Archiv des Monats: April 2016

Tennissockentee

Wussten Sie schon dass ich ein Faible für Fremdsprachen, außer Deutsch, habe? Ich verließ gestern die Knochenmühle und brüllte noch durch das Treppenhaus „I CALL IT A DAY!“. Für mich übersetzt heißt das: „Das nenne ich mal einen Tag.“. Falls hier ein Fremdsprachenkorrespondent mitliest: Da liegen sie jetzt flach, gelle?

Jedenfalls hatte ich gestern das sogenannte „Mid-Year-Review“ zusammen mit meinem „Scheffe“. Als Vorbereitung stellte ich einige Tage vor dem Termin auf stur. Während des Reviews stellte ich den Modus nicht ab. Auch nicht als wir uns brüllend gegenüber standen. Bevor er seine geballten Fäuste aus seiner halbseidenen Anzughose bekam, kam ich mir sehr klug vor alsbald sein Büro zu verlassen – nicht ohne noch auf seinen Perser zu kotzen – der wartend draußen vor der Tür stand.

Wohl- und frohgemut war das auch mal wieder erledigt. Glücklich seufzend verließ ich die Knochenmühle, draußen noch hell, nicht bevor ich noch ein paar Mid-Term-Planning (MTP)-Zahlen für der Herrschaften auf dem Teilpunkt (Sharepoint) bereitgestellt zu haben. Das Elsternest war leer, die beiden angehenden Eltern verlustierten sich komisch quickend auf dem Rasen.

Daheim wollte ich erstmal mit einer schönen Tasse Tee auf der Couch entspannen. Die Tasse ist schön, ich hoffte der Tee wird ebenso – obwohl… der Magen sieht es ja nicht. Jedenfalls bemerkte ich ein wiederholtes Mal positiv dass der Zettel nicht mehr mit einer Metallklammer am Faden befestigt ist sondern an ebendiesen schön handwerklich geknüpft ist – was mich an Frau Trautenheim erinnerte. Meine damalige Handarbeitslehrerin die mir beibrachte wie man Makrameeeulen herstellt – mit Seele und Gefühl. Einige von den Biestern sind wohl jetzt noch im Rheinland flügge.

Tennissockentee_IMG_7138Zurück zum Tee. Das Wasser kochte grade mit der richtigen Temperatur, alles parat, am Schluss also nur noch den Timer auf 8 Minuten stellen und abwarten. Nach gefühlten drölf Minuten piepste das Ding immer noch nicht. Ich ächzte von der Couch auf und sah nach. Und sah, ich Depp, ich vergaß den Timer zu starten. Scheiße! Aber egal, wie lange das Zeug zieht oder nicht, wir sind ja hier nicht bei den Inselaffen. Dann sah ich dass in der Tasse der Beutel trocken hing. Ich vergaß also beides, Timer und Wasser. Scheiße! Alles nachgeholt und flugs nach acht Minuten piepste es endlich und lechzte nach dem Tee. Ging hin, machte dem verdammten Piepen den Garaus und freute mich auf den Tee, um sehen zu müssen dass immer noch kein Wasser in der Tasse war. Der bis jetzt trockene Beutelarschloch kam mir vor als ob er mich schadenfroh angrinst. Jetzt alles noch mal von vorne und leise, laut vor mir hinsagend wie man eine Tasse Tee zubereitet – kam ich nach dreimal 8 Minuten in den Genuss einer Tasse Tee nicht um noch schnell den Teebeutel an die Wand zu klatschen wo er über seine Sünden nachdenken kann. Was ein Tag!

Tennissockentee_IMG_7137Ich bin ja überoptimiert. Es ist ja nicht so dass ich in den dreimal 8 Minuten faulenzen würde. In den ersten drölf Minuten fing ich an meine Fingernägel zu schneiden. Die Finger meiner rechten Hand zu schneiden ist? Scheiße! Bei den zweiten 8 Minuten begann ich die gelb-schwarz-braunen Schaufeln meiner Zehen abzusäbeln. Dem Geruch nach zu urteilen, relativ erfolgreich. Bei den letzten 8 Minuten schnitt ich weiter, es erschien mir noch nicht kurz genug. Der Tee war da, meine Zehen bluteten. Einmal kürzen hätte wohl gereicht. Da ich ja nicht dumm bin (nicht?), besorgte ich mir in der Hausapotheke eine entsprechende Anzahl von Pflastern mit denen ich meine Zehen ver-, tja, verpflasterte. Denn nichts ist unschöner als wenn am nächsten Tag in der Knochenmühle das Blut durch die Tennissocken sifft. Denn, morgen habe ich Lust auf Sandalen. Das Wetter ist ja so danach. Nicht wahr?

Tennissockentee_IMG_7139Sie fragen sich sicher was mal wieder die Bildchen sollen. Ich kläre gerne auf. Seit Ostern habe ich drei neue Mitbewohner. Der kleine, dumme Hasi knabbert wie blöd an seiner Möhre während er sich wünscht es wäre der würzige Nagel eines meiner dicken Zehen. Das devote und überaus masochistische Schäfchen freute sich schon anstatt des Teebeutels aufgebrüht zu werden. Und die fette Goldhasensau da, der Name ist, ich korrigiere – war: „Osterzauber“.

Schönen Feierabend!

Platzverweis

Rebellisch war ich damals. Schon von klein auf. Zwar angenehm im Charakter, überaus höflich, ja. Aber wenn ich nicht wollte, dann wollte ich nicht. Jetzt bin ich älter.

Ich habe heute schön gekocht. Drei Gänge und als Nachspeise sogar noch ein Menü. Nach dem überaus reichhaltigen und bekömmlichen Mahl rülpste der Pansen. Ich schickte ihn zur Strafe in sein Kinderzimmer und schloss ab:

Kizi_IMG_1854Und jetzt ist erstmal Ruhe!

Kakao gefällig?

Magst Du einen Kakao? Sie: Ja, bitte mit Schuß – den Kakao kannste weglassen! Ich: Ich glaub Du hast den Knall nicht gehört!

Entspannte Charmeoffensive in der Knochenmühle

Nachdem ich, wie Ihnen mittlerweile bewusst sein sollte, nur positives aus der Knochenmühle zu berichten hatte, möchte ich nun eine kleine, negative Episode zum Besten geben. Sorry Chef und Chef-Chef!

Durch eine eingehende Email wurde ich von meiner konzentrierten Arbeit aufgeschreckt. Die Standortleitung sandte eine Rundmail mit der Bitte „Bitte die leeren Obstkörbchen wieder an der Pforte abgeben.“  Huch, dachte ich so bei mir und klickte auf den Knopf „Allen antworten“ und schrieb: „Wer will denn da sein angegärtes Fallobst loswerden?“ und sandte.

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Ich bin in einer Außenstelle inhaftiert – und da kamen die besagten Körbe noch nicht an. Nach Rücksprache mit unserer überaus jungen, hübsch adretten Teamassistentin klärte sich der Sachverhalt auf. Die Email des Standortältesten ging zu schnell raus, bevor all die Obstkörbchen im Rahmen einer Mitarbeiterfitnessinitiative verteilt wurden.

Ich nahm dann Nachmittags davon eine Banane und ging damit wild fuchtelnd abermals in das Sekretäriat und rechtfertigte mich im voraus für meine <An Alle antworten>-Mail, zog sie aus und ich kann Ihnen sagen: Lecka! Sie lächelte süß wie immer.

Hinterher erwähnte unsere Teamassistentin noch ein Highlight der von der Knochenmühle gesponserten Charmeoffensive – denn es wurde ein Entspannungsautomat installiert. O-Ton der Assistentin: „Ich bin ja auch nur ein Mensch und kann mich nicht um alle kümmern.“

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Mit enspannten Grüßen,
Schirrmi

Body – oder nicht?!

Wissen Sie? Nein, wissen Sie nicht. Als ich jung war und erste erotische Erlebnisse hatte, ich meine, wollte haben, hatten die Damen sogenannte Body’s an. So T-Shirts die unten weiter gingen und im Schritt geknöpft oder gehakt wurden. Jedenfalls hatte ich damals in jungen Jahren ein wenig Probleme dem vermeintlichen Paradies näher zu kommen.

Ein Gefummel zum Erbarmen. Sie glauben es nicht. Die Angebetene rollte mit den Augen, ich sah es von unten, und ich wünschte mich wer weiß wohin. Innerlich mein Weltkriegsopa in den Ohren: „Rrrrran an den Feind! Koste es was es wolle!“ – so versuchte ich es. Die Dinger, Schlafanzüge, Strampelanzüge – hach, ich musste immer nur an Babys denken. Denn nur die wurden untenherum geschlossen. Mit Druckknöppe.

Der Penis. Der wurde kleiner. Die Lust ließ in dem Maße nach wie die Fummelei da unten seinen Gang ging. Bis die Angebetene eingriff und selbst Hand anlegte, Erbarmen hatte und sich selbst aufknöpfte.

Jedenfalls – heute morgen habe ich mir mein T-Shirt irgendwie in die Unterhose gesteckt. Nachmittags musste ich Pipi machen. Dringend. Ich stand vor dem Piss-Dings und hatte verdammte Scheiße nochmal eine Jeans mit Knöpfen an. Als die Knöppe auf waren bekam ich den alten Kameraden nicht raus. Warum? T-Shirt dazwischen – in der Unterhose! Erste Freudentropfen machten sich bemerkbar und ich realisierte dass die Zeit nicht mehr ausreicht.

Jetzt weiß ich wie es sich anfühlt ein Body zu tragen. Ihr armen Mädels, ich armer Schirrmi.

Natursekt gefälligst? Hose nass.

Diebe, Wadenbeißer und hochnäsige Herrscher

Kaum aus dem Winterschlaf erwacht, kürzlich eine immer noch unbegreifliche Zeitumstellung erlebt, stehe ich hier schmauchend vor der Tür und sinniere vor mir (mich?) hin. Frühmorgens, Knochenmühle, Raucherplatz.

Das erste Tagwerk, den Compi in die Dockingstation gesteckt, am Netzwerk angemeldet, kurz die Systeme und hochbrisante Emails gecheckt, der Pfefferminztee zieht vor sich hin – ich gehe runter um meine erste Ziggi zu mir zu nehmen. Ruhig. Ein. Aus. Atmen. Ruhig. Nicht daran denken was passiert wenn die Anderen kommen. Erstmal alleine sein. Zu sich finden. Vor dem großen Stress.

Frühmorgens ist die Welt sehr schön. Der Himmel, die Wolken. Den frühmorgendlichen Aufweckkuss mit dem süßen, über die Straße laufenden Fellvieh ausgetauscht, hach! Dann der Sonnenaufgang. Unwirklich, atemberaubend. Da, dahinten sehe ich die Schlote meines Industriebetriebs. Wenn ich mein kleines Näschen recken wollte könnte ich den herrlichen Duft von Plastik riechen. Der heiße Dampf, die Abgase brechen sich in rosaroten Farben am Horizont, erzeugen bunte Wolken – schöner als die Natur es machen könnte. Die hohen Silos stehen schwarzschattiert im Vordergrund wie Mahnwachen vor einer großen Gefahr wo wir noch nicht wissen dass sie unweigerlich über uns kommt.

Herrlich! Alleine! Farben! Bevor das Roulette anfängt zu drehen denke ich an Kafka. Man kann unschuldig sein, erwartet und fürchtet trotzdem seine Hinrichtung. So beginnt jeder Tag.

Ich schaue nach vorne und sehe seit Wochen dass ein Elster-Pärchen mit liebevoller Hingabe ein kunstvoll geflechtetes Nest bauen. Etwas grob, zugegeben, aber hinreichend groß in einer Astgabel eines Baumes der noch keine Blätter hat. „Sehr sichtbar“ murmelte ich zu mir. So sichtbar dass dieses Nest auch von anderen liebestollen Lebewesen recht begehrenswert ist. Wenn das Elsterpaar weg ist (Aldi, Lidl, Späti, usw.) kommen dann die Meisen, laut kichernd. Sie zanken sich, der alliierte Luftkampf im 1. Weltkrieg war ein Scheißdreck dagegen, mit den Spatzen um dieses wunderschöne, große in der Astgabel gebaute Schloss. Und ich schaue zu und weiß was passiert.

Von weitem hört man schon ärgerliches Geschnarre. Kampfformation, die bunt, wie Edelsteine im morgendlichen Sonnenlicht glitzernden Schweife ausgebreitet, böse blickend sowie hinterlistig von zwei Seiten kommend – Mama- und Papa-Elster wie abgesprochen nehmen sie sich die frechsten vor, die Spatzen. Die Meisen geben kampflos auf, während ein vorwitziger Sperling noch im fremden Nest hockt, zugegebenermaßen vor Angst in die frische Kinderstube kackt, laut plärrend und einige Federn lassend das Weite sucht. So – die diebischen Elstern, obwohl ich diese Eigenschaft noch nie in Natura kennen lernte, machten die Brust breit, voller Adrenalin verteidigten sie die zukünftige Kinderstube, verjagten die kleinen Wadenbeißer (die richtig, richtig mutig sind) während ein Bussard, hochnäsig, oben im Himmel leise kreisend sich das Geschehen ansah, wahrscheinlich mit dem Gedanken „ich komme wieder, wenn das Nest belebt ist“, abdrehte. Ich ging in mein Büro und ließ der Natur ihren Lauf.

Bis Morgen Ihr Verrückten!

Schirrmi

Umfragen / Forschungsergebnisse

Forschung: Das Wilhelmische Institiut für Mikrobakterielle Fortplanzung beweist erstmals den Zusammenhang zwischen Penisgröße und Anzahl der Handtaschen in den Schränken der Ehefrauen.

Zoologogen beweisen: Mit dem Schwanz wackeln gibt nicht automatisch Futter.

Eine neueste italienische Studie besagt dass die weibliche Bevölkerung unter „durchnudeln“ was anderes versteht als die männliche Bevölkerung.

Schweden: Neueste Studienergebnisse beweisen dass weniger als 99,9% aller Schwedinnen Darstellerinnen in Pornos waren. 99,9% der Befragten schwiegen lieber oder wichen den Fragen aus. So Prof. Dr. Nat. Rekt. Herrmann Longus.

Endlich! Deutsche Wissenschaftler beweisen brisanten Zusammenhang zwischen dem im Rheinland begehrten Getränk Kölsch und kurzen Hosen: Die Studien wurden persönlich von Herrn Studienrat Detlef Schönegang empirisch in der Innenstadt von Kölle, entschuldije, Köln durchgeführt. Er fand heraus dass je kürzer seine Hosen und je höher sein Kölschpegel, oder umgekehrt, sein Partnerschaftspotential zunahm. Schluck…, ächz, ooochhh…

Der Erste April

Meine Güte war das eine Woche!

Vor Ostern war ich arg krank und musste mir über – noch zwei Urlaubstage gönnen um wieder fit zu werden. Letzten Mittwoch dann hatte ich meinen ersten Tag in der Knochenmühle. Mein Kollege überraschte mich mit einer für Freitag (heute) terminierten SAP Systemkopie. Sowas kann, wenn die Beteiligten nicht gut oder nicht gut drauf sind auch mal 18 Stunden dauern. Ich koordiniere. Flüstere. Schmeichle. Brülle. Haue in die Tasten. Alles solange bis es fertig ist.

Gestern Nachmittag kam ich heim, immer noch nicht recht fit, und sah einen unbeantworteten Anruf auf dem Eipoon. Scheffe! Ich rief zurück um mir anzuhören: „Das Business wünscht die Systemkopie nicht am Freitag sondern am Samstag. Mach es bitte möglich!“ Tja, ich bin ja nicht der Einzige – ich muss ja auch die Dienstleister kurzfristig fragen ob denen das möglich ist. Alarm allenthalben. Herumtelefoniert. Diskutiert. Erklärt. Wichtigtuerei. Das Übliche. Am Wochenende tut es mir ja nicht weh zu arbeiten. Ich habe halt so einen Job gewählt. Kein Problem. Aber L. hat mich für Samstag zur Ihrer Reinfeiergeburtstagsparty eingeladen. Da wollte ich auch noch ein paar Geschenke einpacken. Karte schreiben. Alkohol und für die Kids Eistee kaufen. Und so weiter. Hätte nicht nur mich genervt da dann mit dem Klappcomputer rumzuhocken und jedem Gast zu sagen er sollte nicht so viel Bandbreite des WLAN´s benutzen weil ich es brauche.

Hinzu kommt, ich schaute in den Orga-Kalender, ab heute habe ich auch noch Bereitschaft. 7 Tage, 24 Stunden. Kann ja alles heiter werden. Meine Laune ging den Bach runter. Und Geschenke eingepackt – ist auch noch nichts. Eingekauft für Morgen schon, aber dass saufe ich grade selbst. Tja!

Jedenfalls meldete sich „das Business“ heute Morgen um 2:00 Uhr bei mir um mitzuteilen dass die ihre Dinge soweit erledigt haben, der Refresh kann wie geplant heute laufen. Dann die Dienstleister versucht zu erreichen dass es doch in ein paar Stunden stattfindet und nicht erst am Samstag. Keinen erreicht, hängste in der Luft! Weißte? Niemand hat irgendwas bestätigt oder auch nicht und ich hänge in der Luft. Scheißnacht die dann um 5:20 Uhr vorbei war weil ich ja im Office Vorbereitungen treffen muss. Nach 10 Stunden war die Kopie dann endlich rum. Hoffentlich. Denn ich habe nur die Freigabe zum Testen erteilt. Wer weiß was schief gelaufen ist?

Um was geht es hier eigentlich? kÜropst! Oh, die Finger lagen nicht richtig, egal. Der Erste April. Gestern kam ich zum heimscheißen heim, da war mein Vordach halb abgerissen – die Hausfront eine einzige, dreckige Baustelle. Huch? Hat mein Vermieter mir nichts von erzählt. Dreck! Dreck mit in meine kleine Muckelbude nehmen müssen obwohl grade Mittwochs sauber gemacht wird. Scheißdreck! Heute in der Pause die prekären, schlecht deutsch sprechenden Handwerker erwischt und rumgebrüllt: „Was machen Sie denn da? Hören Sie sofort damit auf fremde Häuser zu beschädigen!“ so hallte es in deren Ohren, ganz Monte erstarrte plötzlich vor Schrecken. „Schau mal, Du dumme Sau – sogar die Werbeblättchen sind nass und dreckig geworden!“ brüllte ich den von der Leiter herunterfallenden „Vorarbeiter“ an.

Is ja klar was de dann hörst. „Scheffe hat gesagt….“.

In der Knochenmühlenküche habe ich im „privaten Mitarbeiterregal“ meinen Hopp-hopp-Kaffee stehen. Jetzt war ich ja einige Tage nicht mehr dort. Was müssen meine entzündeten Augen sehen? Fast leer das Glas! Einen Anstandsrest konnte ich noch herauskratzen. Sie gaben sich noch nicht mal die Mühe die Reste vom Boden abzukratzen. Nee! Natürlich nicht. Was haste denn schon wieder? Hee? Ist doch nicht leer!

Muss man auf alle Dinge Aufkleber aufbringen? Wer kommt in einem sogenannten professionellen Betrieb auf die Idee zu meinen wenn da irgendwo im Schrank was rumsteht dass man sich bedienen darf? Muss man erst böse werden? Müssen die denn erstmal weinen müssen um es zu kapieren? Mein – Dein? Aber dann erhalte ich ja wieder ein Schreiben.

Jedenfalls ist auch meine Geschirrspülmaschine seit Dienstagnacht verreckt. Habe weder die verschissene Bedienungsanleitung noch Zeit gefunden und jetzt steht da die Brühe immer noch drinnen. Spüle seitdem mit der Hand. DAS IST ZUM KOTZEN! Und die Spülkraft hat eigene Dinge zu tun. Menno!

Es hört ja nicht auf. Die ganze Zeit fliegt, fleucht hier so ein Insekt um und auf meinem Kopp rum. Ich ertrage, ich wedele, ich drehe ruckig meine Hals hin- und her. Kurzzeitig ergibt das Erleichterung dass das blöde Vieh weg ist. Dann isses wieder da. Mistvieh!

Ich war grade auf Toilette. Nach dem Gang sah ich händewaschend in den Spiegel und sah einige meiner Haarsträhnen neckig kitzelnd in meinem Gesicht rumhängen. Gut, es war also kein Insekt sondern ich selbst war es der sich über seine eigenen leise, lang herabrauschenden im Gesicht herumkitzelnden Kopffedern aufregte.

Ja, soviel zum ersten April. Mir wird schlecht wenn ich drüber nachdenke. Und dann muss ich mich mit diesem verfickten Photoshop rumärgern. Das Layout will nicht. Und will nicht. Und Schleifen. Möchten Sie gerne schön einpacken und Ihnen fehlt es an Material? Und morgen geschieht es dann schon – der Überreichungsakt? Kennen Sie das?

Alles in allem, ich gebe gerne meine Haut an sie ab. Und das mein ich im doppelten Sinne.

Stress!

Nadine – ich hoffe Du warst fit und erfolgreich heute.

So long,

Schirrmi