Wie ich 40kg abgenommen habe – Tipps!

Hallo, Ihr fetten Spacken!

Der Ein oder Andere von euch kennt das sicher. Der Winter beginnt früh es ist kuschelig daheim auf der Couch. Das Naschzeug nicht weit weg. Darüberhinaus wird aus prekären Gründen die Heizung nicht hoch genug gedreht – die Wärme muss also von innen kommen. Durch Verbrennung der ganzen Kohlenhydrate die vermehrt eingenommen werden.

Zumindest bei mir häufen sich die Geburtstagseinladungen von Oktober bis Dezember. Das heißt, fressen, saufen und weil man am nächsten Tag vom Suff wieder Hunger hat, fressen.

Tja, Weihnachten, Sylvester – ebenso am Neujahr muss wieder gefeiert werden. Müssen auch, Stichwort Schweinetrog, die Reste in Form von flüssiger und fester Nahrung ebenfalls vertilgt werden. Hoffentlich hat man entsprechend Urlaub eingereicht, sach ich eusch!

Der erste Tag wieder in der Knochenmühle. Die Jeans zwickt und zwackt. O.k., die Jeans die an den Oberschenkeln hängt wieder runtergeschnitten und die tolle Bundfaltenhose von Papi gefunden. Hmh, wie schön. Passt ja. Hat sogar noch Luft im Bund, hehe. Das wird meine neue Lieblingshose! Hmh, irgendwie sehe ich komisch aus. Ach ja, das Hemd so eng, müsste ich die ersten fünf Knöpfe aufmachen und schauen wo ich mein Goldkettchen verlegt habe. Ha, verarscht! Nee, über das Hemd kommen dann die richtig weiten Pullis. Die Säcke. So passts!

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Und so gehen die Jahre ins Land. Diesen beschissenen Brauch sich zu Sylvester was vorzunehmen mache ich nicht mit. Mit mich nicht! (Rheinländer) Sollen sich doch die anderen Spacken geisseln, von mir aus mit Bettlaken, Bibelverse murmelnd herumlaufen und sich mit der Neunschwänzigen den Rücken blutig hauen. Mit mich nicht!

Irgendwann wurde es sogar mir zu bunt. Jedes Jahr neue Klamotten kaufen. Geht ja alles vom Suff- und Drogengeld ab. Ich gewann die Gewissheit für mich selbst und ohne Fremdeinwirkung abzunehmen. Gewicht zu verlieren. Damit ich wieder in meine Kutte passe. Gedacht, getan! Und ich nehme es vorweg. Mit eisernen Willen, Disziplin und Ausdauersport verlor ich tatsächlich 40kg. Kilogramm! Wie? Mit einem ausgeklügelten Diätplan, den ich euch hier als Geheimtipp beschreiben will. Es war ein Stufendiätplan den ich konsequent durchgezogen habe. Also ich begann so:

  1. Irgendeine Scheiße bauen und für 6 Wochen in Untersuchungshaft gehen. Da habt Ihr schon mal eine gute Grundlage. Das Fressen ist Scheiße. Saufzeug ist echte Mangelware.
  2. Danach seid Ihr froh mal wieder was zu saufen. Als Kompensation weiter sechs Wochen saufen. Aber Achtung! Bitte hier nicht wieder das fressen anfangen. Heißhungerattacken müssen mit noch mehr Alk bekämpft werden. Besser Schnapps als Bier.
  3. Nach Phase-2 merkt sich der Körper den „Trick“ und stellt auf Sparsamkeit um. In meinem Fall machte sich das bemerkbar das die Pfunde nicht mehr so purzelten wie am Anfang. Ich hatte aber keine Sorge weil ich mit Phase-3 beginnen durfte. Sparte ich ziemlich viel Geld weil die ewige Einkauferei wegfiel, konnte ich in Heroin investieren. Intravenös. Tipp: Immer ordentliche Mucke haben. So überlistet man den Körper, jetzt fühlt man sich schon leichter und sicherer im Umgang mit der Umwelt, den Kollegen und dem Scheffe. Eine gewisse Lockerkeit stellt sich ein.
  4. Jetzt wird es heftig. Um das persönliche Wohlfühlgewicht zu erreichen müssen andere Geschütze aufgefahren werden. Mein Körper immer noch nicht definiert genug, kommt man sich mit Jeansgröße 28/32 immer noch fett vor. So auch ich. Zeit für Phase-4 – oder gebt Ihr schon auf? Nun ja, man hört ja ab und zu mal dass Heroin nicht so gesund sei. Stellte mich dann auf Crack um. Und siehe da, die Pölsterchen wurden kleiner, der Brustkorb knochiger, der Bauch fühlte sich langsam fest an. So wie es die Mädels mögen. Yeah! Geht doch!
  5. Ein paar Schnallen habe ich noch nicht rumgekriegt. Zum ficken. Liegt wahrscheinlich immer noch daran dass ich zu fett bin. Nebenbei bemerkt. Job-mäßig geht es auch bergauf. Die Leute schauen mich an als ob ich der King wäre. Also, Aufmerksamkeit ist euch sicher. Ich sage nur, ein überraschend positiver Nebeneffekt! Aber das wollen wir ja, gelle? Jedenfalls fühle ich mich immer noch zu fett. Ich fette Sau! Grade habe ich nach Kölle gemacht. Da in der Gegend von der Rubensstraße. Da wo ich meinem Jungen immer sagte: „Pass uff! Mit dem Arsch immer an der Wand lang!“. Hab mir ein wenig Tüttü angezogen und dann da rein in die pinke Welt der gutaussehenden, jungen Herrschaften. Anfangs war es ein wenig schmerzhaft. Auf die Frage „Mit?“ antwortete ich selbstverständlich „Ohne!“. Von nichts kommt nichts. Harhar. Nee, diese A-I-D-S Diät, die könnte doch jetzt wirklich dafür sorgen dass ich endlich mein Wunschgewicht erreiche – ich immer noch fette Sau. Klaro, ist manchmal nicht angenehm, aber langsam erweitert sich das Arschl…, äh, der Horizont. Vitamine-Entscheidungen

Ich ging so manchmal durch Täler der Tränen. Aufgezwungen gewissen Standards, bestimmt durch irgendwelche Bekloppte, wiederlich präsent in Werbung, TV und Gesellschaft. Ich schau mich nun im Spiegel an. Mein 5-Punkte-Plan hat mich erlöst. Ich habe fast mein Wunschgewicht, fühle mich aber immer noch zu fett. Was bleibt, ich arbeite daran. Je kleiner der Sarg für mich umso glücklicher werde ich sein. Macht dann ein Foto von mir, einem glücklichen, schlanken, jungen Menschen. Und rahmt es euch ein.

Lebt wohl!

Schirrmi

2 Gedanken zu „Wie ich 40kg abgenommen habe – Tipps!

  1. Ja ich bin auch so einige Kilo losgeworden . Hab Schnee gefressen und im Bauch auftauen lassen und dabei noch entwässert . Lohnt sich . Ist billig und ohne großen Aufwand . Vorausgesetzt es schneit !!!

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