Geschichtenerzähler

Ohne mindestens eine oder ein paar wenige mehr Konstanten im Leben müsste ich durch die hohe See trudeln, gleichsam wie das treideln in unruhigem Gewässer. Ausgesetzt und fremdgesteuert. Die Wellen, der Sturm trägt Dich mal dort- mal dahin. Kein Anker in Sicht.
Jemand erinnerte mich heute an Kraft, Willensstärke und Ruder – die man selbst im Griff hat. Selbstbestimmend die Richtung, die Segel allzeit straff und vorwärts, da wo man hin will.

Geschichtenerzähler, Erinnerungen. Ein solcher kam mir zu Weihnachten reingeflattert. Nick Cave. In Buchform. Sonst immer wieder gerne und gerne auch morbid, die „Murder Ballads“ für auf die Ohren. Geschichten von Menschen die nur allzu menschlich sind. Tragödien die sich jederzeit, schau mal hin, abspielen und mich daran erinnern wie schön und grausam das Leben ist.

Nein, keine Musikkonserven. Und ja, Tiefgang mit Sinn und Herz. So stolperte ich grade über Bob Dylan’s Song „Hurricane“ und weitere.
Ein Genuss mit offenem Herzen, Tränen, Wut und friedliche Gedanken am Ende das es immer noch Menschen gibt die einem einen möglichen Weg zeigen können. Fallen lassen. Leben lassen. Gemeinsamkeit. Empathie.

Johannes