Rock im Park 2013 – Review

RiP-2013-Logo-nach-dem-FestivalHey Leute!. Es ist jetzt schon ein wenig länger her. Rock im Park! Nürnberg! Das Schwesterkonzert von Rock am Ring, besucht am 7. bis 9. Juni. Bevor mich meine geistigen Kräfte verlassen und die Erinnerungen verblassen will ich nicht versäumen euch einen sauberen, persönlichen und wie immer objektiven Eindruck eines einmaligen Erlebnisses zu schildern. Interessiert? Bock auf eine Bildergalerie? Na, dann flott weiter…

Die Facts

RiP-2013_IMG_0650Zunächst einmal ein paar Facts. Dieses Festival kennt ja immer noch nicht jedermann/-frau. Und im Übrigen, das Internet vergisst nie. Wer weiß welche nachfolgenden Generationen diesen Artikel lesen während es RiP schon längst nicht mehr gibt?

RiP-2013_IMG_0537Also, Rock im Park wird seit 1993 als Parallelfestival von Rock am Ring, jeweils im Mai oder Juni ausgerichtet. Standort des Festivals war wiederholt das Zeppelinfeld, einem Teil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes der NSDAP.

Dieses Jahr waren ca. 73.000 Besucher anwesend. Es war nicht ganz ausverkauft, was kurioserweise dazu führte das offizielle 3-Tages Tickets kurz vor Beginn günstiger verkauft wurden als wie ich sie erstand – nämlich für 165,- EUR (ohne Nebenkosten) für das Hardticket. Es ärgerte mich nicht da es ja ein Tanz auf der Rasierklinge sein kann so lange zu warten um die Tickets eventuell günstiger zu erhalten. Also hatten die wunderbare S. und ich rechtzeitig die Tickets geordert und sabberten fast schon vor lauter Vorfreude.

RiP-2013_IMG_0677Das Line-Up war meiner Meinung nach nicht so hochkarätig wie letztes Jahr bei Rock am Ring mit z.B. Metallica, Linkin Park oder auch die astreinen Tenacious D. Aber das ist eigentlich so was von egal. Die Mucke war trotzdem wie immer über jeden Zweifel erhaben und Leute, die Festivalstimmung ist das was das Blut in Wallung hält. Gelle? Über das Line-Up schrieb ich ja schon, von daher spare ich mir das jetzt hier. Es kann ja auch offiziell auf der RiP-Homepage nachgelesen werden, im Bereich History – wie oben verlinkt. Wir freuten uns dieses Jahr am meisten auf Biffy Clyro, Volbeat, Green Day und FUN – ähm…, das Letztere war nur ein ganz, ganz übler Scherz. Sorry dafür!

Das Drumherum

RiP-2013_IMG_0554Nürnberg – eine wunderschöne Stadt. Ich muss zugeben, ich war das erste Mal dort. Hat mir auf Anhieb gefallen. Wir nutzten den Freitagvormittag für eine gemütliche Stadtrundtour, per pedes. Schön die Stadt, echt! Nebenbei: Erst viele Bilder später fiel mir bei einer Cola Light (äh ja, mit Vorglüh-Ingredienzien) auf dass das Objektiv total vermatscht ist. Nach Entmatschung sah sie dann klarer, die Cam.

RiP-2013_IMG_0670Wir waren im sehr empfehlenswerten Hotel „Petzengarten“ untergebracht. Von dort konnte man das Festivalgelände zu Fuß erreichen – nur wenige Kilometer. Selbstverständlich fällt der Hinweg leichter als der Rückweg. Aber das ist ja immer so. Das Gelände an sich ist groß. Ohne Karte ist da zunächst nichts zu machen. Aber nach 1,5 Tagen kommt man auch ohne Plan zurecht. Was uns prima im Gegensatz zu RaR gefallen hat, ist dass die Bühnen sehr leicht untereinander erreichbar sind. Man hat immer Zeit genug um zum nächsten Gig einer anderen Bühne zu gelangen.

RiP-2013_IMG_0629Die Klo- und Gastronomie-Katastrophe von RaR findet man hier nicht. Auch wenn man direkt vor der Bühne, also ganz vorne steht, hat man die Möglichkeit der Natur freien Lauf zu lassen. Damit meine ich Dinge rein aber auch raus. Nein, ich meine nicht das bekannte „Rein-Raus-Spiel“. Also, das ist in dem Sinne bei RaR nicht möglich. Da konnteste verdursten oder/und musstest in die Hose oder sonst wohin machen.

Sehr gut hat uns der Biergarten gefallen. Supi schön, bei tollstem Wetter auch mal in Ruhe Pause machen können. Sich in normaler Lautstärke unterhalten, sich selbst oder auch andere Gleichgesinnte neu kennenlernen, etwas anderes als die verdammte Becks-Plörre zu trinken.

RiP-2013_IMG_0781Der Biergarten liegt direkt zwischen der Center- und der Alterna-Stage. D.h. er kann immer als bezaubernde Insel der menschlichen Notwendigkeiten genutzt werden. Alles in allem, die Location, die Verpflegung, die Klo’s und das ganze Drumherum erhält von uns die Note 1+. Besser und zusammen mit dem tollsten Wetter, geiler Mucke, coole Leute und jede Menge Spaß kann man es sich nicht wünschen.

RiP-2013_IMG_0671Erwähnte ich schon dass sich der nächtliche/morgendliche Rückweg zum Hotel manchmal schwierig gestaltete? Der Rückweg, da war dann immer noch ein freundliches Thai-Lokal und ich persönlich dankbar für ein leckeres und sehr bekömmliches Thai-Nach-Hause-Geh-Bier, dem „Singha“. Stichwort Becks-Plörre!

Einmal landeten wir nicht im Hotel sondern am Nürnberger Bahnhof wo wir uns ein Taxi holen wollten. Das war eine so unsägliche Geschichte dass sie von einem fremden, feindlichen Planeten stammen könnte. Die Nürnberger Taxifahrer führten ein Theaterstück auf welches ich so noch nie in meinem jungen, unverbrauchten Leben erlebt hatte. Ich stellte ihnen, den Taxifahrern, die Diagnose Tollwut oder LSD aus. Aber diese Geschichte wird separat verbloggt. Versprochen, meine lieben Padawans.

RiP-2013_IMG_0780Einen Tipp würde ich euch noch gerne mitgeben. Aus jahrelanger Erfahrung hat sich bei Festivals bewährt einen handelsüblichen Zip-Beutel bei sich zu führen. Es können immer Unwetter kommen die sorgsam gehütete Schätze wie Tabak, Handy und dergleichen unbrauchbar machen könnten. Also, steckt das Zeug einfach in einen solchen wasserdichten Zip-Beutel und ihr müsst euch auch bei Weltuntergang-Wetter keine Gedanken um die kostbaren Dinge mehr machen. Und seid ja nicht so blöd einen solchen Beutel nachts, bspw. bei einem Green Day-Konzert inmitten von Tausenden von Menschen zu verlieren! Dann ist nämlich erst mal Essig mit dem Spaß. Ich kenne jemanden persönlich dem das genauso passiert ist. Sein Name beginnt mit „Sch“ und endet mit „irrmi“. Aus Rücksichtnahme erwähne ich hier nicht den vollständigen Namen. Nur so als Notiz für mich – wie kann man nur immer so ungeschickt sein?

Inhalt des Beutels:

  • Tabak, Blättchen – halt das lebenswichtige Rauchzeug
  • Handy (Firmenhandy)
  • Diverse Pharmaka
  • Hotelschlüssel (Uhh!)
  • Diverses
Beispielfoto eines überarbeiteten Zeitgenossen
Beispielfoto eines überarbeiteten Zeitgenossen

Dieser überarbeitete Zeitgenosse hat den Beutel irgendwann wieder erhalten. Aber bis dahin war es eine Odyssee. Auch dies wird bei Gelegenheit noch mal separat verbloggt. Nur so viel, es nahm dann doch noch ein gutes Ende 🙂

 

Das Mittendrin

RiP-2013_IMG_0599-sJeder einzelne Musik-Gig könnte eine gesonderte Besprechung erhalten. Aber in Kürze, ich denke ihr werdet mir dankbar sein, würde ich unter all den Künstlern herausstellen wollen: Green Day mit einer aufregenden, geilen Show die fast über drei Stunden ging, Prodigy die ich jetzt zum dritten Mal live erlebte und keinen Bock mehr darauf habe, Bullet for my Valentine dessen Sänger die Haare ab hat (Boygroup-Style) und dessen Performance dadurch nicht gelitten hat und Volbeat – die ich seitdem rauf und runter höre, daheim, im Auto und als Ohrwurm im Kopp während meiner Arbeitszeit in der Knochenmühle (gelle, Andreas?). RiP-2013_IMG_0646

Dazu noch die zuckersüße Leslie Clio die für mich Freitagmittag eine angenehme Überraschung war.

RiP-2013_IMG_0738Wow! Die Hauptpersonen, nämlich die, für die Festivals gemacht werden, die Besucher, waren allesamt extra-klasse-cool, friedlich, lustig, nett, ausgelassen und in einer solchen Umarmungs-Stimmung das es eine Freude war.

RiP-2013_IMG_0577Dicke, nette Ärsche in trauter Zweisamkeit mit knackigen Po’s, kleine, süße Schmetterlinge wurden von netten, grobschlächtigen dafür aber lustigen Leuten auf die Schulter genommen (Pics in der Galerie).

 

RiP-2013_IMG_0712Mittlerweile braungebrannte IT-Fuzzis drehten lustigerweise ihren Ohrring rum, manche sprachen dem Alkohol zu und hätten sich über ein paar mehr Hände gefreut.

 

RiP-2013_IMG_0728

Alles in allem, eine Mehrtages-Party bei dessen Ende Menschen mit nicht so gefestigtem Seelengerüst in ein tiefes mentales Loch fallen könnten weil es leider schon wieder vorbei ist.

Wer bis jetzt durchgehalten hat kommt in den Genuss der Bildergalerie. Denn, supa-dupa-Festivals muss man erlebt haben, man kann es nicht beschreiben. Also, schaut selbst. Falls ihr selbst dabei wart lasst euch ein Deja-vu im Herz / Hirn / Unterleib aufgehen, falls nicht, hoffe ich ihr bekommt einen ordentlichen Eindruck und Lust selbst mal dabei zu sein. Viel Spaß!

RiP-2013_IMG_0719Meiner liebsten Festival-Begleitung, der liebreizenden S., sage ich an dieser Stelle mal ganz offiziell vielen, lieben Dank! Für so vieles. Drücker, Kuschel und Küsschen!

 

 

Und euch, meine lieben, geneigten Leser – danke ich für den Besuch und eure Aufmerksamkeit!

Euer Schirrmi 🙂

P.S.: RiP finde ich von der Infrastruktur besser wobei RaR die bessere Stimmung macht. Obwohl ich da ein wenig subjektiv bin da ich bei RaR schon einige Male war – inclusive, tja, allem 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.