Archiv für den Tag: 31. Juli 2017

Länderübergreifende Verständigung oder HELGAAAA!

HEEEEELGAAAAA!!!!!! So oder so ähnlich gellend riefen plötzlich nüchtern gewordene Menschen nach Ihrer Lieben. Denn Helga war verlustig gegangen. So und so ähnlich rufen Sie immer noch. Die mitfühlenden Seelen auf Festivals um Helga wieder zu finden. In der Hoffnung dass es ihr gut geht.

Kolportierend kann ich berichten dass Helga irgendwann damals bei Rock am Ring verlustig ging und erst wenige, dann mehr, dann alle Tausende sich Sorgen um Helga machten und sie (die Suchenden) in Erhoffnung eines Lebenszeichens von ihr nach ihr riefen. Das Rufen.. langsam machten sich mehr und mehr Kuttenträger Sorgen, nahmen zu, Gruppenrufen, allgemeines Helga-Gesänge, sogar die Bands auf der Bühne skandierten nach der armen Helga.

Wir suchen und rufen immer noch nach dem armen Stück. Im Jahre 2017 kann ich persönlich sagen dass ich Einige aber nicht die Eine Helga fand. Stieß manche dann von der Bettkante, der Treppe der Wohnmobile (setzen Sie hier Passendes ein) runter um weiter auf der gemeinsamen Suche nach der ursprünglichen, der wahren Helga unsere Jesuslatschen abzulaufen, in jedes Zelt HEEEELGAAAAAA? reinzurufen, fremde Mädels anzubrüllen ob sie da wäre.

Bislang ohne Erfolg, wir lassen nicht locker. Wir lassen Helga nicht alleine – sind „Soko Helga“.

In lauter, jahrelanger Verzweiflung dass ich Helga weder fand noch beglücken noch ihren damaligen bescheuerten Begleitern sagen konnte wie sehr ich sie verabscheue ihr Mädel mitten in der Eifel des Nächtens in die grüne Hölle zu entlassen, wurde ich langsam fündig. Karlo, vielen Dank für den Tipp lieber Jani, hauchte mir seinen Alkoholatem erst nach einigen Whiskeys um die Ohren Nasenflügel und des Rätsels Nebel löste sich alsbald.

Denn ein blonder Engel kam mit verkatertem Kotflügel durch die Luft  herangeflogen und zwitscherte ihr – mein Ding: „Kleiner Suchender, hier in dieser Kiste – breche das Klebeband, dann hört Deine Suche auf!“. Ich erbrach, nicht um vorher ein paar leckeren Prosecco genossen zu haben, das Unaussprechliche, schöne Siegel und aus dem Gewust an lieben Erinnerungen entstieg Helga. Ich fiel zunächst ab, dann sprachlos herunter. Als ich dann nicht mehr nicht mehr sprechen konnte, entschwanden mir heiser die folgenden Worte: „Das war es dann? Die lange Suche hat für uns alle ein Ende? Eine Ruude?“. Und weiter: „Dann hätte ich Drei..“

Mit nordrhein-westfälischer Kontenoooons rückte ich meine halbärmeligen Hemdsärmel zurecht und suchte nach Worten, die hessische Fraktion in Form von schlackernden Jeans, gehalten von viel zu viel Trägern und dem Gleichen Grundstoff, fing an zu lachen und ließ folgendes Foto machen:

Euer Grufti

Nur so (11)

Einen wunderschönen guten Tag, liebe Leute. Heute gibt es mal wieder ein wenig Futter für euch. Nein, keine Reste der von mir höchstpersönlich geschnittenen, ehemals 3,5 Meter hohen Hecke. Auch nicht die Unkrautreste die ich auf diesem fremden Riesengrundstück mit der Hand und krummen Rücken entfernte. Auch nicht die Neun Grasfangsackfüllungen des Wiesenschnitts die ich in großer Not aufgrund der Menge irgendwo entsorgte. An dieser Stelle: „Hallo liebe Nachbarn! Ich hoffe ich bekomme auch in Zukunft selbstgemachte Marmelade von euch.“ :-). Diese für mich ungewohnten Handlungen geschahen nur aufgrund des Besuchs der sehr verehrten, lieben C. Aber das ist ein anderes Thema.

Nein, ich meine Ihr bekommt mal wieder passend zu meiner hart und genüsslich ersoffenen und erfressenen Bikinifigur dürre Wortfetzen und abgemagerte Satzfragmente. Denn bekanntermaßen bin ich ein Freund von Enthaltsamkeit und als euer Lehrmeister unterstütze ich nicht dass Ihr reinsten und sinnvollsten Geboten zuwiderhandelt. So ungefähr möchte ich eventuelle längere Schirrmiabstinenzen erklären. In Sarkasmus Genügsamkeit und Askese ist die ewig währende Freude zu erblicken.

Jetzt bin ich froh, der Blogtitel sagt ja eigentlich schon alles, euch ein paar meiner unsortierten Gedanken teilhaftig werden zu lassen. Und ich bitte um keinen Gram der vielleicht unter euch entstehen sollte angesichts dieser kurzen, klugen und keilen, sorry, steilen Einleitung.

Es passiert ja derzeit so viel auf der Welt, man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Schwarze Blöcke werden initiiert, sie sind nicht Freund sondern Feind. Der Staat hatte es sich das anders ausgemalt. Denn die zu bekämpfenden Bürger mit ihren vermaledeiten Grundrechten waren nicht dabei. Bürger-, Grund- und Menschenrechte wurden schon im Vorfeld als No-go-Area erklärt – man sollte nicht sagen können was einen erwartet wenn man davon zu viel erwartet. Krieg gegen die eigenen Bürger. Die eigentliche Staatsgewalt wurde umgedreht. Denn diese geht eben nicht von den gewählten Kriminellen aus wie manche Dösbattel in schwarz und mit Helmen und Knüppel meinen, sondern immer noch vom Volk. Alles andere ist Gehirnwäsche und die Besten der Besten, die können es halt noch am besten. Fake-News verbreiten. Göbbels grinst und geifert wie schön und noch viel besser es die Heutigen können, die die von Fake-News reden. Um von sich abzulenken. Diejenigen die „Haltet den Dieb!“ rufen und noch nicht mal klammheimlich mehr die Menschen im Meer ersaufen lassen.

Aber meine Weltordnung wurde heute wieder grade gerückt. Während nämlich unsere Bundesregierung am dritten Weltkrieg arbeitet, fiel in China ein Sack Reis um. Von beidem hören wir grade nichts in den Schlagzeilen. Schlimm aber darüber hinaus, dass der Hass, der alleinige Weltübel nun hier im beschaulichen Westerwald angekommen ist. Denn die Einschläge kommen näher. Sehr nahe. Seht diese Entsetzlichkeit selbst:

Ich bin geschockt! Das sowas passieren kann! Ich breche mir mein Zahngold raus und vergrabe es unter meiner neuen Pilzkolonie im Garten damit der Rollstuhlfahrer nichts davon abbekommt. Mutti ebenso wenig. Für meine Lieben: Es ist neben meinem Komposter-Allerlei falls ich hier mal mit ein paar Wattebäuschen Gummigeschossen am Kopf darniederliege.

Ach was! Ich rege mich nicht auf. Ihr habt mich noch nicht aufgeregt erlebt. Erregt ja, hihi.. Aber das soll ja hier kein Pornoblog werden. War auch bald wieder frohgemut als ich den Mimimi der Woche sah. Wir wussten es ja schon lange dass seine Kindheit beschissen war. Aber jetzt offiziell:

Ja, weinen könnte ich auch. Schlagzeilen mache ich nicht. Außer ich wollte schlagen. Und das meine ich nur rein physisch. Also keine Sorgen. Da unter den Helmen, sind indoktrinierte „Kriegshelden“, sind unsere Brüder, Väter, Söhne, Freunde. Sie sind nicht sichtbar und wollen es auch nicht. Schon immer und noch heute wollen die Täter ihre Taten entschuldigen. Maskierte Schlägertrupps ohne Gesicht und Namen. Schaut euch um, auch in eurem Familien- und Freundeskreis gibt es diese Leute vom schwarzen, knüppelschwingenden Block. Oft sind sie vom Staat in prekäre, auch schlimmste finanzielle Situationen gebracht worden – dass sie keinen anderen Ausweg mehr sahen. Doch schaut hinter die Masken und versucht, auch wenn es schwer fällt, den Menschen dahinter zu erkennen. Es ist Dein Bruder, Vater, Sohn und Freund der aufgewiegelt und missbraucht wird.

Und kann mir bitte mal jemand verraten warum da diese Nachbarpflanze ein Haarnetz angezogen bekam?

Ich kann aus eigener Beobachtung versichern dass die Vögel Mittel und Wege finden um darunter zu vögeln sich essen zu holen.

Demnächst mehr in diesem Kino. Allzeit bereit!