Jaaahaaaaaahhhh?“ Und wischte mir einen Speichelfaden vom Mundwinkel.

Da stand sie nun vor mir in voller Pracht und hinter ihr die Tür. Ich in ebensolcher vor ihr. Sie hatte was in den Händen und überreichte es mir. Ich sah es nicht. Hände? Hallo? Sie öffnete keck ihre zarten, kirschförmigen Lippen um „Johannes, ich möchte mich bei Dir bedanken.“ zu hauchen. „Hmhhhhmmmm?“ heiserte ich mit belegter Zunge zurück.

„Dass ich Deinen Schlüssel haben kann. Auch wenn Du nicht da bist. Dafür danke ich Dir.“ Und legte mir eine Schachtel „Feiern“ auf den Tisch und verschwand Feengleich nicht ohne ihren süßen Duft zu hinterlassen, aus meinem Büro. Ich youtubte Celebration, fuhr verwirrt mit dem Stuhl nach hinten und stürzte mit Kool and the Gang aus dem Fenster.

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Ob dem dumpfen Knall rief sie aus dem anderen Stockwerk „Is was?“

Leise Schoki mümmelnd konzentrierte ich mich wieder auf die Arbeit.

Was ein Tag! 🙂

Der Pansen macht mir Freude

Boaaahhh, Leute! Was habe ich mich gefreut!

Letzten Sonntag klingelte es an der Muckelbudentür, ich raste, die Unterhose auf halb Acht, die Treppen runter, öffnete die Tür und wurde von einem wildgewordenen Handballer / Punkrocker umgerissen der mir „HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, LIEBER PAPA ZUM GEBURTSTAG!“ in die Ohren brüllte und meinen wohlgepflegten Bürorücken zerquetschte.

Meine Güte, was habe ich mich gefreut. Der Pansen hat an mich gedacht. Die Augen wurden mir ein wenig feucht in Gedanken an schöne Zeiten. Als er noch klein war. Nein, quatsch! Ich meine das ehrlich. Und gebe meine Sentimalität auch zu. Soviel habe ich gelernt. Auch ein Holzklotz sollte, muss, Gefühle zeigen. So tat ich dann auch.

Umso mehr als er mir seine erste im Tonstudio aufgenommene CD als Schwarzpressung mit den Worten „Aber Papa, das ist nur für dich und erzähle da bitte nichts drüber.“ überreichte. Von daher kann ich euch nur das Front-Cover zeigen:

Comp_Felix-Cover-FrontWir verbrachten dann noch einen supi schönen Abend. Da er grade berufstätig ist, musste ich ihn früh ins Bett schicken und brachte ihn mit den Worten runter zum Parkplatz: „Ich liebe dich, mein Junge. Aber Geburtstag habe ich erst am Mittwoch.“

„…“

Schirrmi

Rezept der Woche: Die Menüplanung

Aus Gründen sitze ich hier seit Stunden an meinem Schreibtisch und zerbreche mir den Kopp. Es handelt sich nämlich darum dass ich Gäste erwarte. Diese sollen ein wenig bewirtend verköstigt werden. Huch? Ich habs gemerkt.

Jedenfalls möchte ich dem Anlass entsprechend ein wenig was vom Herd und aus dem Backofen zaubern. Nun ja, das ist eigentlich nicht mein Metier aber ich möchte mir Mühe geben, habe auch keine Angst davor. Ideen sind das was mir manchmal schwer fällt.

Ich lernte aus der Knochenmühle, wenn du an einem Punkt bist wo sich dein Hirn verhakt, es quasi gegen eine Wand rennt, man anstatt witzigen, tollen, leckeren Rezepten nur Schwärze sieht – dann, ja dann, tritt einen Schritt zurück. Atme durch und schreibe einfach alles auf, egal wie dumm es einem vorkommt.

Das mache ich jetzt, Brainstorming.. Ach, erzählte ich schon dass ich ein Buch geschenkt bekam? Da ging es um höfliches Miteinander und Benimm. Aber klar doch. Ich kann mir gut vorstellen dass meine lieben, verstrahlten Gäste morgen nach dem exquisiten Mahl wie folgt aussehen:

Comp_Schirrmis-Gaeste

Ja es half. Folgende Gerichte fielen mir ein: Freistoss Fick-Filet, Meisteranalwurst, Doppelsechs-Würstchen im gebrauchten Kondom, Stadionwurst-mit-Faust-in-die-Fresse, Turnierbälle-ala-Aua-Hoden, Stürmer Trio-loch-Stute, Abwehr KETTE mit Natur Ketchup (Periode), Spielmacher Mini Salami-am-Arsch, Gewinner-Gulasch-Dünnpfiff, Torjäger Spaghetti-Kotze, Turnier BURGER-Verarsche, Pokal Pasta mit Wichs-Sauce, TEAMGEIST Tomaten-fuck-mich-doch-ab-Suppe, Antipasti-Tricolore-leck-mich-würzig-mit-der-Zunge-im-Arsch-Gedöns..

Und weil ich sehr genau weiß dass dieser Blog öffentlich im Internet verfügbar ist und die Mehrheit der geneigten Leser, hihi, lieber Bilder schauen als lesen gelernt zu haben, hier für diese Zielgruppe ein Paar Verdeutlichungen:

Ist das nicht grausam? Schlaaand, Schlaaand, Schlaaand! Oder wie schrieb der liebe Pantoufle noch?

Guten Appe!