Quer durch den Gemüsegarten

Herr Weber brennt!
Herr Weber brennt!

Ihr Lieben!

Im Angesicht grauer Ausblicke und Vorahnungen, Ersteres mein ehemalig weißes Oberhemd – Letzteres die Politik und Gesellschaft, möchte ich ein wenig Freundlichkeit und Nonkonformität in meinen Blog bringen. War bislang jeder meiner Blogs größtenteils einem bestimmten Thema zugeordnet, werden meine Fingerlein versuchen zwei oder mehr Dinge auf den subjektiven Punkt zu bringen.

Jack White @E-Werk/Kölle

Wer Jack White kennt mochte gespannt sein welche Wundertüte er nun wieder aufmacht. Jack, seines Zeichens nach auch Schuldiger der Band The White Stripes (e.g. „Seven Nation Army“ bei Sportveranstaltungen), gab ein Intermezzo im Kölner E-Werk welches von einem bunten Publikum besucht war. Jung, alt, einfarbig, „bunt“ – alles war vertreten um Mr. White die Ehre zu geben. Bei strahlendem Sonnenschein, bester Laune und mit überaus anregender Begleitung (S.) begab es sich also am 27. Juni mit einigen Hindernissen hinsichtlich Orientierung und Öffentlichen Nahverkehr, dass sich Klein-Johi, diesmal feucht-fröhlich mit einer Flasche Kölsch bewaffnet, am E-Werk einfand um zuallererst die Merchandisingindustrie in Form eines hellblauen Jack-T-Shirts anzukurbeln welches wunderbar zart mit meinen hellblauen Augen harmonisiert :-).

 

 

Die Location E-Werk@Köln war herausgeputzt. Ein sonniger Biergarten war vorhanden, der Tourbus der Mädels (Vorgruppe) die sich grade in weiße Gardinen hüllten vis-a-vis. Allenthalben gute Laune und Vorfreude. Musikalische Fachdiskussionen über den herausragenden Musiker führten wir fast via Stammtisch. Die Vorgruppe, Folk-Mädels (First Aid Kit) die sicher süß und ansprechend vorgetragen hatten, waren eine Augenweide. Meine Ohren allerdings, hatten gesanglich keine Weiden finden können. Egal, mit einem kurzen aber dafür umso knackigeren Oberkörper-Striptease warf ich mir das erworbene T-Shirt über und los ging es vom wundervollen, bierseligen Sonnenschein rein in die Halle.

Die ausverkaufte Halle war voll, sehr voll. Während man draußen auf der Straße, wo man keinen Eintritt zahlte, gähnende Leere vorfand. In diesem Sinne war das in der Halle angebotene Kölsch echt widerlich, sehr widerlich, Sünner oder so was, Pils war also eine leckere Alternative. Ausgetrunken stellte sich allerdings auch eine Leere ein. Schreibt mir eine Nachricht wenn ihr wisst was ich jetzt mit diesem Absatz ausdrücken wollte. Ich weiß es grade nicht.

Schluss der langen Reden und ab dafür in die Erzählung wie ich das ersehnte Jack-White-Konzert erlebte: Jack, in Schwarz gekleidet und mit seiner einmaligen Ausstrahlung, hatte sechs oder sieben Mädels mitgebracht die verschiedenste Instrumente spielten. Die Fiedel, Klavier, Kontrabass, Pedal-Steel-Gitarre, Gesang und noch einiges mehr. Mit dem ersten Ton von Jack füllte sich die Halle mit einer Energie die ihresgleichen sucht. Gleichzeitig stiegen die Temperaturen auf gefühlte 70 Grad, welches manche (männliche Kölner) Besucher nutzten um ihre schwitzenden Körper an fremde, ebenso schwitzende Besucher zu reiben. Letztere nicht unbedingt der schwul-lesbischen Kölner Lebensart angehörend was manchmal/oft zu heftigen Diskussionen unter den Protagonisten führte.

Jack und Mädels spielten gekonnt und professionell in einer überragend guten Form auf. Mitreißend, energetisch und musikalisch ein Höhepunkt meiner diesjährigen, bisherigen Tour durch den Kosmos der Live-Mucke. Gut das ich mir im Vorfeld von guten Freunden aus Russland das neue Album „Blunderbuss“ besorgen ließ. Es machte nicht nur Vorfreude sondern sorgte auch für den passenden eigenen Körperrhythmus. Daraus ein Querschnitt, hervorzuheben der Song „Sixteen Saltines“ dazu auch noch einige ältere Songs wie von den Raconteurs „Steady, As She Goes“ machten das Erlebnis perfekt ein Musik-Genie live auf der Bühne zu erleben.

Leider, und wie es bei amerikanischen Bands oft ist, der Gig war nur ca. eine Stunde lang. Nach einer kurzen Pause gab es noch mal 10 Minuten Nachschlag. Wohl gemerkt – Nachschlag, keine Zugabe. Die Zugabe wurde am Ende nämlich trotz heftigen Skandierens nicht gewährt. Leider!

Alles in allem, mir hat es sehr viel Freude gemacht einen perfekten Musiker zu erleben der noch Großes vor sich hat, Großes hinter sich hatte. Jacks eindringliche Stimme, seine Lyrik welche sich manchmal protestierend, dann auch nachdenklich, weiter auch liebevoll oder auch mitreißend das eigene Herz, die eigene Seele berührt, hat sich spätestens jetzt nachhaltig und unauslöschbar in meine musikalischen Hirnregionen gebrannt. Ich gebe ungerne öffentlich Empfehlungen ab. Es könnten ja auch Minderjährige mitlesen. Aber hier +1 mit Sternchen und kleineren Abzügen beim Bier, der Location und der Länge des Konzerts.

@S.: Ich hoffe Dein Geburtstagsgeschenk bleibt Dir ebenso in guter Erinnerung wie mir! 😉

Eigentlich wollte ich noch zwei andere Themen anfügen. Aber meine Kreativität lässt grade zu wünschen übrig. Die Themen wären gewesen: 1. Gäste (Untertitel: wie schnell löst man eine Party auf?) und 2. Eindrücke einer Hete als Zuschauer bei der CSD-Parade in Kölle 2012. Ich hole es nach, versprochen!

Wie immer hoffe ich, euch nicht gelangweilt zu haben. Schreibt mir euren Kommentar, privat oder ins GB, ich freue mich!

Euer Schirrmi 😉

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