Archiv für den Tag: 29. April 2016

Rezept der Woche: Liebevoller Kartoffelblumenkohlhackauflauf…

Gemeinde!

Heute möchte ich Ihnen wieder einmal ein überaus bekömmliches und schmackhaftes Mahl vorstellen. Nämlich: Kartoffelhackblumenaufkohl-Gedöns.

In der Zubereitung nicht schwer, aber ich war froh vier Kochstellen zu haben. Denn jede einzelne Zutat muss mit Liebe und Feingefühl, die anderen dürfen nicht eifersüchtig werden, zubereitet werden. Am Ende hocken die eh gemeinsam auf dem Herd – aber um Stress untereinander zu vermeiden, in separaten Töpfen.

Was habe ich verbrochen:

  1. Bio-Kartoffeln, geschält, halbgar gekocht, danach mit Liebe in ca. 0,5 cm Scheiben geschnitten
  2. Bio-Blumenkohl, wird liebevoll gewaschen, gesäubert und in Salzwasser, ebenfalls halbgar gekocht – danach geseiert und zunächst weggelegt
  3. Bio-Zwiebel werden glasklar auf mittlerer bis weniger trallala gebraten, dann vom Herd weggenommen. Warum? Weil sie ansonsten einen unangenehmen, zum Blumo nicht passenden Geschmack hätten (dann eher Schirrmis Bratkartoffel)
  4. Bio-Gehacktes – ich provoziere faforisiere halb-halb, wird schön und liebevoll mit vorher gestreichelten Schwein-Rindern erst heiß, dann nach Gefühl angebraten. Krümelig muss es werden.
  5. Bio-Sauße – mit schöner, veganer Brühe (Gefro) aufgekochte Sahne, ein wenig VOLLMilch hinzu, abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, mit Fingerkuppen abgeschnittenen Kräutern hinzu, leise köchelnd. Achtung! Sauerei wenn es überkocht!
  6. Und abermals ACHTUNG: Wenn die Suppe liebevoll anköchelt: Mehr Arbeit beim Töpfe schrubben.
  7. Zwischendurch den dekadent aber lieben teuren Backofen vorgeheizt -ich nahm 180 Grad Umluft. Eine entsprechende Form mit Irlandbutter aus- und angestrichen.
  8. Jegliche vorher verbrochenen Zutaten werden dann da darein geschichtet – nach Gusto – ein wenig Aroma drüber gerubbelt und ab…
  9. in den Ofen und raus aus den Ofen

Nach offiziellem Bekunden war es köstlich. Ich schließe mich an und freue mich schon auf das nächste mal. Na – ein wenig Muskat war noch dabei.

Enjoy!

Beweisfotos:

Tschüss, Mutti

Ich habe nun seit zwei Jahren darauf hin gearbeitet und trainiert. Jetzt endlich ist es soweit. Neben körperlicher Vorbereitung musste ich auch einigen Papierkram erledigen. Mit meinen Versicherungen musste ich Ein- und Ausschlussklauseln verhandeln. Mit meinem wunderbaren und großzügigen Arbeitgeber vereinbarte ich eine Auszeit. Für…

Für meinen Urlaub. Morgen früh geht es los – in die Wilderness! Yeaahhhh!

Jahrelang geplant, von den meisten abgeraten. Ich mach es trotzdem! Ich nenne sie: „Die Todestour!“  Und was ich seit Jahren, Monaten, Wochen, Tagen höre ist immer das gleiche Gejammer der kleingeistigen, furchtsamen Ameisen die sich schon einkoten wenn draußen die Frontscheibe gefriert.

Jedenfalls bin ich nicht so der Superman wie ich ich hier vielleicht schreibe und wie ich rüberkomme. Auch ich habe Angst und Befürchtungen. Auch ich bin ein Mensch. Grade jetzt fröstelt es mich ein wenig die Tour durchzuziehen. Ich erinnere mich noch an damals. Die Nordwand. Das war grenzwertig.

Ein kleiner Anhänger von meiner Freundin als Abschied, auf meiner Sprachbox noch die üblichen Vorwürfe und Liebesschwüre meiner Mama gespeichert, packe ich meinen Rucksack und schmeisse aus Effiziensgründen meine gesammelten Kafka-/Bukowskiwerke raus und nehme lediglich, leise Tränen vergießend, einen lieben, vielleicht letzten Kuß meiner Liebsten entgegen. Und los geht es.

Nun befinde ich mich schon 6 Minuten in der Fremde, Wilderness. Da sagt der Tankstellenwart: „Du willst heute mit Sommerreifen in den Harz fahren?“

Leben am Limit!

Unerschütterlich gehe ich meinen Weg. Nichts weniger als Abenteuer erwarte ich. Weinende Weiber, heulende Kids, traurige Kollegen zum Trotz – ich bin dann mal weg – vielleicht für immer. Sei nicht traurig Mutti. Dein Junge hatte seinen Spaß.

Ich verabschiede mich schon mal.

Euer Schirrmi