Probleme eines Hausmanns

Ruckartig zuckte mein Hals, mein Körper als er aus einem Sekundenschlaf erwachte und ich daraufhin erstmal erschreckte. Wo, wer und warum bin ich – so die Schrecksekunde während ich vorsichtig um mich blickte ob ein Kollege von diesem Zucken etwas mitbekam. Nö, die schliefen ebenso und bekamen nichts mit. Sind wahrscheinlich an meinem Schnarchen gewöhnt. Kommt denen wohl wie daheim vor wenn die alte Frau die sie noch ohne Oberlippenbart geheiratet haben, lässig und wie ungestört ihre Arschbacken auf die andere Seite wirft.

Ich muss was geträumt haben. Ist das nicht verwunderlich? Da biste mal ein paar wenige Sekunden weg, hast aber einen Traum der über Stunden- Tage geht. Eine ganze Geschichte, Erlebnisse – im Traum. Wachst auch, schaust auf die Uhr und merkst, der Arbeitstag hat jetzt immer noch 7,75 Stunden. Irgendwie doof, wie ich finde. Man kann wohl nichts wegträumen – die Realität ist immer noch da und die Minuten sind wie Gummi, zäh bis hin zu einer Stunde und da rede ich noch nicht mal von den am Präsent klebenden Sekunden.

In der Mittagspause habe ich Biokartoffeln gekauft. Jetzt weiß ich nicht was ich meiner Liebsten für ein Gericht koche. Was für ein Kartoffelgericht. Tja. Hmmmhhh…Kochen, bis ihre festkochende Gesinnung den Bach runtergeht? Langsam brühen, bis ich langsam und mit manikürten Fingern ihren Pelz abziehe? Oder grobschlächtig einfach in den Vorgeheizten werfen um sie samt allem zu konsumieren? Oder lieber mit einem Stampfer auf sie eindreschen bis nur noch Brei übrig bleibt? So wie? Ach nee – ich wollte wieder abschweifen.

Im Ernst, ich mache mir hier unsägliche Gedanken was ich morgen damit koche. Menno! Fragste, kriegste so hilfreiche Antworten wie: „Ja, schmeckt alles gut.“. Danke! Auflauf? Pellkartoffeln? Kartoffelsalat? Gebacken in Schale, angerichtet mit gezuckerten Möhren? Oder roh als Hand-/Armmuskeltraining ala Seewolf?

Scheiße, meine Mama musste sich jeden Tag solche Gedanken machen. Ich nur wenn ich Besuch bekomme. Ach, was geht es mir gut. Ein Sack Kartoffel für den Rest des Monats. Denn ich überzog. Ich überzog nicht die Betten neu obwohl sie langsam duften, ich überzog mein Konto. Denn es ist noch so viel Monat da. Bis es in den Urlaub geht. Prekär und all-inc.

Ach, ich weiß! Nasereib. Stempel schnitzen mit den Kartoffeln. Kennen Sie? Die Toffeln haben ja nur eine begrenzte Fläche für Grobschnitzer wie mich. Wie z.B.: „FYI“, „SPD“ hihi, „AfD“ brrr, „ILY“ hmh oder auch „LMAA“. Das passt immer.

Egal. Ich habe Hunger. Und ich bin kein Koch. Schälen ist kein Problem. Habe immer noch die Pflaster von der letzten Kochorgie auf den Kuppen. Also? Was solls sein? Du sagst an, ich führe aus. Ist das denn so schwer zu begreifen? WAR DIE FRAGE NICHT DEUTLICH GENUG?

Ach, weißte was? Ich mach hier gar nichts mehr.

Und wie die Geschichte ausgeht, erzähle ich euch Morgen.

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