1st-, 2nd-, 3rd-, 4th-, 5th-Level Support

Wer arbeitet nicht gerne mit Profis zusammen? Manchmal kann auch der Büroalltag witzig sein denn mein Lieblingskollege sagte mir, ich glaube vor ca. drei Wochen, dass eine Kollegin ein Problem hätte. Ich hörte nicht richtig zu und stellte auf Durchzug, wie so oft. Mein innerlicher Kopf schüttelte sich „Kann net sein!“.

Später hörte ich auf dem Flur von anderen Kollegen das gleiche Problem. Einige Tage später immer noch. Immer so unterschwellig. Dass das Business drauf wartet. Das ein Projektziel ggf. nicht eingehalten werden kann – Unsinn halt.

Heute war es soweit. Die Kollegin kam zu mir. „Duuuuuhuuu, ich hätte da mal ein Basis-Problem.“ Einkaufsbelege können prima im Produktivsystem via Email verschickt werden. Warum das nicht im Testsystem ginge war die Fragestellung. Ich so, geht doch. Normal halt. Kein Problem. Sie so, schau mal, die landen im Spool und nicht in der Email-Versand-Warteschlange. Hmh, tippel, tippel… Email geht. Ich schau sie an: „Email geht!“. Ja doch, aber hier nicht. Und so nicht und so auch nicht. Und das ist ein Riesenproblem. Und das dauert schon so lange an. Und das GEHT NICHT! GEHT NICHT, NICHT, NICHT – und stampft mit ihren süßen Beinchen auf den Boden.

Ich dann mal ganz langsam und von vorne. Rein in die Businesstransaktion und mache alles so wie sie sagt. Führe aus. Gehe in die Email-Warteschlange – die Emails sind da. Grummelnd und irgendwas von „verrückt“ und „kann doch gar nicht sein“ und „wochenlang“ murmelnd zog sie von dannen.

Zupp, rauscht eine Email von ihr rein mit einem 10 MB großem Screenshot – quasi als Beweis dass „Ihre“ Emails nicht in der Warteschlange landen. Gut, ich erhob meinen Knackarsch und stiefelte zu ihr ins Büro weil ich jetzt echt mal wissen wollte was sie da so macht. Sie macht dann so und zack: Klappt nicht!

Ich gucke, schaue auf den Screen und muss anfangen zu lachen. Die Selektion war auf 500 Datensätze beschränkt. Der Rest wird einfach nicht angezeigt. Kurz in den Optionen auf 1000 gestellt, die Anzeige refreshed und siehe da – sie sind da. Die Emails.

Keiner hat das Problem lösen können. Stellen Sie sich das mal vor. Alle in der IT-Abteilung. Keiner. Kein Einziger! Wochenlang!

Das kostet ein Eis.

P.S.: Möchten Sie was lernen? Bei SAP kann man die Datenselektionen aus Performancegründen einschränken. Das ist sinnvoll. Das muss man aber auch wissen. Das weiß man eigentlich auch.

Nur so

Ich lag und sah das Fenster durch das Mondlicht scheinen. Dieses Fenster war schief eingebaut, wohl wussten es die Handwerker damals im 16. Jahrhundert nicht besser. Die Balken, das kleine Zimmer, das Haus mit einer Plakette dran versuchten mir Scheu einzuflößen. Mein Raum, den ich brauche, wurde immer weniger. Zwar alles sehr schön, sehr alt, unten im Laden wurde von Lebendigen Zahngold verkauft.

Ich lasse mit mir machen bis ich nicht nur den Schein, sondern auch den Mond durch die hoffnungsvolle Luke sehe. Die Krater erinnern mich an meine Seele. Da, da oben war mal David Bowie, ich lasse mich fallen. Keine Schwerkraft, kein Groundcontrol. Schalte mich aus. Ab.

Es wird geritten. Es wird gestöhnt.

Ich denke nicht an Deutschland, weiß nicht woran. Es kommt mir komisch vor. Wie früher – vielleicht? Missbraucht? Ich vergesse. Ich trinke – ich esse, meine dripple-F: Feinde, Freunde, Familie.

Und bin doch so zart.

Sollten lieber das Weite suchen. Ich kenne mich. Wenn sie noch. Wissen. Was passierte. Sie sollten mal in sich gehen. Und sich fürchten. Jeder Scheißkeks wird zurückgegeben. Und da lass ich mich nicht lumpen. Ich gebe gerne doppelt zurück. Dreifach! Wenn nicht noch mehr.

Verliebt, verpennt, verpeilt. So war es damals. Davor Krawall, Karracho und die harte Kante. Schneller hinter den Scheißnaziz hinterher – schneller als unsere auf rechts abgerichteten Hunde. Fass! Faß! Schnell, mein Lieber. So rief ich. So brüllte sie zu mir. In allen Gassen, in allen Straßen hatten wir sie erwischt. Und hätten die Dumpfbirnen rasieren wollen. Wenn es nicht schon so war.

Jetzt ist es genauso. Muss mich aber zurücknehmen. Diese menschenverachtenden Sprüche, die Politiker, die Presse macht mit. Ekelhaft – grauenhaft. Der Dritte, der wird schön herbeipropagandadistisch, ohne Erinnerung an frühere Fehler herbei beschwört. Der Zweite ist wohl noch nicht so lange her.

Ich schau in den Himmel und fühle mich gefickt. Ich wünsche mich weg. Geht abba nicht.

Zwei Söhne habe ich. Ich erwarte: „Papa, warum habt ihr das zugelassen?“

Warum?

Tja..

Da sagt der Kleine, ganz groß zu der Flasche,
Schultern breit und hochgewachsen,
Du kannst mich mal,
Ich vertrag viel mehr.

Ich bin zwar zart und klein,
bin beleckt und Möchtegern,
jedoch Du glaubst es nicht:

Ich werde voll – Und Du leer!

Sagt das Glas zur Flasche.
Schirrmi

Es tippselt, es tappselt

Die Melodie ungefähr so wie von Heinz Erhardt „trink ich noch nen Korn“. Nee, doch nicht.

Immer wenn ich auf der arbeit bin taste ich die tippsel
Wenn ich dann noch auf der arbeit bin taste ich noch ein tappsel
Wenn ich dann noch auf der arbeit bin tippsel ich die tasten
Und wenn ich dann noch auf der arbeit bin fange ich von vorne an

Lubi du, lubidubidu
Hi, hi, ha, ha!
Holla ju, di dubidubidu

Immer wenn ich tippsel, höre ich es tappseln
Wenn ich auf der arbeit bin, tappsel ich vor mir hin
Wenn ich dann noch auf der Arbeit bin tastet, tippselt es sich vor sich hin
Und wenn ich dann noch, hach ihr glaubt es nicht

Lubi du, lubidubidu
Hi, hi, ha, ha!
Holla ju, di dubidubidu

Wenn es dann noch tippelt, tastet,
dann weiß ich wer ich bin

Juchhee! Ole!

Montagsstress und einen Job den ich gut finde

Normalerweise bin ich ja ein wenig in Lästerlaune wenn es um die Knochenmühle geht in der ich abhängig beschäftigt bin und den Reichtum einiger weniger mehre. Der doofe Montag ist rum. Der ganze Vormittag ging druff mit Besprechungen und daheim in der Mittagspause sah ich dass wunderbarerweise alles aufgeräumt war. Nämlich wurde am Wochenende gehaust, gelebt, geliebt. Der Nachmittag war flott rum mit irgendwelchen Telkos. Franzosen auf Englisch. Ich kann beides. Letzteres sogar sprechen.

Ich hatte eine Dokumentation aufgenommen die ich mir grade reinzog. Und ich muss sagen, nein – den Job möchte ich nicht machen. Stress pur! Und fast nichts ohne Computer. Nee, nee!

Die Doku, „El Bulli – Cooking in Progress“ erzählt von einem Koch und seinem Team. Die verkaufen ein halbes Jahr im Restaurant, ansonsten wird einige Monate in einem Labor experimentiert – das Restaurant hat dann zu. Hammer, wie ich finde. Wollt ihr sehen? Noch gibt es die Doku in der Mediathek des BR3.

Nach einem Tittenerfüllten Wochenende blieben noch ein paar Biokartoffeln und –karotten übrig. Was liegt da näher eine Suppe zu kochen damit das Zeug nicht verdirbt? Ich tat es und schaute mir die Reportage an. Gut gemacht, beides, und wie ich finde, sehr spannend und der Filmemacher hat den Druck gut aufgefangen der in diesem Metier herrscht.

Nö, ich bleibe bei meinen Leisten.

Schönen Abend und eine gute Woche.

Schirrmi

 

 

1.050,-EUR und Nippelgespräche

Wie ist denn so das Wetter? Fragte ein Geschäftsfreund, mit dem ich telefonisch ein Hauen und Stechen hatte. Na ja, mal Sonne wie Sommer, dann Wolkenbruch wie Grundwehrdienst. Der Carcomputer zeigte „nur noch 50km“ an. Der Regenschirm lag auf dem Beifahrersitz, das Auto piepste. Immer wenn da was liegt und es nicht angeschnallt ist..

Mir wurde heute gekündigt. Meine kleine Muckelbude in der ich seit 15 Jahren hause, soll grundsaniert werden. Will ich nicht. Es hätte einen temporären Komplettauszug mit angestelltem Kompletteinzug bedeutet. Will ich nicht. Hasse ich. Keine Veränderungen – keine Umzüge mehr seitdem die Mutter meines lieben Kindes (Rockmusiker, Gelegenheitsjobs) mit mir solche Wohnungswechsel als Hobby betrieb. Nö! Einen alten Baum und so.

Ich habe eine liebe Freundin die mir in meiner permanenten Junggesellennot ein wenig in der Bude aushilft. Hemden bügeln kann ich, hasse es aber. Und so weiter. Babsi, ich liebe Dich! Ich lobhudele also grade über Babsi da packt L. eine ihrer Titten aus. Und meint dazu „Du weißt dass mein zweiter Vorname Barbara ist?“. Yeah! Was will man mehr? Babsis – im Doppelpack.

Also hatte ich dem Vermieter gesagt wie teuer es für ihn werden würde mich für ein paar Monate ausquartieren zu müssen und weiter, wenn ich umziehen muss – dann bitte nur einmal und sprach zu ihm „da musste mir kündijen!“ So kam es. Ich verliere meine Muckelbude (die einige wichtige Vorteile hat – ich berichte mal mehr davon wenn ich Bock habe) und muss zum 30.04.2017 hier raus sein. Tja.

So schauen wir jetzt schon mal ganz aufgeregt, ein neuer Lebens-/Wohnabschnitt wird für mich beginnen, im Internet nach neuen Buden. Hier in der strukturschwachen Gegend gibt es Muckelbuden, die habt ihr noch nicht gesehen. 150qm? Zu wenig? 200qm? Reicht das für einen Junggesellen? Alleinstehendes Haus? Rockmusik? Ich brüllte die L. an (alias Babsi) – die Musik schön laut – und wer rasiert den 600qm Garten und wer schippt den Schnee im Winter? ICH NICHT!

Es soll alles so 1.050 EUR kosten. Im MONAT! Tja. Geht es noch eine Nummer kleiner? Ja bitte. Auf diese Hausmeisterscheiße habe ich keinen Bock mehr. Ich habe damals aus finanziellen Gründen mal einen Hausmeisterjob für billig Wohnung übernommen. Nie wieder! Obwohl, bei der gierigen Nachbarin, geil darf man ja wohl öffentlich nicht sagen, eine Glühbirne auswechseln zu „müssen“, da hatte ich kein Problem mit.

Alles so um die 1.050,- EUR. Das ist das Doppelte was ich hier grade für die Muckelbude zahle. Das muss gut überlegt sein. Bislang bleibt ja viel Geld übrig für meine Hobbits, ähm.. Hobbys. Der Jung fängt jetzt bald sein Studium an. Wird auch was kosten. Was mir wichtig ist: Abends / Nachts / Wochenende keine Nachbarn. Ich benötige draußen Platz, mit bunten Blumen und Grünzeug und meine Grillorgien sollten niemanden stören. Ich höre gerne laut – Musik. Schaue mit richtig Bumms gerne Filme, lache, brülle, weine, ficke – und alles laut. Wenn mir der Weg zum Klo zu weit wird, pisse ich in die Rabatten. Bei der Gelegenheit: „Schöne Grüße Nachbarn!“. Ach, auf der Terrasse Sex? Klar, immer gerne.

Wir schauen grade einen Porno und hören Red Hot Chilli Peppers. Mannomannomann! Hat die Nippel (die im Porno)! Als ich damals noch selbst am Auto fetten musste, erinnerte ich mich. Da packt die doch tatsächlich die zweite raus und es gab Brust-Nippelvergleich. Ich entschied mich für das reale Leben und tat mein Bestes. Nö. Der Abend ist noch nicht rum.

Jetzt backe ich mal kleine Brötchen, ich weiß ja was ich dafür zurück erhalte. 🙂

Nice Weekend!

Früher als ich noch Briefmarken sammelte,
da war ich feinsinnig.

Heute sammle ich nicht mehr,
und sinne fein.

Leben?

Nach einem widerlichen Arbeitstag hocke ich hier rum und balle die Fäuste. Die abgekauten Fingernägel beißen sich in das Fleisch wie die zwei Dobermänner da draußen hinter dem Zaun kläffen und Blut riechen. Die Sonne scheint. Nicht. Hörte grade dass die Tante mit 79 Jahren immer noch lebt, wir fuhren damals mal hin um das Haus anzuzünden. Taten es nicht.

Warum eigentlich nicht? Warum sitze ich, warum bin ich? Noch. Ich bin schon lange nicht mehr. Der Zuschauer wundert – der Kenner bewundert mich. Es heißt, kein Roter mehr da. Ich weiß. Es schreit, kein Mensch mehr da. Ich weiß. Es ist heiß. Und kalt. So muss es sein. Das Paradies. Ich weiß es nicht.

Noch.

Nicht.

Dennoch ist Weißer da. Geistig, der es schafft meine halbgeschlossene Seele zu beruhigen. Warnungen mal Ernst, mal nicht zu nehmen. Krachend, schmetternd als ich kam – niemand konnte es voraus ersehen. Eine kleine Zeit, Spanne, gibt es in freiem Raum – luftleer ohne Gedanken. An Konsequenzen. Es passiert.

Bring Dich runter. Ich bring Dich. Ich will nicht. Viel zu alt um zuzuhören. Lernte, mein Leben. Das Leben, was nicht zu mir gehört. Draußen, all die Dinge, die passieren. Neben mir. Unter und über mir. Nie – mit mir.

Begreifen.

Es sagt, lass Dich nieder. Nimm ihn hin. Den kleinen Tod. Nein, ich wollte nie. Widerspenstig halte ich trotz alledem. Fest. Tränen dann und wann, ich bin gewiss – es dauert nicht mehr lang.

Ruhe.

Frieden.

Tschüß.