
Liebe Leute,
ihr fragt euch sicher was mit mir los ist. So gar nicht in Bloglaune. Seit Tagen nichts Neues vom Schirrmi. Er verkriecht sich wieder. Sendepause! Dafür gibt es einen guten Grund. Die Aufklärung folgt auf dem Fuß. Denn heute habe ich euch eine gute und eine schlechte Nachricht mitzuteilen.
Schlechte Nachricht
Zunächst die schlechte Nachricht. Seit ca. 14 Tagen kämpfe ich mit einer Grippe welche zu Atemwegsinfektionen führte. Die letzte Woche schleppte ich mich trotzdem auf die Arbeit, musste ich doch einen Chinareisenden daheim im Büro vertreten :-). Mir ging es immer schlechter, ich wurde immer schlapper und bekam kaum mehr Luft. Fieber kam hinzu. Letzten Montag dann, ging es gar nicht mehr. Ich entschloss mich zum Doc zu gehen der in Sekundenschnelle diagnostizierte (nach zwei Stunden Wartezeit in einem Raum der Hinsiechenden) und mich für den Rest der Woche krankschrieb. Zusammen mit Antibiotikum und sonstigen Zaubermittelchen war ich nun daheim und machte, mache alles dafür dass es mir wieder besser geht.
Die Tage und die Nächte verschwimmen miteinander. Ich tausche Bett mit Couch et vice versa. Ohne Termine ist die Tageszeit unbestimmt. Die schwarzen Vorhänge sind überall zugezogen. Bücher lesen funktioniert jammervoll und merke jetzt beim Schreiben das auch hier die Buchstaben vor meinen Augen verschwimmen. Der Druck und die Schmerzen im Kopf lassen nur manchmal geringfügig nach. Der Atem rasselnd und schwer. Lungenauswurf in Massen mit ungesunder Farbe, stinkend, schlecht schmeckend. Jemand fragte mich ob ich mal wieder wandern wollte. Es war mir fast nicht möglich zu antworten angesichts meines schmerzenden und ungelenken Körpers. Luft.
Wie ich jetzt aber leidvoll feststellen muss, hat weder dies, noch das, noch jenes geholfen. Mir geht es immer noch nicht gut. Ich hoffe die paar Tage Wochenende bringen Besserung.
So, genug gejammert. Nun zur guten Nachricht, yipiiiiehh!
Gute Nachricht
Meine Lebensmittelvorräte (siehe Bilder) gehen zur Neige und es ist Freitag. Es hieß aufraffen! Zum Einkaufen gesellschaftsfähig werden. Den langen, grauen Bart rasieren. Was schlecht ging. Musste erst die Schere nehmen bevor der Rasierer durchkam. Die kleinen Mausezähnchen putzen. Was ebenso schlecht ging, mache ich das doch sonst im Stehen, musste hier aber doch wieder die Wäschetruhe als Sitzgelegenheit herhalten. Ein Blick im Spiegel zeigte mir lange, zerzauste, graue Federn auf dem Kopf. Menno, auch noch Haare waschen! Kurzer Riecher an der Achselhöhle und auch sonst an mir, zeigte dringenden Duschbedarf an. All das erledigte ich, aus Zwang und in der großen Not. Will ich doch nicht noch obendrein verhungern und verdursten.
Selbstverständlich zog ich vor dem Duschgang meinen Lieblingsschlafi aus um ihn danach gegen eine bequeme Cordhose, ein frisches T und einem lässigen Pulli zu tauschen. Und das ist nun die gute Nachricht: Äußerlich sehe ich jetzt wieder halbwegs wie ein Mensch aus. Ansonsten – geht es mir immer noch dreckig.
P.S.: In der Damenwelt bin ich dafür bekannt dass ich gut rieche (und überaus gutaussehend bin). Zum Glück hat niemand ein Näschen von meinem Lieblingsschlafi genommen, den ich jetzt seit 7 Tagen und Nächte an hatte :-). Jetzt befindet er sich noch in meiner Zähneputzsitzgelegenheit…


