Archiv für den Tag: 1. Juli 2016

Blonde Kolleginnen mit langen Beinen feiern

Sie werden es nicht glauben. Ich fasse es selbst noch nicht!

Stupide organisiere, tippe, programmiere, diskutiere, onaniere, resigniere ich so in der Knochenmühle vor mich hin und stelle mir ein engelsgleiches, blondes Wesen vor. Mit langen schlanken Beinen. Mit einem netten Äußeren. Mit Grips wenn es nötig ist, mit ohne Grips – Instinkte pur bei anderen Gelegenheiten. Sportlich schlank, aber nicht allzusehr. Mit gutem Musikgeschmack. Motorradfahrend. In dunklen Zeiten geht die Sonne auf wenn sie erscheint.

„Klöpfchen, klöpfchen“ klopft es an meine Tür. „HERRRREIN!“ schnarre ich überaus ungestüm wie nett genervt und schaue. Zuerst kommen wunderschöne, schwarze Damenschuhe mit interessanten Absätzen gefolgt von Beinen. Dann erst mal nichts. Immer noch Beine – sie kamen immer noch rein. (kam mir langsam schon wie in einem Film vor). Schlanke, lange, sportliche Damenbeine in engen Hosen. Hach, Klappmesser – ik hör dir trappsen.

Sie müssen sich das mal vorstellen! Haben Sie schon mal Klappmesser trappsen hören? Nee? Ich auch nicht. Sorry für diesen Exkurs.

Jedenfalls lurte verschämt erst eine blonde Haarpracht, dann ein liebes Gesicht herein. „Störe ich, Johannes?“. Ähm, uff, mist, jetzt hätte ich gerne eine Ziggi danach, brummelte ich in meinen Bart und hieß sie hereinzukommen. Sonst ist mein vom Büroschaffen verkrüpelter Quasimodo-Rücken nicht schön anzuschaun. Zack! Wie eine Eins standen wir, eh, ich, äh, saße ich im Stuhl, bleckte meine Zähne und warf mir ein Pfefferminzbonbon rein um zuckersüß zu fragen: „Jaaahaaaaaahhhh?“ Und wischte mir einen Speichelfaden vom Mundwinkel.

Da stand sie nun vor mir in voller Pracht und hinter ihr die Tür. Ich in ebensolcher vor ihr. Sie hatte was in den Händen und überreichte es mir. Ich sah es nicht. Hände? Hallo? Sie öffnete keck ihre zarten, kirschförmigen Lippen um „Johannes, ich möchte mich bei Dir bedanken.“ zu hauchen. „Hmhhhhmmmm?“ heiserte ich mit belegter Zunge zurück.

„Dass ich Deinen Schlüssel haben kann. Auch wenn Du nicht da bist. Dafür danke ich Dir.“ Und legte mir eine Schachtel „Feiern“ auf den Tisch und verschwand Feengleich nicht ohne ihren süßen Duft zu hinterlassen, aus meinem Büro. Ich youtubte Celebration, fuhr verwirrt mit dem Stuhl nach hinten und stürzte mit Kool and the Gang aus dem Fenster.

Comp_IMG_1978

Ob dem dumpfen Knall rief sie aus dem anderen Stockwerk „Is was?“

Leise Schoki mümmelnd konzentrierte ich mich wieder auf die Arbeit.

Was ein Tag! 🙂

Der Pansen macht mir Freude

Boaaahhh, Leute! Was habe ich mich gefreut!

Letzten Sonntag klingelte es an der Muckelbudentür, ich raste, die Unterhose auf halb Acht, die Treppen runter, öffnete die Tür und wurde von einem wildgewordenen Handballer / Punkrocker umgerissen der mir „HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, LIEBER PAPA ZUM GEBURTSTAG!“ in die Ohren brüllte und meinen wohlgepflegten Bürorücken zerquetschte.

Meine Güte, was habe ich mich gefreut. Der Pansen hat an mich gedacht. Die Augen wurden mir ein wenig feucht in Gedanken an schöne Zeiten. Als er noch klein war. Nein, quatsch! Ich meine das ehrlich. Und gebe meine Sentimalität auch zu. Soviel habe ich gelernt. Auch ein Holzklotz sollte, muss, Gefühle zeigen. So tat ich dann auch.

Umso mehr als er mir seine erste im Tonstudio aufgenommene CD als Schwarzpressung mit den Worten „Aber Papa, das ist nur für dich und erzähle da bitte nichts drüber.“ überreichte. Von daher kann ich euch nur das Front-Cover zeigen:

Comp_Felix-Cover-FrontWir verbrachten dann noch einen supi schönen Abend. Da er grade berufstätig ist, musste ich ihn früh ins Bett schicken und brachte ihn mit den Worten runter zum Parkplatz: „Ich liebe dich, mein Junge. Aber Geburtstag habe ich erst am Mittwoch.“

„…“

Schirrmi

Rezept der Woche: Die Menüplanung

Aus Gründen sitze ich hier seit Stunden an meinem Schreibtisch und zerbreche mir den Kopp. Es handelt sich nämlich darum dass ich Gäste erwarte. Diese sollen ein wenig bewirtend verköstigt werden. Huch? Ich habs gemerkt.

Jedenfalls möchte ich dem Anlass entsprechend ein wenig was vom Herd und aus dem Backofen zaubern. Nun ja, das ist eigentlich nicht mein Metier aber ich möchte mir Mühe geben, habe auch keine Angst davor. Ideen sind das was mir manchmal schwer fällt.

Ich lernte aus der Knochenmühle, wenn du an einem Punkt bist wo sich dein Hirn verhakt, es quasi gegen eine Wand rennt, man anstatt witzigen, tollen, leckeren Rezepten nur Schwärze sieht – dann, ja dann, tritt einen Schritt zurück. Atme durch und schreibe einfach alles auf, egal wie dumm es einem vorkommt.

Das mache ich jetzt, Brainstorming.. Ach, erzählte ich schon dass ich ein Buch geschenkt bekam? Da ging es um höfliches Miteinander und Benimm. Aber klar doch. Ich kann mir gut vorstellen dass meine lieben, verstrahlten Gäste morgen nach dem exquisiten Mahl wie folgt aussehen:

Comp_Schirrmis-Gaeste

Ja es half. Folgende Gerichte fielen mir ein: Freistoss Fick-Filet, Meisteranalwurst, Doppelsechs-Würstchen im gebrauchten Kondom, Stadionwurst-mit-Faust-in-die-Fresse, Turnierbälle-ala-Aua-Hoden, Stürmer Trio-loch-Stute, Abwehr KETTE mit Natur Ketchup (Periode), Spielmacher Mini Salami-am-Arsch, Gewinner-Gulasch-Dünnpfiff, Torjäger Spaghetti-Kotze, Turnier BURGER-Verarsche, Pokal Pasta mit Wichs-Sauce, TEAMGEIST Tomaten-fuck-mich-doch-ab-Suppe, Antipasti-Tricolore-leck-mich-würzig-mit-der-Zunge-im-Arsch-Gedöns..

Und weil ich sehr genau weiß dass dieser Blog öffentlich im Internet verfügbar ist und die Mehrheit der geneigten Leser, hihi, lieber Bilder schauen als lesen gelernt zu haben, hier für diese Zielgruppe ein Paar Verdeutlichungen:

Ist das nicht grausam? Schlaaand, Schlaaand, Schlaaand! Oder wie schrieb der liebe Pantoufle noch?

Guten Appe!