Archiv für den Tag: 21. Juni 2016

Entschleunigung

Ähm, äh, emm – balgen sich da nicht heute die Krauts mit den Polacken um einen Ball? Ähm, ach ja – EM. Ähm, nee. Die versoffenen Iren sind’s.

Ich habe heute keine Zeit mir diese dummen Jungs anzusehen. Daher nehme ich mir das Spiel auf und schaue es übermorgen.

Aber bitte nicht das Ergebnis verraten. Danke!

Konservative Geilheit

Letztens war ich mal wieder im Harz. Meine Unterkunft war bürgerlich, herzlich. Man könnte auch konservativ dazu sagen. Mitten auf der Roßtrappe oberhalb von Thale – dem prima Bodetal.

Nun saßen wir beim Abendbrot in der guten Stube. Ich wischte mir den Mund, sah meine Begleitung an und fragte „biste auch so geil?“. Die Totenköpfe, Reh- und Hirschgeweihe, ausgestopfte Wildschweine, tote Adler schauten uns beim essen zu, sie antwortete brünftig und wurde schon so richtig naß „Wenn’s sein muß..“.

Hey, astrein. Der Fick gehört mir. Musste nur noch schnell scheißen gehen. Ging also zum abkacken in die Restauranttoilette und was mussten meine entzündeten Augen erblicken?

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Hallo? Geht’s noch? Einen Mini-Vibrator und einen Vibrator-Finger-Ring auf dem Männerklo? Hallo? HAAALLLOOOOOO?

Am Arsch, Leute!

 

1st-, 2nd-, 3rd-, 4th-, 5th-Level Support

Wer arbeitet nicht gerne mit Profis zusammen? Manchmal kann auch der Büroalltag witzig sein denn mein Lieblingskollege sagte mir, ich glaube vor ca. drei Wochen, dass eine Kollegin ein Problem hätte. Ich hörte nicht richtig zu und stellte auf Durchzug, wie so oft. Mein innerlicher Kopf schüttelte sich „Kann net sein!“.

Später hörte ich auf dem Flur von anderen Kollegen das gleiche Problem. Einige Tage später immer noch. Immer so unterschwellig. Dass das Business drauf wartet. Das ein Projektziel ggf. nicht eingehalten werden kann – Unsinn halt.

Heute war es soweit. Die Kollegin kam zu mir. „Duuuuuhuuu, ich hätte da mal ein Basis-Problem.“ Einkaufsbelege können prima im Produktivsystem via Email verschickt werden. Warum das nicht im Testsystem ginge war die Fragestellung. Ich so, geht doch. Normal halt. Kein Problem. Sie so, schau mal, die landen im Spool und nicht in der Email-Versand-Warteschlange. Hmh, tippel, tippel… Email geht. Ich schau sie an: „Email geht!“. Ja doch, aber hier nicht. Und so nicht und so auch nicht. Und das ist ein Riesenproblem. Und das dauert schon so lange an. Und das GEHT NICHT! GEHT NICHT, NICHT, NICHT – und stampft mit ihren süßen Beinchen auf den Boden.

Ich dann mal ganz langsam und von vorne. Rein in die Businesstransaktion und mache alles so wie sie sagt. Führe aus. Gehe in die Email-Warteschlange – die Emails sind da. Grummelnd und irgendwas von „verrückt“ und „kann doch gar nicht sein“ und „wochenlang“ murmelnd zog sie von dannen.

Zupp, rauscht eine Email von ihr rein mit einem 10 MB großem Screenshot – quasi als Beweis dass „Ihre“ Emails nicht in der Warteschlange landen. Gut, ich erhob meinen Knackarsch und stiefelte zu ihr ins Büro weil ich jetzt echt mal wissen wollte was sie da so macht. Sie macht dann so und zack: Klappt nicht!

Ich gucke, schaue auf den Screen und muss anfangen zu lachen. Die Selektion war auf 500 Datensätze beschränkt. Der Rest wird einfach nicht angezeigt. Kurz in den Optionen auf 1000 gestellt, die Anzeige refreshed und siehe da – sie sind da. Die Emails.

Keiner hat das Problem lösen können. Stellen Sie sich das mal vor. Alle in der IT-Abteilung. Keiner. Kein Einziger! Wochenlang!

Das kostet ein Eis.

P.S.: Möchten Sie was lernen? Bei SAP kann man die Datenselektionen aus Performancegründen einschränken. Das ist sinnvoll. Das muss man aber auch wissen. Das weiß man eigentlich auch.