Schlagwort-Archiv: Alltag

Dressmen

Irgendwie schwandte mir schon etwas. Seine Zornesfalte erkennbar, die Wutadern höchst ausgeprägt brüllte er uns an: „Rühren!“

Im Menschenmordgeschäft bin ich ja nicht so firm. Aber ich tat sogleich wie befohlen:

4cd964a27113cef010ccba2929c887a2

und dachte so leise in mich hinein: „Du bescheuerte Schießbudenfigur – mit dem Lametta.“

Ich fing an zu rühren und gab den Topf an meine Kameraden weiter. Ich dachte mir ja schon dass wir alle gemeint waren – das versammelte Team. Also rührten wir alle ein wenig rum in der Hoffnung dass es beim Herrn Oberfeld Wohlgefallen findet.

„Richt euch!“ brüllte die dumme Sau sodann. Na klar, auch das machten wir:

Comp_97ced4fdbbc3c31bb23665bc0ae5a849

Adrett, oder?

„HERR BEFREITER SCHIRRMI!!!!!“ spuckte er zärtlich in 3,5 cm Entfernung in mein Gesicht. „Ihnen fehlt ein Knopf“ und zwirbelte an meinem Feldhemd herum bis ein Knopf ab war.

„Wollen Sie einen Killer oder ein Germany next Topmodel?“ dachte ich so bei mir während ich meine Flinte entsicherte.

Zwei Mann nicht in den Betten! Ich trete ab!

Schirrmi

 

Dinge die ich immer mal wissen wollte

  • Klassiker: Ist das Licht wirklich aus wenn ich die Kühlschranktür schließe?
  • Sex: Warum haben männliche Pornodarsteller kein Kacka am Penis, ich aber sehr wohl wenn ich Damen penetriere?
  • RZ: Warum hat man Triple-Redundanzen im Serverbereich wenn dann die doppelt redundante Stromversorgung ausfällt?
  • Politik: Warum werden deutsche Bürger von Kriminellen regiert obwohl weniger als ein Drittel der Gesamtbevölkerung sie gewählt haben?
  • Mensch: Warum tut Liebe manchmal weh?
  • Honk: Ich bin so dusselig und dumm und frage mich warum mich niemand mag.
  • Tiere: Warum sind Eichhörnchen so süß und warum haben Pandas so geile Titten?

Sie, mein Herr, können mich mal!

Irgendwie ahnte ich schon was kommt. Ich hatte mich dementsprechend auch schon vorbereitet. Noch schön einen Schluck Korn mit ohne Wasser reingekippt. Hatte mir meine wütenden Sätze innerlich vorbereitet, übte das kommende Geschehen für mich selbst vor dem Spiegel. Es sollte überzeugend sein. Keinen Meter zurück und Gott hilf mir, niemanden in die Schnauze zu hauen. So bange ich war, wollte ich wagen ihm zu sagen:

„Du und ich, wir sind ab jetzt per Sie!“ So war es dann auch: „Sie sind in meinen Augen ein Arschloch!“ erwähnte ich beiläufig während eines Meetings zu ihm.

Sofort plusterte er sich mit seinen Zweimeterzwölfzig vor mir auf und schrie: „Ich Chef“, so der Puter, „Ich Mensch“, so ich – furchtlos in seine ausdrucklosen Augen blickend. „Hast doch nicht mehr alle auf der Reihe“, bellte ich, drehte mich um und verließ die Arena.

Den Rest der Flasche leerend hörte ich von hinten noch irgendwas wie „Nachspiel“ und „Konsequenzen“. Und jetzt gut aufgepasst, liebe Kinder: Der Klügere kippt nach!

Schirrmi

Habe Teef mitgebracht

Heute ist Dienstag. Der Aufräumtag. Darüber hinaus hatte sich ein Ableser angekündigt – so „seien Sie zwischen 13 und 15 Uhr daheim“. Tja, Ableserhandwerker hin – Ableserhandwerker her. Schirrmis arbeiten um diese Uhrzeit – hart. Da kann man nicht einfach mal von der Knochenmühle heim fahren, in Managementmeetings einen fahren lassen – ähm, absagen. Nein, das muss als Erst- und Einzigverdiener eingeplant sein. Das ist schwierig.

Na jedenfalls, die schmierigen schwieligen Finger mussten zum Telefon greifen um Drogenersatz Heimaufmachmaus zu engagieren. Und so war es auch. Die Heimaufmachmaus war da, der oder die – man weiß es ja nicht vorher – kam dann auch. Klingelte und schrieb gleich in Erwartung dass niemand aufmacht den Zettel „Schirrmi wieder mal nicht erreicht!“. Doch dann, Tür geht auf, die Maus ruft raus: „Es ist jemand hier, machen Sie Ihren Job“, er so, den Nichtanwesendheitsblock wegpackend „Ach?“.

Die Wärmemessgeräte wurden abgelesen nicht ohne dass Heimaufmachmaus zum Ablesehandwerker anmerkte „es gibt ja noch Leute die arbeiten müssen um die Uhrzeit“, – er grunzte nur und tat seinen Job.

Nach einigen Sprengstoffattentaten zwischendurch kam ich von der Knochenmühle mit Suppengemüse heim, und war ehrlich erstaunt über meinen abgelesenen Wärmeverbrauch. Auttäk: meine kleine Muckelbude wird in Hauptsache von meiner Körperwärme geheizt. Man kann ja auch mal doppel Socken anziehen, gelle? Motto: Nichts für die Reichen, ich friere lieber als euch das verschissene Öl zu bezahlen!

Ich schweife ab.

Neben dem Suppengemüse erlegte ich ein paar prekäre Hühner die ich geschnetzelt nach Hause brachte. Dazu ein bissl herausgerupftes Gemüse aus Nachbars Garten (Arztfamilie). Das Ganze zubereitete und köchelte ich stundenlang, nicht ohne ein ordentliches Glas Fond und überaus selbstgeernteten Reis, handgeschält, hinzuzutun – um am Ende ein Gedicht an Hühnersuppe zu erhalten die einem lässigem Hüftschwung in nichts nachstehen sollte.

So war es auch dann. Es schmackofatzte wohl, so sie, und ich ignorierte das Klingeln unten an meiner Tür. Es war wohl der Notarzt von nebenan der das SEK gerufen hatte ob ich ihm den Kräutergarten geräubert hätte. Nie aufmachen!

Irgendwann trat dann endlich – ich gehöre ja schließlich zur arbeitenden Bevölkerung – mit George McCrae „Rock your Baby“ ein stimmiger Abend ein. Trotzdem hatte ich Nächtens einen aufmerksamen Blick in die Küche und fragte „Was soll denn das Teef?“ Sie antwortete sanft „Teef“, mein Lieber, lies weiter: „Teefilter“.

Ups, habe ich den „ilter“ verpasst. Na, kann ja mal passieren.

Have a nice day!

 

David Bowie

„Gruselig!“ meinte ich gestern zum Kollegen. „Erst Lemmy, jetzt David Bowie der kurz nach seinem Geburtstag an Krebs stirbt.“ Schorsch antwortete lapidar: „Und wann hast Du Geburtstag?“

Silvestergedanken

Gründe die ich jetzt nicht weiter erläutern will, zwangen mich zu Silvester die japanisch/deutsche Freundschaft ein wenig lauter zu drehen. Plötzlich hörten wir einen Missklang. Bei all dem Krach kann ja mal was untergehen, also Mucke ein wenig leiser – lauschen…. Nö, war nichts, also weiter mit dem Krach. Dann plötzlich wieder – ein Missklang! Ich machte alles leiser, Klavierkonzert Nummer 666 vom Meister Devil rein um kleinste Miss-Nuancen aus einer eventuellen fehlerhaften Verkabelung herauszuhören. Nichts. Hoch-, Mittel-, Hinten-, Vorne-, Unten-, Obentöner sowie der Sub – alles astrein. Was mag das gewesen sein? Also weiter im Programm mit Slayer, Helene Fischer und Barclay James Harvest.

Dann wieder dieser Misston. „Na da leck mich doch am Arsch!“ grummelte ich in mir hinein und trennte die Vor- und Endstufen vom Notstromaggregat. „Klingelingeling“ machte es, hörte ich und stolperte runter zur Eingangstür. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen! „Ihr müsst die Stripper sein!“ sagte ich zu den beiden uniformierten, jungen Herren die vor meiner Tür standen und sich in der Kälte wahrscheinlich schon den Sack abgefroren hatten. „Sie haben die 110 angerufen. Gibt es ein Problem?“ so der Eine Kleine. „Nee nee“ so ich, „ich wählte die 112 – Feuerwehr.“ Ich hatte nämlich Sodbrennen. Und wer wäre besser geeignet um Brände zu löschen als die Feuerwehr? „Also, ihr kleinen Jungstripper – könnt Ihr Brände löschen? Falls nicht, gebt Laufpass!“

Die beiden Kasperle hauten dann auch bald ab nicht ohne mich zu ermahnen mir in Zukunft mehr Mühe geben zu müssen beim Tippen der korrekten Telefonnummer. Ich meine, 110 und 112 kann man sich doch mal vertippen, oder?

Ich verabschiedete meine unerwarteten Gäste noch mit einem „Herren Waldmeister – Sie sind blau!“ Die Bullen so: „Das sind unsere neue Uniformen, Herr Schirrmi!“ und weiter: „Ein wenig Besinnlichkeit über Nacht in unseren Ruheräumen täte Ihnen gut.“ Ich: „Nö, will net, verlasst bitte, gefälligst mein Grundstück – ordentliche Leute feiern Silvester und belästigen nicht fremde Leute mitten in der Nacht.“ „Sie sollten sich was schämen so blau noch Auto zu fahren!“

Puh! Die Episode war vorbei. Rein, hoch, und ein Aggregat nach dem anderen wieder an das Netz genommen (Mühlheim-Kärlich verkraftet ja nicht mehr so viel Last) – weiter mit Morrissey. „Och…“ flötete die im kleinen Schwarzen angeschickerte Dame. „Den würde ich auch nicht von der Bettkante stoßen.“ Hmh, dass Mädels aufgrund von Verständnis, von Herzenswärme, von fast gleichem Liebeskummer auf Schwuchtel stehen, wusste ich ja. Aber dass meine Mädels mit denen auch ins Bett gehen würden. Tja! Das ist mir ein wenig zu hoch. Egal. Ich als latent schwule Socke dachte mir nur: „Ja, die Flötentöne – die könnte der mir auch mal beibringen.“ Ich glaube das muss ich direkt mal aufklären. Ich habe nämlich in echt eine Flöte zu Weihnachten geschenkt bekommen. Da muss ich mich mal reinarbeiten.

Von irgendwoher brüllt mir jemand hinterher: „GEH FÜR MICH MIT!“ Auf dem Nachhauseweg in das Muckelwohnzimmer säuselte ich recht liebevoll „Da, der abschließende Pups – den habe ich für Dich mitgemacht.“

Frivoles Frohes neues Jahr!

Euer Schirrmi

 

Ein scharfer Abend mit 3 Waldmeistern

Es fand eine nachträgliche Bescherung statt. Ich lud 3 Waldmeister auf einen scharfen Abend ein. Die Zusammensetzung war denkbar günstig: Zwei Mädels, zwei Jungs – angenehm privat. Vor so einem Swingertreffen weiß man ja nie was passiert, ob man sich sympathisch ist oder ob die letzten HIV-Testbescheinigungen noch frisch sind. Voraussetzung ist jedenfalls Sauberkeit. Für mich ja kein Problem, gehört zu meinem Standardritual wenn ich mittags aufstehe. Kurz die Reste vom letztjährigen Chilli aus dem Bart geschüttelt – fertig. Selbstverständlich erwarte ich eine ebensolche Hygiene auch von meinen Gästen. Kurz, ich hatte keinen Grund zum Klagen. Ein scharfer Abend mit 3 Waldmeistern weiterlesen

Schirrmi’s Zoo

Seit gestern muss ich des Öfteren niesen. Fühle mich irgendwie nach Wolldecke und Tee, gerne auch mit Rum. Soll ja nun auch kälter werden und schneien. Die Zutaten für das Silvester Traditionsgericht, Chilli, sind schon alle da und warten darauf verarbeitet zu werden. Und warten, und warten…

Ich beobachte grade viel lieber was hier auf meinem Balkon so los ist. Was ich bis jetzt sah:

  • Kohlmeise
  • Amsel
  • Stieglitz
  • Kleiber
  • Blaumeise
  • Dohle
  • Eichhorn

Das Eichhörnchen ist neu. Es klaubt vom Boden die Körnerreste auf, die Vögel haben runterfallen lassen. Darüber hinaus interessiert es sich für mein Balkoninventar, knabbert mal an den Sitzbezügen, trinkt aus der Dachrinne, riecht an der Vogelscheiße auf dem Tisch, springt hier die Treppe rauf und schaut mir beim Tippen zu. Zur gottverdammten Krönung der Endjahreslangeweile versuchte ich Fotos des flinken Viehs anzufertigen. Aber so behende wie die kleine, rote Baumratte ist, war meine Verschlusszeit nicht. Und mit ein paar verschwommenen Eichhornpics verabschiede ich diesen abermalig überflüssigen Text:

Comp_Eichhoernchen-Alarm_IMG_6793
Eichhornarsch
Comp_Eichhoernchen-Alarm_IMG_6802
Eichhornworkout
Comp_Eichhoernchen-Alarm_IMG_6805
Eichhornneugierde
Eichhornblaumeise (höchst selten)
Eichhornblaumeise (höchst selten)

 

Neuer Aschenbecher – Blättchen weg

Habe mir einen neuen Aschenbecher gekauft. Dieser ist aus Glas, ist quadratisch und hat kleine Glasfüsschen (oder wie das geschrieben wird). Seitdem finde ich auf dem Schreibtisch meine Blättchen nicht mehr. Vor allem wenn sich zweckgemäß Unrat in dem Ascher befindet. Sie passen genau drunter. Nein, nicht Sie. Die Blättchen.