Effizienz

Denken Sie sich mal immer wiederkehrende Handlungen. Es fällt Ihnen sicher etwas dazu ein. Wie Beispielsweise immer die gleiche Lieblingskaffeetasse auszuspülen. Oder zig-Mal je Tag die Zähne putzen. Abends den Wonderbro ab und bevor der Geliebte erwacht, wieder an. Hier könnte jetzt eine beliebig lange Liste folgen über Tätigkeiten die meiner Meinung nach nicht sinnvoll sind. So, beispielsweise, sage ich seit langem, sie müsste sich den BH nicht anziehen denn er ist eher früher als später doch wieder ausgezogen. Oder nehmen Sie den Kaffeelöffel – in meinem Muckelhaushalt wird hopp-hopp-Kaffee getrunken. Wenn man dann nach jeder Tasse den Löffel in die Spülmaschine geben würde – na? Na, wo wäre denn da mein Löffelhaushalt?

Oder, was mich in dem Zusammenhang auch ein wenig aufregt. Seitdem ich ein sogenanntes Smartphone habe. Da kommt eine Mitteilung. Ich entsperre und lese. Dann lege ich es weg. Es sperrt sich immer just in der Millisekunde wie wieder eine Nachricht reinkommt. Muss dann wieder den Entsperrcode eingeben! MILLISEKUNDEN! ENTSPERRCODE! JEDESMAL! Oder überhaupt, wenn man sich morgens anzieht. Nachts wieder ausziehen, morgens wieder an und so weiter FUCK und so fort. Zeitverschwendung, wenn Sie mich fragen würden.

Ich halte das in einer Beziehung jetzt mal recht locker. Da gibt es bei mir kein rauf- und runter mehr. Aus Effizienzgründen entschließe ich mich meinen Hosenstall immer aufzulassen. Seitdem ich mich dazu entschloss bin ich entspannter und kann locker, zwar immer noch mit Druck, vor meiner vollgepissten Kloschüssel STEHEN und habe Zeit gespart. Und keine nasse Hosen mehr wenn der Reißverschluss mal hakt. Das und noch viel mehr gehört der Vergangenheit an.

Erste Erfolge sehe ich in den Augen meiner Mitmenschen. Sie drucksen, sie schauen. Sie lächeln mich an. Sie werden hübsch rot im Gesicht wenn ich abends als Aushilfskellner meinem Job nachgehe. Auch beachte ich persönlich eine angenehmere Duftflora in meinem Intimbereich wenn er frei schwingend mit offenem Hosenstall seine Freiheit genießt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt. Seitdem ich den Hosenreißverschluss ignoriere brauche ich auch keine Intimrasur mehr. Da kann wachsen wie die Natur es will. Schön grau-schwarz quillt es heraus. Blond wie die da hinten zu sagen pflegt.

Ja, ich glaube ich mache auch was Gutes für den globalen Umweltschutz. Empirisch habe ich es zwar noch nicht untersucht. Aber seitdem ich den vorderen Bereich meiner Hose nicht mehr schließe, habe ich den Eindruck dass sich in meiner Umgebung selten gewordene Insekten vermehren.

Zum Thema: Stellen Sie sich vor wie Sie sich mit Druck auf der Blase, blödrumhampelnd und mit Angst/Schweiß in den Augen auf langen Fluren einer Ihr ungewohnten Umgebung Erleichterung verschaffen wollen. Sie haben es endlich geschafft und stehen vor dem Klo. Sie bekommen den Hosenstall nicht rechtzeitig auf. Die Angebetete wartet auf Sie. Sie kommen vollgepisst zurück. Na?

Freedom!

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