Der neue heiße Mitbewohner

Wunderschön! Anders kann ich es nicht ausdrücken. Ein sonniger Herbsttag wie man sich ihn nur wünschen kann. Die Vögelchen zwitschern fröhlich, die Herbstaster treibt aus, die Menschen allenthalben glücklich. Ein Fest, wenn ich das so sagen darf. Zumal ich dazu auch noch Urlaub habe. Hach! Alles passt! Bis auf…

Seit einigen Jahren lebte ich mit ihm zusammen. Wir hatten gemeinsam viele frohe aber, wie es sich in einer Partnerschaft gehört, auch mal weniger gute Zeiten verbracht. Überwiegend freundschaftlich, um nicht zu sagen, liebevoll. Denn, zu einer funktionierenden Beziehung gehört das gerne Geben ebenso wie das Nehmen. Und so ging es viele Jahre mit uns. Er bekam manchmal einen auf den Deckel, er als Heißsporn gab den Topf dazu. Hihi – ihr wisst schon, auf jeden Topf passt ein ….

Aber wie die leckeren „Coppenrath & Wiese“ Brötchen vor der Zubereitung und zum Zwecke der Bevorratung ein eher kühleres Klima mögen, so fühlte ich in letzter Zeit ein frostiges Miteinander. Schleichend, als wie man es zunächst nicht merkt, aber rückblickend doch merklich, verhärtete sich sein Verhältnis zu mir. Was, wie ich spürte, auf Gegenseitigkeit beruhte.

Ich möchte an dieser Stelle nicht meine Art und Weise darlegen wie ich mit meinen geliebten Mitbewohnern umgehe. Aber in diesem speziellen Fall mag reichen wenn ich sage das ich ganz genau die Knöpfe kannte um gewisse Reaktionen von ihm hervorzurufen. Ich kannte ihn in- und auswendig. Konnte auf ihm spielen wie auf einer Klaviatur. Konnte ihn andererseits aber auch bedienen, ihn heiß machen. Die verdammte Schwuchtel!

Jahrelang gab ich mir Mühe eine ordentliche Partnerschaft aufrecht zu erhalten. Jahrelang hat er bekommen was er wollte. Immer schön einen reingeschoben. Immer nett einen drauf gesetzt. Wenn er wollte auch säuig bekleckert. Wenn mir danach war, ihn hinterher auch noch abgewischt. Alles mit hungrigem Herzen und Leidenschaft. Manchmal mit Mühen aber immer so lustvoll das ich ihn nicht nur einmal zum überkochen brachte. Wie ich jetzt leidvoll erfahren musste, vergeblich. Das Schwein!

Was ist passiert? Das herzlose Stück funktionierte eigentlich nur noch wenn ich ihn obenrum bediente. Untenrum lief schon länger nichts mehr. Wie sagt man so schön? Da blieb der Ofen kalt! Auch wenn es sich jetzt ein wenig seltsam anhört. Aber oft hatte ich still und heimlich bei unserer Gemeinsamkeit einen Kurzzeitwecker gestellt. Ja, irgendwann fing ich damit an. Hatte ich doch das Gefühl das er nicht mehr so bei der Sache war, nicht mehr so heiß wurde wie ich mir das gewünscht hätte. Brauchte immer länger um in Wallung zu kommen. Das Stück, das Herzlose!

Enttäuscht, ausgenutzt und mit dem Gefühl das ich so langsam aber sicher missbraucht wurde, fing ich an mich auch mal anders umzusehen. Das Internet bietet da ja so einige Gelegenheiten. Die Fotze kann mich mal, dachte ich so bei mir. Und so kam es dann auch. Ich habe einen anderen gefunden. Einen der nicht so zickig ist. So wehleidig. So halbgar. Der selbst nicht mehr weiß wie man ihn zum Kochen bringt. Nämlich einen jungen, attraktiven, leistungsfähigen Ersatz für die alte, braune Hölle die ich ehedem liebte jetzt aber sang- und klanglos raus auf den Hof schickte.

Aber seht selbst:

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Euer Schirrmi

P.S.: Endlich wieder knusprig – die Pizza 🙂

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