Meiner Hoffnung Ausdruck gebend dass ihr alle gesund und munter in das neue Jahr gekommen seid, wünsche ich euch zuallererst alles Gute, Glück und Spaß für sowohl kommende Herausforderungen als auch für Alltäglichkeiten.
Das neue Jahr fing für mich mit einem Besuch zunächst in K., dann in B. an. Die Grüße anfangs sollten noch in Richtung eines wunderschön designten Hotels einer schweizerischen Kette „Mösen..“, ähm… „Mövenpick“ erweitert werden. Meine Empfehlung gleichzeitig an dieses direkt am Anhalterbahnhof gelegene Hotel. Seit langem hatte ich nichts, rein gar nichts, auszusetzen! O.k., ein Frühstück zu Zweit für 45,- Euronen, aber das war gewünscht und bewusst gewählt, hatte die Reisekasse doch noch ein wenig übrig, auch dank eines der Welcome-Card beigelegten Gutscheinbuches.
Hungrig nach einer Cocktailseligen Nacht und auf dem Weg zur ehemalig Europa-Größten Baustelle führte mich meine Nase in einen der typischen Imbisse in welchem u.a. türkische Gerichte angeboten wurden. Für ein schnelles Frühstück und zum Zwecke der schnellen Energiezufuhr erschien mir ein Chees- oder auch Hamburger grade recht. Die Arabische Bedienung in diesem türkischen Imbiss einer deutschen Hauptstadt schielte nur kurz schräg um in etwa in einem für mich ägyptischen Slang ausführlich zu antworten „Gibt’s nicht!“. Mein Magen war doch recht flexibel so dass mir auch ein Frikadellenbrötchen mit Senf recht käme. Dank M. noch wenig Slang intus, bestellte ich anstatt Frikadelle – Bullette und anstatt einem Brötchen die dazugehörige Schrippe. Sie folgte dann auch gleich meinem Wunsch und machte sich an die Arbeit. Leicht wunderte ich mich warum sie nun ein riesiges Fladenbrot aufbackte, einen klitze-kleinen Bremsklotz in das Fett warf. Meine Verwunderung wurde ein wenig größer zu sehen als türkische Mitlebewesen den Imbiss betraten, aufgrund irgendwelcher Umstände dieses „Restaurants“ dann grummelnd wieder von dannen gingen. Hatte ich was übersehen? Ja, hatte ich! Als eine kleine Bullette verloren in einem riesigen Fladenbrot serviert wurde, die Frage nach Knoblauch- oder Currysauce verneinend mit Senf wünschend beantwortet wurde und ich gefühltes zu viel Geld ärmer von dannen zog, ich trotz hungrig und riesig aufgesperrtem Mund aufgrund des riesigen Brotes nicht an die sehnsuchtsvoll erhoffte Fricki kam, wurde meine Laune doch halbwegs durch das liebevolle Gekichere meiner Begleitung S. aufgewertet. (Pic oben).
Noch ziemlich auf eine herzhafte Mahlzeit fixiert und ziemlich ernüchtert (ich!) begaben wir uns zum nächsten Ziel. Und wer mich kennt, weiß dass ich morgens viel Kaffee brauche um auf Touren zu kommen. Der darauffolgende ebendiese Kaffee in den Potsdamer-Platz-Arkaden servierte man mir in einer Wiener Kaffeeaußenstelle in einem Fingerhut für moderate drei Euro fuffzig. Dummerweise hatte ich angesichts dieser Fülle an Kaffee einmal zu stark geatmet, so dass der Inhalt vor mir und zu schnell für eine fotografische Dokumentation, verdunstete. Ach, dachte ich mir, jetzt lieber Pulsadern oder Strick wählen?
Mit vielen Höhen und Tiefen, nicht was ihr jetzt denkt, nämlich mit super-flitze-super-duper-schnelle Aufzügen ging es in den Himmel von Berlin. Warnungen der Aufzugs-Generäle in den Wind schlagend dass in diesen Höhen mehr als 100 h/km Windgeschwindigkeit herrschen und mit mir mitleidig darüber nachdenkend das ich das Innenfutter meiner Jacke just morgens herausnahm, erfüllten sich die zunächst als Phantasiegespinste des Hochhauspersonals abgetane Aussagen hinsichtlich der eisigen Kälte. Da ich grade keine Krone anhatte brach ich mir ein paar Eiszacken von meiner Nase ab.
So und so ging es glücklich und zufrieden weiter. Der kleine Johi führte durch B. und wurde, zum Glück, von S. geführt. Die Geschichte mit der gelben Armbinde und den darauf befindlichen, drei schwarzen Punkten erspare ich euch jetzt.
Was jedoch immer gleich war, war der immer erwartete aber doch ausbleibende Biss der gelben Schlange (Bahnfoto). Diese hatte zwar oft versagt und verwies öfters auf ihren Bruder den „Schienenersatzverkehr“, im Großen und Ganzen aber doch, ging niemand verloren und der Schreiberling erfreute sich seiner mitgeführten Wanderschuhe.
Demnächst in einem Berliner Loft hausend, verbleibe ich mit vielsten, liebsten Grüßen,
Euer Schirrmi
