Multipler Tod am Blattgehänge

Die jetzigen Temperaturen sind ja wie sie sind, gelle? Wie sonst auch, von daher gibt es nichts zu meckern. Klaro, könnten anders sein, je nach Befinden. Aber wie sie sind, sind sie halt. Jedenfalls ich empfinde die grade herrschenden Herbsttemperaturen doof und extremster Mistkackendreck. Scheiße! Widerlich! Scheißtemperaturen! Die Damen laufen rum wie in einem Etablissement am Rande eines Westerwälder Dörfchen, die rote Laterne dauernd befeuert. Geil wie Nachbars Lumpi ziehen die Büroangestelltinnen einfach nur noch das Dürftigste an. Und die Angestellten – die, die es sich leisten können haben einen Riesenständer in der Hose der beim mehrmaligen abfeuern sogar die alten Stalinorgeln wie ein kleines, verheultes Kindlein hätte aussehen lassen.

Geschäftig mit irgendwelchen Aktenordnern hantierend sehe ich wie den Kolleginnen die gelbe, schwitzende Brühe den Beinen herunterläuft. Es tropft und es läuft. Es stinkt, die Konsistenz der herunterlaufenden Brühe nähert sich Dotter an, der sich auf den heißen Bürofliesen langsam als Mahlzeit für Kenner und Genießer manifestiert. Mit ohne Stulle.

Dessen Angesicht erlahmte zunächst der dicke, lange, geile alte Geck in meiner Hose und wünschte sich an andere Orte. Ich folgte ihm.

Von den Toten erwacht, wankte ich ins Wozi wo bereits jemand diser Spezies saß die regelmäßig im Bad einen Kosmetikeimer benötigen. Maulwurfblind kenne ich mich in meiner Muckelbude aus. Durchlaufe den wohlbekannten Hindernisparcour von Türrahmen, Möbeln, Aschenbecher, leere Flaschen, vor Wut auf den Boden geschmissene Gegenstände und finde, die Augen immer noch zu, meinen Platz auf der Designercouch.

Der Eimer bringt mir einen Kaffee und ich drehe mir eine Zigarette, was nicht so recht funktioniert. Ich zücke mein Vorkriegsfeuerzeug (1.) und zünde mir die Kippe an. Fuck! Was ist das denn? Funken sprühen, glühen – Tabak im Mund, mein geiler Schlafanzug fängt Feuer, ich mache Terror.

Was war es? Keine Blättchen mehr. Drehen kann ich alles und jederzeit. Fahre Auto und bekomme jedermanns Lob ob der geilsten Joints während meine zarten, eingecremten Füße das Lenkrad gekonnt bei Geschwindigkeit 200 in der Spur halten, meine fleißigen Finger den nächsten Joint bauen und nach hinten in die billigen Reihen werfen. Aufgrund des schon lange abgerissenen Innenspiegels muss ich immer meinen Kopf nach hinten drehen. Ob noch alles gut vonstattengeht. Geht es nicht.

Aber Joints ohne Blättchen? Geht gar nicht. Da ist kotzen angesagt obwohl Du irgendwie die schön leckere Drogenwurst konisch gelängt hast. Es fehlte Papierossa, Bildzeitung oder sonstiges Klopapier. So erging es mir. Drehte, spuckte, kotzte und merkte unter den wachsamen Augen der Kaffeezubereiterin dass meine Blättchen an der Decke hängen. Zusammen mit den armen, seligen Getierschaften die den letzten Abend nicht überlebten. Aber seht selbst:

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2 Gedanken zu „Multipler Tod am Blattgehänge

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