Archiv für den Tag: 8. Juli 2016

Wie man World-Wide-Web-Benutzer dezimiert

Es ist sicher kein Geheimnis dass man nicht alleine auf der Welt ist. Das reale Leben verlagert sich seit einiger Zeit in eine virtuelle. Nämlich in die endlosen Weiten des WWW und der sogenannten Social Networks. Dort wird sich ausgetobt. Dort kann jeder Honk seinen Sermon hinterlassen, diffamieren, dumme Scheiße labern, seine ungebildete Meinung kundtun, Katzenvideos verteilen. Gut, ich bin auch dabei. Bis auf social networks.

Während meiner kurzen Tee-Pausen in der Knochenmühle starte ich manchmal, um ein wenig den Kopf freizubekommen, das World Wide Web und stöbere. Und rege mich auf. Und bekomme graue Haare. Manchmal richtiggehend Wut. Oder die alte Sau Sarkasmus macht sich in mir breit. Jedenfalls kam mir grade eine Idee wie man manche Honks im WWW ein für alle Mal eliminieren kann.

Wie folgt: A. schreibt einen Blog und in diesem verlinkt man auf einen Blog des B. Bei B. hinterlässt A. einen Kommentar der dann wieder zurück auf A. verweist. Dort landet man wieder auf B. und so weiter und so fort. Die Honks sind dann in einer Endlosschleife gefangen und beschäftigen sich mit sich selbst, so lange bis sie verhungert sind. Je nach Güte und Inhalt der beiden Blogs könnten sich die Honks auch totlachen oder vor lauter Wichsen an infizierten Wundbrand sterben. Oder Auszehrung.

So! Gelle?

Das Aufmach- und Reinsteckproblem oder die vertane 50-50 Chance

Kennen Sie die theoretische Fifty-Fifty-Chance? Klaro oder? Falls nicht, haben Sie den Knall nicht gehört. Reine Mathematik. Bei zwei zu wählenden Optionen ist es tatsächlich 50 zu 50. Und wie das beim Wählen so ist, hat man eine Vorliebe, ich meine man möchte das Eine eher als das Andere. Oder anders gesagt, man möchte tatsächlich nur das Eine und nicht das Andere.

Offensichtlich bin ich kein Spielertyp. Denn wenn, dann hätte ich schon Haus und Hof verspielt. Denn bei einer statistisch so guten Chance erhalte ich immer die ungewünschten, anderen Fifties. Ich gebe Ihnen zur Verdeutlichung ein Beispiel. USB-Stecker. Jedes Mal, ich buchstabiere J-E-D-E-S-M-A-L stecke ich den USB-Stecker falsch herum. Mittlerweile hat sich das bei mir zu einer Angstphobie entwickelt. Denn ich weiß, ich stecke immer falsch. Immer. Fast ohne Ausnahmen. Fühle mich verarscht, nehme dann Gerät und Stecker bewusst sehend vor meinen weitsichtigen blauen Augen in die Hand und führe filigran dann das männliche in das weibliche, in voller Hoffnung ein. Falls  es doch mal auf Anhieb klappt den USB-Stecker richtig herum einzuführen, erschrecke ich mich so vor Freude dass ich ihn wieder rausziehe. Tja, Sie können sich denken was beim abermaligen Versuch passiert: Falsch herum!

Lesen Sie die Beipackzettel von Medikamenten? Sollten Sie! Denn der Schaden könnte den Nutzen überwiegen. Ich weiß das. Habe schon so und so oft mit Frau Doktoren studiert und geschlafen. Aber machen Sie das auch? Ich nicht mehr. Denn diese Beipackzettel sind komplizierter gefaltet als wie es chinesische Weltmeister in der Origami-Disziplin hinbekommen könnten. Nie kann ich den Zettel wieder in Originalform zurückfalten. Und im Ergebnis passt der Zettel dann auch nicht mehr in die Schachtel. Die Alte!

Da liegt die Schachtel vor mir und ich möchte sie öffnen um mir eine Pille zu genehmigen. Jetzt raten Sie mal welche der beiden Seiten ich öffne? Selbstverständlich immer die Seite wo der Beipackzettelrücken den Inhalt umschließt. Dann wieder zu und die andere Seite öffnen um an die Tabletten zu kommen. JEDESMAL, verdammte Kacke! Tipp: Geraten Sie nicht in Wut und reißen den Zettel einfach raus. Sie werden ihn nie wieder reinbekommen.

Anderes Beispiel. Stellen Sie sich vor es ist dunkel und Sie spielen Billard. Sie haben einen Stoß, eine Kugel und es gibt nur ein richtiges Loch von Zweien um das Spiel zu gewinnen. Wo landet man? Klaro – im falschen Loch!

Tankstelle, Zapfsäule? Hmh? Nee, ich hör jetzt auf. Ist doch blöd jetzt. Falsche Herdplatte angemacht? Die Ziggi am Filter angezündet? Auf dem Tisch stehen Bierdosen, Sie erwischen immer die leere? Spielen Sie Harmonika? Falsch rum. Klappen im Bett Ihr Buch auf? Falsch rum. Greifen zur Fernbedienung? Falsch herum.

Ist es nicht fürchterlich? Entweder ist meine persönliche Welt entgegengesetzt zur herrschenden Realität oder man hat mich im Kindesalter umerzogen. Was im Grunde egal ist weil das Resultat das Gleiche wäre.

Ich Pechvogel – give me five! Oh, falsche Hand 🙁

Der Dodo

Ich wollte einem lieben Kollegen schon lange mal einen netten Gruß nach Thailand senden. Sein Originalname ist für westliche Zungen nicht sehr eingängig. Das wissen die Leute dort und machen uns Banausen einen Gefallen und geben sich einen einprägsameren Namen. Einen Spitznamen. So nennt sich der Kollege schlicht „Dodo“.

Lieber Dodo, viele liebe Grüße nach Thailand und gute Nacht! Macht Spaß mit Dir zu arbeiten. Und als ich letztens mal in Berlin war, fertigte ich extra für Dich ein Foto an. Sieh nur:Comp_8R0B1128

Warum ich grade jetzt an Dich denke? Ich mag dem Kiezi seine köstlichen Ergüsse. Lies, freue und lache mit mir bei „Im Baumarkt der ewigen Ödnis„.

Ach, und wo ich grade dabei bin, liebe Grüße auch an den Kiezneurotiker.

P.S.: „dem Kiezi seine köstlichen Ergüsse“ – köstlich 🙂

P.P.S.: Die Aufnahme enstand da irgendwo wo auch so ein Hügel ist mit einer gotischen Spitze die aussieht als ob man sie vom Kölner Dom geklaut hätte. Prost!

Deutsche Handball Nationalmannschaft gescheitert

Marseille (jos) – Ende, Aus! Nach einem furiosen Auftakt scheitert die deutsche Handball Nationalmannschaft im EM-Fußball Halbfinale gegen die klar stärkere Gastgebermannschaft aus Frankreich.

Mit einiger Belustigung blickte die Fußballwelt auf den „Exoten“ der als klarer Außenseiter bei der Fußball-EM 2016 antrat. Nach Meinung der Experten war das junge deutsche Handball-Team ohne jede Chance. Herr Faula Träter (EM-Experte) meint dazu: „Völlig klar dass ein Handball-Team gar nicht die Möglichkeiten hat auf einem so viel größeren Feld als wie sie es in der Halle gewohnt sind, zu bestehen. Ganz zu schweigen von den unterschiedlichen Regeln.“

Umso größer war das Europaweite Entsetzen als das Team um Jogi Löw sogar den Favoriten Italien in einem spannenden Krimi mit 6:5 i.E aus dem Turnier warf. Dieses Ergebnis stimmte sogar den Halbfinal Gegner Frankreich nachdenklich, die Experten wunderten sich. Jogi Löw dazu: „Großartig diese Jungs! Diese Spritzigkeit und die bärenstarke Manndeckung wird auch im Halbfinale zu einem befriedigenden Ergebnis führen.“, befühlte seinen Hoden und verschwand in der Mannschaftskabine.

In der großartigen Kulisse des Marseiller Fußballstadion und mit hervorragender Stimmung unter den Fans konnten beide Teams ihre sportliche Einzigartigkeit beweisen. Während der offensiv aufspielende Gegner Frankreich das deutsche Handballteam schon in den ersten Minuten unter sehr hohen Druck setzte konnte nur der Handballwelttorhüter Manual Neuer einen frühen Rückstand verhindern. Unglücklicherweise sorgte der deutsche Kapitän Bastian Schweinsteiger mit einer Einzelaktion im eigenen Strafraum für einen erfolgreichen Elfmeter zugunsten der Gastgeber. 1:0! Bastian Schweinsteiger dazu: „Verstehen kann ich diese Schiedsrichterentscheidung nicht da ich ganz klar mit der Hand gespielt hatte.“ In der zweiten Halbzeit kam es durch einen Fehler in der deutschen Abwehr zu dem 2:0. Mit Unverständnis reagierte der DFB noch während des Spiels. Ein Verantwortlicher dazu: „Das Tor wurde ganz klar mit dem Fuß erzielt. Die Schiedsrichter waren meiner Meinung nach blind, bestochen und doof.“

Auch mit einer großartigen, kräftezehrenden Laufleistung konnte das deutsche Handball-Team nicht mehr am Endergebnis rütteln. Es blieb beim 2:0. Alles in allem war es ein großartiger Fußhandball-Abend. Erfrischend eine Stimme von der Berliner Fanmeile dazu: „Papi, wer sind denn die Franzosen? Die Blauen oder die Weißen?“ „Die Schwarzen, Sören“.

Mit schmerzenden Handgelenken verabschiedete sich das deutsche Handball-Team, nicht ohne sich bei den Franzosen für die Gastfreundschaft zu bedanken und viel Glück für das Finale zu wünschen. Dieses findet am kommenden Sonntag den 10 Juli in Paris statt. Dann heißt es wieder einmal: „Allez les Bleus!“

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