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Rezept der Woche: Kartoffelgratin

„Huch? Was macht denn der Sack Bio-Kartoffeln in meiner Küche?“ dachte ich so in totaler interessanten Umnachtung vergeistigten Sphären als ich das große Lexikon der Philosophie beiseitelegte um mir ein wenig Trüffel zu holen welche ich in meinem Aldi-Schokopudding krümeln wollte. Dann fiel es mir wieder ein. Denn eigentlich wollte ich schon vor ein paar Tagen eine lecker cremige Kartoffelsuppe kochen. Ich tat es nur nicht weil mir wohl etwas dazwischen gekommen ist. Vielleicht ein Steak. Oder eventuell Grünkohl mit Pinkel. Oder so. Nageln Sie mich bitte nicht fest.

Jedenfalls war da immer noch der Sack und was liegt näher als mal wieder ein Kartoffelgratin zu fabrizieren? Es wäre ja nicht das erste Mal und so was mache ich aus der Lameng. Doch dieses Mal sollte es besonders werden. Ich fragte Freunde, Bekannte, befragte die hohe Schule der Küche und meine Anfragen gingen sogar bis weit in den Süden Deutschlands für Ideen einen „anderen“ Kartoffelgratin zu bereiten. Und wurde fündig, fand Rat und also tat ich.

Die flache Auflaufform rieb ich mit Butter ein. Dann habe ich immer fertig geschälten, entkernten Knoblauch, der seit ein paar Monaten in Öl und allerlei sonstigen Kredenzen eingelegt ist und nahm einen Pinsel um mit der gereiften Flüssigkeit ebenfalls die Form einzupinseln. Die Kartoffeln (ein Sack, hehe) schälte und wusch ich und sie sollten in maximal 3mm Scheibchen geschnitten werden. Ich versuchte erst eine handelsübliche Reibe aber nach Aua nahm ich dann doch lieber ein feines, scharfes Messer und schnitt in aller erdenklichen Mühsal. An einer Käsetheke erstand ich hochwertigen Parmesankäse (ca. 125 Gramm) sowie den überaus köstlichen, Schweizer Gruyere Käse (250 Gramm). Vorher nahm ich noch einen kleinen Online-Französischkurs um den Käsenamen aussprechen zu können ohne mich zu blamieren. Aber wissen Sie was? Dieser Käse – wundervoll! Paradies! Also werden beide Käsesorten in separate Schüssel gerieben. Das war es auch fast schon als Vorbereitung.

Den Backofen zwischendurch auf ca. 180 Umluft vorgeheizt, wird ein Drittel der feinden Kartoffelscheiben auf den Boden der Auflaufform geschichtet. Diese Schicht wird mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt. Darüber ein Drittel des geriebenen Parmesankäse. Dann die zweite Schicht ebenso gleich und die dritte Schicht ebenso. Der himmlische, geriebene Gruyere kommt als oberste Schicht drauf. Dann ab in den Ofen für ca. 30 Minuten, ganz unten auf dem Boden und die Form bspw. mit Alufolie zugedeckt damit oben nichts anbrennt oder zu dunkel wird. Nach den 30 Minuten dann auf der mittleren Schiene noch mal ohne Bettdecke ca. 20 Minuten weiter backen. Warum ca. 20 Minuten? Bitte immer den Bräunungsgrad beachten. Es soll nicht zu dunkel werden.

Und was soll ich sagen? Mein Gast und ich waren begeistert. Schmackofatz! Und wissen Sie was? Weil es so lecker war, ich reichte extra „Schirrmi-Steaks“, habe ich keine Fotos gemacht. Hihi, ist sowieso verpönt heutzutage, glaube ich. Aber egal: Enjoy! Very, very much!